They Died with Their Boots On

They Died with Their Boots On
Filmdaten
Deutscher Titel: Sein letztes Kommando
Originaltitel: They Died with Their Boots On
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1941
Länge: 80 (US-Original 140) Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Raoul Walsh
Drehbuch: Aeneas MacKenzie,
Wally Kline
Produktion: Hal B. Wallis
Musik: Max Steiner
Kamera: Bert Glennon
Schnitt: William Holmes
Besetzung

Sein letztes Kommando (im Original They Died with Their Boots On) ist eine US-amerikanische Filmbiografie über das Leben des amerikanischen Kavallerie-Generals George Armstrong Custer. Der von Rauol Walsh 1941 inszenierte Western kam am 14. November 1952 in einer um knapp eine Stunde gekürzten Fassung in die deutschen Kinos.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Eine Gruppe von Rekruten kommt 1857 zur Militärakademie West Point. Unter ihnen befindet sich ein auffallend gut gekleideter Mann mit langen Haaren. Sein Name ist George Armstrong Custer, der Ruhm im Kampf erlangen will. Als Abraham Lincoln zum US-Präsidenten gewählt wird, bricht der Amerikanische Bürgerkrieg aus. Custer will seinen Abschluss machen und am Krieg teilnehmen. Er lernt Elizabeth Bacon, genannt Libby, kennen, mit der er sich verabredet. Doch noch vor dem geplanten Treffen wird Custer, nach absolviertem Abschluss, nach Washington D. C. beordert um dort auf Einsatzbefehle zu warten. Das Warten wird für ihn zu einer Qual. Er wendet sich an Lieutenant General Winfield Scott, der ihn daraufhin zum 2. US-Kavallerieregiment versetzt.

Am 21. Juli 1861 nimmt er an der Schlacht von Bull Run teil. Custer hält sich nicht an seine Befehle, sondern greift den Feind direkt an. Er wird verwundet und erhält später eine Medaille. Custer will Libby endlich besuchen, doch auf dem Weg dorthin gerät er mit einem Mann in Streit. Bei Libby angekommen, ist diese sehr erfreut, ihn wiederzusehen und will ihn ihrem Vater Samuel Bacon vorstellen. Custer erkennt in dem Vater den Mann wieder, mit dem er sich gestritten hat. Mr. Bacon wirft Custer aus dem Haus. Libby und Custer müssen sich nun geheim treffen. Er verspricht ihr, sie zu heiraten, wenn er General geworden ist.

Custer kehrt zu seinem Regiment zurück. Durch einen Fehler wird er zum General der Michigan Brigade befördert. Bei der Schlacht von Gettysburg handelt Custer wieder eigenmächtig. Er verliert viele Männer, doch kann er die gegnerische Einheit abdrängen. Custer arbeitet weiter hart an seinem Erfolg. Nach Kriegsende willigt Libby in die Hochzeit mit Custer ein. Dem nun arbeitslosen Custer wird von einem ehemaligen Kadettenfreund, Ned Sharp, die Beteiligung an einer Gesellschaft angeboten, die das Dakota-Territorium erschließen soll. Custer merkt, dass er nur als Aushängeschild dienen soll und lehnt ab.

Wieder ist es General Scott, diesmal auf Betreiben von Libby, der Custer von seiner Warterei erlöst. Scott beordert ihn zum Fort Abraham Lincoln in Dakota. Das Fort ist in einem schlimmen Zustand. Sharp hat dort eine Bar eröffnet. Die Soldaten sind meist betrunken, zudem werden aus der Handelsstation heraus Gewehre an Indianer verkauft. Custer schließt Bar und Handelsstation und diszipliniert seine Soldaten.

Die Indianer, Sioux unter ihrem Häuptling Crazy Horse, willigen ein, das Land zu verlassen, wenn ihnen erlaubt wird, das für sie heilige Land der Black Hills behalten zu können. Die Sharps hingegen planen den Bau einer Eisenbahnstrecke durch die Black Hills, um ihre Verluste im Fort zu kompensieren. Sie wollen zudem den ihnen unbequemen Custer loswerden. Custer beschuldigt Major Taipe, eine Falschmeldung über Goldfunde in den Bergen gegeben zu haben, daraufhin wird er vom Dienst suspendiert. Als die Indianer sich kampfbereit machen, wird Custer wieder als Kommandeur des 7. US-Kavallerieregiments eingesetzt.

Am 25. Juni 1876 kommt es zur Schlacht am Little Bighorn, bei der Custer ein Indianerdorf angreifen will. Die Indianer unter Crazy Horse und Sitting Bull besiegen Custer und sein Regiment. Libby kann einen Brief ihres Gatten vorzeigen, den er ihr vor seinem Tod geschrieben hat. In diesem Brief erneuert er die Beschuldigung gegen Taipe. Taipe wird abgesetzt, die Indianer kehren in die Black Hills zurück.

