- Bahnstrecke Guben–Forst
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Guben–Forst Kursbuchstrecke (DB): 178h (1944)
206 (1981)Streckennummer: 6573 Streckenlänge: 27,3 km Spurweite: 1435 mm (Normalspur) Legendevon Guben 27,3 Guben Süd nach Cottbus 23,8 Schlagsdorf früher Bf Anschluss Kies 20,1 Groß Gastrose 18,2 Taubendorf 14,3 Grießen (Niederlausitz) Hst 11,7 Horno 7,9 Briesnig Hst, ehem Bf 4,6 Mulknitz von und nach Cottbus 0,0 Forst (Lausitz) nach Weißwasser nach Żary Die Bahnstrecke Guben–Forst ist eine eingleisige Nebenbahnstrecke im Osten des Landes Brandenburg. Sie verband die an der Lausitzer Neiße gelegenen Orte Guben und Forst (Lausitz) und stellte somit eine Verbindung zwischen den Hauptbahnen Berlin–Breslau und Leipzig–Breslau her. Der Personenverkehr auf der Bahn wurde 1981 eingestellt, 1995 wurde die Strecke stillgelegt.
Inhaltsverzeichnis
Verlauf
Die eigentliche Strecke fädelte am Betriebsbahnhof Guben Süd aus der Hauptbahn Cottbus–Guben aus und führte von dort aus in unmittelbarer Nähe zur Neiße nach Süden. Ausweichstellen befanden sich in Schlagsdorf, Groß Gastrose, Grießen und Briesnig sowie in den beiden Endbahnhöfen.
Seit der Stilllegung der Strecke ist diese auf dem mittleren Abschnitt zwischen Grießen und Briesnig abgebaut und ein Teil davon zu einem Abschnitt des Oder-Neiße-Radweges umgestaltet worden. Im Raum Forst wurde die Strecke ebenfalls zu Gunsten von Ortsstraßen teilweise abgetragen.
Geschichte
Die Strecke wurde als eingleisige Nebenbahn am 1. Juni 1904 eröffnet. Erbauer und Betreiber waren die Preußischen Staatseisenbahnen, die Bahn unterstand der Königlichen Eisenbahndirektion der Ostbahn in Frankfurt (Oder), aus der am 1. April 1920 die Reichsbahndirektion Osten hervorging. Bereits wenige Jahre nach der Eröffnung wurde die Verbindung um weitere Haltepunkte ergänzt, so 1905 in Horno und Mulknitz und 1908 in Taubendorf.
Der Personenverkehr beschränkte sich vorrangig auf die Verbindung zwischen Guben und Forst sowie dem weiter südlich gelegenen sächsischem Weißwasser. Diese Kursbuchverbindung wurde auch nach 1945 so fortgeführt, als die Strecke der Reichsbahndirektion Cottbus zugeteilt wurde. Mit der Festlegung der Oder-Neiße-Linie als deutsche Ostgrenze änderte sich jedoch der Status der Bahn, da diese nun in unmittelbarer Grenznähe verlief. Zusammen mit weiteren Anschlussstrecken war sie so Teil einer durchgehenden Schienenverbindung immer entlang der beiden Flüsse von Stralsund bis nach Görlitz, die vor allem aus militärischer Sicht sinnvoll war.
In den 1960er Jahren wurden die Dampfzüge im Personenverkehr durch Schienenbusse der Baureihe 171 ersetzt. Da sich der Verkehr jedoch zunehmend zurück entwickelte, stellte die Reichsbahn den Personenverkehr zum Fahrplanwechsel am 30. Mai 1981 ein. Ein spärlicher Güterverkehr konnte sich allerdings noch aufrechterhalten.
Nach der Wiedervereinigung bestand kein Bedarf mehr an der Strecke, so dass, nachdem der Güterverkehr zwischen Guben und Groß Gastrose im März 1995 eingestellt wurde, die Strecke am 14. Dezember des gleichen Jahres stillgelegt wurde. Die Anlagen wurden allerdings bis heute nur teilweise abgebaut, vorrangig im Bereich von Bahnübergängen. Die Schienen sind komplett abgebaut worden, die Schwellen liegen meist noch drin. Ein Teil des Abschnitts zwischen Grießen und Briesnig wurde im Jahr 2006 zum Radfernweg umgestaltet.
Seit August 2008 wurde nach Neuaufbau des Streckenabschnittes von Guben nach Schlagsdorf der Güterverkehr zum dortigen Kieswerk wieder aufgenommen.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Bahn-Report, 6/2008, S. 40
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