Von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel

Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel (bis 2009: v. Bodelschwinghsche Anstalten Bethel) mit Hauptsitz in Bielefeld-Gadderbaum sind eine diakonische Einrichtung, in der Menschen mit Epilepsie, geistiger Behinderung oder psychischen Beeinträchtigungen, aber auch alte Menschen, Jugendliche mit sozialen Problemen und wohnungslose Menschen betreut werden. Ehemals befand sich der Arbeitsschwerpunkt Bethels in Bielefeld; durch große Umstrukturierungen in den vergangenen Jahrzehnten und eine Dezentralisierung der Arbeit gibt es heute in ganz Nordrhein-Westfalen und in fünf weiteren Bundesländern Einrichtungen der Stiftung Bethel. Für die Betreuung von rund 150.000 Menschen pro Jahr sind etwa 15.000 Mitarbeiter beschäftigt. Namensgeber und prägender Gestalter ist Friedrich von Bodelschwingh der Ältere.

Statistischer Bezirk Bethel in Bielefeld
Bielefeld-Gadderbaum, Tagungshaus „Assapheum“ und Landeskirchenarchiv

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Anstalt Bethel und Stiftungsideal

1867 kaufte die Innere Mission mit Unterstützung Bielefelder Kaufleute einen Bauernhof in der Gemeinde Gadderbaum-Sandhagen (Amt Brackwede) bei Bielefeld, um dort eine „Anstalt für Epileptische“ zu gründen. Diese Einrichtung namens „Ebenezer“ ist die Keimzelle der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. Am 12. Juli 1867 wurde Pastor Friedrich Simon als Anstaltsvorsteher eingeführt.

Diakonissenmutterhaus Sarepta
Briefmarke von 1967 zum 100 jährigen Bestehen der Krankenanstalten Bethel
Briefmarke von 1991: Postamt Bethel

Friedrich von Bodelschwingh d. Ä. kam erst einige Jahre später dazu und leitete die schnell wachsende Anstalt von 1872 bis zu seinem Tod 1910. Sein Einfluss prägte die Anstalt so stark, dass sie später nach ihm benannt wurde. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Friedrich von Bodelschwingh der Jüngere die Leitung.

1940 werden Teile der Anstalt zerstört. Trotz mondheller Nacht, Leuchtbomben und 29 riesigen roten Kreuzen, die die Anstalt kennzeichnen, kommen bei einem britischen Luftangriff zwölf Kinder ums Leben.

Als Anstaltsleiter folgen aufeinander[1]:

  1. Friedrich Simon (1867-1872)
  2. Friedrich von Bodelschwingh d. Ä. (1872-1910)
  3. Friedrich von Bodelschwingh d. J. (1910-1946)
  4. Rudolf Hardt (1946-1959)
  5. Friedrich v. Bodelschwingh (Enkel von Friedrich von Bodelschwingh d. Ä.) (1959-1968)
  6. Alex Funke (1968-1979)
  7. Johannes Busch (1979-1994)
  8. Friedrich Schophaus (1994-2008)
  9. Ulrich Pohl (seit 2008)

Der Name Bethel kommt aus dem Hebräischen und heißt „Haus Gottes“. Das christliche Gebot der Nächstenliebe bestimmte viele Mitarbeitenden in ihrem Dienst, der sie oft Tag und Nacht in Anspruch nahm. So setzten Frauen und Männer ihr Leben bewusst ein, um als Diakon oder Diakonisse Mitarbeiter im „Haus Gottes“ zu sein. Im Mittelpunkt der Arbeit Bethels standen als Ideal die Vergessenen und Ausgegrenzten der Gesellschaft, in den Worten Friedrich von Bodelschwinghs die „Menschen, die niemand haben will“. Zu Bodelschwinghs Zeiten waren das vor allem behinderte Menschen und die „Trunkenbolde, Landstreicher und Taugenichtse“. Für Friedrich von Bodelschwingh war jeder Mensch ein Geschöpf Gottes.

Zu den ältesten Gebäuden der Anstalt in Gadderbaum gehören die Häuser Alt-Ebenezer (1867), Sarepta (1872–1875 im neogotischen Stil) und Groß-Bethel (1873). Der Ortsteil Bethel entwickelte sich zum Zentrum des späteren Stadtteils Gadderbaum mit Postamt, Gemeindeverwaltung, Handwerks- und Freizeiteinrichtungen sowie dem Kaufhaus „Ophir“.

