Django Reinhardt

Django Reinhardt
Django Reinhardt im New Yorker Jazzclub Aquarium, Ende Oktober 1946.
Fotografie von William P. Gottlieb.

Jean „Django“ Reinhardt (* 23. Januar 1910 in Liberchies, Belgien; † 16. Mai 1953 in Samois-sur-Seine bei Paris), Gitarrist, Komponist und Bandleader, gilt als ein Begründer des europäischen Jazz.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Als Sohn von Manouches[1] (französischsprachigen Sinti) wuchs Django Reinhardt in einer Wohnwagensiedlung außerhalb von Paris auf, lernte früh Violine, Banjo und schließlich Gitarre zu spielen und begann seine Karriere als professioneller Musiker als Zwölfjähriger mit dem Akkordeonisten Guérino.

Am 2. November 1928 erlitt Django Reinhardt schwere Verletzungen beim Brand seines Wohnwagens, nachdem die im Wohnwagen befindlichen Zelludoidblumen, die Djangos damalige Frau (Florine „Bella“ Mayer) am folgenden Tag verkaufen wollte, Feuer gefangen hatten. Djangos rechtes Bein war gelähmt und seine linke Hand wurde stark verbrannt; daneben erlitt er am Körper schwere Verbrennungen. Die Ärzte hatten vor, das Bein zu amputieren, doch Reinhardt erholte sich von den Verletzungen. In den folgenden anderthalb Jahren der Rehabilitation entwickelte Django Reinhardt eine völlig neue und höchst virtuose Spieltechnik, bei der er für das Spielen der Melodie lediglich Zeige- und Mittelfinger einsetzte. Für Akkorde konnte er in beschränktem Maße auch den Ringfinger und kleinen Finger zu Hilfe nehmen und benutzte ausgiebig den Daumen.

„Honeysuckle Rose“ – Pariser Session 1937 von Django Reinhardt, Stéphane Grappelli, Coleman Hawkins, Alix Combelle und Benny Carter

Anfang der 1930er Jahre spielte Reinhardt im Orchester des Violinisten Michel Warlop und trat in Pariser Cafés auf, wo ihn 1934 Pierre Nourry und Charles Delaunay vom Hot Club de France entdeckten. Diese hatten die Idee, ein nur von Saiteninstrumentalisten besetztes Ensemble zusammenzustellen, und stellten Reinhardt dem Violinisten Stéphane Grappelli vor. Nach Proben im Hotel Claridge wurde das legendäre Quintette du Hot Club de France gegründet, in dem neben Reinhardt und Grappelli auch Djangos Bruder Joseph „Nin-Nin“ Reinhardt und Roger Chaput als Rhythmusgitarristen sowie Louis Vola als Bassist mitwirkten.

Dieses Quintett wurde ein Sensationserfolg und blieb – bis auf eine Umbesetzung (Roger Chaput wurde durch Pierre "Baro" Ferret ersetzt)[2] ) – in seiner ursprünglichen Form bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 bestehen. Während Grappelli bis Kriegsende in London blieb, spielte Django Reinhardt in Paris in den folgenden Jahren mit wechselnden Besetzungen in einem geänderten Quintett-Format (Reinhardt: Sologitarre, eine Rhythmusgitarre, Klarinette anstelle der Geige, Bass und Schlagzeug sowie – teilweise – Klavier). Im Frühjahr 1942 konnte er in Belgien einige Aufnahmen, u. a. mit den Orchestern Fud Candrix und Stan Brenders für das Label „Rhythme“ einspielen.

1943 versuchte Django Reinhardt in die Schweiz zu gelangen, wurde aber an der Schweizer Grenze zurückgewiesen. Nach Paris zurückgekehrt bewahrten ihn seine Berühmtheit und die Beliebtheit seiner Musik bei der französischen Bevölkerung (und wohl auch bei einigen Besatzungsoffizieren) davor, wie viele seiner Verwandten als Zigeuner verfolgt und in Konzentrationslagern umgebracht zu werden. Bis zum Ende des Krieges blieb er unbehelligt in Paris, hielt sich aber bedeckt und mied die Öffentlichkeit in der Hauptstadt (wie der damals als Besatzungsoffizier dienende Schulz-Köhn berichtet[3]).

