- Kernkraftwerk Großwelzheim
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Kernkraftwerk Großwelzheim Lage Koordinaten 50° 3′ 29,3″ N, 8° 59′ 13,7″ O50.0581416666678.9871305555556Koordinaten: 50° 3′ 29,3″ N, 8° 59′ 13,7″ O Land: Deutschland Daten Eigentümer: Dokumentation. Das Kernkraftwerk Großwelzheim, auch bekannt als Heißdampfreaktor Großwelzheim (HDR), war ein Versuchskernkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 25 Megawatt in der Nähe von Großwelzheim, einem Ortsteil der Gemeinde Karlstein am Main. Es handelte sich dabei um einen Heißdampf-Siedewasserreaktor mit integrierter nuklearer Überhitzung.
Das Kraftwerk ging am 14. Oktober 1969 in Betrieb, wurde aber bereits im April 1971 wieder stillgelegt. Das Gebäude des Kernkraftwerks Großwelzheim diente in den 1980er Jahren zum Test von Einwirkungen von Druckwellen und Explosionswirkungen auf Kernkraftwerke. In den 1990er Jahren wurde es zurückgebaut. Der Rückbau ist seit 1998 abgeschlossen. Auf dem Kraftwerksgelände befand sich auch das Kernkraftwerk Kahl, das erste deutsche Kernkraftwerk, welches 1985 stillgelegt und von 1988 bis 2008 zurückgebaut wurde. Damit ist dies der erste deutsche Standort, an dem zwei Reaktorblöcke zurückgebaut wurden.
Bei der Bildung der Gemeinde Karlstein am Main aus den bis dahin selbstständigen Orten Dettingen am Main und Großwelzheim im Jahr 1975 wurde wegen der Kernkraftwerksblöcke das Atomsymbol in das neu geschaffene und bis heute gültige Gemeindewappen aufgenommen, obwohl bereits zu diesem Zeitpunkt der HDR nicht mehr in Betrieb war.
Daten der Reaktorblöcke
Das Kernkraftwerk Großwelzheim hatte einen Kraftwerksblock:
Reaktorblock[1] Reaktortyp Netto-
leistungBrutto-
leistungBaubeginn Netzsyn-
chronisationKommer-
zieller BetriebAbschal-
tungHDR Großwelzheim Heißdampfreaktor-Siedewasserreaktor 23 MW 25 MW 01.01.1965 14.10.1969 02.08.1970 20.04.1971 Einzelnachweise
- ↑ Power Reactor Information System der IAEO: „Germany, Federal Republic of: Nuclear Power Reactors“ (englisch)
Siehe auch
Weblinks
In Betrieb: Brokdorf | Neckarwestheim 2 | Emsland | Grafenrheinfeld | Grohnde | Gundremmingen | Isar 2 | Philippsburg 2
Außer Betrieb: Unterweser | Brunsbüttel | Krümmel | Biblis | Neckarwestheim 1 | Isar 1 | Philippsburg 1 | Greifswald | THTR-300 Hamm-Uentrop | KNK Karlsruhe | MZFR Karlsruhe | Lingen | Mülheim-Kärlich | Obrigheim | Rheinsberg | Stade | Würgassen
Abgebaut: AVR Jülich | Großwelzheim | Kahl | Niederaichbach
Nie in Betrieb genommen: BASF | Borken | Emden | Hamm | Kalkar | Neupotz | Pfaffenhofen | Stendal | Vahnum | Wyhl
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