- Hekurudhat e Kosovës/Kosovske Železnice
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Hekurudhat e Kosovës
Kosovske ŽelezniceRechtsform Öffentliches Unternehmen Gründung 1999 Sitz Fushë Kosova Leitung Sejdi Hoxha(Verwaltungspräsident
Xhevat Ramosaj (CEO)Branche Transportunternehmen Produkte Personen- und Güterverkehr Website www.kosovorailway.com Hekurudhat e Kosovës
Kosovske ŽelezniceLegendenach Belgrad (Železnice Srbije) Staatsgrenze zu Serbien Leshak/Lešak Leposaviq/Leposavić Zveçan/Zvečan Mitrovicë/Mitrovica Vushtrri/Vučitrn Prilluzhe/Prilužje Obiliq/Obilić nach Niš (Železnice Srbije) Staatsgrenze zu Serbien Livadhi/Livadica Besianë/Podujevo Bardhosh/Devet Jugovića Prishtinë/Priština Fushë Kosovë/Kosovo Polje Golesh-Mine Drenas/Glogovac Bardh/Belacevac Klinë/Klina Pejë/Peć Xërxë/Zrze Krusha e Vogël/Mala Kruša Prizren/Prizren geplante Verlängerung nach Albanien Miradi/Teretna Lipjan/Lipljan Bablak/Babljak Ferizaj/Uroševac Gurëz/Grlica Kaçanik/Kačanik Hani i Elezit/Đeneral Janković Staatsgrenze zu Mazedonien nach Skopje (Makedonski Železnici) Die Hekurudhat e Kosovës (HK, albanisch) oder Kosovske Železnice (KŽ, serbisch) ist die Betreibergesellschaft der Eisenbahnen im Kosovo. Sie ging als Bahn der UNMIK im Jahre 1999 aus den im Kosovo gelegenen Anteilen des Schienennetzes der serbischen Eisenbahngesellschaft ŽS hervor und befindet sich in Staatsbesitz.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Die noch unter türkischer Hoheit von Thessaloniki über Skopje nach Norden gebaute Bahnstrecke der von Baron Hirsch geleiteten Compagnie des Chemins der Fer Orientaux (CO) erreichte 1873 Kosovska Mitrovica.
Schienennetz
Die Kosovarische Eisenbahn betreibt im Kosovo ein Schienennetz von 430 Kilometern, von denen 333 Kilometer für den Personen- und Güterverkehr und 97 Kilometer nur für den Güterverkehr genutzt werden. Das nicht elektrifizierte Netz bestand ursprünglich aus zwei sich in Fushë Kosova/Kosovo Polje kreuzenden Strecken: Zum einen eine von Kraljevo in Westserbien über Kosovska Mitrovica über Fushë Kosova nach Skopje in Mazedonien verlaufende Hauptstrecke, zum anderen eine in Ost-West-Richtung verlaufende Nebenstrecke von Niš in Südserbien über die Hauptstadt Priština und Fushë Kosova in zwei Aufzweigungen nach Peć und Prizren. Von diesen Verbindungen sind heute die Verbindung von Prishtina über Fushë Kosova nach Peja/Peć sowie von Prishtinë über Fushë Kosovë nach Mazedonien in Betrieb. Im Nordkosovo betreibt die serbische ŽS die Verbindung Kraljevo - Zvečan. Die übrigen Verbindungen sind zur Zeit ohne Eisenbahnverkehr. Seit Jahren existieren Planungen, den Streckenzweig von Prizren nach Albanien zu verlängern, um so einen Anschluss an das Netz der Hekurudha Shqiptare herzustellen. Diese Pläne sind bisher nicht über Absichtserklärungen hinausgekommen.
Betrieb
Personenverkehr
Es werden im nationalen Personenverkehr die Zuggattungen Lokalzug, Freedom of Movement [1] und InterCity unterschieden. Als Rollmaterial kommt meistens eine Y1-Doppeltraktion oder eine Di 3 mit zwei ehemaligen SJ-Personenwagen zum Einsatz; der InterCity besteht normalerweise aus einem ehemaligen SJ-Wagen der Kosovo Railways und einem mazedonischen Personenwagen.
