Stadtsparkasse Frankfurt

Stadtsparkasse Frankfurt
Logo der Sparkassen  Frankfurter Sparkasse
Die Firmenzentrale in der Neuen Mainzer Straße
Zentrale in der Neuen Mainzer Straße
Hauptsitz Neue Mainzer Straße 47-53
60311 Frankfurt am Main
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Verband Sparkassenverband Hessen-Thüringen
Bankleitzahl 500 502 01
Internet www.frankfurter-sparkasse.de
Geschäftsdaten 2007
Mitarbeiter 1.924
Geschäftsvolumen 17,7 Mrd. Euro
Eigenkapital 775 Mio. Euro
Bilanzsumme 17,6 Mrd. Euro
Filialen 99
Geldautomaten

162

Vorstand/Verwaltungsrat
Vorsitzender des Verwaltungsrats

Dr. Günther Merl

Vorsitzender des Vorstands

Herbert Hans Grüntker

Liste der Sparkassen in Deutschland

Die Frankfurter Sparkasse ist eine der größten Sparkassen in Deutschland. Sie gehört zur Landesbank Hessen-Thüringen und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

Inhaltsverzeichnis

Rechtsstruktur

Die Frankfurter Sparkasse entstand am 8. März 1989 durch den Zusammenschluss der Frankfurter Sparkasse von 1822, einer Tochter der Polytechnischen Gesellschaft, mit der Stadtsparkasse Frankfurt, damals noch als Freie Sparkasse in der Rechtsform wirtschaftlicher Verein.

Am 30. August 2005 wurde die Sparkasse in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt und von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) gekauft. Die Helaba hält 100 % der Aktien der Frankfurter Sparkasse. Am 1. Juli 2007 wurde die Rechtsform in eine Anstalt des öffentlichen Rechts geändert. [1]

Vorsitzender des aus neun Mitgliedern bestehenden und mit Arbeitgeber- (6) und Arbeitnehmer- (3) Vertretern besetzten Verwaltungsrates ist Dr. Günther Merl.

Geschäftsausrichtung und Geschäftserfolg

Die Frankfurter Sparkasse ist mit einer Bilanzsumme von 17,6 Mrd. EUR (31. Dezember 2007) und einem Haftenden Eigenkapital von 775 Mio. EUR die viertgrößte Sparkasse Deutschlands. Sie ist ein Tochterunternehmen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und Mitglied der Sparkassen-Finanzgruppe.

Sie hat 99 Filialen und Betreuungscenter sowie über 1.900 Mitarbeiter.

Die Frankfurter Sparkasse betreut mehr als 400.000 private Kunden und nahezu 40.000 Selbstständige, Gewerbetreibende und Unternehmen.

Die Sparkasse ist im gesamten Frankfurter Stadtgebiet und in den Umlandgemeinden Bad Soden (Taunus), Bad Vilbel, Dreieich (Sprendlingen), Eschborn (Taunus), Friedrichsdorf (Taunus), Hanau, Hofheim (Taunus), Kronberg-Oberhöchstadt, Maintal (Bischofsheim), Maintal (Dörnigheim), Neu-Isenburg, Oberursel (Taunus), Offenbach, Schwalbach am Taunus, Steinbach (Taunus) vertreten.

Tochtergesellschaften und bedeutende Beteiligungen

  • 1822direkt GmbH (100 %)
  • Versicherungsservice der Frankfurter Sparkasse (VFS) (100 %)
  • Frankfurter Bankgesellschaft AG (100 %)
  • Bankservicegesellschaft Rhein-Main mbH (50 %)
  • Corpus Immobiliengruppe GmbH & Co. KG (25 %)

Die Sparkassen-Informatik erwarb zum 1. Oktober 2007 den Anteil an der 1822 S iNFORM Software GmbH.

Geschichte

Neues S-Logo an einer Filiale in Frankfurt-Bornheim

Am 12. Juni 1822 eröffnete in der Großen Sandgasse die erste Geschäftsstelle der Frankfurter Sparkasse von 1822. Am 11. Januar 1860 wurde die Sparkasse der Stadt Bockenheim gegründet. 1895 nach der Eingemeindung Bockenheims firmierte die Sparkasse der Stadt Bockenheim in Städtische Sparkasse Frankfurt am Main um. Am 8. März 1989 fusionierten die beiden Geldhäuser. Da die Frankfurter Sparkasse von 1822 die größere der beiden war, übernahm das neue Institut deren Farben blau und gelb. Außerdem wurde die Sparkasse durch ein neues Logo (Raute aus drei waagerechten gelben Balken und der Zahl 1822) repräsentiert.

