Zimmern (Grünsfeld)

Zimmern (Grünsfeld)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Grünsfeld
Grünsfeld
Deutschlandkarte, Position der Stadt Grünsfeld hervorgehoben
49.69.75210Koordinaten: 49° 36′ N, 9° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Main-Tauber-Kreis
Höhe: 210 m ü. NN
Fläche: 44,72 km²
Einwohner: 3825 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97947
Vorwahl: 09346
Kfz-Kennzeichen: TBB
Gemeindeschlüssel: 08 1 28 047
Adresse der Stadtverwaltung: Hauptstraße 12
97947 Grünsfeld
Webpräsenz:
Bürgermeister: Alfred Beetz (CDU)
Lage der Stadt Grünsfeld im Main-Tauber-Kreis
Ahorn Assamstadt Bad Mergentheim Boxberg Creglingen Freudenberg Großrinderfeld Grünsfeld Igersheim Igersheim Königheim Külsheim Lauda-Königshofen Niederstetten Tauberbischofsheim Weikersheim Werbach Wertheim WittighausenKarte
Über dieses Bild

Grünsfeld ist eine fränkische Stadt im Main-Tauber-Kreis im Nordosten von Baden-Württemberg. Ihren Namen verdankt sie dem Grünbach, einem Nebenfluss der Tauber, der hier mit dem Wittigbach zusammenfließt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Stadtgliederung

Zu Grünsfeld gehören die ehemals selbstständigen Gemeinde Grünsfeldhausen, Krensheim, Kützbrunn, Paimar und Zimmern. Zur Stadt Grünsfeld in den Grenzen vom 31. Januar 1972 gehören die Stadt Grünsfeld, der Weiler Uhlberg (Hof) und die Häuser Neumühle, Riedmühle und Wendels (Englerts)-mühle. Zur ehemaligen Gemeinde Grünsfeldhausen gehört das Dorf Grünsfeldhausen. Zur ehemaligen Gemeinde Krensheim gehört das Dorf Krensheim. Zur ehemaligen Gemeinde Kützbrunn gehören das Dorf Kützbrunn sowie die abgegangene Ortschaft Schloßgewann. Zur ehemaligen Gemeinde Paimar gehören das Dorf Paimar sowie die abgegangene Ortschaft Steinhaus. Zur ehemaligen Gemeinde Zimmern gehört das Dorf Zimmern.[2]

Geschichte

Grünsfeld wurde 750 erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst gehörte es zur Herrschaft Zimmern und dann den Herren von Lauda. 1213 fiel der Ort an die Grafen von Rieneck. Um 1320 wurden der Gemeinde die Stadtrechte verliehen. Von Ende des 15. bis Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte die Stadt zur Landgrafschaft Leuchtenberg, dann kam sie zum Fürstbistum Würzburg. 1803 kam Grünsfeld im Rahmen der Säkularisierung zum neugebildeten Fürstentum Leiningen, wo es Sitz eines Amtsbezirkes wurde. Mit Auflösung des Fürstentums 1806 wurde Grünsfeld badisch.

Ortsteile

Grünsfeldhausen

Grünsfeldhausen wurde erstmals 1322 als Husen urkundlich erwähnt. Es teilte im wesentlichen die Geschichte der Kernstadt.

Krensheim

Erstmals 1155 wurde Krensheim erwähnt. Dies geschah in einer Urkunde des Klosters Bronnbach. Zunächst gehörte der Ort einem ansässigen Ortsadel, ging dann aber an die Herren von Zimmern über.

Kützbrunn

Noch früher, nämlich 1119, wurde Kützbrunn urkundlich erwähnt, als es durch eine Schenkung an das Bistum Würzburg kam. Nachdem die Grafen von Rieneck Mitte des 13. Jahrhunderts den Ort zwischenzeitlich als Lehen erhielten, wurde er noch im selben Jahrhundert an das Kloster Gerlachsheim vergeben, in dessen Besitz er bis zur Säkularisierung verblieb.

Paimar

Relativ jung ist Paimar, das erst 1407 erstmals urkundlich erwähnt worden ist. Es gehörte stets zum Amtsbezirk Grünsfeld und teilte dessen Schicksal.

Zimmern

Aus Zimmern stammen die Freiherren von Zimmern, die erstmals 1155 urkundlich erwähnt wurden und nicht nur über ihren Stammsitz, sondern auch über andere Orte der Region herrschten. Nachdem sich die Herrschaft Ende des 12. Jahrhunderts mit der Herrschaft Lauda vereinigte, fiel sie 1213 an die Grafen von Rieneck. Über die Grafen von Leuchtenberg kam das Gebiet an das Fürstbistum Würzburg (näheres siehe oben).

Eingemeindungen

Grünsfeldhausen
  • 1. Februar 1972: Eingemeindung von Grünsfeldhausen
Paimar
  • 1. Januar 1973: Eingemeindung von Paimar
Zimmern
  • 1. Januar 1973: Eingemeindung von Zimmern
Krensheim
  • 1. Januar 1974: Eingemeindung von Krensheim
Kützbrunn
  • 1. Januar 1975: Eingemeindung von Kützbrunn

Politik

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

  1. CDU 70,2 % (+13,9) – 14 Sitze (+3)
  2. FWG 29,8 % (-2,8) – 6 Sitze (=)
  3. Andere 0,0 (-11,1) – 0 Sitze (-2)

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold eine silberne Lilie, an deren Bund angelehnt vorne ein goldener Dreieckschild mit fünf roten Balken, hinten ein silberner Halbrundschild mit einem blauen Pfahl.“

Städtepartnerschaften

Seit 1973 verbindet Grünsfeld eine Städtepartnerschaft mit Pfreimd, das früher ebenfalls zur Landgrafschaft Leuchtenberg gehörte. Nach der politischen Wende in der DDR kam eine Partnerschaft zu Großpostwitz in der Oberlausitz hinzu.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die St.-Achatius-Kapelle in Grünsfeldhausen

Grünsfeld und Zimmern verfügen über je einen Haltepunkt an der Frankenbahn (StuttgartWürzburg). Zwischen Lauda und Würzburg besteht ein ungefährer 2-Stunden-Takt mit RegionalBahnen der WestFrankenBahn.

Über die Bundesstraße 290 (TauberbischofsheimAalen) ist Grünsfeld an die Autobahn 81 angebunden.

Bildung

Mit der Dorothea-von-Rieneck-Schule verfügt die Stadt über eine Grund- und Hauptschule, die regionaler LRS- und Dyskalkuliestandort ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Das Renaissance-Rathaus in der Altstadt mit einem Treppenturm von 1620 ist ein fränkischer Profanbau aus dem Jahre 1579.

  • Von allen Seiten sichtbar ist die Stadtkirche St. Peter und Paul aus dem 15. Jahrhundert mit 75 m hohem Turm.
  • Im Stadtteil Grünsfeldhausen steht eine der wenigen noch erhaltenen romanischen Oktogonkirchen in Süddeutschland, die um 1220 erbaute St.-Achatius-Kapelle. Seit der Erbauung hat sich die Talsohle um ca. 3 m in mehreren Stufen erhöht. Von 1903 bis 1905 wurde der ursprüngliche Eingang wieder freigelegt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 319–322

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