Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich

Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich
Die in den Brunnen schauende Königstochter nach einer Illustration von Bernhard Wenig

Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich ist ein Märchen (ATU 440 Ehemann). Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm an erster Stelle (KHM 1).

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Einer Prinzessin fällt ihre goldene Kugel beim Spiel in den Brunnen, und ein Frosch erbietet sich, ihr zu helfen. Sie muss ihm dafür versprechen, seine Spielkameradin zu werden und Tisch und Bett mit ihm zu teilen. Als sie die Kugel zurück hat, läuft sie davon. Doch der Frosch folgt ihr und auf Drängen ihres Vaters bekennt sie sich widerwillig zu ihrem Versprechen. Als jedoch der Frosch einfordert, dass sie ihn mit in ihr Bett nehmen solle, ist ihre Abscheu so groß, dass sie das Tier an die Wand wirft. Im gleichen Augenblick verwandelt sich der Frosch in einen Prinzen. Nach dem Willen ihres Vaters führt er die Königstochter als seine Gemahlin in einer Kutsche in sein Königreich. Während der Fahrt springen Heinrich, dem treuen Diener des jungen Königs, aus Freude über die Erlösung seines Herrn mit lautem Krachen die drei eisernen Bande entzwei, die er (der „Eiserne Heinrich“) sich hatte um sein Herz legen lassen, als sein Herr in einen Frosch verwandelt worden war.

Herkunft

Der Frosch vor der Tür
Der Frosch als Porzellanfigur im U-Bahnhof Prinzenstraße in Berlin

Grimms Anmerkung verortet das Märchen in Hessen, wo sie es wohl von Familie Wild hörten, und erzählt Der Froschprinz aus der Erstauflage nach. Eine dritte Erzählung aus dem Paderbörnischen (von Familie von Haxthausen) setzt so fort: Der erlöste Prinz gibt seiner Braut ein Tuch mit seinem Namen in Rot, das schwarz wird, wenn er tot oder untreu ist (vgl. KHM 56, 60, 89). Als er eine falsche Braut hat, folgt ihm die rechte mit ihren Schwestern als Reiter verkleidet und entgeht der Entlarvung, indem sie beim Sturz über ausgestreute Erbsen wie Männer fluchen (vgl. KHM 67). Er erkennt sie, als es unterwegs kracht und er dreimal ruft „Halt, der Wagen bricht“, worauf sie jeweils antwortet: „Ach nein, es bricht ein Band von meinem Herzen.“ Die Brüder Grimm schätzen das Märchen besonders alt, mit Verweis auf Georg Rollenhagen (Froschmeuseler, 1595), und sammeln epische Beispiele von harten Banden ums Herz. Sie zitieren auch den Kommentarteil von John Leydens Ausgabe von John Bellendens Complayant of Scotlande, der das Märchen mit einer Geschichte vom Wolf am Brunnen am Weltende in Verbindung bringt:

„open the door, my hinny, my hart,
open the door, mine ain wee thing;
and mind the words that you and I spak
down in the meadow, at the well-spring!“

Verglichen mit Wilhelm Grimms ursprünglicher Handschrift schildert der Text der Erstauflage besonders die Spielszene am Brunnen ausführlicher. Die Dialoge sind lebendiger, z.B. „von deinem goldnen Tellerlein essen und in deinem Bettlein schlafen“ (vgl. KHM 53), die Redensart das war in den Wind gesprochen verschwand später wieder. Das jetzt dreimalige Krachen der Bande vom Herzen entspricht den drei Stadien der Handlung, auch die Beschreibung des Wagens mit Gold und das goldene Tellerlein, wie eingangs die Goldkugel, tragen zur Abrundung bei. Die Formel In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat leitet das erste Märchen der Sammlung erst ab der 3. Auflage ein und wurde aus KHM 127 Der Eisenofen entlehnt.[1] Die Auflage letzter Hand ist noch ausführlicher. Eingangs sind jetzt die Schönheit der Tochter und ihre Goldkugel durch die Sonne unterstrichen bzw. parallelisiert, die sich verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien. Wilhelm Grimm arbeitet subtil die Parallele zwischen Brunnen- und Bettszene heraus, als die Tochter jeweils sitzt und weint. Sie betont den Standesunterschied zum „Wasserpatscher” (ab 3. Aufl., vgl. KHM 7), „der sitzt im Wasser bei seinesgleichen und quakt”. Es häufen sich Diminuitive wie Händchen, Tellerlein, Bettlein, dagegen fehlt des Frosches Ausdruck „Ich will bei dir schlafen”.[2] Hans-Jörg Uther stellt fest, Wilhelm Grimms Handschrift betone die Kindlichkeit der Königstochter und das moralische Vatergebot, spätere mündlich beeinflusste Fassungen mehr die intime Begegnung mit dem Frosch.[3]

