Verlag Das Neue Berlin

Verlag Das Neue Berlin

Der Verlag Das Neue Berlin war ein Verlag für belletristische Literatur in der DDR . Er wurde 1993 neu gegründet und gehört zur Eulenspiegel Verlagsgruppe.

Geschichte

Der Verlag wurde im Jahr 1946 in Berlin W 8 gegründet und war in der Friedrichstraße 81/82 (1969: 108 Berlin, Kronenstraße 73-74) ansässig. Das Verlagshaus begann mit Berlinliteratur und Werkausgaben von Theodor Fontane und Georg Hermann, um später auch Kriminalliteratur, Abenteuerliteratur und Science-Fiction (in der DDR anfangs als utopische Literatur bezeichnet) herauszubringen. Der Verlag war einer der größten und auflagenstärksten Verlage in der DDR. Zu seinen bekanntesten Reihen zählten die Kriminalromanreihe Blaulicht, die Taschenbuchreihe SF Utopia und die erfolgreichste Krimi-Reihe der DDR namens "Delikte, Indizien, Ermittlungen", kurz DIE-Reihe.

Zu den in dieser Ära veröffentlichten Science-Fiction-Autoren der DDR zählen Eberhardt del’Antonio, Hans Bach, Klaus Beuchler, Gerhard Branstner, (der in den 1960er Jahren auch als Cheflektor im Verlag tätig war), Johanna und Günter Braun, Wolf D. Brennecke, Hubert Horstmann, H. L. Fahlberg, Rainer Fuhrmann, Richard Funk, Wolfgang Kellner, Wolfram Kober, Rolf Krohn, Karsten Kruschel, Günther Krupkat, Gottfried Meinhold, Andreas Melzer, Klaus Möckel, Gert Prokop, Heiner Rank, Carlos Rasch, Erik Simon, Werner Steinberg, Angela und Karlheinz Steinmüller, Frank Töppe, Bernd Ulbrich, Herbert Ziergiebel.

Außerdem publizierte das Haus internationale Science-Fiction-Autoren wie Genrich Altow, Isaac Asimov, Ray Bradbury, Kirill Bulytschow, Konrad Fialkowski, Aldous Huxley, Wolfgang Jeschke, Kurd Laßwitz, Oswald Levett, Ursula K. LeGuin, H. P. Lovecraft, Frederik Pohl und Cyril M. Kornbluth, Robert Sheckley, Wadim Schefner, Arkadi und Boris Strugazki, Alexej Tolstoi, H. G. Wells, Stanley G. Weinbaum, Janusz A. Zajdel, Jerzy Żuławski, zahlreiche Anthologien und Erzählungsbände, die den DDR-Lesern Beispiele internationaler SF zugänglich machten, und die Lichtjahr-Almanache, in denen neben in- und ausländischen Erzählungen viele theoretische Arbeiten zur SF erschienen. Auch das von Erik Simon und Olaf R. Spittel herausgegebene DDR-SF-Lexikon wurde hier veröffentlicht.

Nach einem mit PDS-Hilfe initiierten Management-Buy-Out ging der Verlag in die Insolvenz[1] und wurde 1993 unter altem Namen neu gegründet.[2] Er gehört zur Eulenspiegel Verlagsgruppe. Schwerpunkt des Verlags sind politische wie kriminalgeschichtliche Sachbuchliteratur, Biographien sowie Belletristik.

Zu den Autoren gehören unter anderen Gisela Steineckert, Frank Schöbel, Lotte Ulbricht, Torsten Lemmer, Markus Wolf, Gaby Seyfert, Harry Thürk, Heinz Florian Oertel, Kristin Otto, Gert Prokop, Bernhard Fisch, Siegfried Wenzel und Hans Girod.

Einzelnachweise

  1. http://www.christoph-links-verlag.de/pdf/APuZ-2009.pdf
  2. http://www.eulenspiegel-verlag.de/ueber-uns-1.html

Weblinks


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