Struktur

Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel bestehen aus dem Verbund folgender vier eigenständiger Stiftungen:[2]

Laut Satzung der zusammengeschlossenen Stiftungen sind die Organe der Stiftung der Verwaltungsrat und der Vorstand. Der Verwaltungsrat bestellt die einzelnen Vorstandsmitglieder und auch den(die) Vorstandsvorsitzende(n), der(die) Pastor(in) sein soll.[3]

Diese Stiftungen unterteilen sich in Stiftungsbereiche:

  • Stiftungsbereich Altenhilfe
  • Stiftungsbereich Bethel.regional
  • Stiftungsbereich Jugend und Beruf
  • Stiftungsbereich proWerk
  • Stiftungsbereich Schulen

Die Stiftungen sind unmittelbar oder mittelbar an einigen Gesellschaften mbH beteiligt, bei denen es sich im Wesentlichen – aber nicht nur – um gemeinnützige Gesellschaften (gGmbH) handelt. Die wichtigsten Beteiligungen sind:

Die Diakonie Freistatt und der Birkenhof Hannover schlossen sich zur gemeinsamen Einrichtung Bethel im Norden zusammen und bilden damit eine der größten diakonischen Einrichtungen in Norddeutschland.

Arbeitsfelder

  • Hilfe für behinderte Menschen
  • Werkstätten für behinderte Menschen
  • Epilepsie
  • Jugendhilfe
  • Krankenhäuser
  • Altenhilfe
  • Psychiatrie, Kinder- u. Jugendpsychiatrie, Hilfen für Menschen mit psychiatrischen Beeinträchtigungen
  • Suchtkrankenhilfe
  • Hilfe für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen
  • Förderschulen und allgemeinbildende Schulen
  • Ausbildungsstätten und Berufsbildungswerk
  • Stationäre Hospize
  • Kinderhospiz

Diese Angebote bestehen in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Bethel ist an mehr als 200 Standorten in Deutschland vertreten. Wichtigste Arbeitsbereiche der Stiftungen sind heute die Behandlung und Betreuung von Epilepsiekranken, die Behindertenhilfe, Psychiatrie, Wohnungslosenhilfe, Altenhilfe, Jugendhilfe, die Versorgung in Fachkliniken und Akutkrankenhäusern. Im Fachgebiet Epilepsie haben die Fachkliniken und die anderen Bereiche nach eigenem Bekunden internationalen Ruf. Die Ortschaft Bethel als Keimzelle der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel liegt im Bielefelder Stadtteil Gadderbaum, der direkt an die Bielefelder Innenstadt anschließt. In der Ortschaft Bethel in Bielefeld-Gadderbaum arbeiten rund 8.500 Menschen. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sind damit der größte Arbeitgeber in der Stadt Bielefeld.

Besondere Einrichtungen

Hospizarbeit

Bethel engagiert sich auch in der Hospizarbeit. Ziel sei es, sterbenden Menschen ein würdiges Leben und Sterben zu ermöglichen. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen betreiben selbst Hospize in Bielefeld, Dortmund und Berlin-Lichtenberg, des Weiteren sind sie beteiligt an dem Hospiz in Leipzig. Bethel war beteiligt an dem Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke, baut seit 2010 ein eigenes Kinderhospiz auf. Ferner existieren Betreuungsplätze für autistische Menschen oder für Personen, die nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung stark hirngeschädigt bleiben.

Kinderhospiz Bethel

In Deutschland leben ca. 22.600 Kinder mit einer lebensverkürzenden, zum Tod führenden Krankheit. Jährlich sterben rund 1.500 von ihnen, in der gesamten Bundesrepublik gibt es bisher jedoch nur 8 Kinderhospize - die dort angebotenen Plätze reichen nicht aus. Bethel engagiert sich daher mit dem Aufbau eines stationären Kinderhospizes. Die Kosten von 6,9 Mio. € für Neubau, Einrichtung und Betrieb des Kinderhospizes müssen durch Spenden finanziert werden. Die Eröffnung des Kinderhospiz Bethel ist für das Frühjahr 2012 geplant. Das Kinderhospiz Bethel wird von zahlreichen Prominenten als "Paten" bzw. "Patinnen" begleitet. Dieses sind zum Beispiel Ulrich Wickert, Marietta Slomka, Amelie Fried, Steffen Seibert, Walter Sittler, Dennis Wilms, Heino oder Frank Plasberg.[4]

Brockensammlung

In der Brockensammlung werden Kleider- und andere Sachspenden aufbereitet und entweder im Stiftungsbetrieb genutzt oder weiter verkauft. Der Name der Einrichtung leitet sich ab aus dem Johannes-Evangelium: „Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkommt!“ (Joh 6,12 LUT). Im Herbst 1890 begann man in Bethel systematisch, gebrauchte Dinge aller Art zu sammeln, herzurichten, auszubessern und wiederzuverwerten.[5] Die „Brockensammlung“ wurde 1891 durch Karl Schnitger aus Lemgo, einen Onkel von Marianne Weber, zusammen mit Friedrich von Bodelschwingh dem Älteren gegründet.

