- Liebigschule Gießen
-
Liebigschule Gießen Schulform Gymnasium Gründung 1837 Ort Gießen Land Hessen Staat Deutschland Koordinaten 50° 34′ 51″ N, 8° 40′ 48″ O50.5808305555568.68Koordinaten: 50° 34′ 51″ N, 8° 40′ 48″ O Träger Stadt Gießen Schüler ca. 1.500 Leitung Dr. Carsten Scherließ Website www.liebigschule-giessen.de Die Liebigschule Gießen ist ein Gymnasium in Gießen (Hessen), benannt nach Justus Liebig, mit musikalischem Schwerpunkt.
Die Schule wurde 1837 als eine von drei großherzoglich-hessischen Provinzialrealschulen gegründet um den neuen Anforderungen des Industrialisierungszeitalters Rechnung zu tragen. Seit 1900 kann man das Abitur ablegen. 1914 trennten sich die beiden Schulzweige, das Realgymnasium – jetzt Herderschule Gießen – und die Oberrealschule. 1937 erhielt sie den heutigen Namen Liebigschule. (Die Koseform LIO – Liebigoberrealschule – nimmt noch darauf Bezug.) Von 1972 bis 2002 war sie eine kooperative Gesamtschule beginnend mit dem 7. Jahrgang. Seit 2002 ist sie wieder ein Gymnasium mit den Jahrgängen 5 bis 13. Etwa 1.600 Schüler, teilweise aus dem Umfeld der Stadt, werden unterrichtet. Seit Herbst 2008 ist Dr. Carsten Scherließ Schulleiter der Liebigschule.
Schwerpunkte des Unterrichts sind Musik, neuere Sprachen und Sport. Die Schule bietet in bestimmten Jahrgängen zusätzlichen Musik- und Sportunterricht und für alle Schüler außerdem eine breite Palette von Arbeitsgruppen an. Ebenfalls eine Besonderheit der Schule ist das Angebot, als 1. Fremdsprache Französisch zu erlernen.
Inhaltsverzeichnis
Der musikalische Schwerpunkt der Liebigschule
An der Liebigschule hervorzuheben ist die Förderung der Musik. Die Schule verfügt über zwei große Orchester, in deren Mittelpunkt die klassische Musik steht und außerdem über mehrere Chöre. Die (öffentlichen) Orchester- bzw. Chorkonzerte im Sommer und vor Weihnachten gehören zu den Höhepunkten des Schullebens. Kammermusikgruppen und eine Big-Band ergänzen das Angebot. Das Orchester und die Chöre veranstalten regelmäßig Konzertreisen und Austauschprogramme mit Schulen in Spanien und England. So spielte das Orchester der Liebigschule im Juni 2008 auf der EXPO-Weltausstellung in Saragossa. Außerdem ist der Austausch mit der County High School in Colchester/England wieder rege geworden.
Die Arbeit der Schule wird von vielen Seiten unterstützt. Besonders hervorgehoben seien der Ehemaligenverein, der Musikförderverein der Liebigschule und der Förderverein Liebigschule.
Kurzzeitig entstandenes Medieninteresse
Am 19. September 2006 berichtete der deutsch-französische Fernsehsender ARTE in einem Themenabend zum christlichen Fundamentalismus, dass in zwei mittelhessischen Schulen im Biologieunterricht neben der Evolutionslehre die von evangelikalen Kreisen propagierte Vorstellung des Kreationismus behandelt wurde. Während die eine Schule, die evangelikale (staatlich anerkannte) August-Hermann-Francke-Schule die wörtliche Auslegung der Bibel als Lehrprinzip verkündet, hat es sich an der Liebigschule nur um einen einzelnen Lehrer gehandelt, der im Anschluss an die Behandlung der Evolutionstheorie seine persönliche Bevorzugung des biblischen Schöpfungsmythos zur Diskussion stellte.
Ehemalige
- Helge Braun
- Eva Briegel (Sängerin der Band Juli)
- Hans Friebertshäuser
- Thomas Hettche
- Jonathan Koch
- Michael Koch (Basketballspieler)
- Gisbert Pupp
- Lars Witteck
Historische Quellen
Die Überlieferung der Oberrealschule (Bestand G 53 Oberrealschule Giessen) befindet sich heute im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt. Der Bestand reicht bis in das Jahr 1913 zurück. Er enthält über 200 Personalakten von ehemaligen Referendaren der Schule mit Informationen zu den von ihnen abgelegten Prüfungen, die Einblicke in die Biographien der Lehramtsanwärter sowie in die damalige Lehrerausbildung geben können. Der Bestand ist im Internet einsehbar und online recherchierbar.[1]
Weblinks
- Website der Liebigschule Gießen
- Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Liebigschule. In: denkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen
Einzelnachweise
- ↑ Übersicht über den Bestand "Oberrealschule (G 53 Oberrealschule Giessen)" Hessisches Archiv-Dokumentations- und Informations-System. Abgerufen am 19. September 2011
Wikimedia Foundation.