Caroline Peters

Caroline Peters

Caroline Peters (* 1971 in Mainz) ist eine deutsche Schauspielerin, die sowohl für das Theater als auch für den Film sowie als Sprecherin in Audioproduktionen für das Radio arbeitet.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Caroline Peters ist die Tochter des Psychiaters Uwe Henrik Peters. Sie absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater des Saarlandes in Saarbrücken. Ihr erstes Engagement führte sie 1995 an die Berliner Schaubühne am Lehniner Platz.[1] Seit 1999 war sie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, an der Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Zürich und am Burgtheater Wien engagiert. Für ihre Darstellung der Rosalie in Höllenangst am Burgtheater war sie 2006 auch für den Nestroy-Theaterpreis in der Sparte „Beste Nebenrolle“ nominiert.

In der Spielzeit 2010/2011 wirkte Peters in Wien u. a. gemeinsam mit Christiane von Poelnitz, Tilo Nest und Peter Knaack an der österreichischen Erstaufführung von Roland Schimmelpfennigs Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes mit.[2] Gleichzeitig ist sie am Schauspiel Köln in der Uraufführung von Elfriede Jelineks Das Werk/Im Bus/Ein Sturz zu sehen.[3]

Ihr Fernsehdebüt gab Peters 1998 in Bernd Schadewalds Der Pirat. 2004 stand sie als Pia Himmelman für den israelischen Film Walk on Water vor der Kamera. Im März 2007 wurde Peters für ihre darstellerische Leistung in Arnies Welt zusammen mit den Schauspielkollegen Jörg Schüttauf und Matthias Brandt sowie Isabel Kleefeld (Buch/Regie) mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Nach Schluss mit lustig und Arnies Welt war Schlaflos an der Seite von Senta Berger bereits die dritte Zusammenarbeit mit Regisseurin Isabel Kleefeld. 2008 spielte sie als Kriminalkommissarin Sophie Haas die Hauptrolle in der Eifel-Krimiserie Mord mit Aussicht, die 2010 fortgesetzt wurde.

Gelegentlich leiht Peters ihre Stimme auch für Audioproduktionen für das Radio. So war sie etwa in Der Fleischgott von Daniel Goetsch, einer Produktion des WDR aus dem Jahr 2007, und in Die Restlichen von Sabine Schönfeldt, einer Produktion des ORF von 2010 zu hören.

Caroline Peters lebt in Wien und Berlin.[4]

Engagements am Theater

  • 2000–2005 Deutsches Schauspielhaus Hamburg:
Marie in Clavigo von Goethe, Regie: Jan Bosse
Elisabeth in Maria Stuart von Schiller, Regie: Ute Rauwald
Splatterboulevard, Regie: René Pollesch
Der okkulte Charme der Bourgeoisie, Regie: wie vorher
  • 2003–2008 Volksbühne Berlin:
Sex, Regie: René Pollesch
Telefavela, Regie: wie vorher
L'Affaire Martin, Regie: wie vorher
Cappuccetto Rosso, Regie: wie vorher
  • 2004–2011 Burgtheater Wien:
Salomé in Salome von Oscar Wilde, bearbeitet von Gerhard Rühm, Regie: Dimiter Gotscheff
Hallo, Hotel, Regie: René Pollesch
Helene in Vor Sonnenaufgang von Gerhart Hauptmann, Regie: Nicolas Stemann
Leonore von Este in Torquato Tasso von Goethe, Regie: Stephan Kimmig
Rosalie in Höllenangst von Johann Nestroy, Regie: Martin Kušej
Eve Harrington und Schauspieler in Das purpurne Muttermal, René Pollesch Regie: der Autor (Uraufführung)
Regan in König Lear von Shakespeare, Regie: Luc Bondy
Helena u. a. in Faust II von Goethe, Regie: Matthias Hartmann
Emilia in Othello von Shakespeare, Regie: Jan Bosse
Eleonore von England in Die Jüdin von Toledo von Franz Grillparzer, Regie: Stephan Kimmig
Karen in Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes von Roland Schimmelpfennig, Regie: der Autor
Dr. Cyprian in Professor Bernhardi von Arthur Schnitzler, Regie: Dieter Giesing
  • 2010/2011 Schauspiel Köln:
Das Werk/Im Bus/Ein Sturz von Elfriede Jelinek, Regie: Karin Beier[5]

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

  • 2006: Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Beste Nebenrolle“ für die Rolle der Rosalie in Höllenangst (Salzburger Festspiele/Burgtheater)
  • 2007: Adolf-Grimme-Preis für Arnies Welt

Trivia

Die Hamburger Band TempEau um den ehemaligen Selig-Sänger Jan Plewka hat Caroline Peters auf ihrem Album Kein Weg zurück ein Lied gewidmet.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Caroline Peters auf Presse- und PR-Büro Bianca Junker
  2. Caroline Peters im Burgtheater, zuletzt abgerufen am 1. August 2011
  3. Ausgewählte Pressestimmen auf SCHLAG Künstleragentur
  4. Tilmann P. Gangloff: „Dreharbeiten in Taka-Tuka-Land“, Magazin Nr. 2 vom 12. Januar 2008, einer Beilage zu Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten, und ihre Agenturseite unter den Weblinks
  5. Siehe zu allen Stücken auch die Vita auf ihrer Agenturseite unter den Weblinks und die Portale der jeweiligen Bühnen im Internet.

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