Friedrich von Bodelschwingh der Jüngere berichtet dazu über seinen Vater, Karl Schnitger und die Entstehung der Brockensammlung in den Bodelschwinghschen Anstalten[6]: Der gebildete, aber schwer nervenleidende Karl Schnitger, Bewohner der Anstalt, half die Kassenbücher der Anstalt zu führen. Er hatte ein gutes Verhältnis zu Friedrich von Bodelschwingh und dessen Frau Ida. Eines Tages im Jahr 1890 wurde der Giftschrank der anstaltseigenen Apotheke ausgeräumt. Die Suche nach dem entwendeten Gift blieb erfolglos, auch Karl Schnitger konnte sich an nichts erinnern. Aber eine Krankenschwester beobachtete, wie zur fraglichen Zeit eine Person von der Apotheke in Schnitgers Zimmer verschwand. Karl Schnitger erklärte daraufhin, dass eine Person, die im Verdacht stehe, Gift zu stehlen, unmöglich der Verwalter von Geld sein könne, stellte seinen Dienst dort ein und suchte nach einer neuen Beschäftigung. So kam er zu Friedrich von Bodelschwingh mit der Bitte, Brockensammler zu werden. Schnitger erstellte eine Liste von kleinen Gegenständen, die Menschen einfach wegwürfen. Von Bodelschwingh veröffentlichte diese Liste im Boten von Bethel. Der Erfolg war unerwartet gut. Bald reichte Schnitgers alleinige Arbeitskraft nicht mehr aus. Immer mehr Hilfskräfte sowie neue Räumlichkeiten für die Brockensammlung folgten.

Diese Idee übernahmen 1913 auch gemeinnützige Gruppierungen in Lübeck und gründeten die Gemeinnützige Brockensammlung Lübeck. In Göttingen entstand die Brockensammlung als Einrichtung der ev.-lt. Kirchenkreises Göttingen.

Briefmarkenstelle

100 Jahre Briefmarken für Bethel: deutsche Briefmarke von 1988

Unter dem Stichwort Briefmarken für Bethel können von Briefumschlägen und Postkarten nicht abgelöste Briefmarken nach Bethel geschickt werden. Von den behinderten Beschäftigten werden die Briefmarken mit abgelöst, getrocknet und zu neuen Sammlungen zusammengestellt. Der Rest der Briefmarken wird an Sammler als „Wundertüte“ und an Briefmarkenhändler verkauft. Der gesamte Erlös wird ausschließlich für soziale Projekte innerhalb der Anstalt verwandt. Auch abtelefonierte Telefonkarten werden hier gesammelt und verwertet.

1967 gab die Deutsche Bundespost eine Sonderbriefmarke zum 100 jährigen Bestehen der Krankenanstalten mit einem Porträt von Friedrich von Bodelschwingh dem Jüngeren heraus.

Im Jahr 1988 wurde die Briefmarkenstelle Bethel selbst zum Motiv auf einer Briefmarke; die Deutsche Bundespost brachte ein Postwertzeichen zum 100jährigen Bestehen der Briefmarkenstelle heraus.

Antenne Bethel

Bei Antenne Bethel handelt es sich um ein nicht-kommerzielles Radioprogramm für die v. Bodelschwinghschen Einrichtungen sowie den Stadtteil Gadderbaum (94,3 UKW). Es wird gemeinsam von behinderten und nicht-behinderten, ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden betrieben.

Kulturelle Arbeit in Gadderbaum

Das Künstlerhaus Lydda bietet eine künstlerische Betreuung für behinderte und nicht behinderte Menschen.

Im „Volxtheater“ der Theaterwerkstatt Bethel entwickeln heterogene Gruppen in Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern freies Theater zu klassischen und aktuellen Stoffen und führen sie überregional auf. Die Einrichtung wurde 1983 gegründet.