Der Name Heinrich, der mit „der Wagen bricht” den schönen Stabreim bildet, wird in der von den Brüdern Grimm verantworteten Ausgabe von Aues Der arme Heinrich 1815 als für einen Diener passend, weil volksmäßig bezeichnet. Den Namen Froschkönig fanden sie in Rollenhagens Von Bröseldieb, des meuseköniges sons, kundtschaft mit dem froschkönig, wo auch in der Vorrede vom eisernen Band die Rede ist. Der Vers „Königstochter jüngste / Mach mir auf” steht schon in Friedrich David Gräters Bragur 3 (1794, S. 241-242). [4]

Die von Grimm zitierte Erzählung in Leydens Complaynt of Scotland ist bis heute der früheste Beleg des Märchens. Ein Singvers des Frosches findet sich schon 1794 in Friedrich David Gräters Über die teutschen Volkslieder und ihre Musik. Mittelalterliche Textstellen, wie sie den Brüdern Grimm aufgefallen waren, bewegen sich nur im sprichwörtlichen Bereich (Si quis amat ranam, ranam putat esse Dianam[5] - Wenn wer einen Frosch liebt, hält er den Frosch für Diana; in gremium missa post rana sinum petit ipsa - So der Frosch in den Schoß kommt, wollt er gern in den Busen), ebenso eine antike in Petronius' Das Gastmahl des Trimalchio (Kap. 77, über einen Neureichen: qui fuit rana, nunc est rex - Der ein Frosch war, ist jetzt König). Auch Versuche der Herleitung aus altorientalischen Quellen stützen sich nur auf Einzelmotive. Das Bild von Eisenbanden ums Herz ist schon mittelalterlich belegt, es lebt vielleicht fort in Redensarten wie mir fällt ein Stein vom Herzen. [6]

Varianten

38 deutsche Varianten von Märchentyp AaTh 440 sind belegt, die meisten im Küstenraum, v.a. Mecklenburg und Ostpreußen, sowie durch Grimms Sammeltätigkeit in Hessen. Weitere Fassungen finden sich in Nord- und Osteuropa, selten außerhalb Europas z.T. vermischt mit anderen Tierbräutigammärchen. Neuere Varianten sind oft von Grimms Froschkönig abhängig, was man an der Handlungsstruktur nachweisen kann. Lutz Röhrich stellt fest, dass die Handlung fast immer wie hier von der Notlage der Frau motiviert ist und binäre Oppositionen zeigt: Verwünschung/Erlösung, Mangel/Behebung, Versprechen/Einhaltung, Verweigerung/Hingabe, Fesselung/Befreiung, Hinausgehen/Heimkehr. Die Verse sind verschieden, aber markieren stets den Kulminationspunkt der Handlung, als das Unerwartete geschieht und das Tier das Versprechen einklagt. [7]

Die Prinzessin wird vom spielenden Kind zur heiratenden Frau, entsprechend vergeht in manchen Varianten mehr Zeit bis zum Schlossbesuch des Tieres, das auch eine Schlange sein kann. Der Prinz wird durch ihre intime Begegnung vom Tier zum Menschen (vgl. KHM 101, 108). Die Ekelszene ähnelt Sagen vom Schlangenkuss, auch hier kann das Tier ein Frosch oder eine Kröte sein, aber die Erlösung misslingt. Anders als in Tierbräutigammärchen (KHM 88, 127) erfolgt die Erlösung nicht durch Liebe und Selbstüberwindung, sondern eher vorherbestimmt gegen die Intention der Heldin. Dass sie die eigentliche Handlungsträgerin ist, macht auch das Fehlen der Vorgeschichte von der Verwünschung des Prinzen verständlich. Ein Kuss zur Erlösung ist erst in Varianten ab Ende des 19. Jahrhunderts belegt.[8] Der eiserne Heinrich ist hier mystischer Bruder des Prinzen (vgl. KHM 136). Manche Herausgeber fanden ihn so überflüssig, dass sie ihn weg ließen. In Varianten wie der in Grimms Anmerkung bezieht er sich dagegen auf die Braut und leitet einen zweiten Erzählabschnitt ein. Die Handlung spielt meist bei Hof, doch aus der Perspektive der einfachen Leute, bis hin zu sozialkritischen Zügen von der Demütigung einer stolzen Prinzessin.[9] Der König-Vater wurde von Wilhelm Grimm zur moralischen Instanz ausgebaut, später psycholoanalytisch als Über-Ich der Heldin gedeutet oder als zu autoritär kritisiert. [10]

