Drosendorf-Zissersdorf

Drosendorf-Zissersdorf
Drosendorf-Zissersdorf
Wappen von Drosendorf-Zissersdorf
Drosendorf-Zissersdorf (Österreich)
Drosendorf-Zissersdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Hauptort: Drosendorf Stadt
Fläche: 53,36 km²
Koordinaten: 48° 52′ N, 15° 37′ O48.86805555555615.616944444444423Koordinaten: 48° 52′ 5″ N, 15° 37′ 1″ O
Höhe: 423 m ü. A.
Einwohner: 1.194 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: 22,38 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2095
Vorwahl: 02915
Gemeindekennziffer: 3 11 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
2095 Drosendorf
Website: www.drosendorf.at
Politik
Bürgermeister: Josef Spiegl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
15 ÖVP, 2 FL, 1 SPÖ und 1 FPÖ
Lage der Stadt Drosendorf-Zissersdorf im Bezirk Horn
Altenburg Brunn an der Wild Burgschleinitz-Kühnring Drosendorf-Zissersdorf Eggenburg Gars am Kamp Geras Horn Irnfritz-Messern Japons Langau Meiseldorf Pernegg Röhrenbach Röschitz Rosenburg-Mold Sigmundsherberg St. Bernhard-Frauenhofen Straning-Grafenberg Weitersfeld NiederösterreichLage der Gemeinde Drosendorf-Zissersdorf im Bezirk Horn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Drosendorf Stadt
Raabser Tor
Schloss Drosendorf
Rathaus
Hauptplatz

Drosendorf-Zissersdorf ist eine Stadtgemeinde mit 1194 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Drosendorf ist die einzige österreichische Stadt, die von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben ist.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Drosendorf-Zissersdorf liegt an der Thaya im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich und damit an der Grenze zu Tschechien. 3 km nördlich der Stadt befindet sich der Grenzübergang Oberthürnau-Vratenin (Fratting). Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 53,45 Quadratkilometer. 29,87 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung


Nachbargemeinden


Vratěnín Stálky
Raabs an der Thaya Nachbargemeinden Langau
Japons Geras

Geschichte

1188 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Drosendorfs. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Während des Ersten Weltkrieges befand sich in Drosendorf im Schüttkasten Drosendorf das Internierungslager Drosendorf.

Sehenswürdigkeiten

Drosendorf Altstadt:

  • Stadtbefestigung: Als einzige österreichische Stadt ist Drosendorf von einer noch vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben.
  • Pfarrkirche Drosendorf: im 16. Jhdt. erbaut, später erweitert und umgebaut

Drosendorf Stadt:

  • Rathaus
  • Stadtmauer Drosendorf: die einzige in Österreich vollständig erhaltene Stadtmauer
  • Stadtkirche Drosendorf: 1461-1463 erbaut, spätgotisch
  • Franz-Kiessling-Museum: Das Museum im ehemaligen Bürgerspital enthält die Sammlungen des Archäologen Franz Xaver Kießling und des Heimatforschers Raimund Bauer. Zu sehen sind urgeschichtliche Funde ab dem Paläolithikum. Hauptsächlich vertreten sind Siedlungsnachweise des Neolithikums (Linearbandkeramik, Lengyel-Kultur, Typus Mödling-Zöbing-Jevišovice). Gering sind Nachweise der Bronzezeit, dagegen ist die späte Eisenzeit durch reiche Inventarien belegt. Auch frühmittelalterliche (slawische) Funde sind vorhanden. Die Funde stammen alle aus der näheren Umgebung der Stadt, zum Teil auch aus Drosendorf selbst. Das Museum besitzt auch Objekte zur Stadtgeschichte und volkskundliche Inventarien.
  • Schloss Drosendorf: aus dem 12. Jahrhundert, seit 1987 Bildungszentrum, beherbergt eine Frühstückspension

Elsern:

Politik

  • Bürgermeister der Stadtgemeinde ist seit 2009 Josef Spiegl (ÖVP), Amtsleiter Gerhard Zotter.
  • Im Stadtgemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 15, Frische Liste (FL) 2, SPÖ 1 und FPÖ 1 andere keine Sitze.
  • Einwohnerentwicklung: Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1309 Einwohner. 1991 hatte die Stadtgemeinde 1414 Einwohner, 1981 1690 und im Jahr 1971 1942 Einwohner.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 1977 gab es 77 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten, und laut Erhebung von 1999 119 land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Laut Volkszählung von 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 529. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,25 Prozent.

Verkehr

Von Retz aus führt eine der steilsten Normalspurstrecken Österreichs nach Drosendorf-Zissersdorf (errichtet 1910, Lokalbahn Retz–Drosendorf), auf der jedoch der Passagierverkehr am Samstag, dem 9. Juni 2001, eingestellt wurde. Nur der Güterverkehr bis Weitersfeld ist nach wie vor aufrecht und während der Sommermonate bringt an den Wochenenden ein Nostalgiezug, der „Reblaus-Express“, Radfahrer und Wanderer nach Drosendorf.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter:

  • Raimund Bauer (3. August 1913–15. Februar 2000), Heimatforscher
  • Karl Bitter (20. September 1870–7. April 1954), Fleischhauer, Betonwerksunternehmer, Bürgermeister, Mitglied des N.Ö. Landesgewerberates, großer Förderer der Wallfahrtskirche Maria Schnee
  • Florian Johann Deller (1729–1773), zu seiner Zeit im In- und Ausland sehr bekannter Komponist des Barockzeitalters. In jüngerer Zeit werden seine Musikstücke wiederentdeckt und immer häufiger auch aufgeführt.
  • Otto Köhler (3. Juni 1904–1. September 1981), Prof., akademischer Maler, beliebter Fresco-Maler, Schöpfer zahlreicher Fresco-Malereien in Kirchen und an Häusern (z.B. Hauptschule Drosendorf) im Waldviertel und in der Wachau
  • Franz Georg Krausl (9. Dezember 1936–27. September 2006), Stadtchronist, Schulrat und Träger des Ehrenringes der Stadt Drosendorf
  • Hermann Walenta (*1923), österreichischer akad. Bildhauer und Maler


Personen mit Beziehung zur Stadt:

Literatur

  • Friedrich Berg, Hermann Maurer: Die Sammlung Bauer. Archäologische Funde aus der Umgebung von Drosendorf. In: Das Waldviertel. 53, 2004, S. 229–254.
  • Uhlfried Krausl, Raimund Bauer: Drosendorf Stadtführer. Hrsg. Stadtgemeinde Drosendorf-Zissersdorf. 1983.
  • Alexander Weiger: Altstadtkirche St. Peter und Paul, Marktkirche St. Martin in Drosendorf an der Thaya. Christliche Kunststätten Österreichs, Nr. 307. St. Peter, Salzburg 1997.

Weblinks

 Commons: Drosendorf-Zissersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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