Reinhardt mit Musikern des Duke Ellington Orchestra: Al Sears, Shelton Hemphill, Junior Raglin, Reinhardt, Lawrence Brown, Harry Carney, Johnny Hodges im New Yorker Jazzclub Aquarium, ca. November 1946.
Fotografie von William P. Gottlieb.

Von November bis Dezember 1945 nahm Django Reinhardt zusammen mit der amerikanischen Air Transport Command Band unter der Leitung von Sgt. Jack Platt (Arrangements: Lonnie Wilfong) eine Reihe von Stücken auf, darunter Djangology und den Uptown Blues. Bei diesen Aufnahmen handelte es sich um Live-Mitschnitte für den AFN, die später auf Platte veröffentlicht wurden.

1946 trat Django Reinhardt auf einer Tournee[4] in den Vereinigten Staaten zusammen mit dem Duke Ellington Orchestra auf.[5] Von dem Auftritt am 20. November im Civic Opera House in Chicago sind vier Aufnahmen[6] erhalten, die als The Great Concerts: Duke Ellington: Chicago 1946 auf Doppel-CD veröffentlicht wurden.

Ab 1947 spielte Django Reinhardt hauptsächlich elektrisch verstärkte Gitarre, wobei die Melodielinien z. T. deutlich bop-orientierter wurden. 1947 nahm er - mit akustischer Gitarre - auch wieder zusammen mit Stéphane Grappelli eine Reihe von Titeln auf (u. a. How High the Moon). Neben einer Reihe von Sessions mit elektrisch verstärkter Gitarre - u. a. für Eddie Barclay's Label Blue Star - wäre die herausragende Aufnahmesitzung von Djangos Big Band "Django's Music" vom 16. April 1947 zu nennen. Während der Minor Blues in voller Big Band-Besetzung aufgenommen wurde, nahm ein aus Mitgliedern der Big Band bestehendes Sextett (Django Reinhardt, Sologitarre; Michel de Villiers, Altsaxophon° und Klarinette; Eddie Bernard, Klavier; Joseph Reinhardt, Rhythmusgitarre; Willy Lockwood, Bass; Al Craig, Schlagzeug) vier Titel (Peche A La Mouche°, Clair De Lune, Lentement, Mademoiselle und Melodie Au Crepuscule) auf, von denen besonders die mit Klarinette aufgenommenen herausragen.

Einige der Highlights von Django Reinhardts Aufnahmen mit elektrisch verstärkter Gitarre wurden 1947 in den Pariser RTF-Studios[7] aufgenommen. Dabei ist es wirklich unfaßbar, welche Juwelen Django Reinhardt im Verlauf nur eines einzigen Tages aufgenommen hat. Besonders zu erwähnen wären hier die Sessions vom 22. September[8] und 13. November[9] 1947.

Ebenfalls ins Jahr 1947 fällt eine von Django Reinhardt komponierte Zigeunermesse, die Reinhardts damaliger Klarinettist Gérard Levêque zu Papier brachte. Laut Charles Delaunay enthielt diese Messe teilweise so gewagte Harmonien, dass sie sogar für den Dirigenten Jo Bouillon Probleme aufwarf. Die Partitur ging aber verloren; ob sie zwischenzeitlich wieder aufgetaucht ist, ist nicht klar. (Teil der Messe war u. a. das bekannte Manoir de Mes Rêves.)

Im Dezember 1948 wurde ein Konzert des Quintetts im Théâtre des Galeries in Brüssel mit Hilfe eines von Django Reinhardt gekauften Tonbandgeräts mitgeschnitten. Die Besetzung: Django Reinhardt (Sologitarre), Hubert Rostaing (Klarinette), Henri „Lousson“ Baumgartner, Djangos Sohn aus erster Ehe (Rhythmusgitarre), Louis Vola (Bass) und Arthur Motta (Schlagzeug).