Vgl. Oda und die Schlange (zur Rede des Frosches: ... und deine goldene Krone, die mag ich nicht auch Der weiße Wolf) in Ludwig Bechsteins Deutsches Märchenbuch.

Deutungen

Der Märchenphilologe Lutz Röhrich beobachtet, dass Psychologen gerade auch dieses Märchen als Reifungsvorgang deuten. Die goldene Kugel stellt eine Beziehung her, bringt die Geschehnisse 'ins Rollen', jedoch das Mädchen will sich noch nicht verschenken, es ist die verlorene, goldene Welt der Kindheit. Im Kinder- oder Gesellschaftsspiel kann das Ballzuwerfen Liebe bedeuten. Der tiefe Brunnen wurde als Eingang zum Uterus oder Unbewussten gedeutet (s.a. KHM 24, 91), der Frosch als Phallus. Deutlich habe das Märchen etwas mit Sexualität und den durch radikale Veränderung ausgelösten Angstgefühlen zu tun. [11]

Nach Hedwig von Beit kann die Heldin entweder als Seelenbild aufgefasst werden, dessen herrschendes Bewusstsein der König ist, oder als selbständige Persönlichkeit. Der Ball ist der bewusstseinsferne Teil des Selbst und knüpft die Beziehung zu urtümlich animalischem Leben. Er war im Altertum sowohl Bild der Einzel- als auch der Weltseele (Sphaira) und Spielzeug des Erosknaben. Der Seelenverlust im Brunnen korrespondiert mit dem Erlösungswunsch des Frosches. Er ist mythologisch oft kein harmloses Wesen, Erscheinungsform der armen Seele, teuflisch, doch auch vor Unglück schützend, sein Quaken das Schreien der ungeborenen Kinder. Auch der Vater als erste Animus - Erfahrung der Heldin mahnt sie zur Vertiefung des bisher spielerischen, nur-weiblichen Umgangs mit dem Unbewussten. Das An - die - Wand - Werfen ist schwer zu deuten, evtl. als Projektion oder als Fixierung. Es ist in Varianten durch Kuss, Verbrennen der Tierhaut oder Köpfen ersetzt. Der Diener ist in Märchen fast immer des Helden Schatten oder Doppelgänger, der hier wie der Frosch aus seiner alten Haut bricht. Psychologisch sinnvoller scheinen Varianten, wo sich dies auf die Braut bezieht, z.B. verhinderte der Eisenreif die Geburt eines Kindes. [12]

Friedel Lenz sieht eine Vereinigung des Ich mit der Seele, auf die es zunächst abstoßend wirken muss.[13] Auch nach Ortrud Stumpfe muss die Prinzessin das Wirken der Sonnenkräfte aus der sumpfig-dämmrigen Gestalt entziffern.[14]

Sexuelle Initiation

Der Froschkönig kann (auch) als Geschichte sexueller Initiation eines jungen Mädchens gelesen werden. Der Brunnen steht für das Ziel der Neugier auf die eigene ursprüngliche Welt: eine Art tiefsinnige Selbstbeschaulichkeit ins eigene unschuldige Unbekannte, da die Prinzessin sexuell noch unerfahren ist. Dieses Erkennen fängt zunächst als argloses Spiel mit der goldenen Kugel am Brunnen an und erfährt eine plötzliche Wendung in Richtung beängstigendender männlicher Triebe im Auftauchen des zunächst als eklig und nur wenig anziehend empfundenen Frosches. Die goldene (runde) Kugel steht für strahlende weibliche geballte Anziehungskraft. Der Frosch steht nicht nur für die männliche Pubertät, die Jungen in diesem Alter als noch wenig attraktiv für gleichaltrige Mädchen erscheinen lässt, sondern auch allgemein für die zunächst als forsch und quälend (quakend) auftretend, zudringlich, unheimlich und befremdlich empfundene männliche Sexualität. Erst als das Mädchen im Anschluss an das erste „Brunnenerlebnis“ durch Ihre Abwehr des Ekels durch das Zerschmettern des ungebetenen eindringlichen Gastes an der Wand, d.h. einer Wendung der Beziehung in Richtung Seelenverwandtschaft zu einer jungen (aggressiv aktiven, die Forschheit abwehrenden) Frau heranreift, kann sie die Angst vor dem anderen Geschlecht überwinden: der Frosch entpuppt sich als Prinz, dem das Mädchen erliegt und damit zur erwachsenen Frau wird. Das Märchen stellt quasi durch die grüne Farbe des Froschs auch das Prinzip der ersten sprunghaft initiierenden Öffnung, sprich aber auch allgemeinen Hoffnung dar: Erlösung vom singulär tierischen, naiv unschuldigen Zustand und erwachend waches Wachstum (der kleine Frosch wird zum großen Prinzen).[15]