Seit 2003 existiert das Rockmusikprojekt „Maluka“ unter der Leitung eines Musiktherapeuten. Die Band setzt sich aus Menschen mit Behinderung aus verschiedenen Einrichtungen zusammen und spielt ausschließlich Eigenkompositionen. 2005 Produktion einer LIVE CD, ein Mitschnitt eines Konzertes. Maluka tritt zu verschiedenen Anlässen innerhalb und außerhalb Bethels live auf.

Sonstiges

Bethelgeld

Die verschiedenen Betriebe Bethels halten ein vielfältiges Dienstleistungsangebot bereit. Die Stiftungen haben zusätzlich zum offiziellen Zahlungsmittel Euro auch eine eigene „Währung“ in Form von Warengutscheinen, den Bethel-Euro.

Das „Bethel-Geld“ gibt es seit über 100 Jahren in den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Am 1. September 1908 wurde zum ersten Mal die „Bethel-Mark“ als Warengutscheine ausgegeben, damit das Geld in der eigenen Einrichtung und nicht in Geschäften außerhalb ausgegeben wird. 2002 wurde die Bethel-Mark durch den „Bethel-Euro“ abgelöst. Das Geld ist nur in der Ortschaft Bethel, in Bielefeld-Eckardtsheim und im niedersächsischen Freistatt gültig.

Heute sind noch rund 110.000 Scheine im Wert von fast einer Million Euro im Umlauf. Gut ein Dutzend Geschäfte akzeptieren das stiftungseigene Geld – darunter eine Buchhandlung, zwei Kaufhäuser, ein Friseurladen, eine Schuhmacherei, ein Bio-Laden und eine Gärtnerei. Streng gesehen ist das einzigartige Zahlungsmittel ein Warengutschein. Beim Umtausch gibt es fünf Prozent Rabatt für Bewohner, Betreute und Mitarbeitende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

Drei Monate nachdem in weiten Teilen der EU der Euro eingeführt wurde, mussten sich am 1. März 2002 die behinderten Menschen in Bethel von ihrer Bethel-Mark verabschieden. Nur unter der Bedingung, dass keine Verwechslung mit dem normalen Euro möglich ist, hatte die Europäische Zentralbank das Geld freigegeben.

Gestaltet wurden die Geldscheine durch die Designer K. P. Pohlan und H. G. Vogt. Das Wort „Warengutschein“ prangt – neben dem Bethel-Logo – ebenso auf allen Scheinen wie die Unterschriften von Vorstandsmitgliedern. Das Papier ist mit Wasserzeichen und einer Prägung versehen. Den „kleinen Bruder“ des Euro gibt es nicht als Münze, sondern nur als Schein in drei Größen und sieben unterschiedlichen Farbtönen und Werten – von 50 Cent bis 50 Euro. Auf den Scheinen sind markante Betheler Ortschaftsgebäude wie die Zionskirche, die Mamre-Patmos-Schule oder die Bethelpforte abgedruckt.

Betheljahr

Als besondere Ausgestaltung des freiwilligen sozialen Jahres bieten die v. Bodelschwinghschen Stiftungen das sogenannte Betheljahr an, in dem junge Erwachsene im Alter von 16 bis 27 Jahren einen Einblick in die verschiedenen Tätigkeitsfelder bekommen können. Neben der Arbeit gehören fünf Seminarwochen zum Konzept. Das Betheljahr kann in vielen verschiedenen Einrichtungen Bethels absolviert werden. Neben vielen Stellen in Wohnheimen, Krankenhäusern, Altenheimen, Werkstätten und Schulen gibt es auch die ungewöhnlicheren und sehr beliebten Stellen wie zum Beispiel in der „Neuen Schmiede“, bei Radio Antenne Bethel oder in der Theaterwerkstatt.

Für die Ausgestaltung des Betheljahres wurden die v. Bodelschwinghschen Stiftungen 2006 mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnet.

Konflikte

Straße in Freistatt mit Hinweisschilder

Die zur v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel gehörende "Diakonie Freistatt bei Diepholz" gehört zu den im Rahmen der Diskussion um die Heimerziehung mittels schwarzer Pädagogik und Misshandlung bekannt gewordenen Stiftungen: Zitat: "...mit seiner Presstorfproduktion, mit seinen Schlossereien und Schmieden war als reiner Wirtschaftsbetrieb konzipiert, der die billigen Arbeitskräfte ausnutzte. Wenn nicht gerade Choräle gesungen wurden, mussten die 14- bis 21-Jährigen im Sommer wie im Winter im Moor Torf stechen und pressen." Noch 1960 beanstandete die zuständige Aufsichtsbehörde, das Landesjugendamt Hannover "die Verwendung von Forkenstielen, Torflatten, Pantoffeln und Besenstielen als Züchtigungsmittel" [7][8], während sie in den 1950er Jahren die über die gesetzlichen Grenzen erlaubten körperliche Züchtigungen noch stillschweigend geduldet hatte [9].

