Theater Basel

Theater Basel
Theater Basel (im Hintergrund die Elisabethenkirche), 2009
Theater Basel, Foyer, 2009

Das Theater Basel ist das Stadttheater der Stadt Basel. (Der Name Theater Basel wird seit 1988 benützt, historisch hiess es Stadttheater Basel und in den Jahren 1968-1988 nannte man die Institution, deren Spielstätten damals das Stadttheater am Steinenberg und die Komödie in der Steinenvorstadt waren, die Basler Theater) Es handelt sich um ein Dreispartenhaus, d. h. im Spielplan stehen Oper, Ballett und Schauspiel.

Da das Theater Basel kein eigenes Orchester hat, wird in der Regel das Sinfonieorchester Basel herangezogen. Für Barockopernproduktionen wird das Barockorchester La Cetra der von Paul Sacher gegründeten Schola Cantorum Basiliensis verpflichtet. Seit Saison 2006/2007 wird auch mit der basel sinfonietta zusammengearbeitet. Zur Eröffnung der Opernsaison 2007/2008 wurde erstmals das Kammerorchester Basel engagiert (für eine Neuproduktion von Mozarts Entführung).

Das Theater Basel wurde von 50 unabhängigen Kritikern im Auftrag der Zeitschrift Opernwelt zum Opernhaus des Jahres 2009 und 2010 gewählt.[1]

Inhaltsverzeichnis

Baugeschichte

Theaterbrand 1904
Theater Basel, Fassade zur Steinentorstrasse, 2009
Schauspielhaus an der Steinentorstrasse, 2009

Das Basler Stadttheater wurde 1834 gegründet. Das erste Gebäude stammte von dem klassizistischen Architekten Melchior Berri und umfasste 1300 Plätze. Eine beträchtliche Grösse für die Stadt Basel, die damals 26 000 Einwohner aufwies.

1873–1875 wurde an gleicher Stelle ein vierrängiges Barock-Gebäude von Johann Jakob Stehlin errichtet, das am 7. Oktober 1904 durch einen Brand zerstört wurde, jedoch in der Folge wieder aufgebaut wurde und 1909 wiedereröffnet werden konnte.

Nach dem Bau des jetzigen Gebäudes mit charakteristischer unregelmässiger Form und geschwungenem Dach, das 1975 eröffnet wurde, wurde das alte Haus gesprengt. Der Bau kostete den Kanton Basel-Stadt 60 Millionen Franken.

Das Theater Basel verfügt im grossen Haus über gut 1000 Plätze, die Kleine Bühne im selben Gebäude bietet 320 Plätze. Die im Jahre 1950 gegründete "Komödie" in der Steinenvorstadt umfasste bis zu ihrer Schliessung im Herbst 2001 600 Plätze. Ersetzt wurde sie durch das vom Basler Architekturbüro Schwarz-Gutmann-Pfister entworfene Schauspielhaus, welches im Januar 2002 in der Nachbarschaft des Theaters an der Steinentorstrasse errichtet wurde und bis zu 480 Zuschauer fasst.

Der am Theater gelegene, von Bäumen gesäumte Platz wird von einer Metallskulptur von Richard Serra und dem Fasnachts-Brunnen von Jean Tinguely („Tinguely-Brunnen“) geschmückt.

Direktoren

Schauspieldirektoren

Operndirektoren

  • 1934–1935 Dr. Friedrich Schramm und Paul Olmühl
  • 1949–1950 Gottfried Becker
  • 1962–1966 Walter Pohl
  • 1990–1992 Udo Gefe
  • 1994–1996 Walter Weller
  • 1996–2001 Albrecht Puhlmann
  • 2001–2003 Michael Lakner
  • 2003–2006 Christoph Meyer
  • seit 2006 Dietmar Schwarz

Das Theater Basel beim Berliner Theatertreffen

Opernneuinszenierungen seit Saison 1996/1997

1996/1997:


1997/1998:

1998/1999:

1999/2000:

2000/2001:

2001/2002:

  • Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart (P: 14.September 2001, R: Stefan Bachmann, ML: Julia Jones)
  • Schwarzerde von Klaus Huber (P: 3. November 2001, R: Claus Guth, ML: Arturo Tamayo)
  • Gianni Schicchi/Le Rossignol von Giacomo Puccini/Igor Strawinsky (P: 30. Dezember 2001, R: Matthias Schönfeldt, ML: Baldo Podic)
  • Mare Nostrum von Mauricio Kagel (P: 28. Februar 2002, R: Tim Hopkins, ML: Jürg Henneberger)
  • Falstaff von Giuseppe Verdi (P: 3. März 2002, R: Nigel Lowery, ML: Baldo Podic)
  • Israel in Egypt von Georg Friedrich Händel (P: 5. Mai 2002, R: Herbert Wernicke, ML: Konrad Junghänel)

2002/2003:

2003/2004:

2004/2005:

2005/2006:

2006/2007:

2007/2008:

2008/2009:

Schauspielinszenierungen seit der Saison 2006/2007 (Auswahl)

2006/2007:

2007/2008:

2010/2011:

Weblinks

 Commons: Theater Basel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mitteilung des Theater Basel zur Wahl als Opernhaus des Jahres 2009.
47.5527187.59007

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