Nammen

Nammen
Nammen
Koordinaten: 52° 15′ N, 9° 0′ O52.2508333333338.994722222222276Koordinaten: 52° 15′ 3″ N, 8° 59′ 41″ O
Höhe: 76 m ü. NN
Fläche: 9,12 km²
Einwohner: 2.410 (31. Dez. 2005)
Eingemeindung: 1. Jan. 1973
Postleitzahl: 32457
Vorwahl: 0571
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Lage von Nammen in Porta Westfalica

Nammen (früher auch Nammen an der Porta) ist ein Ortsteil im Nordosten des Gebietes der Stadt Porta Westfalica im Kreis Minden-Lübbecke.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Stadtteil liegt nördlich des Wesergebirges. Im Osten grenzt Nammen an Wülpke, im Norden an den Stadtteil Röcke der Stadt Bückeburg im Landkreis Schaumburg, (Niedersachsen), im Westen an den Stadtteil Lerbeck sowie den Stadtteil Meißen der Stadt Minden und im Süden an Hausberge und Lohfeld.

Geschichte

Erstmalig wurde Nammen 1270 unter dem Namen "Namnen" in einer Urkunde namentlich erwähnt. Mindestens seit 1650 gab es eine Schule in Nammen.[1] Nammen hatte nie eine eigene Pfarrkirche und gehörte ursprünglich zum Kirchspiel Petzen in der Grafschaft Schaumburg, obwohl Nammen zum Fürstentum Minden gehörte.[2] Nachdem das Fürstentum und mit ihm Nammen brandenburgisch geworden war, wurden neue Hofstellen nach dem brandenburgischen Lerbeck eingepfarrt, während die alten bei Petzen blieben, was im Hinblick auf die Abgaben umstritten war. Erst am 1. April 1911 wurden die bis dahin zu Petzen gehörenden Nammer endgültig nach Lerbeck umgepfarrt nach Aufrechnung des Kapitalvermögens und der Schulden.

Im Wesergebirge gibt es die ehemalige Wallburg Nammer Lager, die nach dem Ortsteil benannt worden ist.

Bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1973 war Nammen eine selbstständige Gemeinde mit einer Gesamtfläche von rund 9,12 km² sowie 2.416 Einwohnern.[3] Sie gehörte zum Amt Hausberge im Kreis Minden.

Nammen bildet den Bezirksausschuss IV der Stadt Porta Westfalica. Vorsitzender ist Michael Ritterbusch.

Am 31. Dezember 2005 hatte Nammen 2.410 Einwohner.

Laurentius-Kapelle Nammen

Sehenswürdigkeiten

Ein Wahrzeichen des Stadtteiles ist die Laurentius-Kapelle. Die Kapelle wurde 1523 neu errichtet. 1654 wurde die heutige alte Glocke (mit einem Seilzug für den Handbetrieb) eingebaut. Eine weitere Glocke mit automatischem Antrieb wurde 1986 installiert. In den Jahren 1811, 1837, 1927, 1958, 1985 und 1995 wurde St. Laurentius renoviert.

Entlang der Nordhänge des Wiehen- und Wesergebirges gab es zahlreiche Kalkbrennereien. Auch in Nammen gab es zahlreiche Kalköfen. Die letzten wurden 1965 aufgegeben. Der Ofen Timmerberg ist als Baudenkmal renoviert worden.

Der Nammer Wald lädt zum Wandern ein. Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts befand sich hier "Bad Nammen", eine Gaststätte mit Badebetrieb.

Im Wesergebirge befindet sich das Naturschutzgebiet Nammer Klippen.

Sonstiges

Nammen liegt an der Kleinbahnstrecke Minden - Kleinenbremen. Nahe der Durchgangsstraße und dem Anschluss nach Kleinenbremen befindet sich neben Wohnhäusern ein Gewerbegebiet.

Einzelnachweise

  1. Walter Meier: Die Schule in Nammen. ein Beitrag zur Ortsgeschichte. Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 61 (1989), S. 105-118.
  2. Walter Meier: Die Umpfarrung des Dorfes Nammen von Petzen nach Lerbeck. Ein Beitrag zur Minden-Schaumburger Kirchengeschichte. Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 59 (1987), S. 103-109.
  3. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.

Weblinks

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