Althusser

Althusser

Louis Althusser (* 16. Oktober 1918 in Birmandreis bei Algier, Algerien; † 22. Oktober 1990 in Paris) war ein französischer Philosoph. Er gilt als einer der einflussreichsten europäischen marxistischen Philosophen der 1960er und 1970er Jahre. Althusser war Lehrer von Michel Foucault, Jacques Derrida, Nicos Poulantzas, Bernard-Henri Lévy, Jacques Rancière und Étienne Balibar.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend

Das Leben Althussers ist durch seine Autobiographie Die Zukunft hat Zeit (L’avenir dure longtemps) ziemlich genau bekannt. Dieses Werk ist etwas selbstverliebt geschrieben, scheint aber in den wesentlichen Punkten zu stimmen. Genaugenommen hat Althusser schon in den 1970er Jahren eine unvollständige Biographie geschrieben (Die Tatsachen/Les faits). Darin beschreibt Althusser, wie er im Norden des damals französischen Algeriens aufwuchs. Er schildert die gebirgige Landschaft, die politische Situation des Landes (aufständische Stämme) und die Spannungen in seiner Familie. Sein Vater war Bankier und wird als autoritär und der Erziehung gegenüber gleichgültig beschrieben, seine Mutter erscheint als frustriert und besitzergreifend. Sie wollte vor dem Ersten Weltkrieg den Bruder seines Vaters heiraten, doch dieser starb an der Front. Althusser wirft seiner Mutter vor, ihn als Ersatzpartner für ihren verstorbenen Ehemann in spe genommen zu haben. Er schildert sie als sehr bürgerlich-katholisch.

Aus beruflichen Gründen zog die Familie dann nach Lyon um, wo Althusser auf das konservative Lycée du Parc ging, das immer noch existiert. Dort bewegte er sich in einem katholischen, monarchistischen und antisemitischen Milieu, das er zunächst unterstützte. In dieser Zeit startete er erste Versuche eines politischen Engagements, allerdings noch auf konservativ-katholischer Seite. Althusser versuchte damit, seine körperliche Schwäche und seine fehlende Durchsetzungsfähigkeit zu kompensieren. Er beschreibt auch, wie genau einige Lehrer vor der Bedrohung durch Hitler warnten und die Kollaboration des französischen Bürgertums im Falle eines deutschen Sieges voraussagten.

Dann begann der kurze Krieg gegen Deutschland, in dem Althusser in Gefangenschaft geriet und anschließend in der Saarpfalz interniert wurde. Für ihn war das aber seltsamerweise eine Befreiung von der Enge der Familie und der Schule.

Studium und Politisierung

Nach dem Krieg studierte er gegen den Willen seines Vaters Philosophie an der École normale supérieure und lernte seine Frau Hélène Rytman (Légotien) kennen. Nach einer kurzen politischen Orientierungsphase entschied er sich für den Kommunismus und trat der Kommunistischen Partei Frankreichs (KPF) bei – möglicherweise durch den Einfluss seiner Frau. Althusser entschied sich beruflich für eine Universitätslaufbahn.

Seine künftige Entwicklung steht mit seiner unten beschriebenen Theoriebildung in engem Zusammenhang. In den 1950er Jahren betätigte er sich als Stalinist und bekämpfte reformistische Bestrebungen in der KPF. Im Zuge der 68er-Bewegung und des Pariser Mai hoffte er auf die Revolution, deren Scheitern ihn noch längere Zeit danach beschäftigte. Er hielt einen Umsturz gegen Charles de Gaulle und den Staat für greifbar nahe. Einer seiner wichtigsten Weggefährten war Étienne Balibar, andere Schüler waren Michel Foucault, Nicos Poulantzas und Bernard-Henri Lévy. In der damaligen Zeit erschienen auch seine Werke Für Marx und Das Kapital lesen. Althusser ging davon aus, dass es in Marxens Werken einen „epistemologischen Bruch“ zwischen dem frühen und dem reiferen Karl Marx gebe. Diese These wurde aber von vielen Kritikern (z. B. Raymond Aron) angezweifelt. Gleichzeitig unterzog er Marx einer ahistorischen, strukturellen Betrachtung, man kann ihn aber nur bedingt den damaligen Strukturalisten zuordnen.

