- Birkenfeld (Württemberg)
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Wappen Deutschlandkarte 48.8697222222228.6361111111111352Koordinaten: 48° 52′ N, 8° 38′ OBasisdaten Bundesland: Baden-Württemberg Regierungsbezirk: Karlsruhe Landkreis: Enzkreis Höhe: 352 m ü. NN Fläche: 19,04 km² Einwohner: 10.600 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 557 Einwohner je km² Postleitzahl: 75217 Vorwahl: 07231 Kfz-Kennzeichen: PF Gemeindeschlüssel: 08 2 36 004 Adresse der
Gemeindeverwaltung:Marktplatz 6
75217 BirkenfeldWebpräsenz: Bürgermeister: Martin Steiner Lage der Gemeinde Birkenfeld im Enzkreis Birkenfeld ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis
Geografie
Birkenfeld liegt im Enztal in 260 bis 352 Meter Höhe, etwa sieben Kilometer von Pforzheim entfernt.
Gemeindegliederung
Zur Gemeinde Birkenfeld gehört die ehemalige Gemeinde Gräfenhausen. Zur Gemeinde Birkenfeld in den Grenzen von vor der Gemeindereform in den 1970er Jahren gehören das Dorf Birkenfeld und die Häuser Haltepunkt Engelsbrand. Zur ehemaligen Gemeinde Gräfenhausen gehören die Dörfer Gräfenhausen und Obernhausen, die beide zusammengewachsen sind.[2]
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Birkenfeld: Pforzheim, Keltern, Straubenhardt, Neuenbürg und Engelsbrand.
Geschichte
Die erste durch Gräberfunde nachgewiesene Besiedlung Birkenfelds reicht auf das Jahr 400 v. Chr. zurück. Die damaligen Siedler waren Kelten. Um das Jahr 100 n. Chr. gehörte die Gegend um Birkenfeld zum römischen Herrschaftsbereich. In dieser Zeit wurde ein römischen Gutshof errichtet. Ab dem Jahr 500 würde Birkenfeld schließlich durchgängig von Alemannen und später Franken besiedelt.
Birkenfeld wird erstmals 1302 urkundlich erwähnt. Seit 1322 gehörte Birkenfeld zu Württemberg. Im selben Jahr wird erstmals das Vorhandensein einer Mühle dokumentiert. Im Jahre 1566 wurde die erste Schule im Ort errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wird Birkenfeld zwar nicht zerstört, aber doch mehrfach geplündert. 1856 eröffnete der erste Industriebetrieb, ein Zweigwerk der Sensenfabrik Neuenbürg. Mit der Eröffnung der Enztalbahn 1886 und des Bahnhofs Birkenfeld wurde die Gemeinde verkehrstechnisch an Pforzheim angeschlossen
Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Gräfenhausen nach Birkenfeld eingemeindet.
Religion
Bis 1490 gehörte Birkenfeld zur Pfarrei Brötzingen und erhielt später eine eigene Kirche. 1828 wurde eine neue Kirche erbaut.
Bevölkerungsentwicklung
- 1825: 928
- 1910: 3.215
- 2005: 10.610
- 2009: 10.510
Ortsteile
Gräfenhausen
Gräfenhausen ist älter als Birkenfeld. Schon um 1100 hatte es eine eigene Kirche. Ursprünglich straubenhardtisch, kam der Ort 1422 unter württembergische Herrschaft. Anfang der 1970er Jahre wurde Gräfenhausen mit Obernhausen nach Birkenfeld eingemeindet.
Obernhausen
Obernhausen ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Birkenfeld. In Obernhausen gibt es einen Faustballplatz und eine historische, gut erhaltene Kelter.
Politik
Bürgermeister
- 1824 bis 1839: Christian Dittus[3]
- …
- 1945 bis 1955: Paul Aymar
- 1955 bis 1987: Hermann Gross (SPD)[3][4]
- 1987 bis 31. Juli 2011: Reiner Herrmann (FW)
- seit 1. August 2011: Martin Steiner (CDU)[5]
Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte zu folgendem Ergebnis:[6]
Parteien und Wählergemeinschaften %
2009Sitze
2009%
2004Sitze
2004%
1999Sitze
1999CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 37,2 9 36,9 8 31,3 7 UWB Unabhängige Wählerschaft Birkenfeld 24,5 5 25,5 6 32,8 7 SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 19,8 4 25,7 6 26,3 5 UGLB Unabhängige Grüne Liste Birkenfeld 18,6 4 11,9 2 9,6 2 gesamt 100,0 22 100,0 22 100,0 21 Wahlbeteiligung 49,0 % 51,7 % Wappen
Das Wappen der Gemeinde Birkenfeld seit dem 27. Dezember 1979 führt wurde aus Teilen der Wappen der davor eigenständigen Gemeinden Birkenfeld und Gräfenhausen gebildet. Die drei Eicheln stehen heute symbolisch für die drei Ortsteile Birkenfeld, Gräfenhausen und Obernhausen.
In der Urkunde zur Verleihung ist es so beschrieben: Unter blauem Schildhaupt, worin eine durchgehende, viergliedrige goldene Kette beheftet mit einem quadratischen, auf die Spitze gestellten, golden bordierten roten Edelstein, in Gold ein zweiblättriger grüner Eichenzweig mit drei grünen Eicheln.