Im Januar/Februar 1949 nahmen Django Reinhardt und Stéphane Grappelli in Rom mit einer dreiköpfigen Rhythmusgruppe (Gianni Safred, Klavier; Carlo Pecori, Bass; Aurelio de Carolis, Schlagzeug) insgesamt 67 Titel auf, von denen einige mit zum Besten dessen gehören, was Django Reinhardt aufgenommen hat (Troublant Boléro, Nagasaki, Vous Qui Passez Sans me Voir). Laut Delaunay war Django mit der italienischen Rhythmusgruppe nicht sehr zufrieden, die zugegebenermaßen nicht den Drive des alten Quintetts von 1934 bis 1939 hatte, ihre Aufgabe aber doch effektiv bewältigte.

1950 folgte ein zweiter Rom-Aufenthalt. Diesmal wurde Django Reinhardt von André Ekyan (Altsaxophon, Klarinette) sowie Ralph Schécroun (Klavier), Alf Masselier (Bass) und Roger Paraboschi (Schlagzeug) begleitet. Die Gruppe nahm insgesamt 30 Titel auf.

1951 zog Django Reinhardt in das bei Fontainebleau gelegene Samois-sur-Seine. Im Februar desselben Jahres trat er mit einer neuen Band im Pariser Club St. Germain auf, die aus Bebop-beeinflußten jungen Musikern wie den Brüdern Hubert (Altsaxophon) und Raymond Fol (Klavier), Bernard Hullin (Trompete), Pierre Michelot (Bass) und Pierre Lemarchand (Schlagzeug) bestand. Wenn er nicht mit dieser Band spielte, widmete Django Reinhardt sich nun größtenteils der Familie, Freunden, der Malerei, dem Angeln und dem Billardspielen.

1951 war auch das Jahr, in dem Django Reinhardt anläßlich einer Übertragung von Radio Luxemburg mit dem l'Orchestre (Symphonique) National unter der Leitung von Wal-Berg (eigentlich: Vladimir Rosenberg) auftrat (das eingespielte Stück war Django Reinhardts eigener Troublant Boléro[10], das Orchesterarrangement stammte von Wal-Berg). Darüber hinaus nahm Django Reinhardt nur noch sporadisch auf, die letzte Session datiert vom 8. April 1953.

Am 15. Mai 1953 erlitt er im Café Auberge de l`Ile in Samois einen Schlaganfall. Er wurde umgehend ins Hospital von Fontainebleau gebracht, konnte jedoch nicht mehr gerettet werden. Django Reinhardt wurde in Samois beigesetzt, wo inzwischen alljährlich zu seinen Ehren ein Festival[11] stattfindet, das als der Treffpunkt für alle gilt, die sich für seine Musik interessieren.

Djangos gemeinsamer Sohn mit seiner zweiten Frau Sophie „Naguine“ Ziegler, Babik Reinhardt, entwickelte sich zu einem eigenständigen Jazzgitarristen. Djangos Grossneffe, der Geiger und Komponist Schnuckenack Reinhardt, trug viel zur Pflege und Fortentwicklung der vom Quintette du Hot Club de France begründeten musikalischen Errungenschaften bei. Djangos erster Sohn aus seiner Ehe mit Florine „Bella“ Mayer (später verheiratete Baumgartner), Henri „Lousson“ Baumgartner (1929-1992), war ebenfalls Musiker, jedoch mit sehr eigenständigem Profil. Mit Lulo Reinhardt und Markus Reinhardt sind weitere Personen aus dem Reinhardt-Umfeld als Musiker aktiv und erfolgreich. Auch in der dritten Generation erhält sich diese Tradition. Djangos Enkel David Reinhardt ist ebenfalls Gitarrist. Er ist 2010 beim "Umbria Jazz Festival" in Perugia aufgetreten – hauptsächlich mit Kompositionen seines Großvaters.[12]