In den 1970ern ging Althusser zur KPF zunehmend auf Distanz, was er auch in einigen Zeitungsinterviews klarmachte. Dieser Wandlungsprozess war vermutlich auch (wieder) durch seine Frau beeinflusst, die selbst aus der KPF austrat. Gleichzeitig nahm Althusser einen neues Theoriefeld auf. Er entwickelte eine Theorie der „Ideologischen Staatsapparate“ (ISA) und untersuchte darin genauer, wie in Familie, Schule und Kirche das Bewusstsein der Menschen ideologisch geformt wird. Er sah diese ISA als notwendige Ergänzung zu den Repressiven Staatsapparaten (RSA) wie Polizei, Militär und Geheimdiensten an. Die ISA seien nicht nur im ideologischen Überbau lokalisiert, sondern haben auch eine Verankerung in der materiellen Basis.

Psychische Probleme und Mord an seiner Frau

Althusser beschreibt in seiner Autobiographie aber auch seine zahlreichen persönlichen Krisen. Er zeigt auf, wie er, beginnend mit seinen familiären Konflikten und verstärkt seit den 1940er Jahren, psychische Störungen entwickelt. Streckenweise liest sich seine Autobiographie nicht nur wie ein Querschnitt durch die Entwicklung der französischen Bourgeoisie des 20. Jahrhunderts, sondern auch durch die Entwicklung der Psychiatrie und der Psychopharmaka. Althusser musste sich immer wieder gegen regelmäßig wiederkehrende depressive Schübe behandeln lassen. Er bekam Medikamente und Elektroschocks und musste seine Arbeit wiederholt unterbrechen. Dazwischen bekam er manische Arbeitsanfälle.

Am 16. November 1980 erdrosselte Althusser seine Ehefrau Hélène Rytman. Er hatte seit seiner NS-Kriegsgefangenschaft in den 1940er Jahren an manisch-depressiven Störungen gelitten. Die Umstände des Vorfalls sind nicht völlig klar: Einige vertreten die Ansicht, der Mord sei vorsätzlich gewesen, andere meinen, es handelte sich um einen Unfall. Althusser selbst konnte sich an das Ereignis nicht erinnern. Er wurde nicht verurteilt, aber bis 1983 in der geschlossenen psychiatrischen Anstalt des Sainte-Anne-Krankenhauses untergebracht.

Spätwerk

Althusser nutzte die Zeit nach der Entlassung, seine Autobiographie zu schreiben, die aber erst aus seinem Nachlass veröffentlicht wurde. Sie reicht vom ausgehenden Ersten Weltkrieg bis zur (damaligen) Gegenwart. Er bewertet darin zum Schluss auch die Sowjetunion: Die Politik der Sowjetunion sei weitgehend nachvollziehbar gewesen und er zeigt sich überzeugt, dass die Reformpolitik Michail Gorbatschows die von ihm als überschaubar bewerteten Systemschwächen überwinden könne. Den Zusammenbruch des Realsozialismus 1989/90 konnte er nicht mehr genau analysieren, weil er 1990 starb.

Neben seiner Autobiographie gehören zu seinem Spätwerk nach dem Tod seiner Frau noch einige Essays, z. B. über den „aleatorischen Materialismus“. Antonio Negri hat dieses Thema dann später aufgegriffen. Althusser untersucht darin die Bedeutung des Zufalls (lat. „alea“ = Würfel) für materielle Prozesse und geht in seiner Untersuchung bis auf Rousseau, Hobbes, Spinoza und Machiavelli zurück, mit denen er sich schon zu Beginn seiner philosophischen Laufbahn beschäftigt hat.

Theorie

Althusser, der unter anderem von der Psychoanalyse Jacques Lacans, von der politischen Theorie Antonio Gramscis, von der Philosophie Spinozas sowie von der Epistemologie Gaston Bachelards beeinflusst war, unterzog das Werk von Karl Marx einer strukturalistischen Analyse.

