Hohenbodman

Hohenbodman
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Owingen
Owingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Owingen hervorgehoben
47.8083333333339.1708333333333535Koordinaten: 47° 48′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Bodenseekreis
Höhe: 535 m ü. NN
Fläche: 36,73 km²
Einwohner: 4249 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88696
Vorwahl: 07551
Kfz-Kennzeichen: FN
Gemeindeschlüssel: 08 4 35 047
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Hauptstraße 35
88696 Owingen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Günther Former
Lage der Gemeinde Owingen im Bodenseekreis
Karte

Owingen ist eine Gemeinde im westlichen Bodenseekreis, etwa sechs Kilometer nördlich von Überlingen im Bodensee-Hinterland in Baden-Württemberg, Deutschland. International bekannt wurde die Gemeinde durch die Flugzeugkollision des Bashkirian-Airlines-Flugs 2937 mit DHL-Flug 611 über Owingen am 1. Juli 2002.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Owingens findet sich in der Petershauser Chronik von 1134. Die Gegend wurde jedoch schon im 5. Jahrhundert durch die Alemannen besiedelt. Der Ortsteil Taisersdorf wird erstmals 1255 erwähnt.

Im 11. Jahrhundert wurde die Burg Hohenbodman erbaut, deren noch erhaltener Bergfried heute das Wahrzeichen der Gemeinde ist und als Aussichtsturm dient.

Durch die folgenden Jahrhunderte zieht sich eine enge, wenn auch nicht immer reibungsfreie Verbindung mit dem Kloster Salem, dem die Ortschaft seit 1324 untergeordnet war. Im Dreißigjährigen Krieg wird Owingen 1634 durch die Schweden zerstört und 1643 durch die Franzosen geplündert. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss und der Säkularisierung des Reichsstifts Salem wird Owingen badisch. Im Zuge der Revolution stellt Owingen im Mai 1849 Waffen und Soldaten für die badische Bürgerwehr auf.

Den Strukturwandel nach dem Zweiten Weltkrieg bewältigt die Gemeinde gut und versechsfacht ihre Einwohnerzahl bis heute ungefähr. In den 1960er Jahren war Owingen eine der ersten Gemeinden (außerhalb der größeren Städte) am Bodensee, die eine komplette eigene Kanalisation mit Kläranlage betrieb.

In die internationalen Medien geriet die Gemeinde im Jahr 2002 durch einen tragischen Unglücksfall: Am 1. Juli 2002 stieß im Luftraum über Owingen eine Passagiermaschine der Bashkirian Airlines mit einem Frachtflugzeug der DHL zusammen. 71 Menschen starben bei dem Unglück, darunter viele Kinder, die nach Spanien reisen sollten.

Politik

Owingen hat mit der Gemeinde Sipplingen und der großen Kreisstadt Überlingen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Bürgermeister

  • 1831–1842: Fidel Endres
  • 1842–1869: Johann Storck
  • 1870–1874: Josef Keller
  • 1874–1896: Josef Endres
  • 1896–1904: Gerhard Gams
  • 1904–1929: Wilhelm Endres
  • 1929–1945: Karl Mayer
  • 1946: Edwin Lutz
  • 1946–1969: Josef Fischer
  • 1969–2001: Karl-Friedrich Reiner
  • seit 2001: Günther Former

Partnergemeinde

Wirtschaft und Infrastruktur

Die bis zum Zweiten Weltkrieg rein bäuerlich-handwerklich geprägte Gemeinde profiliert sich in jüngerer Zeit vor allem als Ferien- und Ausflugsort.

Verkehr

Von Überlingen, das über die Bundesstraße 31 und mit der Bahn zu erreichen ist, gelangt man über die Landesstraße 195 oder mit dem Bus nach Owingen. Die Gemeinde gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.

Am Owinger Rathaus endet die fünfte und beginnt die sechste Etappe des Jubiläumswegs, ein 118 Kilometer langer Wanderweg, der 1998 zum 25-jährigen Bestehen des Bodenseekreises ausgeschildert wurde. Er führt über sechs Etappen durch das Hinterland des Bodenseekreises von Kressbronn über Neukirch (bei Tettnang), Meckenbeuren, Markdorf, Heiligenberg und Owingen nach Überlingen.

Bildungseinrichtungen

Owingen verfügt über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. In Owingen gibt es insgesamt drei Kindergärten.

Freizeit- und Sportanlagen

Owingen bietet sowohl einen Fußballklub als auch eine Tennis- und Golfanlage.

Gemeindegliederung

Zu Owingen gehören die drei Teilorte Billafingen, Hohenbodman und Taisersdorf.

Entwicklung des Gemeindegebiets

Eingemeindungen

  • 1972: Hohenbodman
  • 1973: Taisersdorf
  • 1975: Billafingen

Wappen der Ortsteile

Einwohnerentwicklung

  • 1945: 670
  • 2005: 4.105

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Regelmäßige Veranstaltungen

Steinböcke der Steinbockzunft Taisersdorf
  • Schwäbisch-alemannische Fasnet mit den „Owinger Hexen“, den "Owinger Nebelspaltern", der „Steinbockzunft Taisersdorf“, der „Narrengesellschaft Billafingen“ (mit der Narrenfigur „Einhorn“) und den „Bodmer Trole“.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand

Weblinks


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