Schrakau

Schrakau
Schrakau
Stadt Calau
Koordinaten: 51° 43′ N, 13° 49′ O51.71514444444413.822663888889Koordinaten: 51° 42′ 55″ N, 13° 49′ 22″ O
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Craupe
Postleitzahl: 03205
Vorwahl: 035435

Schrakau (auch Schrackau; niedersorbisch Žrakow) ist ein Gemeindeteil von Craupe, einem Ortsteil der südbrandenburgischen Stadt Calau im Westen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Schrakau liegt in der Niederlausitz im Naturpark Niederlausitzer Landrücken. Durch den Ort fließt der Bach Schrake. Nördlich des Ortes liegt der Calauer Ortsteil Groß-Mehßow mit seinem Gemeindeteil Klein Mehßow. Weiter im Norden folgt der Ort Tugam, der bereits im Landkreis Dahme-Spreewald liegt. Im Westen grenzt Schrakau an Babben (Landkreis Elbe-Elster). Im Osten befinden sich die Orte Radensdorf und Craupe. Im Südosten liegt Gollmitz.

Geschichte

Ortsgeschichte

Schrakau wurde am 14. Dezember 1570 erstmals als Schragko erwähnt. Der Ortsname kann mit dem niedersorbischen Wort Sroka, was Elster bedeutet, in Verbindung gebracht werden und lautete altsorbisch Srokov. Im 17. Jahrhundert wurde der Ort als Schrako und 1761 als Sracke bezeichnet. Niedersorbischen Namensformen Srakow und Zrakow wurden 1761 und 1843 genannt. Arnošt Muka vermutet in Bausteine zur Heimatkunde des Luckauer Kreises, dass die neuere niedersorbische Namensform auf deutscher Lautung beruht und Srokow heißen müsste.

Aufgrund der wenig fruchtbaren Felder lebten die Einwohner Schrakaus in ärmlichen Verhältnissen. Schrakau gehörte zu Standesherrschaft Drehna. Der Legende nach waren die Schrakauer als starke Branntweintrinker bekannt.

Im Ergebnis des Wiener Kongresses kam Schrakau mit der gesamten Niederlausitz an das Königreich Preußen und gehörte zum Landkreis Calau. Schrakau wurde gemeinsam mit Radensdorf am 1. Juli 1950 nach Craupe eingemeindet.[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Schrakau zum 1952 neugegründeten Kreis Calau. In den 1970er Jahren wurde aufgrund der Planungen für den Aufschluss des Tagebaus Schabendorf-Süd in Schrakau ein Wasserwerk erbaut. Der Ort gehört zum Kirchenkreis Niederlausitz. Am 31. Dezember 2001 wurde Craupe mit seinen Gemeindeteilen und den Orten Buckow, Gollmitz, Groß Jehser und Zinnitz in die Stadt Calau eingegliedert.[2]

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung in Schrakau von 1875 bis 2010 [3]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 99 1890 86
1910 87 1925 76
1933 76 1939 71
1946 103 2010 39

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Radwanderweg Niederlausitzer Bergbautour führt durch den Ort.

Wirtschaft und Infrastruktur

Östlich von Schrakau verläuft die Bundesautobahn 13.

Einzelnachweise

  1. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. Statistik Brandenburg (PDF)

Literatur

  • Ernst Eichler: Die Ortsnamen der Niederlausitz. VEB Domowina-Verlag, Bautzen 1975.

Weblinks


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