Bedeutung des Wortes „Fretsche“

Der im Originaltext des Märchens am Ende stehende Ausspruch des Eisernen Heinrichs „… als ihr in dem Brunnen saßt, als ihr eine Fretsche wast.“ veranlasste zu weiteren Deutungen:

Eine Deutung des Wortes „Fretsche“ knüpft an die hessische Aussprache von Frettchen an, da die Brüder Grimm die mündlichen Märchenerzählungen in Hessen gesammelt hatten. Das Wort Frettchen könnte für frech und flink stehen, was dem Verhalten des frechen und der Prinzessin nacheilenden (nachstellenden) Frosches entspräche. Die lautmalerische Ähnlichkeit zwischen „Fretsche“ und Frosch könnte insoweit ein doppeldeutiges Wortspiel sein. Dass dem seinem Prinzen treu ergebenen Eisernen Heinrich eiserne Bande vom Herzen fallen, nachdem die Umtriebigkeit des Prinzen mit der Vermählung endet, könnte als Freude über die nun eingekehrte Berechenbarkeit des Prinzen gemeint sein, wobei Prinz für staatliche Obrigkeit stehen mag.

Eine andere Deutung des Wortes „Fretsche“, und damit des Sinngehalts des Märchens, wird über eine vermeintliche etymologische Wortverwandtschaft mit dem englischen Wort „wretch“ herzuleiten versucht, das wiederum eine Verbindung zum althochdeutschen Wort „Recke“ aufweise (siehe Chambers, Dictionary of Etymology C 1988: „wretch n. very unfortunate person. Probably before 1200 wrecche, in The Ormulum; developed from Old English wrecca wretch, stranger, exile ...; related to wrecan to drive out, punish ... Old English wrecca is cognate with Old Saxon wrekkio exile, and Old High German reccho, reckio (modern German Recke warrior, hero), from Proto-Germanic *wrakjon from Indo-European *wrog- …“).[16] Daraus wird geschlossen, der Froschkönig (Froschprinz) sei als ein ins Ausland vertriebener Recke zu sehen, dessen Schicksal hier märchenhaft umschrieben werde.

Entzauberung und ihre Entsprechung in der Psychoanalyse

Als weiterer Aspekt möglicher Deutung: In dem Märchen wird mit dem Wurf an die Wand bzw. vor allem mit dem Ausspruch des den handelnden Personen (un)bekannten Wortes „Fretsche“ eine Entzauberung des zuvor verhexten Königsohns herbeigeführt bzw. abgeschlossen. Die Entzauberung findet durch Freisetzen bzw. Bekanntwerden von ablehnenden Emotionen statt. Entzauberungen finden sich in vielen Märchen, z.B. in dem Märchen Rumpelstilzchen. In dem Augenblick, in dem dessen wahrer Name ausgesprochen wird, ist der Zauber gebrochen bzw. gebannt. Eine Parallele besteht insoweit in der Psychoanalyse. Erst mit dem Bewusstwerden und Aufdecken von Ängsten und Verdrängungen ist der (negative) Zauber gebrochen, kann der Heilungsprozess beginnen.[17]

