Kaká

Kaká
Kaká

Kaká 2006 im Trikot
der brasilianischen Nationalmannschaft

Spielerinformationen
Voller Name Ricardo Izecson dos Santos Leite
Geburtstag 22. April 1982
Geburtsort BrasíliaBrasilien
Größe 186 cm
Position Mittelfeld
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2001–2003
2003–2009
2009–
FC São Paulo
AC Mailand
Real Madrid
58 (23)
193 (71)
49 (18)
Nationalmannschaft2
2002– Brasilien 82 (27)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 29. Oktober 2011
2 Stand: 2. Juli 2010

Ricardo Izecson dos Santos Leite mit Kurznamen Kaká (* 22. April 1982 in Brasília, Brasilien) ist ein brasilianischer Fußballspieler. Derzeit spielt der offensive Mittelfeldspieler bei Real Madrid in der ersten spanischen Fußballliga, der Primera División. Er wurde 2007 sowohl zu Europas Fußballer des Jahres als auch zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

In der Jugend

Kaká wurde am 22. April 1982 als Ricardo Izecson dos Santos Leite in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia geboren. Im Kindesalter zog die Familie nach Sao Paulo um und Kaká trat der Jugendmannschaft des FC São Paulo im Alter von acht Jahren bei. Er stammt somit aus derselben Talentschmiede wie auch seine Nationalmannschaftskollegen Cafu, Luís Fabiano und Júlio Baptista. Aufgrund eines Wirbelbruchs nach einem Badeunfall drohte Kaká im Oktober 2000 das vorzeitige Karriereende. Heute dankt er nach jedem von ihm erzielten Tor Gott, dass er wieder voll einsatzfähig ist, indem er hochblickt und mit beiden Zeigefingern Richtung Himmel zeigt. Er bezeichnet sich auch sonst als tiefgläubigen Christ[1] - Kaká wurde mit 14 Jahren getauft. Mit 15 unterzeichnete er seinen ersten Profivertrag.

Im Verein

FC São Paulo

2001 gab Kaká sein Profidebüt beim FC São Paulo. Bei seinem Einstand gegen Botafogo FR erzielte er innerhalb von zwei Minuten zwei Tore.[2] In seiner ersten Profisaison mit nur 19 Jahren schoss er in 27 Begegnungen zwölf Tore, in der darauffolgenden Saison zehn Tore in 22 Spielen. Daraufhin begann um ihn ein Wettstreit der europäischen Fußballclubs, den der AC Mailand gewann und den Brasilianer 2003 für 8,25 Mio. Euro[3] verpflichtete. Während seiner Zeit bei São Paulo war auch der deutsche Verein Bayer 04 Leverkusen an ihm interessiert, doch São Paulo wollte ihn nicht gehen lassen.

Kaka im Trikot von AC Mailand (2007)

AC Mailand

Sein erstes Ligaspiel beim AC Mailand bestritt Kaká am 1. September 2003 gegen Ancona Calcio. In seiner ersten Saison schoss er in 30 Spielen zehn Tore und gewann mit seinem Verein die italienische Serie A und den Europäischen Supercup.

In der Saison 2004/05 hatte sich Kaká völlig ins Team integriert und übernahm hinter dem Stürmer Andrij Schewtschenko eine wichtige Rolle. Neben dem zweiten Platz in der Serie A und dem Sieg im europäischen Supercup, wurde der AC Mailand Zweiter der UEFA Champions League. Im Finale verloren sie nach einer klaren 3:0-Führung gegen den FC Liverpool im Elfmeterschießen mit 6:5 (3:3 n. V.). Im Jahr darauf verloren sie im Halbfinale gegen den späteren Gewinner FC Barcelona. In der Saison 2006/07 gewann Kaká mit Milan das Finale in Athen in einer Neuauflage des Endspiels von 2005 gegen den FC Liverpool mit 2:1.

Transferkampf und Wechsel zu Real Madrid

Kaká im Trikot von Real Madrid (2011)

Nach einem enttäuschenden fünften Tabellenplatz am Ende der Saison 2007/08 mehrten sich die Wechselgerüchte um Kaká. Der Premier-League-Klub Manchester City bot laut Medienberichten Milan die Rekordablöse von etwa 130 Millionen Euro und dem Brasilianer ein Jahresgehalt von 16,5 Millionen Euro. Kaká lehnte den Wechsel jedoch ab. Ein halbes Jahr später, im Juni 2009, kündigte Kaká jedoch seinen Wechsel zu Real Madrid an. Der Brasilianer unterschrieb bei den Spaniern einen Vertrag bis 2015. Die Ablösesumme betrug 65 Millionen Euro, damit ist Kaká nach Cristiano Ronaldo und Zinédine Zidane, die ebenfalls zu Real Madrid wechselten, der drittteuerste Transfer in der Geschichte des Profifußballs.

