Felbertauern Straße

Felbertauern Straße

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Felbertauernmautstraße in Österreich
Basisdaten
Betreiber: Felbertauernstrasse AG
Gesamtlänge: 16,5 km

Bundesland:

Salzburg

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Landesstraße B108 in Österreich
108
Basisdaten
Gesamtlänge: 56,5 km

Bundesland:

Felbertauernstraße-Aktiengesellschaft
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1961
Sitz Lienz, Albin Eggerstr. 17
Mitarbeiter 56[3]
Umsatz € 8,07 Mio (Schätzung)[3]
Branche Erhaltung und Betrieb der Felbertauernmautstraße
Website www.felbertauernstrasse.at

Die Felbertauern Straße ist eine etwa 73 Kilometer lange, ganzjährig geöffnete Straßenverbindung in Österreich. Die Straße führt zwischen Mittersill im Land Salzburg und Lienz in Osttirol durch den Felbertauerntunnel.

Die Felbertauernmautstraße ist von Mittersill bis Matrei eine Privatstraße im Besitz der Felbertauernstrasse AG. Sie wurde 1967 erbaut. In Tirol ist die Strecke Lienz – Matrei bis zum Tunnel eine Landesstraße B, die Felbertauernstraße (B 108).

Inhaltsverzeichnis

Verkehrsbedeutung und Verlauf

Die Felbertauernstraße beginnt[1] am Knoten Mittersill (797 m ü. A. !547.2853335512.490222547.28533333333312.490222222222797) mit der Mittersiller Straße (B 168) nach Zell am See, Pass Thurn Straße (B 161) nach Kitzbühel und Sankt Johann in Tirol und Gerlos Straße (B 165) in das Zillertal. Die Mautstraße selbst beginnt auf der Salzachbrücke Mittersill (789 m ü. A. !547.2828335512.490806547.28283333333312.490805555556789), 0,3 km südwärts.

Die Straße führt dann über etwa 15 Kilometer durch das weitgehend unbesiedelte Felbertal, und ein Seitental, das Amertal. Die Mautstation liegt auf Salzburger Seite (1.616 m ü. A. !547.1603615512.535444547.16036111111112.5354444444441616), wo die Landesstraße (ehemalige Bundesstraße)[4] beginnt, und 100 m danach auch der Felbertauerntunnel. Dieser ist ca. 5,2 km lang und liegt auf einer Höhe von 1632–1650 m.

Die Straße führt dann in das Tauerntal und das Iseltal über Matrei in Osttirol, in Lienz mündet[2] die Straße in die Drautalstraße (B 100, 678 m ü. A. !546.8281675512.757222546.82816666666712.757222222222678).

Damit ist Straße die wichtigste Verbindung zwischen Nordtirol und dem Landesteil Osttirol. Die Straße stellt auch eine alternative Nord-Süd-Verbindung zur Tauern Autobahn/Tauern-Straßentunnel, zur Autoverladung auf der Tauernbahn/Tauerntunnel Mallnitz–Böckstein oder zur Großglockner Hochalpenstraße dar. Für die Benutzung muss man eine Gebühr bezahlen, welche für Anrainerverkehr (Osttiroler, seit 2009 auch Mittersiller) allerdings nicht erforderlich ist.

Geschichte

Benannt ist sie nach dem Felber Tauern, einem Pass, der bereits zur Römerzeit das Tauerntal mit dem Felbertal verband.

Die Iselthaltraße zwischen Lienz, Huben und Matrei wurde ab 1901 als Konkurrenzstraße erbaut. In der österreichischen Rechtssprache bezeichnet Konkurrenz die gemeinsame Finanzierung eines Projektes durch verschiedene Institutionen, von denen jede einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz der Instandhaltungskosten übernimmt. In diesem Fall übernahm

der geplanten Baukosten in Höhe von 99.000 Gulden.[5]

In den Jahren 1910 bis 1912 ließ der Besitzer des Schlosses Weißenstein in Matrei einen befahrbaren Weg durch die Prosseggklamm bauen, der als Vorläufer der Felbertauernstraße gilt.

Die Iseltal Straße gehört seit dem 1. April 1948 zum Netz der Bundesstraßen in Österreich.[6] Seit 1971 wird auch dieser Streckenabschnitt von Lienz bis zum Beginn der Mautstraße offiziell als Felbertauern Straße bezeichnet.

Noch vor der Gründung der Felbertauern-Aktiengesellschaft am 26. September 1961 wurde am 8. September 1961 der erste Abschnitt der neugebauten, 7,5 Meter breiten Felbertauernstraße zwischen St. Johann und Huben eröffnet. Am 23. Juni 1962 begannen die Bauarbeiten mit einem feierlichen Spatenstich. Anna Kranebitter, Ehefrau des Nationalrats Franz Kranebitter, zündete am 15. Dezember 1962 den ersten Sprengsatz am Südportal des Tunnels und am 14. Juni 1963 auch den ersten Sprengsatz am Nordportal. Am 11. April 1964 überquerte der damaligen Bundeskanzler Josef Klaus als erster den Tunneldurchstich. Am 25. Juni 1967 konnte die Felbertauernstraße feierlich eröffnet werden.[7]

Sie ist die einzige innerösterreichische Verbindung Nordtirols mit der landesgeographischen Exklave des Osttiroler Landesteils. Seit dem Wegfall der Grenzkontrollen mit dem Schengen-Abkommen (Wegfall der Kontrollen 1997) hat aber die Route über Südtirol und die Brenner-Autobahn wieder an Bedeutung gewonnen.

Literatur

  • Michael Uhlmann: Die Felbertauernstrasse. In: Osttiroler Heimatblätter. Nr. 7, 30. Juli 1964.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Über 0,293 km B 161;0;V1
  2. a b c d Die B108 beginnt in Lienz. Die Kilometrierung ist hier also verkehrt herum angegeben, um den Straßenverlauf darzustellen
  3. a b Felbertauernstraße- Aktiengesellschaft in Lienz. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  4. Beschluss des Tiroler Landtages vom 15. Mai 2002, veröffentlicht im Landesgesetzblatt 23/2002
  5. Gesetz vom 22. August 1897, betreffend die Herstellung von Concurrenzstraßen in Tirol. LGBl. Nr. 31/1897.
  6. Bundesstraßengesetz vom 18. Februar 1948, Verzeichnis A.
  7. 40 Jahre Felbertauernstraße. felbertauernstrasse.at
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing
 B108 
Die Felbertauern Straße befand sich wie die anderen ehemaligen Bundesstraßen in der Bundesverwaltung. Seit 1. April 2002 steht sie unter Landesverwaltung und führt zwar das B in der Nummer weiterhin, nicht aber die Bezeichnung Bundesstraße.

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