Richard Koch (Reichsbank)

Richard Koch (Reichsbank)
Richard Koch

Richard Eduard Koch, ab 1908 von Koch (* 15. September 1834 in Cottbus; † 15. Oktober 1910 in Berlin) war von 1890 bis 1908 Präsident der Reichsbank.

Nach seinem Jurastudium arbeitete Koch ab 1859 zunächst als Hilfsrichter bei den Appellationsgerichten in Ratibor und Halberstadt, ab 1862 als Richter beim Stadt- und Kreisgericht in Danzig und seit 1865 als Richter im Stadtgericht Berlin. Dort wurde er im Juni 1867 zum Stadtgerichtsrat ernannt. Von 1870 an wirkte Koch als Justitiar bei der Preußischen Bank, bevor er zur Reichsbank wechselte. Dort stieg er in das Amt des Reichsbankvizepräsidenten auf, welches er von 1887 bis 1890 bekleidete. Anschließend wurde ihm das Amt des Reichsbankpräsidenten übertragen. Im August 1886 wurde Koch durch die Universität Heidelberg ein Doktorgrad der Rechte ehrenhalber verliehen. 1891 erfolgte eine Berufung zum Kronsyndikus, mit der eine lebenslängliche Mitgliedschaft im Herrenhaus einherging. Schließlich wurde er im August 1893 zum Wirklichen Geheimen Rat ernannt.

Die deutschen Reichsbanknoten von 1891 bis 1907 tragen seine Unterschrift. Mit Verabschiedung in den Ruhestand (1908) wurde er in den Adelsstand erhoben.

Koch veröffentlichte diverse Vorträge und Aufsätze, hauptsächlich aus dem Handels- und Wechselrecht.


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