Die Methoxybenzaldehyde bilden in der Chemie eine Stoffgruppe, die sich sowohl vom Benzaldehyd als auch vom Anisol ableitet. Die Struktur besteht aus einem Benzolring mit angefügter Aldehyd- (–CHO) und Methoxygruppe (–OCH3) als Substituenten. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich drei Konstitutionsisomere mit der Summenformel C8H8O2. In erster Linie kann man sie als methoxysubstituierte Benzaldehyde ansehen. Der 4-Methoxybenzaldehyd ist vor allem unter seinem Trivialnamen Anisaldehyd bekannt. In der englischsprachigen Literatur wird der Begriff Anisaldehyd (anisaldehyde) auch für die 2- und 3-Methoxybenzaldehyde verwendet.
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Datenblatt o-Anisaldehyde bei ChemBlink, abgerufen am 25. Februar 2011.
- ↑ a b c d Eintrag zu CAS-Nr. 591-31-1 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 13. Februar 2009 (JavaScript erforderlich).
- ↑ a b c d e Eintrag zu CAS-Nr. 123-11-5 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 13. Februar 2009 (JavaScript erforderlich).
- ↑ CRC Handbook of Tables for Organic Compound Identification, Third Edition, 1984, ISBN 0-8493-0303-6.
- ↑ Riechstofflexikon: Anisaldehyd.
- ↑ Datenblatt 2-Methoxybenzaldehyde bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. Mai 2011.
- ↑ Datenblatt m-Anisaldehyde bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. Mai 2011.
- ↑ Datenblatt p-Anisaldehyde bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. Mai 2011.
Weblinks
Siehe auch
Derivate
- Hydroxymethoxybenzaldehyde C8H8O3 (10 Isomere, z. B. Vanillin = 4-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd, Isovanillin = 3-Hydroxy-4-methoxybenzaldehyd und ortho-Vanillin = 2-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd)
- Fluormethoxybenzaldehyde C8H7FO2 (10 Isomere, wobei auch Di- und Trifluoride, sowie die entsprechenden Chlor- und Brommethoxybenzaldehyde existieren)
- Methoxyacetophenone C9H10O2 (3 Isomere z. B. 4-Methoxyacetophenon)