Zwischen Prishtinë und Pejë verkehren zwei tägliche Lokalzug-Paare, wobei eine Zugskomposition in Pejë übernachtet. Die Züge benötigen für diese Strecke knapp zwei Stunden.
Zwischen Fushë Kosovë und Hani i Elezit (Grenze zu Mazedonien) verkehren zwei Freedom of Movement-Zugpaare sowie ein Lokalzug-Paar. Als einzige internationale Personenzugverbindung verkehrt das InterCity-Zugpaar (IC 891/892) von Prishtinë über Fushë Kosovë nach Skopje und zurück. In Richtung Fushë Kosovë verkehren alle Züge mit Halt an allen Stationen, in der Gegenrichtung halten alle Züge unterschiedlich, einzig der abendliche Lokalzug hält überall. Die Züge benötigen für die Strecke Fushë Kosovë - Hani i Elezit knapp anderthalb Stunden.
Bis März 2008 verkehrten zwei weitere Freedom of Movement-Zugpaare von Fushë Kosovë bis Leshak, dieser Verkehr musste aber aufgrund der Spannungen mit Serbien bis auf Weiteres eingestellt werden.
Güterverkehr
Von Bedeutung ist der nationale Güterverkehr, der mehrere über das gesamte Staatsgebiet verstreute Betriebe wie Kalkwerke u.a. bedient. Der internationale Güterverkehr wird auch über Hani i Elezit abgewickelt, das Containerterminal befindet sich in der Nähe des Flughafens Prishtina bei der Station Miradi.
Unvollständige Liste der regelmäßigen Gütertransporte:
- Kohletransporte Obiliq - NewCoFerronikeli-Werk in Drenas. Übergabe von der Kohlemine in Obiliq mittels Werkslok. Meistens alle zwei Tage.
- Tonerde-Transporte von der Mine Golesh (südwestlich des Flughafens Prishtinë) zum NewCoFerronikeli-Werk in Drenas. Meistens täglich.[2]
- Diverse Güter (Container, Zisternen, Stückgut) zwischen Hani i Elezit (von/nach Mazedonien) und Miradi mit Bedienung von verschiedenen Anschlussgleisen unterwegs. Meistens täglich.
Nordkosovo
Am 3. März 2008 (drei Wochen nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo) gab die serbische Eisenbahngesellschaft ŽS bekannt, dass sie nach neun Jahren wieder die "Kontrolle über ihre Infrastruktur im Nordkosovo" zwischen den Bahnhöfen Leshak (Grenzstation des Kosovo zu Serbien) und Zveçan bei Mitrovicë übernommen habe. Sobald die Betriebssicherheit nach den serbischen Bahnstandards überprüft worden ist, werde die ŽS den Eisenbahnverkehr auf dieser Strecke wieder aufnehmen. Dazu sollen auch 50 serbische Eisenbahner, die bislang bei der kosovarischen Eisenbahn tätig waren, nun von der serbischen Eisenbahn übernommen werden. Diese hatten zuvor in Zvečan einen Personenzug, der zwischen Fushë Kosovë und Leshak verkehrte, aufgehalten. Die serbische Eisenbahn hatte zum Zeitpunkt der Bekanntmachung die UNMIK-Mission über ihre Entscheidung nicht informiert.[3]
Aktuell (2009) verkehren Züge der ŽS über den Grenzbahnhof Leshak hinaus bis Zvecan, dem letzten Bahnhof vor Mitrovica und zugleich letzten Ort in vorwiegend von Serben bewohntem Gebiet. Es findet über dieses Teilstück sowohl Personen- wie auch Güteraustausch mit Serbien statt, so dass unter anderem Treibstoff ohne Zollabgabe an den kosovarischen Staat in den Kosovo transportiert wird.[4] Die politischen Spannungen verhindern jeglichen Zugverkehr zwischen Zvecan und Mitrovica; ab Mitrovica wird die Strecke grundsätzlich von der Kosovo Railways wieder bedient, es gibt aber keinen regelmäßigen Personen- oder Güterverkehr bis Obiliq (Güterzüge) bzw. Kosovo Polje (Personenzüge).
