Eintracht-Stadion

Eintracht-Stadion
Eintracht-Stadion
Eintracht-Stadion
Eintracht-Stadion
Daten
Ort DeutschlandDeutschland Braunschweig, Deutschland
Koordinaten 52° 17′ 24″ N, 10° 31′ 17″ O52.2910.521388888889Koordinaten: 52° 17′ 24″ N, 10° 31′ 17″ O
Eigentümer Stadt Braunschweig
Betreiber Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH
Eröffnung 1923
Erstes Spiel Eintracht Braunschweig - 1. FC Nürnberg (1:10) am 17. Juni 1923
Renovierungen 1963–64, 1995, 2008–2010[1]
Oberfläche Naturrasen
Kosten 15 Mio. (2009)
Kapazität 25.540
Verein(e)

Eintracht Braunschweig (Fußball)
New Yorker Lions (American Football)

Veranstaltungen

Das Eintracht-Stadion in Braunschweig hat 25.540 Plätze,[2] davon ca. 13.700 überdachte Sitzplätze und ca. 11.300 überdachte Stehplätze. Bei Spielen der Braunschweiger Eintracht werden aus Sicherheitsgründen zwischen 800 und 1.200 Plätze gesperrt.[3] Es ist das Heimatstadion des Fußball-Zweitligisten Eintracht Braunschweig und des American-Football-Bundesligisten New Yorker Lions.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das bereits 1923 eröffnete Stadion hatte ursprünglich etwa 28.000 überwiegend Stehplätze und eine Holztribüne. Hier fand u.a. das Finale im DFB-Pokal 1955 zwischen dem Karlsruher SC und dem FC Schalke 04 statt. Nach einer Modernisierung und Erweiterung 1963/64 hatte es dann rund 40.000 überwiegend ungeschützte Steh- und einige (Tribünen-) Sitzplätze. Anfang Juni 1967 wurde hier nach einem 4:1-Sieg über den 1. FC Nürnberg die Deutsche Fußballmeisterschaft von Eintracht Braunschweig gefeiert.

Anfang der 1980er Jahre erwarb die Stadt Braunschweig das bis dahin vereinseigene Stadion vom Verein Eintracht Braunschweig, fortan war der offizielle Name Städtisches Stadion an der Hamburger Straße.

1995 wurde die Stadionanlage noch einmal komplett umgebaut. Neue Flutlichtmasten wurden errichtet, die alte Südkurve wurde abgerissen und mit überdachten Stehplätzen wieder aufgebaut. Die Gegengerade im Osten, die bisher 10.000 Steh- und 2.000 Sitzplätze bot, wurde zur reinen Sitzplatztribüne umgebaut. Die Einweihung der Anzeigetafel am 3. November 1996 beendete die Arbeiten zur Grundrenovierung des Stadions. Diese alte Tafel wurde 2004 verkauft und abmontiert, dafür wurde im Rahmen der im Stadion ausgetragenen 104. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft eine Videowand installiert, die weiterhin in Gebrauch blieb.

Am 3. Juni 2008 billigte der Verwaltungsausschuss der Stadt Braunschweig, dass die Namensrechte des Stadions von der Stadt an eine Gruppe aus fünf Eintracht-Sponsoren (Braunschweigische Landessparkasse, BS|ENERGY, Öffentliche Versicherung Braunschweig, Volksbank Braunschweig-Wolfsburg und Volkswagen Financial Services AG) verkauft wurden. Das nach wie vor städtische Stadion konnte somit wieder unter dem Traditionsnamen Eintracht-Stadion firmieren.[4] Im Juni 2011 einigte sich die Eintracht mit den Sponsoren den bestehenden Vertrag um weitere zwei Jahre zu verlängern.[5]

Im Zuge einer erneuten Modernisierung von Juli 2009 bis Juni 2010 wurde die noch offene Nordkurve überdacht und nach Osten ausgebaut; diese ersten Umbauarbeiten mit einem Etat von 7,6 Millionen Euro beschränkten sich aus Geldknappheit zunächst nur auf die Nordkurve und die Funktionsräume. Sonstige geplante Erweiterungen mit dem gleichen Volumen (VIP-Logen, weitere Funktionsräume, sowie ein separates Gebäude für Geschäftsräume und Gastronomie) hat man zurückgestellt. Die Kapazität des Stadions erhöht sich durch den Umbau der Nordkurve nur leicht um 1000 auf 25.540 Plätze, da ein Großteil der Tribüne von Steh- auf Sitzplätze umgerüstet wurde. Alle Bauarbeiten hat man bei eingeschränktem Stadionbetrieb durchgeführt, d.h. die Gästekurve konnte jeweils nur bis zur Hälfte belegt werden.[1]

Im Eintracht-Stadion finden auch Konzerte und Leichtathletikwettbewerbe statt. Unter anderem ist in den Jahren 2000, 2004 und 2010 die Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft ausgetragen worden. In der Saison 2009/2010 trug der Goslarer SC 08 seine Heimspiele in der Fußball-Regionalliga Nord hier aus.