Im Jahre 1894 wurde der aus Greifswald stammende spätere preußische SPD-Kultusminister Konrad Haenisch von seiner bürgerlich-konservativen Familie unfreiwillig in Bethel untergebracht, nachdem sie ihn aus Leipzig hatte entführen lassen. Der Grund waren sozialdemokratische Aktivitäten Haenischs, wegen derer er ein Jahr zuvor aus dem Gymnasium entlassen und in eine Nervenheilanstalt eingewiesen worden war. Haenisch entkam aus Bethel, der Fall wurde durch eine Pressekampagne der Leipziger Volkszeitung (damals SPD-Parteiblatt) gegen die Familie Haenisch publik.[10]

Siehe auch

Literatur

  • Wolfram Korn, Bärbel Bitter: Bethel und das Geld. Die ökonomische Entwicklung der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel 1867-1998. Bielefeld 1998, ISBN 3-922463-89-4.
  • Friedemann Draeger, Monique Grundmann, Volker Hinz, Walter Schröder: Anders sein – Alles andere als normal. Bausteine für die Unterrichtspraxis, Sekundarstufe I: Körperliche und geistige Behinderungen, Epilepsien, Psychische Erkrankungen, Wohnungslosigkeit, Diakonie. Bielefeld 1999.
  • Andreas Piccenini, Ulrich Pohl: Anders sein – Lernen und das leben genießen wie andere Kinder auch. Und trotzdem … Bausteine für die Unterrichtspraxis in der Primarstufe. Leben mit einer Behinderung, Integration erfahren, Epilepsien, Bethel kennen lernen, Aktionen planen. Bielefeld 2002.
  • Hans-Jörg Kühne: Herausforderung Migration – Geschichte der Beckhofsiedlung der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel. Bielefeld 2008,ISBN 978-3-89534-764-1 <a href="javascript:" cref="CitaviPicker978-3-89534-764-1"><img style="border: 0px none;" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAQCAYAAAAf8/9hAAAAGXRFWHRTb2Z0d2FyZQBBZG9iZSBJbWFnZVJlYWR5ccllPAAAAsZJREFUeNpkU11IFVEQ/s7u5k/d0jL603wKLBMDpRuIFEQ+BkVGGUgEReBLRSEa+BD0EgVJP74kCElppVbqQxAUFBgJUiISUaQ+iGB2Re/evXd/zplmz+rtoYU55+yZMzPffDMjEi1Xd8GyOlVy+ZDKpAGlQOBPRKLP/JEQLOFBQaZs+LMzb9z5+Sb8ab782f02SUqprEgptQSBJD8IyPMDcj2fXNejTMYjJ+3S3MALGtm7Y8RSi4nqNWV7okgrC5Feo53oP+EYsA7WYVlR3JJ2yowwEvzxr3DfvQVME7nH6yG2l0AxXOfZE7gT4zB3lyP/7HmQYSDgVF2CaYGkjhRMTyF5/Roo7bBRCk5PNzY8H4Ld0Y4Un1UY+XU/0pMTKLh1j1EoKObEiEhi5WIia6wcB/7Cbzh9vQj4XhuzSH6ZGnoFb24WTJEm2QgXTglmZRVyLzTBKCsHFRVBSQn/10+svdKK3NONMCoqQTl52ok3Mw2ppK6KEaWvKUNOfQNind1Yd+eBhkgFGyFKShBru4nC3kHkHDsBFRoUbmIEMkIQellllrjGxLtaWtKQzX1V+l7K6D5YTgJbt0HsLIUMVIRAN4h2oPRj7gQ4gwNcgWJYh+sYqtK6IJlE+tNH5J08w2kIXYXQ1gpJ1HBXiMp8eA9n+CXWd3SBuEjaKesTbc2gzVuQ13BOw9cI2NbSKYQw+ZHz9DFSD+8idvs+zHgNE8lta9tItFxCYCdR2P4IintAcQW4SzUHHIK9hdFdF/6P74h190EUl2ZTcr6MwqiOo+BUIxMospx4jCIk1JKpJFckMKVhIb/1RgQ5jBw65UfWgVoY+2vAY6HTDOvv+h4cRuZzF1rezNTYQn9v3DhyVCsjYxXt6t9ZV4f1vgzgZDJIDPcwB2JUjFUU71pU1GUrqvX02FJ2nDU/QkTznP1fHXHBQ4OLfwUYALhaDRT0WgkEAAAAAElFTkSuQmCC" alt="Pick It!" title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></a> .