Fahrzeugmaterial
Das Rollmaterial stammt aus Beständen der ehemaligen JŽ sowie Importen aus verschiedenen europäischen Ländern.
Lokomotiven
An Lokomotiven sind sowohl ehemals jugoslawische Diesellokomotiven der Baureihe 661 von General Motors vorhanden wie auch aus Norwegen importierte NOHAB-Lokomotiven und eine dieselhydraulische Lokomotive der Baureihe Vossloh G 1700-2 BB. Auf der InnoTrans 2010 wurde zudem eine vom kroatischen Lokomotivhersteller Gradelj modernisierte General Motors JT 38 CW-DC vorgestellt.
Während im Güterverkehr alle Loktypen zum Einsatz kommen, werden für Personenzüge nur die NOHABs verwendet. Dies sind im Normalfall alle Personenzüge zwischen Fushë Kosovë und Hani i Elezit und im Ausnahmefall Personenzüge zwischen Fushë Kosovë und Peć.
Fahrzeugnummer Typ Status 001 Ehemals JZ 661 128 De facto ausrangiert, Ersatzteilspender 002 Ehemals JZ 661 132 Betriebsfähig, Güterverkehr 003 Ehemals JZ 661 228 Betriebsfähig, Güterverkehr 004 Ehemals JZ 661 231 Betriebsfähig, Güterverkehr 005 Ehemals NSB Di 3a 619 "NOHAB" Betriebsfähig, Personen- und Güterverkehr 006 Ehemals NSB Di 3a 633 "NOHAB" Generatorschaden, in Reparatur (Stand Juli 2009) 007 Ehemals NSB Di 3b 641 "NOHAB" Betriebsfähig, Personen- und Güterverkehr 008 Ehemals NSB Di 3b 643 "NOHAB" Betriebsfähig, Personen- und Güterverkehr 009 Vossloh G 1700-2 BB Betriebsfähig, Güterverkehr 2 061 501 Modernisierte General Motors JT 38 CW-DC Triebwagen
Normalerweise wird der gesamte Verkehr zwischen Fushë Kosovë und Peć mit von Fiat gebauten, ehemaligen SJ-Triebwagen der Baureihe Y1 abgewickelt. Gelegentlich kommen auch Y1 auf der Strecke nach Hani i Elezit zum Einsatz. Weiter sind ebenfalls von Fiat gebaute ehemalige FS-Triebwagen der Baureihe ALn 668 vorhanden, diese werden aber aktuell nicht benötigt und sind in Fushë Kosovë abgestellt.
Fahrzeugnummer Typ Status 1528, 1531, 1534 Ehemals FS ALn 668 Grundsätzlich betriebsfähig, kleinere Defekte, aktuell nicht benötigt 01, 02, 03, 04 Ehemals SJ Y1 1281, 1304, 1306, 1313 01, 02, 04 betriebsfähig, 03 unbekannt Wagenmaterial
Vorhanden ist sowohl Wagenmaterial aus dem Bestand der ehemaligen JŽ wie auch gebrauchte Fahrzeuge aus ganz Europa. Alle lokbespannten Züge werden derzeit mit aus Schweden importierten Schnellzugswagen (sowie im Falle des IC mit einem Wagen der MŽ) gefahren.
Bilder
Lokomotiven
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007, NSB Di 3b.641
Triebwagen
Weblinks
- KosovoRailway.com (englisch)
- NOHAB-Lokomotiven im Kosovo
- Auflistung des Rollmaterials der Kosovo Railways
Literatur
- Herbert Kröll: Die Eisenbahnen im Kosovo. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8-9/2001, ISSN 1421-2811, S. 356 f.
Einzelnachweise
- ↑ Freedom of Movement steht hier für den UNDP-organisierten Verkehrsdienst für die nationalen Minderheiten, d.h Serben und Roma.
- ↑ Kosovo Railways, Ferronikeli in 2.0 Mln Euro Transport Deal
- ↑ Der Standard, 3. März 2008
- ↑ Reisebericht zum "Balkan-Express"
Kategorien:- Bahngesellschaft (Europa)
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