Althusser spielte in den marxistischen Diskussionen Frankreichs, Italiens und Lateinamerikas eine wichtige Rolle, doch in der DDR und BRD blieb Althusser die Anerkennung weitgehend verwehrt. Auch wenn er zwischendurch immer wieder in Vergessenheit zu geraten scheint, beeinflusst Althussers Denken wichtige Debatten. In den vergangenen Jahren integrierten zum Beispiel Judith Butler und Slavoj Žižek Althussers Begriff „Anrufung“ („Interpellation“) in ihre Subjekt-, Ideologie- und Gesellschaftstheorie. Die postmarxistischen Theoretiker Ernesto Laclau und Chantal Mouffe greifen außerdem seine Verwendung des psychoanalytischen Begriffs der Überdeterminierung auf. Elemente sind dann überdeterminiert, wenn sie nicht auf eine einfache Ursache zurückzuführen sind oder eine eindeutige Bedeutung haben, sondern sich aus mehreren Quellen speisen und sich gegenseitig beeinflussen.

Für Althusser gründen dialektischer wie historischer Materialismus auf dem Prinzip des Vorrangs der Arten von Praxis. Alle Ebenen der sozialen Existenz sind verschiedene Praxen. Praxis bedeutet die Transformation eines (politischen, symbolischen, ökonomischen, 'natürlichen') Ausgangsmaterials durch bestimmte Akteure, welche in einem spezifischen Kontext bestimmte (politische, symbolische, ökonomische, …) Produkte herstellen. Sie ist immer das determinierende Moment im Produktionsprozess. Althusser unterscheidet mehrere Arten von Praxis: theoretisch-wissenschaftliche, politische, ideologische und ökonomische. Die Konfiguration aller Praxisformen bildet die jeweilige Gesellschaftsformation. Die Akteure sind die in Klassen situierten und organisierten Menschen, die im Kontext historisch spezifischer Produktionsverhältnisse sowie politischer und ideologischer Verhältnisse agieren, so Althusser in Das Kapital lesen. Wissenschaften versuchen, theoretische Ideologien in (wissenschaftliches) Wissen zu transformieren.

Ideologie und Ideologische Staatsapparate (ISA)

Althusser greift in seinem programmatischen Aufsatz Ideologie und ideologische Staatsapparate die Frage auf, wie sich die kapitalistischen Produktionsverhältnisse in den (Alltags-) Ideologien der Subjekte reproduzieren. Er entwickelt in seinem Text die These, dass im Kapitalismus die Wiederherstellung der Arbeitskraft auch ideologisch geleistet werden müsse. Diese geschehe jedoch nicht nur durch das vom Überbau vermittelte falsche Klassenbewusstsein, sondern habe dort auch eine eigene materielle Existenz.

Als Grundlage für seine Betrachtungen nimmt Althusser differenzierende begriffliche Unterscheidung des basalen Überbauschemas von Karl Marx vor. Althusser unterscheidet in einem ersten Schritt zwischen den beiden Instanzen Staatsmacht und Staatsapparat. Als Staatsapparat wurden von Marx die rechtlichen und politischen Einrichtungen des Staates bezeichnet. Staatsmacht und Staatsapparat sind nach Althusser relativ autonom voneinander zu denken d. h. der Besitz der Staatsmacht schließt nicht gleichzeitig bzw. notwendigerweise Besitz und die direkte Kontrolle des Staatsapparats ein. In einem weiteren Schritt differenziert er zwischen repressiven und ideologischen Staatsapparaten (RSA und ISA). Der RSA umfasst alle Institutionen, die auf die ein oder andere Weise „durch Gewalt funktionieren“[1] - dabei ist nicht nur physische Gewalt gemeint. Die ISA (z.B. Familie, Schule, Kirche) hingegen wirken, wie der Name andeutet, primär durch Ideologie; können ggf. aber in zweiter Linie auch auf repressive Basis Rückbezug nehmen. Diese Unterscheidung ist idealtypisch zu verstehen, da es zwar keine reinen „Apparate“ gibt, aber i. d. R. eine dominierende Funktionsweise anzutreffen ist. Das Ziel der ISA ist es die obligatorische Ideologie der Herrschenden Klasse in den Menschen zu verankern und ihr Weltbild der Ideologie entsprechend zu formen.

Die Macht der ideologischen Staatsapparate wirke durch aufgezwungene Rituale und durch die Anrufung der Subjekte durch Institutionen des großen Anderen (Jacques Lacan), beispielsweise Partei, Nation und Gott. Ideologie sei nicht einfach nur repressiv, sondern gebe den Individuen die Möglichkeit, sich als Subjekt innerhalb einer Gesellschaft zu konstituieren – wenn auch ideologisch als Verkennung der tatsächlichen (Klassen-)Position. Ideologie sei nach Althusser nicht nur 'Manipulation', sondern konstituiere überhaupt erst Subjekte – und diese verstünden sich trotz bzw. wegen ihrer Unterwerfungen als frei.

