Gesine Cukrowski

Gesine Cukrowski
Gesine Cukrowski auf der Berlinale 2009

Gesine Cukrowski (* 23. Oktober 1968 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Schule und Studium

Gesine Cukrowski, Tochter einer Künstlerin und eines Ingenieurs, besuchte das katholische Gymnasium St. Marien in Berlin-Neukölln. Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte sie im Studententheater. Anschließend absolvierte sie ihr Studium an der Schauspielschule Maria Körber. Ihren Gesangsmeisterkurs legte Gesine Cukrowski bei der Brecht- und Weill-Chansonnière Gisela May ab.

Fernseh- und Theatererfolge

Mit dem Film Die Schläfer gelang Gesine Cukrowski 1998 ein großer Erfolg, ebenso mit der ZDF-Serie Der letzte Zeuge, in der sie von 1998 bis 2007 an der Seite von Ulrich Mühe und Jörg Gudzuhn eine Gerichtsmedizinerin spielte. Nach dem Tod Mühes erklärten Cukrowski und Gudzuhn, für weitere Folgen nicht zur Verfügung zu stehen; die Serie wurde daraufhin eingestellt. 1999 gehörte Gesine Cukrowski zum festen Ensemble des Theater Basel, das zum Theater des Jahres gekürt wurde und wo die Berlinerin, insbesondere mit der Bachmann-Inszenierung Merlin (von Tankred Dorst), große Erfolge feierte. Ein Jahr später kehrte sie nach Berlin zurück. 2001 spielte Gesine Cukrowski zusammen mit der aus Ronin bekannten Natasha McElhone und dem Academy-Award-nominierten Darsteller Stephen Rea den US-amerikanischen Psycho-Thriller Feardotcom.

Schauspielerische Wandlungsfähigkeit

In dem ZDF-Film Das Wunder von Berlin verleiht Gesine Cukrowski ihrer Figur, einer hochrangigen Stasi-Mitarbeiterin, eine unaufgeregte Selbstverständlichkeit und Autarkie. In Judith Kemp spielte sie eine vierfache Familienmutter mit kriminellem Ehemann im Arbeiterviertel Berlin-Neukölln; in Feardotcom das furchterregende Medium eines psychopathischen Arztes (Stephen Rea) oder an der Seite von Ottfried Fischer in der temporeichen Komödie Der Bestseller als realitätverlierende Krimiautorin, die auf äußerst skurrile und komische Art konsequent die 1920er Jahre lebt. Im Theater war Gesine Cukrowski insbesondere in den späten 1990er Jahren sehr erfolgreich. Den Höhepunkt stellte ihr Auftritt in der Hauptrolle der Cressida bei den Salzburger Festspielen 1999 dar.

Weiteres

  • 2006 nahm Gesine Cukrowski ihr erstes Hörbuch auf; sie las den Kriminalroman Der Vierzehnte Stein der französischen Autorin Fred Vargas.
  • Gesine Cukrowski unterstützt insbesondere mit dem Hamburger Verein Sternipark e.V. hilfsbedürftige Menschen. Der Verein kümmert sich unter anderem um werdende Mütter, die ihr Baby anonym zur Welt bringen möchten.
  • Die Schauspielerin lebt mit ihrer Tochter (* 2001) und ihrem Lebensgefährten in Berlin.

Filmografie

Hörbuch

Theater (Auswahl)

1989
Studiobühne der FU Berlin:

  • Italienische Nacht von Ödon v. Horvath; Regie: Bernd Motti, Marcely Pomplun

1990
Studiobühne der FU Berlin:

  • Überlebensgroß, Herr Krott, von M. Walser; Regie: Bernd Mott; Rolle: Running Gag

1991
Theater Affekt:

  • Baal von B. Brecht; Regie: Stefan Bachmann; Hauptrollen: Johanna, Maja

1993/1994
Fliegendes Theater Berlin:

  • Das Liebeskonzil von Oskar Panizza, Regie: Th. Reisinger; Hauptrolle: Maria

1995
Theater Affekt:

  • Lila von J.W. Goethe; Regie: Stefan Bachmann; Hauptrolle: Sophie

1996/1997
Theater Landesbühne Hannover:

  • Figaros Hochzeit von Beaumarchais; Regie: Kath. Fleckenstein; Hauptrolle: Susanna
  • Der nackte Wahnsinn von M. Frayn; Regie: Wolfgang Brehm; Hauptrolle: Poppy

Volksbühne Berlin:

  • Triumph der Empfindsamkeit von J.W. Goethe; Regie: Stefan Bachmann; Hauptrolle: Mela

1998
Theater Affekt in den Sophiensaelen Berlin:

  • 50er Jahre Musikprogramm mit Gesine Cukrowski und Ursula Ofner; Regie: Cuco Wallraff

1999–2003
Theater Basel:

  • Merlin von T. Dorst, Regie: Stefan Bachmann, Rollen: Elaine, Blanchefleur
  • Biene Maja, Operette von J. Offenbach, Regie: Peter Lund, Rollen: Schnuck, Libelle und div. andere Insekten
  • Snap Shots, Textfassg. von M. Günther u. S. Pucher; Regie: Stefan Pucher

Salzburger Festspiele & Theater Basel:

  • Troilus und Cressida von W. Shakespeare; Regie: Stefan Bachmann, Hauptrolle: Cressida

Weblinks


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