Kurfürstentum Baden

Kurfürstentum Baden
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Territorium im Heiligen Römischen Reich

Kurfürstentum Baden
Wappen
Wappen Badens
Entstanden aus Markgrafschaft Baden
Herrscher/Regierung Kurfürst Karl Friedrich
Hauptstädte/Residenzen Karlsruhe
Dynastien Haus Baden (Zähringer)
Aufgegangen in Großherzogtum Baden 1806

Das Kurfürstentum Baden war ein kurzlebiges Territorium im Heiligen Römischen Reich. Es entstand am 27. April 1803 mit dem Inkrafttreten des Reichsdeputationshauptschlusses aus der vorherigen Markgrafschaft Baden. Markgraf Karl Friedrich erhielt eine der durch Auflösung der geistlichen Fürstentümer frei werdenden Kurwürden. Als das Kurfürstentum im Jahre 1806 die Rheinbundakte unterzeichnete und dadurch die Auflösung des Heiligen Römischen Reiches mit unterstützte, wurde die Kurwürde hinfällig und das Kurfürstentum Baden in ein Großherzogtum umgewandelt.

Territoriale Veränderungen

Als Entschädigung für den Verlust der linksrheinischen Gebiete an Frankreich erhielt das Kurfürstentum rechtsrheinische Teile der Kurpfalz (mit Mannheim und Heidelberg), den rechtsrheinischen Besitz des Fürstbistums Konstanz, des Fürstbistums Basel, des Erzbistums Straßburg und des Bistums Speyer. Außerdem wurden die Reichsstädte der Ortenau (Offenburg, Gengenbach, Zell am Harmersbach) und das Reichstal Harmersbach Baden zugeschlagen, ebenso wie der Linzgau mit Überlingen und Pfullendorf. Ursprünglich kam auch die Reichststadt Wimpfen an das Kurfürstentum, wurde jedoch sogleich an Hessen-Darmstadt abgetreten. Weiterhin erhielt Baden die Gebiete vieler Abteien und Stifte.

Bevölkerung

Nachdem bereits durch die Vereinigung der römisch-katholischen Markgrafschaft Baden-Baden mit der lutherischen Markgrafschaft Baden-Durlach zur Markgrafschaft Baden im Jahre 1771 das Prinzip cuius regio eius religio aufgeweicht wurde, erhielt das neu gegründete Kurfürstentum durch die Eingliederung der Kurpfalz eine reformiert geprägtes Territorium hinzu. So hatte der Kurfürst drei große christliche Konfessionen in seinem neu zusammengefügten Territorium.


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