Social Media Relations

Social Media Relations

Social Media Relations (SMR, deutsch etwa: ‚Social-Media-Beziehungen‘), vormals auch bekannt als PR 2.0, sind Beziehungen zu und in Social Media. SMR sind ein Teilbereich von Public Relations/Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Bei Social Media Relations liegt der Fokus auf der Beziehungspflege zu Multiplikatoren im Web mithilfe von Social-Media-Plattformen.[1] Des Weiteren sind SMR den Social Relations (zu dt.: Soziale Beziehungen) unterzuordnen. Im Falle der Social Media Relations finden Beziehungen im Web 2.0 statt, d. h. auf und über Plattformen wie: Facebook, VZnet Netzwerke, MySpace, YouTube, Twitter, Blogs und über XING, LinkedIn. Auf diesen Plattformen treffen sich Social Communitys.

Inhaltsverzeichnis

Konzept

Social Media Relations fordern vor allem eine Modernisierung der klassischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ein, die beispielsweise im Konzept der Social Media Release umgesetzt werden kann. Bei der Nutzung des Begriffs Social Media Relations sind zwei Aspekte zu beachten:

  1. Social Media Relations sind (in erster Linie) Beziehungen von Personen und Communitys, die Social Media nutzen, zu Kunden, Unternehmen, Organisationen, Institutionen, öffentlichen Personen (z. B. Politikern, Prominenten etc.) und umgekehrt.
  2. Social Media Relations sind auch Beziehungen von Personen, die Social Media nutzen, untereinander und miteinander. Hierbei wird oft unterschieden zwischen Personen, die man bereits aus dem realen Leben kennt und Personen, die man ausschließlich aus dem Web kennt.

Social Media Relations sind, wie anfangs beschrieben, die Beziehungspflege zu (relevanten) Personen bzw. Multiplikatoren im Web 2.0. Diese Multiplikatoren sind Personen, die vornehmlich im Internet kommunizieren, z. B. Blogger oder Twitter Nutzer, und eine hohe Reichweite erzielen (so genannte Influencer). In einer Organisation o.Ä. beschäftigen sich die Bereiche Marketing, PR, Kommunikation und Human Ressources mit dem Thema Social Media Relations. SMR beinhaltet daher als Schwerpunkt die von einem Unternehmen oder einer Organisation gerichtete externe Kommunikation zu in der Regel unternehmensfremden Zielgruppen. SMR kann auch für die interne Kommunikation eingesetzt werden.

Klassische Medienarbeit und Social Media Relations

Als Teilbereich der klassischen Medien- und Pressearbeit, Public Relations, sind Social Media Relations ein Mittel der Öffentlichkeitsarbeit. Ein grundsätzlicher Unterschied z. B. zwischen klassischer Medienarbeit und SMR ist der, dass Social Media Relations auf Interaktion mit den Rezipienten (die gleichzeitig auch Sender von Informationen, Reaktionen etc. sind) basieren und klassische Medienarbeit nicht.[2] Aus der Interaktion z. B. eines Unternehmens mit den Usern und Social Media Influencern können sich für das Unternehmen wertvolle Erkenntnisse ableiten lassen. Die Unternehmen können (in)direkte Reaktionen und Antworten ihrer Zielgruppe(n) erhalten, die sie dann entsprechend (auch in der klassischen Medienarbeit und anderen Bereichen wie z. B. Marketing) nutzen können.

Ähnlich wie bei der klassischen Medienarbeit sind die Ziele von Social Media Relations positive PR/Öffentlichkeitsarbeit für das Unternehmen, die Organisation oder sich selbst zu schaffen. Dies wird im Gegensatz zur klassischen Medienarbeit mithilfe der Kommunikation über soziale Netzwerke und auf Social-Media-Plattformen, durch den Dialog mit den Usern, der Zielgruppe, die sich im Web und auf den entsprechenden Online-Portalen aufhält, betrieben.

Im Vergleich zu klassischen Medien sollte die Vorgehensweise und Kommunikationsstrategie hier eine andere sein. Die Etiquette weicht einer Netiquette. In Social Media ist die Tonalität zumeist informeller als bei den klassischen Medien und hängt je von der Nutzungsart der Plattform ab (z. B. Facebook vs. XING).[3]

Siehe auch

Literatur und Weblinks

Einzelnachweise

  1. Phillippe Fabian:. Social Media Relations und ihre Anforderungen an Kommunikatoren. Ein Vergleich mit klassischer Medienarbeit anhand einer Befragung von Schweizer PR-Agenturen Seite 1
  2. Vgl.. Phillippe Fabian: Social Media Relations und ihre Anforderungen an Kommunikatoren. Ein Vergleich mit klassischer Medienarbeit anhand einer Befragung von Schweizer PR-Agenturen Seite 6
  3. Bernhard Jodeleit: Social Media Relations, dpunkt.verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-89864-694-9.

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