Hooters

Hooters
Hooters of America, Inc.
Hooters, Inc.
Hooters-Logo.svg
Rechtsform Inc.
Gründung 1983
Sitz Clearwater (Florida); Atlanta (Georgia)
Branche Gastronomie
Produkte Burger, Chicken Wings, Sea Food, Salate
Website www.hooters.com
Angestellte (Hooters-Kalendergirl Melissa Poe) in typischer Arbeitskleidung

Hooters ist eine weltweit agierende US-amerikanische Systemgastronomiekette mit Angeboten wie Hamburger und Chicken Wings. Im Gegensatz zu Fastfood-Ketten ist Hooters jedoch kein Schnellrestaurant, sondern gehört zum Full-Service-Segment der Systemgastronomie. Das heißt, Speisen und Getränke werden am Tisch serviert, und es ist eine relativ lange Verweildauer des Gasts im Lokal beabsichtigt.

Inhaltsverzeichnis

Unternehmensgeschichte

Sechs Unternehmer gründeten 1983 die Firma Hooters, Inc. mit Sitz in Clearwater (Florida) und eröffneten dort im Oktober 1983 die erste Hooters-Beach-Bar. Am 4. Oktober 2008 feierte das Unternehmen sein 25-jähriges Jubiläum.

1984 wurde in Atlanta die Firma Hooters of America, Inc gegründet, die zunächst Franchisenehmer war. Sie erwarb 2001 von Hooters, Inc. die Marke Hooters und somit alle Vermarktungsrechte an Hooters-Produkten. Die meisten Hooters-Restaurants weltweit werden von Hooters of America (Atlanta) entweder selbst betrieben oder (außerhalb der USA durchweg) als Franchisegeber lizenziert. Von März 2003 an betrieb Hooters of America die Fluglinie Hooters Air, die verschiedene inneramerikanische Flüge zu beliebten Ferienzielen anbot. Im Januar 2006 wurde der regelmäßige Flugbetrieb jedoch eingestellt.

Innenraum eines Hooters-Restaurants in Chattanooga, Tennessee.

Das weiterhin bestehende eigenständige Unternehmen Hooters, Inc. (Clearwater) betreibt derzeit einige Hooters-Restaurants in Florida, New York (Bundesstaat) und Chicago sowie das im Februar 2006 eröffnete Hooters Casino Hotel (Hotelbetrieb mit angeschlossener Spielbank) in Las Vegas, Paradise (Nevada).

Im Januar 2010 gab es weltweit 469 Hooters-Restaurants in 28 Ländern auf allen Kontinenten, in denen knapp 25.000 Beschäftigte, darunter etwa 15.000 „Hooters-Girls“, arbeiten. Ende 2009 wurde das erste Hooters-Restaurant in Südafrika, Durban, eröffnet.[1] In Europa ist Hooters in Deutschland, Griechenland, Österreich, der Schweiz, Spanien, Tschechien und dem Vereinigten Königreich vertreten. Der Jahresumsatz von Hooters of America, Inc. wird auf etwa 275 Millionen US-Dollar, derjenige aller Hooters-Restaurants zusammen auf etwa das Zehnfache davon geschätzt.

Geschäftsmodell

Die Hooters-Kalendergirls Michelle Moya, Nicki Kretchmer und Melissa Poe geben Autogramme im Rahmen der Operation Let Freedom Wing auf dem Flughafen Kandahar, Juni 2004

Bekannt ist Hooters durch die aufreizende Dienstkleidung und das Verhalten (z. B. Tanzeinlagen) ihrer ausschließlich weiblichen Servierkräfte (Hooters-Girls) in den Hooters Sportsbars. Die Arbeitskleidung ähnelt der von Cheerleadern und besteht aus engen orangefarbenen Shorts, Feinstrumpfhose, weißem tief ausgeschnittenem Tank-Top mit einer aufgedruckten Eule und Turnschuhen. Freitags werden Top und Shorts in den USA traditionell in schwarzer Farbe getragen. Zunächst waren die Oberteile aus Baumwolle und wurden hochgeknotet, so dass die Brüste besonders betont wurden und die Kellnerinnen bauchfrei arbeiteten. In den 1990er Jahren wechselte man zu den bis heute üblichen eng anliegenden und auch den Bauch bedeckenden Tops aus Elastan. Jährlich wird in den USA die Miss Hooters International gewählt; bewerben können sich Hooters-Girls aus allen Filialen weltweit, die die Miss-Wahlen ihres Landes bzw. Bundesstaates zuvor gewonnen haben. 2009 findet die Wahl zur Miss Hooters International in Hollywood (Florida) statt. Das aufreizende Auftreten der Hooters-Girls wird von Frauenverbänden als sexistisch kritisiert. In den USA hat die Tatsache, dass keine Männer als Kellner eingestellt werden, zu einigen Gerichtsverfahren wegen geschlechtsspezifischer Diskriminierung am Arbeitsplatz geführt.

Die im Stil einer Sportsbar eingerichteten Lokale sind allesamt mit großen LCD-Fernsehern ausgestattet, auf denen aktuelle Sportereignisse übertragen werden. In den Restaurants sowie im Versandhandel werden Merchandising-Produkte wie T-Shirts, Baseballkappen sowie Jahreskalender mit Bikini-Fotos ausgewählter Hooters-Girls vertrieben.