Ausbauplanung

Zeichnung von Schulitz + Partner Architekten BDA

Über den abgeschlossenen Ausbau der Nordkurve hinaus ist bereits seit Mitte der 2000er Jahre auch eine Erweiterung und Modernisierung der Haupttribüne im Gespräch. Einen Architektenwettbewerb im Sommer 2006 [1] gewann das Büro Schulitz und Partner. Der Siegerentwurf sieht vor, die Tribüne mit der Nord- und der Südkurve zu verbinden und so die bislang getrennten Gebäude zu einem Stadionrund zu verbinden. Der gewonnene Raum unter den Zuschauerrängen soll unter anderem für VIP-Logen, eine Businesslounge und eine Gaststätte genutzt werden. Die beiden Marathontore werden überbaut und in das Stadionrund integriert. Das provisorische Zelt vor dem Stadion soll ebenso verschwinden, wie die Rampe, über die derzeit die Zuschauer auf die Tribüne geleitet werden. An ihrer Stelle wollen Schulitz und Partner einen Vorplatz mit einem Kubus errichten, in dem neben der Geschäftsstelle des Vereins auch ein Fanshop, ein Fußballmuseum und ein Restaurant Platz finden sollen [2].

Wegen des damaligen Abstiegs von Eintracht Braunschweig aus der 2. Bundesliga und der prekären Finanzlage der Stadt wurden die Pläne lange Zeit nicht umgesetzt. Am 6. Februar 2011 fand jedoch auf Initiative der CDU-Fraktion im Braunschweiger Rat eine Bürgerbefragung statt. Bei einer Beteiligung von 32,9 Prozent stimmten 60,3 Prozent für den Stadionausbau. Das Ergebnis war juristisch nicht bindend, doch zwei Wochen später stimmte der Rat der Stadt einstimmig für den Umbau, der nach Angaben der Stadionverwaltung im Herbst 2011 beginnen soll. Die auf 14,5 Millionen Euro geschätzte Erweiterung der Haupttribüne wird aus der Stadtkasse finanziert; für den Kubus auf dem Vorplatz kommt der Verein Eintracht Braunschweig auf. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für den Sommer 2013 angekündigt. [6]

Anfahrt

Aus Norden, Westen und Osten fährt man über die A 2 Hannover–Berlin bis zum Autobahnkreuz Braunschweig-Nord (Ausfahrt 55) und weiter über die A 391 (Westtangente) und A 392 (Nordtangente) zur Ausfahrt Hamburger Straße. Von Süden fährt man über die A 7 Kassel–Hannover bis zum Dreieck Salzgitter und weiter über die A 39 und die A 391, A 392 ebenfalls bis zur Ausfahrt Hamburger Straße. Der Großparkplatz Schützenplatz liegt etwa 500 Meter stadtauswärts der Anschlussstelle Hamburger Straße (der Ausschilderung folgen), von dort ist das Stadion in etwa fünf Minuten zu Fuß zu erreichen.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Stadion mit den Straßenbahnlinien M1 und M2 ab Hauptbahnhof und aus der Innenstadt bzw. mit der Linie M1 von den P+R Parkplätzen im Norden zu erreichen. Die Straßenbahnen halten direkt vor dem Stadion (Linie M1) oder in der Nähe (M2, Haltestelle Gesundheitsamt). Darüber hinaus verkehren am Spieltag oder bei Großveranstaltungen noch zusätzliche Sonderbahnen vom Hauptbahnhof zum Stadion.

Einzelnachweise

  1. a b Ralph-Herbert Meyer: Beim Ausbau des Eintracht-Stadions wird geklotzt und nicht gekleckert. In: Braunschweiger Zeitung, 3. Juni 2008. Abgerufen am 8. Mai 2011.
  2. Eintracht-Stadion: Stadion-Infos. Abgerufen am 8. Mai 2011.
  3. Eintracht Braunschweig: Stadion. Abgerufen am 8. Mai 2011.
  4. Ernst-Johann Zauner: Stadion an Hamburger Straße darf wieder Eintracht-Stadion heißen. In: Braunschweiger Zeitung, 4. Juni 2008. Abgerufen am 10. Mai 2011.
  5. ndr.de: Eintracht-Stadion behält Namen nun offiziell Artikel vom 19. Juli 2011
  6. www.eintracht-stadion.com Abgerufen am 19. August 2011

Galerie

Siehe auch

Weblinks


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