Interpretation von Carl Gustav Jung

Einer Interpretation von Carl Gustav Jung folgend handelt die Geschichte von einer Initiation der Psyche einer jungen Frau. Der Analyse Jungs folglich sind Märchen eine reiche Quelle für Archetypen und können wie Träume analysiert werden. Der Ego-Charakter in dieser Geschichte ist die Prinzessin. Als Jungfrau sieht sie ihre männlichen Mitmenschen noch wie fremdartige Tiere, genauer wie Frösche. Der goldene Ball steht für ihr bewusstes Selbst, das im Brunnen im Wald verloren ging. Sowohl der Brunnen als auch der Wald stehen für ihre Unbewusstheit. Während des Prozesses der Selbstsuche trifft sie einen Frosch, eigentlich: einen Mann. Der Frosch hilft ihr und will aus ihrem Becher trinken und von ihrem Teller essen, was für das Verlangen, sie zu küssen steht. Mit ihr in einem Bett schlafen zu wollen steht für die Intimität zwischen Mann und Frau. Als die jungfräuliche Prinzessin den Frosch gewaltsam an die Wand wirft, wird sie sich plötzlich über die männlichen Züge in ihrem eigenen Unbewussten klar: sie wird von der passiv erduldenden zur aktiv handelnden Person. Nach dieser plötzlichen Entdeckung wird der Frosch zum realistischen Bild eines Mannes oder in diesem Falle zu einem Prinzen mit wunderschönen Augen. Die Prinzessin ist nun eine erwachsene Frau, die fähig ist zu heiraten.[18]

Rezeptionen

Lutz Röhrich bemerkt, dass die Lyrik heutiger Zeit oft nur die Erlösungssehnsucht übernimmt, ohne ihre Erfüllung in der modernen Realität wiederfinden zu können. Parodien, Cartoons und Witze kehren oft die Erlösungsszene um, wobei gerade die durch Grimms Bearbeitung unterdrückte Erotik herausgestellt, der Glaube an das Wunder der Liebe aber verworfen wird. [19]

Siehe Wilhelm Buschs Bildergeschichte Die beiden Schwestern in Stippstoerchen für Aeuglein und Oehrchen (1880).

Theater

Verfilmungen

Bilder

Jessie Marion King schuf in der Ästhetik des schottischen Jugendstil Illustrationen zu Der Froschkönig[20]

Briefmarken

Siehe auch

Literatur

Ausgaben

  • Kinder- und Hausmärchen gesammelt durch die Brüder Grimm in drei Teilen. Turm-Verlag Leipzig 1907–1909.
  • Von Otto Ubbelohde illustrierte Ausgaben der Grimmschen Märchen. N.G. Elwert Verlag, Marburg 1922
  • Von Heinz Rölleke textkritisch revidierte zweibändige Ausgabe, Verlag Diederichs, Köln 1982 und Ausgabe letzter Hand mit einem Anhang sämtlicher Herkunftsnachweise in drei Bänden, Reclam, Stuttgart 1980

Literaturwissenschaft

  • Grimm, Brüder. Kinder- und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand mit den Originalanmerkungen der Brüder Grimm. Mit einem Anhang sämtlicher, nicht in allen Auflagen veröffentlichter Märchen und Herkunftsnachweisen herausgegeben von Heinz Rölleke. Band 3: Originalanmerkungen, Herkunftsnachweise, Nachwort. S. 15-19, 442. Durchgesehene und bibliographisch ergänzte Ausgabe, Stuttgart 1994. (Reclam-Verlag; ISBN 3-15-003193-1)
  • Rölleke, Heinz (Hrsg.): Die älteste Märchensammlung der Brüder Grimm. Synopse der handschriftlichen Urfassung von 1810 und der Erstdrucke von 1812. Herausgegeben und erläutert von Heinz Rölleke. S. 144-153, 365-367. Cologny-Geneve 1975. (Fondation Martin Bodmer; Printed in Switzerland)
  • Uther, Hans-Jörg: Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Berlin 2008. S. 1-6. (de Gruyter; ISBN 978-3-11-019441-8)
  • Röhrich, Lutz: Froschkönig. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 5. S. 410-424. Berlin, New York, 1987.