2004 geriet die Frankfurter Sparkasse in eine schwere finanzielle Krise. Ein hoher Wertberichtigungsbedarf für das Geschäftsjahr 2003 zehrte die Rücklagen auf. Im Frühjahr 2004 trat der damalige Vorstandsvorsitzende von seinem Amt zurück und schied später auf Druck der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auch aus dem Verwaltungsrat aus. Nach einer Prüfung des Jahresabschlusses 2003 forderte die BaFin zudem die sofortige Abberufung zweier weiterer Vorstandsmitglieder, die im Oktober 2004 fristlos entlassen wurden. Da die bisherigen Anteilseigner keine Kapitalerhöhung finanzieren konnten, wurde das Institut in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und verkauft. Im Februar 2005 übernahm die Landesbank Hessen-Thüringen sämtliche Anteile. Gegen den Verkauf an eine Privatbank, für den es ebenfalls Interessenten gegeben hatte, hatten politische Bedenken bestanden.

Im Zuge der Übernahme wird auch das Corporate Design, das bisher von einem eigenen 1822-Logo und den Farben Blau und Gelb geprägt war, seit 29. Mai 2006 auf das einheitliche Sparkassen-Auftreten mit „S“-Logo und der Farbe Rot umgestellt. Der Begriff 1822 bleibt zwar als Schriftzug erhalten, jedoch verschwindet er aus dem offiziellen Sprachgebrauch und den Produktnamen der Sparkasse.

Gesellschaftliches Engagement

Neben ihrem unternehmerischen Handeln unterstützt die Frankfurter Sparkasse soziale und kulturelle Projekte in Frankfurt und der Rhein-Main-Region. Anlässlich ihres 175-jährigen Jubiläums gründete die Frankfurter Sparkasse 1997 zu diesem Zweck eine eigene Stiftung: Die 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse. Zweck der Stiftung ist die Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt und in der Region durch Förderung in gemeinnützigen Bereichen Kunst, Kultur und Musik, Heimatgedanke, Denkmalschutz und Völkerverständigung, Forschung und Wissenschaft, Bildung, Erziehung, Sport, Natur- und Umweltschutz, Gesundheit, Wohlfahrtspflege, Jugend- und Altenhilfe und Religion.

Die wichtigsten Projekte der 1822-Stiftung und der Frankfurter Sparkasse sind:

  • 1822-Neujahrskonzert
  • Klangkörper Museum
  • 1822-Forum
  • 1822-Kunstpreis
  • Kunsthistorische Ausstellungen in der Galerie in der Neuen Mainzer Straße
  • Kooperation mit den Museen und Kultureinrichtungen in Frankfurt
  • Ausstellungen und Veranstaltungen im Stoltze-Museum
  • Dauerausstellung in der Frankfurter Paulskirche
  • 1822-Universitätspreis
  • Förderung der Frankfurter Kunsthochschulen
  • Förderung der Städelschule in Frankfurt
  • Förderung der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
  • 1822-Schule und Natur
  • Lesezauber
  • Buch auf – Meinung ab!
  • Schüler-Presse-Preis
  • Schulkünstlerprojekt
  • 1822-Schulförderpreis der Stadt Dreieich
  • Erstellung von Stadtteilbroschüren
  • 1822-Mini-Cup
  • 1822-Hallen-Cup
  • 1822-Cup
  • 1822-BeachVolleyball-Cup
  • 1822-Schulschachturnier
  • 1822-JazzKonzerte
  • Sponsoring der Frankfurter Sparkasse Ironman European Championship
  • Sponsoring des Rheingau Musik Festivals
  • Deutscher Buchpreis (ab 2008)

Weblinks

Nachweise

  1. Gesetz zur Errichtung der Frankfurter Sparkasse als Anstalt des öffentlichen Rechts (Fraspa-Gesetz) vom 14. Mai 2007

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