Musik

Nach Reinhardt benanntes Festival in Samois-sur-Seine, dreißigstes Jubiläum 2009

Das Neue und Besondere an der Musik Reinhardts war die Mischung aus drei verschiedenen Musikstilen: er schuf aus dem schon gängigen New-Orleans-Jazz der 1920er Jahre, den französischen Walzern (valses musettes) und der traditionellen Spielweise der Roma (Romamusik) einen neuen Musikstil, den Zigeuner- oder Gypsy Swing, der neben der jazzgemäßen Rhythmik durch Akkordeffekte und Stimmungen gekennzeichnet ist, wie sie in der moderneren Klassik etwa für Claude Debussy oder Maurice Ravel typisch wären. Ab 1937, seit der Aufnahme von Chicago, war er ohne Zweifel der beste europäische Jazzmusiker. Sein harmonisches Verständnis, seine bemerkenswerte Technik und sein rhythmischer Sinn machten ihn schon zu Beginn seiner Karriere zu einem ausgezeichneten Begleiter. Er entwickelte sich aber auch zu einem einzigartigen Solisten mit einem besonderen Flair für die variierte Gestaltung eines Konzerts, ohne dessen stilistische Einheit zu gefährden.

Reinhardts Gitarrenspiel hat einen großen Wiedererkennungswert; dies liegt u. a. an einer Reihe von immer wiederkehrenden Spieltechniken, die besonders in seinen Soli deutlich hervortreten. Diese Techniken sind zum Teil durch die Behinderung seiner Greifhand bedingt; hier gelang es Reinhardt also, aus der Not eine Tugend zu machen.

  • Reinhardts Handicap brachte ihn dazu, das Griffbrett eher vertikal als horizontal zu nutzen.[13] Dieses Prinzip setzt er in der Technik des Downstroke-Sweepings um, bei der Töne auf benachbarten Saiten mit einer einzigen schnellen Bewegung angeschlagen werden.[14] Sweeping ist in der Gitarrenmusik der letzten Jahre gerade wieder sehr modern geworden (im Jazz z. B. bei Frank Gambale).
  • Daneben hat Reinhardt Läufe aus Oktav-Doppelgriffen in den Jazz eingeführt.[13] Dabei werden Tonbewegungen mit dem ganzen linken Arm ausgeführt, insofern ist auch hier Reinhardts Behinderung kein Nachteil. Ein weiterer für oktavierte Läufe bekannter Jazzmusiker ist Wes Montgomery, da dieser aber die Saiten mit dem Daumen anschlägt, klingen sie bei ihm sehr viel sanfter als bei Plektrum-Spieler Reinhardt.
  • Ein weiteres Markenzeichen Reinhardts ist das Tremolo-Picking, das in einer schnellen Auf- und Abwärtsbewegung der Anschlagshand besteht. Reinhardt setzt diese Technik sowohl bei Akkorden als auch bei Single Notes ein[15]. Letzteres realisierte Reinhardt meist als schnellen chromatischen Lauf, indem er synchron zur Bewegung der rechten Hand mit der linken über das Griffbrett rutschte („Tremolo-Glissando“).[13] Auch dies ist wiederum eine Technik, bei der die Verkrüppelung seiner linken Hand keine Behinderung darstellt.

Einen guten Eindruck von Django Reinhardts technischen Fähigkeiten bzw. seiner Virtuosität vermittelt die 1937 aufgenommene Improvisation No. 1[16], eine Improvisation für Sologitarre.

Obwohl Django selbst keine Noten lesen konnte, komponierte er – teils in Zusammenarbeit mit Grappelli – eine Reihe von Stücken, die zu Jazzstandards wurden: etwa Nuages, Daphné, Manoir de mes rêves oder Minor Swing. Auch heute noch wird seine Musik von zahlreichen Sinti und Nicht-Zigeunern gehört und gespielt. Das von John Lewis komponierte Stück Django des Modern Jazz Quartet ist eine Hommage an Django Reinhardt. (Die ersten Takte von Django sind dem Anfang von Django Reinhardts Improvisation No. 5 entlehnt.)