Im Wappen der vormals eigenständigen Gemeinde Birkenfeld weist ein auf die Spitze gestellter Rubin auf den Stellenwert der Schmuckindustrie hin. Der abgebildete Pflugschar symbolisiert die Bedeutung der damals noch wichtigen Landwirtschaft. Das Wappen der vormals eigenständigen Gemeinde Gräfenhausen bildet drei Eicheln ab. Über die Bedeutung ist nichts bekannt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Hauptwirtschaftszweig ist die Schmuck- und Uhrenindustrie. Daneben hat sich auch die Metallbe- und verarbeitung, Elektronik- und Präzisionswerkzeugebau, sowie die Galvanikindustrie etabliert. In der Gemeinde gibt es aktuell drei Gewerbegebiete: das Gewerbegebiet Oberes Enztal, das Gewerbegebiet Nord und das Gewerbegebiet West im Ortsteil Gräfenhausen. Des Weiteren wird zur Zeit - zusammen mit der Gemeinde - das interkommunale Gewerbegebiet Dammfeld angelegt.
Verkehr
Seit 1868 ist Birkenfeld an die Enztalbahn (Pforzheim - Bad Wildbad) und damit an das Schienennetz angeschlossen. Der ÖPNV auf dieser Strecke wird vom Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis organisiert. Daneben gibt es noch zeilreiche Buslininen, welche von Pforzheim aus durch die Gemeinde fahren. Es fahren die Linen 708 (Langenalb/Ittersbach), 712 (Birkenfeld), 716 (Bad Herrenalb), 717 (Langenalb/Ittersbach) und 718 (Pfinzweiler) durch die Gemeinde.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kultur
Seit 1981 finden bei der Veranstaltungsreihe Musik aus Dresden Begegnungen mit Künstlern aus dem sächsischen Raum statt. Jährlich fünf Veranstaltungen verschiedenster Ausrichtung wie Jazz, Kabarett, Liederabende, Kammermusik oder Kirchenkonzerte, an so unterschiedlichen Orten wie z. B. in der Kirche oder im Autohaus, locken Konzertbesucher weit über den Enzkreis hinaus nach Birkenfeld.
Bauwerke
- historisches Rathaus in Birkenfeld von 1584
- alte Kelter von 1583
- Michaeliskirche von 1108
Sport und Freizeit
Freizeitangebot
Durch die Lage am nördlichen Schwarzwaldrand ist Birkenfeld Ausgangspunkt für Wanderungen und Mountainbike-Touren. Birkenfeld liegt am Beginn des Westwegs von Pforzheim nach Basel und damit auch am Europäischen Fernwanderweg E1.
Sporteinrichtungen
- Erlach-Stadion (Fußballstadion mit Kampfbahn Typ B, Rasen- und Hartplatz)
- Schwarzwaldhalle
- Sixthalle Gräfenhausen
- Turnhalle Friedrich-Silcher-Schule
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- seit 1970: Paul Aymar (1890–1977), Gemeinderat 1928–1933 und Bürgermeister 1945–1955[7]
- seit 1987: Hermann Gross (1919–2005), Bürgermeister 1955–1987 und Mitglied des Landtags 1960–1976[8][9][10]
- seit 1991: Hans Haag (1929–1998), evangelischer Pfarrer 1966–1991[11]
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Johann Abraham Sixt, Komponist (1757−1797), geboren in Gräfenhausen
- René Weller, ehemaliger Boxweltmeister im Superfedergewicht, wohnhaft ehemals in Gräfenhausen
- Harry Wörz, Justizopfer
Weblinks
Commons: Birkenfeld (Württemberg) – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienEinzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe, S. 536–538, Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2
- ↑ a b Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Den Birkenfeldern steht eine weitere Wahl ins Haus. In: Pforzheimer Zeitung vom 22. April 1975, S. 17.
- ↑ Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Noch einmal Schultes-Wahl. In: Pforzheimer Zeitung vom 11. Mai 1987, S. 9.
- ↑ Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Neuer Bürgermeister wird verpflichtet. Abgerufen am 6. August 2011.
- ↑ Endgültige Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2009 mit Vergleichsangaben von 2004. Gemeinde Birkenfeld (Enzkreis). Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2010, abgerufen am 23. Juli 2011.
- ↑ Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Paul Aymar erster Ehrenbürger Birkenfelds. In: Pforzheimer Zeitung vom 13. November 1970 , S. 20.
- ↑ Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): In Birkenfeld das Wirtschaftswunder organisiert. In: Pforzheimer Zeitung vom 6. Dezember 1994, S. 21.
- ↑ Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Zur Person : Hermann Gross. In: Pforzheimer Zeitung vom 6. Februar 2003, S. 30.
- ↑ Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Nachruf : Die Gemeinde Birkenfeld trauert um Herrn Hermann Gross. In: Pforzheimer Zeitung vom 18. März 2005, S. 19.
- ↑ Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): „Mister Kindergarten" auch Ehrenbürger. In: Pforzheimer Zeitung vom 8. Oktober 1991, S. 25.
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