Deutungen

  • von Beit, Hedwig: Gegensatz und Erneuerung im Märchen. Zweiter Band von «Symbolik des Märchens». Zweite, verbesserte Auflage, Bern 1956. S. 34-42. (A. Francke AG, Verlag)
  • Lenz, Friedel: Bildsprache der Märchen. 8. Auflage. Stuttgart 1997. S. 97-101, 259-260. (Freies Geistesleben und Urachhaus; ISBN 3-87838-148-4)
  • Stumpfe, Ortrud: Die Symbolsprache der Märchen. 7., verbesserte und erweiterte Auflage 1992. Münster. S. 58-59.(Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung; ISBN 3-402-03474-3)
  • Maria Tatar: The hard facts of the Grimms' fairy tales. Princeton University Press, Princeton 2003, ISBN 978-0691114699
  • Eugen Drewermann: Der Froschkönig. Grimms Märchen tiefenpsychologisch gedeutet. Walter Verlag, Februar 2003, ISBN 3530169536.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Burghoff, Beatrix: „In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat ...“ Die KHM 1 - 25. In: Rölleke, Heinz und Bluhm, Lothar (Hrsg.): «Redensarten des Volks, auf die ich immer horche». Das Sprichwort in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Bern 1988. S. 27-28. (Verlag Peter Lang; Sprichwörterforschung Bd. 11, Herausgegeben von Wolfgang Mieder; ISBN 3-261-03819-5)
  2. Röhrich, Lutz: Der Froschkönig. In: Solms, Wilhelm und Oberfeld, Charlotte (Hrsg.): Das selbstverständliche Wunder. Beiträge germanistischer Märchenforschung. Marburg 1986. S. 8. (Dr. Wolfram Hitzeroth Verlag; Marburger Studien zur Literatur, herausgegeben von Wilhelm Solms, Band 1; ISBN 3-925944-02-8)
  3. Uther, Hans-Jörg: Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Berlin 2008. S. 2-3. (de Gruyter; ISBN 978-3-11-019441-8)
  4. Uther, Hans-Jörg: Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Berlin 2008. S. 1-2. (de Gruyter; ISBN 978-3-11-019441-8)
  5. Röhrich, Lutz: Der Froschkönig. In: Solms, Wilhelm und Oberfeld, Charlotte (Hrsg.): Das selbstverständliche Wunder. Beiträge germanistischer Märchenforschung. Marburg 1986. S. 15. (Dr. Wolfram Hitzeroth Verlag; Marburger Studien zur Literatur, herausgegeben von Wilhelm Solms, Band 1; ISBN 3-925944-02-8)
  6. Röhrich, Lutz: Froschkönig. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 5. S. 410-424. Berlin, New York, 1987.
  7. Röhrich, Lutz: Froschkönig. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 5. S. 410-424. Berlin, New York, 1987.
  8. Uther, Hans-Jörg: Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Berlin 2008. S. 3. (de Gruyter; ISBN 978-3-11-019441-8)
  9. Röhrich, Lutz: Der Froschkönig. In: Solms, Wilhelm und Oberfeld, Charlotte (Hrsg.): Das selbstverständliche Wunder. Beiträge germanistischer Märchenforschung. Marburg 1986. S. 18-19. (Dr. Wolfram Hitzeroth Verlag; Marburger Studien zur Literatur, herausgegeben von Wilhelm Solms, Band 1; ISBN 3-925944-02-8)
  10. Röhrich, Lutz: Froschkönig. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 5. S. 410-424. Berlin, New York, 1987.
  11. Röhrich, Lutz: Froschkönig. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 5. S. 410-424. Berlin, New York, 1987.
  12. von Beit, Hedwig: Gegensatz und Erneuerung im Märchen. Zweiter Band von «Symbolik des Märchens». Zweite, verbesserte Auflage, Bern 1956. S. 34-42. (A. Francke AG, Verlag)
  13. Lenz, Friedel: Bildsprache der Märchen. 8. Auflage. Stuttgart 1997. S. 97-101, 259-260. (Freies Geistesleben und Urachhaus; ISBN 3-87838-148-4)
  14. Stumpfe, Ortrud: Die Symbolsprache der Märchen. 7., verbesserte und erweiterte Auflage 1992. Münster. S. 58-59.(Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung; ISBN 3-402-03474-3)
  15. Vgl. Kurt Ranke, Rolf Wilhelm Brednich, Hermann Bausinger u.a. (Hg.): Enzyklopädie des Märchens : Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Band 11, Walter de Gruyter, Berlin 2004, S. 486.
  16. The Chambers Dictionary. Allied Publishers, New Delhi 1998, S. 1931.
  17. Vgl. Helga Deppermann: Das Märchen als therapeutisches Medium in der psychosozialen Arbeit. LIT Verlag, Münster 2003, S. 38.
  18. Vgl. Sigmund Freud, Eugen Bleuler, Carl Gustav Jung (Hg.): Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen: Band 5, 1913.
  19. Röhrich, Lutz: Froschkönig. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 5. S. 410-424. Berlin, New York, 1987.
  20. Jessie King: Der Froschkönig

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