Althussers Schüler Michel Foucault konnte hieran anknüpfend seine Theorie des Diskurses (vgl. Diskursanalyse) und eine eigene Theorie der Macht entwickeln, die ähnlich der Ideologie bei Althusser auch materielle, d. h. körperliche und institutionelle Effekte produziere.

Zitate über Althusser

Slavoj Žižek nannte ihn einmal einen „verschwindenden Vermittler“ zwischen marxistischer Tradition und den neuen, um „Entunterwerfung“ kämpfenden sozialen Bewegungen und ihrem theoretischen Pendant, für das die Bezeichnung „Poststrukturalismus“ gebräuchlich sei. Althusser habe dafür gestritten, dass „der Marxismus endlich beginnt, sich zu erkennen, wie er ist, und sich verändern wird“. In der in künftigen Klassenkämpfen anstehenden Transformation des Marxismus werde Althusser selbst vermutlich so etwas wie eine „abwesende Ursache“ sein, anwesend in den Wirkungen der Herausbildung einer neuen revolutionären Theorie und Praxis, die das Erbe von Marx und Lenin aus der episteme des neunzehnten Jahrhunderts löse, um es in einen Bezugsrahmen einzubinden, der die Gesamtheit der Unterwerfungen, Einsperrungen und Disziplinierungen, die die Arbeitskraft als Ware konstituierten, an den Wurzeln packe.

Henning Böke schreibt: „Althussers bleibende Leistung als marxistischer Philosoph, der den revolutionären Marxismus immer als eine Art ‚Gegen-Marxismus‘ begriff, ist die, dass er, wohl ohne es selbst zu wissen, als Erster systematisch innerhalb des Marxismus jenen Paradigmenwechsel vollzogen hat, den als linguistic turn zu bezeichnen sich eingebürgert hat, indem er das aus der klassischen Philosophie überkommene Subjekt-Objekt-Paradigma durch ein diskursanalytisches ersetzte.“

Siehe auch

Werke (Auswahl)

  • Für Marx. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1968 (Original: Pour Marx. 1965)
  • Mit Etienne Balibar: Das Kapital lesen. Hamburg: Rowohlt 1972 (Original: Lire le Capital. Warnung: die deutsche Übersetzung ist sehr schlecht und oft missverständlich!)
  • Elemente der Selbstkritik, Westberlin 1975
  • Ideologie und ideologische Staatsapparate. Aufsätze zur marxistischen Theorie. Hamburg/Westberlin: VSA 1977. Darin v.a. der Aufsatz Ideologie und ideologische Staatsapparate (1970), auch als pdf in anderer Übersetzung
  • Die Krise des Marxismus. Hamburg/Westberlin: VSA 1978
  • Philosophie und spontane Philosophie der Wissenschaftler (Schriften Band 4), Hamburg: Argument 1985
  • Machiavelli. Montesquieu. Rousseau. (Schriften Band 2) Hamburg: Argument 1987
  • Écrits philosophiques et politiques. Tome I et II. Paris 1994 und 1995.
  • Die Zukunft hat Zeit. Hamburg: Fischer (Original: L´avenir dure longtemps. geschrieben 1985, veröffentlicht 1992)

Literatur

  • Henning Böke/Jens Christian Müller/Sebastian Reinfeldt (Hrsg.): Denk-Prozesse nach Althusser. Hamburg: Argument 1994
  • Isolde Charim: Der Althusser-Effekt. Entwurf einer Ideologietheorie. Wien: Passagen 2002
  • Thomas Lemke: Konturen einer „Nicht-Philosophie“. Zur Neuaneignung des marxistischen Philosophen Louis Althusser., in: Das Argument, Nr. 223, 1997, auch online
  • Robert Pfaller: Althusser. Das Schweigen im Text. München: Fink 1997
  • Tobias Bevc: Louis Althusser. In: Gisela Riescher (Hg.): Politische Theorie der Gegenwart in Einzeldarstellungen von Adorno bis Young. Stuttgart 2004. S. 8-11.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Louis Althusser (1977): Ideologie und ideologische Staatsapparate. Aufsätze zur marxistischen Theorie. S. xxx

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