  • Kurt Pergande: Bodelschwingh – Der Einsame von Bethel. Stuttgart 1958.
  • Peter Wensierski: Schläge im Namen des Herrn. Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik. Spiegel-Buchverlag in der Deutschen Verlags-Anstalt, München 2006, ISBN 3-4210-5892-X.
  • Matthias Benad, Hans-Walter Schmuhl, Kerstin Stockhecke: Endstation Freistatt. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-676-7 <a href="javascript:" cref="CitaviPicker978-3-89534-676-7"><img style="border: 0px none;" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAQCAYAAAAf8/9hAAAAGXRFWHRTb2Z0d2FyZQBBZG9iZSBJbWFnZVJlYWR5ccllPAAAAsZJREFUeNpkU11IFVEQ/s7u5k/d0jL603wKLBMDpRuIFEQ+BkVGGUgEReBLRSEa+BD0EgVJP74kCElppVbqQxAUFBgJUiISUaQ+iGB2Re/evXd/zplmz+rtoYU55+yZMzPffDMjEi1Xd8GyOlVy+ZDKpAGlQOBPRKLP/JEQLOFBQaZs+LMzb9z5+Sb8ab782f02SUqprEgptQSBJD8IyPMDcj2fXNejTMYjJ+3S3MALGtm7Y8RSi4nqNWV7okgrC5Feo53oP+EYsA7WYVlR3JJ2yowwEvzxr3DfvQVME7nH6yG2l0AxXOfZE7gT4zB3lyP/7HmQYSDgVF2CaYGkjhRMTyF5/Roo7bBRCk5PNzY8H4Ld0Y4Un1UY+XU/0pMTKLh1j1EoKObEiEhi5WIia6wcB/7Cbzh9vQj4XhuzSH6ZGnoFb24WTJEm2QgXTglmZRVyLzTBKCsHFRVBSQn/10+svdKK3NONMCoqQTl52ok3Mw2ppK6KEaWvKUNOfQNind1Yd+eBhkgFGyFKShBru4nC3kHkHDsBFRoUbmIEMkIQellllrjGxLtaWtKQzX1V+l7K6D5YTgJbt0HsLIUMVIRAN4h2oPRj7gQ4gwNcgWJYh+sYqtK6IJlE+tNH5J08w2kIXYXQ1gpJ1HBXiMp8eA9n+CXWd3SBuEjaKesTbc2gzVuQ13BOw9cI2NbSKYQw+ZHz9DFSD+8idvs+zHgNE8lta9tItFxCYCdR2P4IintAcQW4SzUHHIK9hdFdF/6P74h190EUl2ZTcr6MwqiOo+BUIxMospx4jCIk1JKpJFckMKVhIb/1RgQ5jBw65UfWgVoY+2vAY6HTDOvv+h4cRuZzF1rezNTYQn9v3DhyVCsjYxXt6t9ZV4f1vgzgZDJIDPcwB2JUjFUU71pU1GUrqvX02FJ2nDU/QkTznP1fHXHBQ4OLfwUYALhaDRT0WgkEAAAAAElFTkSuQmCC" alt="Pick It!" title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></a> .
  • Hans-Werner Senfft, Volker Hinz, Christiane Meise, Klaus Hofemeier, Mario Leisle: Gute Jahre - Das Magazin zum Älterwerden. v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-00-030328-9 <a href="javascript:" cref="CitaviPicker978-3-00-030328-9"><img style="border: 0px