Akustische Gitarren

Reinhardt verwendete bis 1947 vorwiegend von dem italienischen Gitarrenbauer Mario Maccaferri konstruierten Gitarren[17] der französischen Firma Selmer. Diese Gitarren zeichnen sich auch dank eines zusätzlich eingebauten Resonanzkörpers im Inneren durch eine große Lautstärke aus. Nachdem Maccaferri Selmer 1933 verlassen hatte, wurden die Gitarren in einigen Details verändert: Der zusätzliche Resonanzkörper wurde weggelassen und der Übergang zwischen Korpus und Hals wird von dem 12. auf den 14. Bund verschoben. Außerdem war das - bisher D-förmige ("grande bouche") - Schallloch nunmehr oval ("petite bouche"). Diese modifizierte Maccaferri-Konstruktion wurde zu Reinhardts Hauptinstrument. Ab 1947 spielte er vorwiegend elektrisch verstärkt, nahm aber verschiedentlich noch mit seiner unverstärkten Selmer auf, so anlässlich einer Session 1947 mit Stéphane Grappelli und - wieder mit Grappelli und einer italienischen Rhythmusgruppe - 1949 in Rom.[18]

Django Reinhardts letzte Selmer-Gitarre - ein Modell von 1940 mit der Seriennummer 503 - befindet sich inzwischen in der Médiathèque der Cité de la Musique in Paris.

Die Archtop, die Django Reinhardt auf den berühmten Fotos[19] von William P. Gottlieb spielt, ist eine unverstärkte schwedische Levin Deluxe, die Fred Guy, dem damaligen Gitarristen des Duke Ellington Orchestra gehörte.

Elektrische Gitarren

Nach seiner US-Tournee, auf der er (ob erstmals, ist nicht ganz sicher)[20] verschiedene elektrisch verstärkte Archtops benutzt hat, spielt Django Reinhardt ab 1947 hauptsächlich elektrisch verstärkt. An Gitarren ist hier vor allem seine Epiphone "Zephyr" mit der Seriennummer 3442 zu erwähnen, die er aus den USA mit nach Frankreich gebracht hatte (dem amerikanischen Gitarristen Joe Sinacore zufolge[21] hat er sie von Epiphone geschenkt bekommen). Diese Epiphone "Zephyr" wurde 1967 von Babik Reinhardt, Djangos zweitem Sohn, dem amerikanischen Gitarristen Fred Sharp geschenkt, der sie restaurierte und teilweise umbaute (u. a. Cutaway).

Neben der Epiphone ist Django Reinhardt auf Fotos mit folgenden elektrisch verstärkten Archtops zu sehen:

  • Gretsch Synchromatic 400, die dem amerikanischen Gitarristen Artie Narvaez von Artie Shaw Orchestra gehörte
  • Gibson ES-300
  • einer Archtop der (Schweizer?) Marke "RIO"
  • einer italienischen Mogar mit Pick-up (bei den Sessions in Rom 1950)[22]

Daneben spielte Django Reinhardt seine akustische Selmer Modell 807 teilweise mit einem Stimer-Pick-up.

Als Verstärker benutzte Django Reinhardt Fotos nach zu schließen

  • einen Stimer M10-Verstärker
  • einen Electar-Verstärker von Epiphone
  • einen Gibson EH150-Verstärker (Club St. Germain)

Im Film

Gedenktafel für Django Reinhardt in Samois-sur-Seine

Sergio Corbucci hat den Titelhelden seines Italo-Westerns Django nach Reinhardt benannt.[23]

Im Film Swing Kids ist Django Reinhardt eines der großen Vorbilder der Protagonisten. Nach der Verstümmelung seiner Hand durch die Nationalsozialisten bringt sich der Jugendliche Arvid, angespornt durch sein Idol, das dreifingrige Spiel bei.

In dem Film Sweet and Lowdown (1999) von Woody Allen ist Django Reinhardt das Idol der Hauptfigur, des fiktiven Jazzgitarristen Emmett Ray. Reinhardt tritt in dem Film nur kurz in einer Szene auf, verkörpert vom Schauspieler Michael Sprague.

Der Zeichentrickfilm Das große Rennen von Belleville (2003) beginnt mit einer musikalischen Szene mit Bühnenauftritten von Fred Astaire, Josephine Baker und Django Reinhardt (alle drei in gezeichneter Form).

Der 2008 entstandene Dokumentarfilm Djangos Erben[24] von Suzan Şekerci über die Nachfahren Reinhardts wurde 2009 bei den Grimme-Preisen ausgezeichnet.

Reinhardt und Duke Ellington im November 1946. Foto: William P. Gottlieb.

