Take a Chance on Me

Take a Chance on Me

Take a Chance on Me ist ein Hit der schwedischen Pop-Gruppe ABBA aus dem Jahre 1977. Geschrieben und komponiert wurde er von Benny Andersson und Björn Ulvaeus. Das Lied hat eine Spieldauer von vier Minuten und vier Sekunden, die Leadvocals werden von Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad geteilt. Es wurde erstmals im Dezember 1977 auf der LP The Album veröffentlicht und im Januar 1978 mit I’m a Marionette auf der B-Seite als zweite Single aus dem Album ausgekoppelt. Außerdem war eine Live-Version des Stückes auf der B-Seite der späteren Single I Have a Dream enthalten, die 1986 auch auf dem Album ABBA Live veröffentlicht wurde.

Take a Chance on Me handelt von einer Frau, die in einen Mann verliebt ist, der allerdings keine Notiz von ihr nimmt, weswegen sie ihn umschwärmt und bittet, ihr eine Chance zu geben.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Das Lied entstand um die Titelzeile herum, auf die Björn Ulvaeus beim Jogging gekommen war. Während des Laufens wurde er sich eines stetigen „t-k-ch“-Geräusches bewusst, ein Rhythmus, der aus seiner gleichmäßigen Laufbewegung entstand. Es folgte die Suche nach den passenden Worten für diesen Rhythmus.[1]

„Ich dachte: Wenn die Musik sich wie ‚Chuck-a chuck chuck chuck‘ anhört, welcher englische Satz könnte zum Rhythmus eines Refrains passen? Die ersten Töne des Refrains sind sehr kurz und nur der letzte Ton ist lang. Und so kam ich auf die Zeile: ‚Take a chance on me‘.“

Björn Ulvaeus[2]

Aufgenommen wurde Take a Chance on Me, das zunächst den provisorischen Titel Billy Boy trug, im Stockholmer „Marcus Music Studio“. Der erste Versuch das Lied aufzunehmen, fand am 3. August 1977 statt. Allerdings war das Ergebnis nicht zufriedenstellend, so dass am 15. August 1977 ein neuer Versuch gestartet wurde. [3] Neben Benny Andersson (Keyboard), Björn Ulvaeus (Gitarre), Agnetha Fältskog (Gesang) und Anni-Frid Lyngstad (Gesang) waren unter anderem Ola Brunkert (Schlagzeug), Rutger Gunnarsson (Bass) und Lasse Wellander (Gitarre) an den Aufnahmen beteiligt. Der verantwortliche Toningenieur war Michael B. Tretow. Für die Produktion waren Benny Andersson und Björn Ulvaeus verantwortlich.

Erfolge

Mit Take A Chance On Me konnte die Gruppe einen weiteren Nummer-eins-Hit in Großbritannien landen. In den Vereinigten Staaten gelangte die Single in die Top 5 und war somit nach Dancing Queen die erfolgreichste in dem Land. In Österreich konnte sich Take A Chance On Me als zweite Single an die Spitze der Charts positionieren. Jedoch in Australien kam die Single, wie auch die zwei Vorgänger Knowing Me, Knowing You und The Name Of The Game, nicht auf Platz 1 sondern lediglich auf Platz 12. In den europäischen Ländern Irland und Belgien konnte Take a Chance on Me hingegen die Charts anführen. Auch in Mexiko (#1), Südafrika (#6) und Simbabwe (#2) konnte die Single an den Erfolg von The Name Of The Game anknüpfen.

Das Musikvideo

Im Musikvideo ist bis auf eine Kurze Szene ausschließlich ein weißer Hintergrund im Refrain beziehungsweise ein schwarzer in den Strophen zu sehen. Besonders auffallend sind einerseits die Kamerafahrten, wobei die Kamera zunächst von einer der beiden Frauen wegfährt und dann auf die andere der beiden zurückkommt, und andererseits die bunten Kostüme der Frauen (Anni-Frid Lyngstad trägt ein blaues und Agnetha Fältskog ein rotes Kostüm vor dem weißen Hintergrund). Das Musikvideo wurde am 10. Januar 1978 in den SVT-Studios in Stockholm gedreht.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Carl Magnus Palm: Abba. The Complete Guide to Their Music. Omnibus Press, London 2005, ISBN 1-84449-505-1, S. 44 f.
  2. Benny Andersson, Björn Ulvaeus und Judy Craymer: Mamma Mia! How can I resist you? Die Geschichte von Mamma Mia! und die Songs von Abba. Krüger, Frankfurt 2006, ISBN 3-8105-0185-9, S. 60
  3. Carl Magnus Palm: Abba. The Complete Guide to their Music. Omnibus Press, London 2005, ISBN 1-84449-505-1, S. 45 und S. 95.
  4. Chartpositionen Deutschland
  5. Chartpositionen Österreich
  6. Chartpositionen Schweiz
  7. Chartpositionen Großbritannien
  8. Chartpositionen USA
  9. Chartpositionen Norwegen
  10. Chartpositionen Niederlande



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