none;" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAQCAYAAAAf8/9hAAAAGXRFWHRTb2Z0d2FyZQBBZG9iZSBJbWFnZVJlYWR5ccllPAAAAsZJREFUeNpkU11IFVEQ/s7u5k/d0jL603wKLBMDpRuIFEQ+BkVGGUgEReBLRSEa+BD0EgVJP74kCElppVbqQxAUFBgJUiISUaQ+iGB2Re/evXd/zplmz+rtoYU55+yZMzPffDMjEi1Xd8GyOlVy+ZDKpAGlQOBPRKLP/JEQLOFBQaZs+LMzb9z5+Sb8ab782f02SUqprEgptQSBJD8IyPMDcj2fXNejTMYjJ+3S3MALGtm7Y8RSi4nqNWV7okgrC5Feo53oP+EYsA7WYVlR3JJ2yowwEvzxr3DfvQVME7nH6yG2l0AxXOfZE7gT4zB3lyP/7HmQYSDgVF2CaYGkjhRMTyF5/Roo7bBRCk5PNzY8H4Ld0Y4Un1UY+XU/0pMTKLh1j1EoKObEiEhi5WIia6wcB/7Cbzh9vQj4XhuzSH6ZGnoFb24WTJEm2QgXTglmZRVyLzTBKCsHFRVBSQn/10+svdKK3NONMCoqQTl52ok3Mw2ppK6KEaWvKUNOfQNind1Yd+eBhkgFGyFKShBru4nC3kHkHDsBFRoUbmIEMkIQellllrjGxLtaWtKQzX1V+l7K6D5YTgJbt0HsLIUMVIRAN4h2oPRj7gQ4gwNcgWJYh+sYqtK6IJlE+tNH5J08w2kIXYXQ1gpJ1HBXiMp8eA9n+CXWd3SBuEjaKesTbc2gzVuQ13BOw9cI2NbSKYQw+ZHz9DFSD+8idvs+zHgNE8lta9tItFxCYCdR2P4IintAcQW4SzUHHIK9hdFdF/6P74h190EUl2ZTcr6MwqiOo+BUIxMospx4jCIk1JKpJFckMKVhIb/1RgQ5jBw65UfWgVoY+2vAY6HTDOvv+h4cRuZzF1rezNTYQn9v3DhyVCsjYxXt6t9ZV4f1vgzgZDJIDPcwB2JUjFUU71pU1GUrqvX02FJ2nDU/QkTznP1fHXHBQ4OLfwUYALhaDRT0WgkEAAAAAElFTkSuQmCC" alt="Pick It!" title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></a> .
  • Hans-Werner Senfft, Volker Hinz, Klaus Hofemeier, Christiane Meise: Gute Jahre - Der Ratgeber zum Älterwerden. v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-00-034645-3 <a href="javascript:" cref="CitaviPicker978-3-00-034645-3"><img style="border: 0px none;" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAQCAYAAAAf8/9hAAAAGXRFWHRTb2Z0d2FyZQBBZG9iZSBJbWFnZVJlYWR5ccllPAAAAsZJREFUeNpkU11IFVEQ/s7u5k/d0jL603wKLBMDpRuIFEQ+BkVGGUgEReBLRSEa+BD0EgVJP74kCElppVbqQxAUFBgJUiISUaQ+iGB2Re/evXd/zplmz+rtoYU55+yZMzPffDMjEi1Xd8GyOlVy+ZDKpAGlQOBPRKLP/JEQLOFBQaZs+LMzb9z5+Sb8ab782f02SUqprEgptQSBJD8IyPMDcj2fXNejTMYjJ+3S3MALGtm7Y8RSi4nqNWV7okgrC5Feo53oP+EYsA7WYVlR3JJ2yowwEvzxr3DfvQVME7nH6yG2l0AxXOfZE7gT4zB3lyP/7HmQYSDgVF2CaYGkjhRMTyF5/Roo7bBRCk5PNzY8H4Ld0Y4Un1UY+XU/0pMTKLh1j1EoKObEiEhi5WIia6wcB/7Cbzh9vQj4XhuzSH6ZGnoFb24WTJEm2QgXTglmZRVyLzTBKCsHFRVBSQn/10+svdKK3NONMCoqQTl52ok3Mw2ppK6KEaWvKUNOfQNind1Yd+eBhkgFGyFKShBru4nC3kHkHDsBFRoUbmIEMkIQellllrjGxLtaWtKQzX1V+l7K6D5YTgJbt0HsLIUMVIRAN4h2oPRj7gQ4gwNcgWJYh+sYqtK6IJlE+tNH5J08w2kIXYXQ1gpJ1HBXiMp8eA9n+CXWd3SBuEjaKesTbc2gzVuQ13BOw9cI2NbSKYQw+ZHz9DFSD+8idvs+zHgNE8lta9tItFxCYCdR2P4IintAcQW4SzUHHIK9hdFdF/6P74h190EUl2ZTcr6MwqiOo+BUIxMospx4jCIk1JKpJFckMKVhIb/1RgQ5jBw65UfWgVoY+2vAY6HTDOvv+h4cRuZzF1rezNTYQn9v3DhyVCsjYxXt6t9ZV4f1vgzgZDJIDPcwB2JUjFUU71pU1GUrqvX02FJ2nDU/QkTznP1fHXHBQ4OLfwUYALhaDRT0WgkEAAAAAElFTkSuQmCC" alt="Pick It!" title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></a> .
  • Ernst Klee: Die SA Jesu Christi. Die Kirche im Banne Hitlers. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1993, ISBN 978-3596244096.