Kaká sagte, dass er mit diesem Wechsel auch dem AC Mailand, mit dem er emotional immer verbunden sei, helfen will, da sich der Verein in einer „schweren finanziellen Krise“ befinde. Bereits zuvor hatte die Führung des AC Mailand Kaká wegen der finanziellen Lage zu einem Wechsel gedrängt.[4]

In seiner ersten Spielzeit bei Real Madrid absolvierte er 25 Ligaspiele, musste jedoch zwischenzeitlich wegen einer Schambeinprellung und Knieproblemen pausieren. In der darauffolgenden Saison bestritt er aufgrund eines Meniskusschadens lediglich 14 weitere Ligaspiele.

In der Nationalmannschaft

Jugend-Mannschaften

2001 nahm Kaká mit der brasilianischen Juniorenmannschaft an der Junioren-Fußballweltmeisterschaft in Argentinien teil, wo die Mannschaft im Viertelfinale gegen Ghana scheiterte.

A-Nationalmannschaft

Kaka im Nationaltrikot bei der WM 2010

In der brasilianischen Nationalmannschaft debütierte Kaká am 31. Januar 2002 gegen Bolivien. Er nahm an der WM 2002 teil, war am Titelgewinn Brasiliens jedoch kaum direkt beteiligt, da er im ganzen Turnier lediglich ein Mal eingewechselt wurde. Erst in den darauffolgenden Jahren erarbeitete sich Kaká den Ruf als einer der besten Fußballspieler Brasiliens. In seinem achten Länderspiel schoss Kaká in der Gold-Cup-Partie gegen Kolumbien am 19. Juli 2003 seine ersten beiden Länderspieltore. Zusammen mit der Nationalmannschaft gewann er die Copa América 2004 und den Konföderationen-Pokal 2005 & Konföderationen-Pokal 2009.

Unter dem neuen Nationaltrainer Mano Menezes, der das Amt nach der WM 2010 von Dunga übernahm, wurde Kaká erstmals für die Testspiele gegen Gabun und Ägypten am 11. und 15. November 2011 nominiert.

Titel und Erfolge

In der Nationalmannschaft

Im Verein

Individuelle Erfolge/Ehrungen

Spielweise

Kaká zeichnet sich insbesondere durch seine Schusstechnik und -kraft sowie Dribbelstärke aus. Er ist stark bei Standards und verfügt über eine hohe Ballsicherheit und ein exzellentes Passspiel. In der Offensive kann er relativ freizügig eingesetzt werden, agiert aber besonders auf der Spielmacherposition bzw. hinter den Spitzen am besten.

Kaká mit seiner Frau Caroline Celico.

Privates

Kakás Vater, Bosco Izecson Pereira Leite, ist von Beruf Ingenieur. Seine Mutter, Simone Cristina dos Santos Leite, arbeitet als Lehrerin. In der brasilianischen Nationalmannschaft ist er – wie beispielsweise auch Sócrates in den 1980er Jahren – einer der wenigen Stammspieler, die der Mittelschicht entstammen. Außerdem hat er einen Bruder, Rodrigo Izecson dos Santos Leite (* 1985), genannt Digão, der bei Kakás langjährigen Verein, dem AC Mailand unter Vertrag steht und zur Zeit an Standard Lüttich ausgeliehen ist. Durch seinen Bruder gelangte Kaká auch zu seinem Namen. Da Rodrigo Ricardo nicht aussprechen konnte, nannte er ihn als kleines Kind Kaká.

Am 23. Dezember 2005 heiratete Kaká seine langjährige Freundin und Verlobte Caroline Celico in der evangelischen Freikirche Renascer em Cristo in São Paulo.

Weblinks

 Commons: Kaká – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. FussballGott.ch:Der Glaube von Kaká
  2. http://de.oleole.com/spieler/kaka/biografie/phi4ok.html
  3. http://www.transfermarkt.de/de/spieler/3366/kaka/transferdaten.html
  4. http://www.sport1.de/de/fussball/fus_international/artikel_115845.html sport1.de: "Wir werden wieder Geschichte schreiben"
  5. FocusOnline: Kaká und Marta Welfußballer 2007

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