Doetinchem

Doetinchem
Gemeinde Doetinchem
Flagge der Gemeinde Doetinchem
Flagge
Wappen der Gemeinde Doetinchem
Wappen
Provinz Gelderland Gelderland
Bürgermeister Herman Kaiser (CDA)
Fläche
 – Land
 – Wasser
79,67 km²
79,10 km²
57 ha
CBS-Code 0222
Einwohner 56.036 (31. Dez. 2010[1])
Bevölkerungsdichte 703 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 58′ N, 6° 17′ O51.9656.2883333333333Koordinaten: 51° 58′ N, 6° 17′ O
Bedeutender Verkehrsweg A15, N315, N317
Vorwahl 0314, 0315
Postleitzahlen 7000–7011, 7030–7031
Website www.doetinchem.nl
Lage von Doetinchem in den Niederlanden

Doetinchem ['dʊtɪŋxʏm] ( anhören?/i) ist eine Gemeinde im Achterhoek in der niederländischen Provinz Gelderland .

Im Zuge einer Gemeindereform wurde am 1. Januar 2005 die Gemeinde Wehl Teil der Gemeinde Doetinchem.

Inhaltsverzeichnis

Orte

Die Oude IJssel bei Doetinchem

Die Gemeinde Doetinchem besteht neben der namensgebenden Stadt Doetinchem aus den Dörfern Gaanderen und Wehl sowie den Weilern IJzenvoorde, Langerak, Wijnbergen und Nieuw-Wehl. Doetinchem liegt nur rund 20 km von Emmerich und 40 km von Bocholt entfernt, nahe der deutschen Grenze.

Lage

Doetinchem ist die wichtigste Stadt der Gelderse Achterhoek oder „Graafschap“. Doetinchem liegt 25 km östlich von Arnheim an der Oude IJssel.

Eine Autobahn und die Lokaleisenbahn (Doetinchem hat zwei Kleinbahnhöfe) Richtung Winterswijk verbinden es mit Arnheim.

Wirtschaft

Doetinchem ist ein regionales Versorgungszentrum (viele Geschäfte, Büros, Schulen, ein Krankenhaus, Altenheime usw.), und auch eine mittelgroße Industriestadt. Im Ortsteil Gaanderen, wo schon im 18. Jahrhundert Eisen aus eisenhaltigem Sand und Lehm gewonnen und verarbeitet wurde, und in Doetinchem selbst stehen Fabriken, wo Öfen, Herde und derartige Haushaltsgeräte erzeugt werden, und auch einige Druckereien und Zeitschriftenverlage.

Geschichte

Doetinchem 136.JPG
Doetinchem 144.JPG

Die Stadt, die im 17. Jahrhundert auch wohl Dotecom oder Deutekom genannt wurde, ist 838 zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden. Um 1100 wurde sie ummauert.

Graf Otto II. verlieh dem bei einer Brücke über dem Oude IJssel günstig gelegenen Ort 1236 das Stadtrecht. Die Stadt hatte in Kriegen immer viel zu leiden. Im Achtzigjährigen Krieg, und auch 1672 wurde Doetinchem schwer getroffen und teilweise verwüstet.

Im Jahr 1580 starben zwei Drittel der Einwohner durch eine Pestepidemie. Auch im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt durch Bombardierungen schwere Schäden, so schwer, dass die ganze Altstadt endgültig verloren ging. Nur die Sankt-Katharinenkirche wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut.

Sehenswürdigkeiten

Sieben km östlich von Doetinchem steht, inmitten eines Waldes, das Schloss Slangenburg. Es wurde im späten Mittelalter gebaut und im 17. Jahrhundert im Barockstil renoviert. Da es 1945 einem Deutschen gehörte, wurde es nach der Befreiung durch die Alliierten von der niederländischen Regierung als Feindvermögen konfisziert. Es wurde dann an den Orden der Benediktiner verkauft. Diese benutzten es einige Jahre als Kloster, bis sie 2 km südöstlich eine neue Abtei bauten. Seitdem dient das Schloss als Unterkunft für jene, die für eine Retraite (Besinnungsperiode), ein Studium usw. bei den Mönchen zu Gast sind. Auch Protestanten sind dort willkommen, wenn sie sich an die Hausregeln halten.

Der umliegende Wald ist frei zugänglich.

In der Stadt stehen einige Windmühlen. Eine davon beherbergt den VVV (Vereinigung der niederländischen Tourismusbüros).

Sport

Doetinchem hat einen Profi-Fußballverein (De Graafschap), im Volksmund „De Superboeren“ (Superbauern) genannt, dessen Stadion „De Vijverberg“ 12.600 Zuschauer fasst. In der Saison 2008/2009 stieg man nach zweijähriger Zugehörigkeit aus der Eredivisie in die zweite Liga ab. 2010 gelang aber der Wiederaufstieg.

Städtepartnerschaften

Galerie

Weblinks

 Commons: Doetinchem – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsstatistik, 29. März 2011Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande

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