Einzelnachweise

  1. Die Bethel-Chronik: 140 Jahre Menschlichkeit. auf: bethel.de
  2. Information über Aufnahme Lobetals als vierte Stiftung und Namensänderung, abgerufen am 24. Januar 2011
  3. Struktur Zahlen Fakten.
  4. Internetseite des Kinderhospiz Bethel (abgerufen am 1. Februar 2010)
  5. Geschichtswettbewerb 2008: Helden verehrt - verkannt - vergessen. Bethel, Bielefeld, 2008.
  6. Marianne Grubel in 75 Jahre Brockensammlung in Lübeck, Lübeck, 1988
  7. Marcus Hammerschmitt: In den Mühlen der Fürsorge - Die jüngste Vergangenheit der schwarzen Heimpädagogik. 13. Mai 2006 auf heise.de
  8. Peter Wensierski: Schläge im Namen des Herrn. Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik. Spiegel-Buchverlag in der Deutschen Verlags-Anstalt, München 2006, ISBN 3-4210-5892-X, Webseite schlaege.com
  9. Matthias Benad, Hans-Walter Sachmuhl, Kerstin Stockheke: Endstation Freistatt. Fürsorgeerziehung in den v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel bis in die 1970er Jahre. Verlag für Regionalgeschichte Bethel-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-89534-676-7 <a href="javascript:" cref="CitaviPicker978-3-89534-676-7"><img style="border: 0px none;" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAQCAYAAAAf8/9hAAAAGXRFWHRTb2Z0d2FyZQBBZG9iZSBJbWFnZVJlYWR5ccllPAAAAsZJREFUeNpkU11IFVEQ/s7u5k/d0jL603wKLBMDpRuIFEQ+BkVGGUgEReBLRSEa+BD0EgVJP74kCElppVbqQxAUFBgJUiISUaQ+iGB2Re/evXd/zplmz+rtoYU55+yZMzPffDMjEi1Xd8GyOlVy+ZDKpAGlQOBPRKLP/JEQLOFBQaZs+LMzb9z5+Sb8ab782f02SUqprEgptQSBJD8IyPMDcj2fXNejTMYjJ+3S3MALGtm7Y8RSi4nqNWV7okgrC5Feo53oP+EYsA7WYVlR3JJ2yowwEvzxr3DfvQVME7nH6yG2l0AxXOfZE7gT4zB3lyP/7HmQYSDgVF2CaYGkjhRMTyF5/Roo7bBRCk5PNzY8H4Ld0Y4Un1UY+XU/0pMTKLh1j1EoKObEiEhi5WIia6wcB/7Cbzh9vQj4XhuzSH6ZGnoFb24WTJEm2QgXTglmZRVyLzTBKCsHFRVBSQn/10+svdKK3NONMCoqQTl52ok3Mw2ppK6KEaWvKUNOfQNind1Yd+eBhkgFGyFKShBru4nC3kHkHDsBFRoUbmIEMkIQellllrjGxLtaWtKQzX1V+l7K6D5YTgJbt0HsLIUMVIRAN4h2oPRj7gQ4gwNcgWJYh+sYqtK6IJlE+tNH5J08w2kIXYXQ1gpJ1HBXiMp8eA9n+CXWd3SBuEjaKesTbc2gzVuQ13BOw9cI2NbSKYQw+ZHz9DFSD+8idvs+zHgNE8lta9tItFxCYCdR2P4IintAcQW4SzUHHIK9hdFdF/6P74h190EUl2ZTcr6MwqiOo+BUIxMospx4jCIk1JKpJFckMKVhIb/1RgQ5jBw65UfWgVoY+2vAY6HTDOvv+h4cRuZzF1rezNTYQn9v3DhyVCsjYxXt6t9ZV4f1vgzgZDJIDPcwB2JUjFUU71pU1GUrqvX02FJ2nDU/QkTznP1fHXHBQ4OLfwUYALhaDRT0WgkEAAAAAElFTkSuQmCC" alt="Pick It!" title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'/></a> , S. 20.
  10. Matthias John: Konrad Haenisch (1876-1925) - Und von Stund an ward er ein anderer. Trafo-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89626-471-0.

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