Literatur

  • Charles Delaunay: Django Reinhardt: Souvenirs. Paris 1954
  • Michael Dregni: Django. The Life and Music of a Gypsy Legend. Oxford University Press; Oxford, New York 2004 (engl.)
  • Michael Dregni: Django Reinhardt and the Illustrated History of Gypsy Jazz. Speck Press, Denver 2006 (engl.)
  • Patrick Williams: Django Reinhardt. Editions Parenthèses, Marseille 1998 (franz.)
  • Francois Billard: Django Reinhardt. Un géant sur son nuage. Lieu Commun, Paris 1993 (franz.)
  • Roger Spautz: Django Reinhardt. Mythos und Realität. RTL Edition, Luxemburg 1983
  • Dietrich Schulz-Köhn: Django Reinhardt. Ein Porträt. Pegasus Verlag, Wetzlar 1960
  • Alexander Schmitz, Peter Maier: Django Reinhardt. Sein Leben Seine Musik Seine Schallplatten. Oreos Verlag (Collection Jazz), Gauting-Buchendorf 1985
  • Paul Vernon: Jean 'Django' Reinhardt: a contextual bio-discography 1910-1953. Ashgate Publishing Limited, Hampshire 2003. (Dieses Buch gibt es auch bei Google Books.)

Weblinks

 Commons: Django Reinhardt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Michael Dregni gibt als Djangos Vater einen gewissen Jean-Eugène Weiss an, der in Djangos Geburtsurkunde jedoch mit "J B Reinhard" unterschrieb. Dregni erklärt das damit, dass Djangos Vater von französischen Gendarmen gesucht wurde und seine wahre Identität verschleiern wollte. Djangos Mutter war Laurence „Négros“ Reinhardt.
  2. Als Rhythmusgitarristen spielten zumindest bei Plattenaufnahmen anstelle von Joseph Reinhardt bzw. Pierre „Baro“ Ferret zeitweise auch Eugène Vées bzw. Marcel Bianchi mit.
  3. Dietrich Schulz-Köhn in Klaus Wolbers (Hrsg.) Thats Jazz, Darmstadt 1988, S. 335ff. Der Autor hielt auch während des Krieges Kontakt zum mit ihm befreundeten Gründer des Hot Club de France, Charles Delaunay.
  4. Django in the USA - & Canada (Ontario) 29th Oct - 21st Dec 1946 bei Paul Vernon Chester.
  5. Obwohl immer wieder zu lesen ist, dass diese Tournee ein Misserfolg war, weist Michael Dregni überzeugend nach, dass die Tournee sowohl beim Publikum als auch bei der Presse ein Erfolg war.
  6. Red, Ride, Red (Tiger Rag), A Blues Riff, Improvisation No. 2 und Honeysuckle Rose
  7. Radiodiffusion-Télévision Française; bis 1949 noch RDF.
  8. Louise, Django's Dream (Rêverie), Swingtime in Springtime u. a.
  9. Dinette, Symphonie, Saint Louis Blues u. a.
  10. Version bei YouTube. Django Reinhardt hat mit diesem Orchester noch eine zweite Version des Troublant Boléro eingespielt; diese wurde auf VOGUE 406505 veröffentlicht.
  11. Festival Django Reinhardt
  12. http://www.umbriajazz.com/MEDIACENTER/FE/media/trio-reinhardt-manetti-et-echepuig.html
  13. a b c fgmrecords.com: Django's Playing.
  14. about-django.com: Klangbeispiel aus „Swing for Ninine“, (.mp3).
  15. about-django.com: Klangbeispiel „Mystery Pacific“, (.mp3)
  16. siehe das entsprechende Video bei YouTube
  17. http://www.rfcharle.com/HTML/PlanSelmerA.html
  18. Für Details siehe Django in Rome.
  19. Photographs from the Golden Age of Jazz; siehe unter "Django Reinhardt"
  20. Michael Dregni zufolge benutzte Joseph Reinhardt bereits 1946 einen Stimer-Pick-up
  21. s. Artikel auf der Website von Paul Vernon Chester
  22. Django in Rome
  23. arte.tv: Django
  24. siehe den Artikel "Dokumentarfilm am Montag: Djangos Erben"

Siehe auch


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