Kritiken

„Historisch anfechtbare, heroisch romantisierende Westernbiografie mit monumentalen Schlachtszenen und patriotischer Gesinnung.“

Lexikon des internationalen Films [1]

„Mit der Historie geht der Film von Raoul Walsh großzügig um, aber die Action ist superb.“

Cinema [2]

„Ein Epos, das weniger an der Realität als an der Legendenbildung interessiert ist. Davon abgesehen schuf Regisseur und Westernspezialist Raoul Walsh ein packendes Porträt des Nordstaaten-Generals, der hier von Hollywood-Haudegen Errol Flynn gleich einem strahlenden Ritter gekonnt verkörpert wird. (...) Besonders stark: die aufwändig in Szene gesetzten Schlachtbilder.“

Rheinische Post [3]

Hintergrund

Das Budget der Produktion von Warner Bros. betrug 2,2 Millionen US-Dollar.[4]

Bei den Aufnahmen für die Schlacht am Little Bighorn starben zwei Stuntmen. Einer von ihnen, George Murphy, war nachweislich stark alkoholisiert, als er von einem Pferd fiel. Der andere, Jack Budlong, stürzte ebenfalls von einem Pferd und fiel unglücklicherweise in seinen Säbel. [5]

Nur 16 der Indianerkomparsen waren echte Sioux. Die anderen Darsteller der Indianer waren Filippinos.

Das war der letzte gemeinsame Filmauftritt von Errol Flynn und Olivia de Havilland, die in insgesamt acht Filmen zusammen arbeiteten. Für Sydney Greenstreet war es die zweite Rolle in einem Kinofilm. Eleanor Parker gab ihr Kinofilm-Debüt in einer nicht genannten Kleinrolle. Ebenfalls im Abspann nicht erwähnt wurden die Auftritte von Francis Ford, Bruder des Regisseurs John Ford, als Veteran und von Gig Young als Lieutenant Roberts. Eine Kleinrolle hatte der Olympiasieger im Fünf- und Zehnkampf bei den Olympischen Sommerspielen 1912 von Stockholm, Jim Thorpe, halb Ire, halb Indianer.

Hinter den Kulissen arbeitete der spätere Regisseur Don Siegel als Bühnenbildmonteur. Der musikalische Direktor des Films war Leo F. Forbstein, die Orchesterleitung übernahmen Hugo Friedhofer und Bernhard Kaun. Militärischer Berater war Lieutenant Colonel J. G. Taylor von der US-Army.

Historische Ungenauigkeiten

  • Custer und Elizabeth Bacon lernten sich nicht in West Point kennen, sondern erst später im Jahr 1862.
  • Bei der Schlacht von Bull Run war Custer Meldereiter, er kommandierte keine Truppen.
  • Custer wurde nie mit Orden geehrt. Sein im Film nicht auftretender Bruder Thomas Custer, der nahezu die ganze Zeit unter ihm gedient hatte, war der höchstdekorierte Soldat des Bürgerkrieges.
  • Bei der Schlacht am Little Bighorn wurden keine Säbel benutzt.
  • Den Angriff auf das Indianerlager am Little Bighorn unternahm Custer nicht wegen des Schutzes weißer Siedler, sondern um Ruhm und Ehre zu erlangen.

Weblinks

Literatur

  • John Langellier: General Custer – Historie und Film. Reinhard Weber Verlag Landshut, ISBN 978-3980298766

Einzelnachweise

  1. http://www.kabeleins.de/film_dvd/filmlexikon/ergebnisse/index.php?filmnr=39437
  2. http://www.cinema.de/film_aktuell/filmdetail/film/?typ=inhalt&film_id=120039
  3. http://www.rp-online.de/app/tv/prisma/index/film/1941_sein_letztes_kommando
  4. http://www.imdb.com/title/tt0034277/business
  5. http://www.imdb.com/title/tt0034277/trivia

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • They Died with Their Boots On — Infobox Film name = They Died with Their Boots On imdb id = 0034277 producer = Hal B. Wallis Robert Fellows director = Raoul Walsh writer = Wally Kline and Æneas MacKenzie (screenplay) starring = Errol Flynn Olivia de Havilland music = Max… …   Wikipedia

  • They Died With Their Boots on —    Voir La Charge fantastique …   Dictionnaire mondial des Films

  • Die With Your Boots On — To Die with your boots on is an idiom referring to dying while fighting or to die while actively occupied/employed/working or in the middle of some action. A person who dies with their boots on keeps working to the end, as in He’ll never quit… …   Wikipedia

  • They Went Thataway — is a non fiction book written by James Horwitz and published in 1976. It was the first book to analyze the Western film genre from a nostalgic, yet jaded point of view.The book takes the form of a quest journey, with Horwitz using the idea of… …   Wikipedia

  • Boots and the Troll — Infobox Folk tale Folk Tale Name = Boots and the Troll Image Caption = AKA = Aarne Thompson Grouping = Mythology = Country = Norway Region = Origin Date = Published In = Boots and the Troll is a Norwegian fairy tale collected by Asbjørnsen and… …   Wikipedia

  • die in one's boots — or[die with one s boots on] {v. phr.}, {informal} To be killed or hanged rather than die in bed. * /The badmen of the Old West usually died in their boots./ * /The robber said he wanted to die with his boots on./ …   Dictionary of American idioms

  • die in one's boots — or[die with one s boots on] {v. phr.}, {informal} To be killed or hanged rather than die in bed. * /The badmen of the Old West usually died in their boots./ * /The robber said he wanted to die with his boots on./ …   Dictionary of American idioms

  • Puss in Boots — This article is about the 1697 French fairy tale. For other uses, see Puss in Boots (disambiguation). Puss in Boots Illustration 1843, from édition L. Curmer Author …   Wikipedia

  • Charlie & Boots — Directed by Dean Murphy Produced by Shana Levine David Redman …   Wikipedia

  • Green Boots — is the name given to the dead body of an Indian climber on the North face route of Mount Everest. The body of the climber, presumably Tsewang Paljor, [cite news | first=Ed | last=Douglas | coauthors= | title=Over the Top | date=2006 09 |… …   Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”