Hooters of America, Inc. startete eine Initiative namens Operation Let Freedom Wing, bei der die Mädchen des Hooters-Kalenders und Popkünstler wie UC3 und Angela Lanza zu Truppenbesuchen bei amerikanischen Auslandseinsätzen geschickt werden.

Orange - der externe Auftritt des Unternehmens

Das aktuelle Logo, Einrichtung, Uniform sowie die Speisen sind noch fast unverändert wie im originalen Hooters-Restaurant. Nach eigenen Angaben stammt der Name „Hooters“ von der englischen umgangssprachlichen Bezeichnung für Eule, welche auch im Logo zu finden ist (das Wort leitete sich von dem Laut „hoo“ ab, lautmalerisch für das Johlen der Eule). Allerdings ist das Wort „Hooters“ auch ein umgangssprachlicher Ausdruck für die weiblichen Brüste. Inspiriert wurden der Legende nach die Gründer bei der Entscheidung für die Farbe Orange von der Vereinsfarben ihres Lieblings-Football-Teams aus Florida.

Zusammensetzung der Speisekarte

Die Speisekarte eines Hooters-Restaurants besteht vor allem aus Chicken Wings, Hooters-Burgern, Sandwiches, Meeresfrüchten und Salaten.[2] Dabei wirbt das Unternehmen mit seinen bekannten Chicken Wings in Kombination mit mehreren, selbst hergestellten Saucen in verschiedenen Schärfegraden sowie Geschmacksrichtungen. Des Weiteren stehen Quesadillas, Nachos, Suppen, Spareribs sowie diverse Nachspeisen auf der Karte.[2] Obwohl Hooters eine einheitliche Speisekarte in allen Restaurants anstrebt, gibt es länderspezifische Unterschiede. So findet man in Deutschland und Österreich z. B. keine Austern, Muscheln oder Krabben.

Als Getränke wird neben Softdrinks und Mineralwasser in den USA auch ein eigener Hooters-Energydrink angeboten.[3] In Deutschland wird an alkoholischen Getränken zusätzlich zu deutschen Biersorten auch eine Auswahl an amerikanischen Bieren sowie Longdrinks, Spirituosen und Cocktails angeboten.[4]

Bekannte ehemalige Mitarbeiterinnen

Hooters in den deutschsprachigen Ländern

Deutschland

Die erste deutsche Hooters Sportsbar wurde am 18. November 2005 in Neunkirchen (Saar) eröffnet. Ausschlaggebend für diese Standortwahl war u. a. die örtlich günstige Lage zur Ramstein Air Base, Baumholder, Miesau sowie Kaiserslautern mit einem hohen Anteil an US-Amerikanern. Im Bochumer „Bermudadreieck“ wurde am 31. Januar 2008 die zweite deutsche Filiale eröffnet.
Am 31. Oktober 2008 wurde in der Düsseldorfer Altstadt ein weiteres Hooters-Restaurant eröffnet. Am 16. Juli 2009 wurde mit einer großen VIP-Party das 4. Hooters-Restaurant in Deutschland eröffnet. Das Restaurant lag direkt am Berliner S-Bahnhof Tiergarten und war das weltweit erste Hooters mit Biergarten. Es bot 800 Außenplätze sowie 190 Sitzplätze im Restaurant. Seit September 2009 befindet sich in der Innenstadt von Karlsruhe das 5. Restaurant. Am 6. November 2009 wurde am Hohenzollernring in Köln ein weiteres Restaurant eröffnet, gefolgt vom ersten Restaurant in Frankfurt am Main in Alt-Sachsenhausen, welches am 21. November 2009 offiziell eröffnete. Das zweite Restaurant in Frankfurt am Main wurde am 11. August 2010 am Frankfurter Flughafen in der City Mall im Terminal 1 Bereich C eröffnet. Als Folge der Insolvenz der Muttergesellschaften Wings of Germany AG und Wings of Germany Betreiber AG und Co KG mussten die Filialen in Bochum, Köln, Düsseldorf und Berlin (Ende 2010)[5] ebenso Insolvenz anmelden und sind seit Anfang August 2010 geschlossen. Die Tochterunternehmen in Frankfurt bleiben hingegen geöffnet. Die Niederlassungen in Neunkirchen und Karlsruhe sind von der Insolvenz nicht betroffen, da sie nicht mit den insolventen Muttergesellschaften zusammenhängen.[6][7][8] Eine Filiale gab es kurzzeitig von Januar bis März 2011 auch in Potsdam. Diese wurde allerdings wieder geschlossen.

Österreich

In Österreich gibt es derzeit vier Hooters-Filialen (Oberwart, Graz-Liebenau, Graz-Gösting und Sankt Lorenzen im Mürztal). Bis 2010 sind Eröffnungen in den Städten Klagenfurt, Linz, Salzburg und Zell am See geplant.[9] Eine Filiale in Wien wurde 2007 geschlossen, unter anderem weil die vom Franchisegeber vorgeschriebene Umstellung von Keramik- auf Kunststoffgeschirr in der Wiener Innenstadt nicht durchgesetzt werden konnte.[10]

Schweiz

Das erste Hooters der Schweiz wurde in Interlaken eröffnet, ein zweites in Thun. Am 16. Mai 2007 wurde eine Filiale in Zürich eröffnet. Als vorläufige nächste Zielorte hat die Geschäftsleitung die Stadt Basel, das Tessin sowie möglicherweise auch Standorte in der Ostschweiz definiert.[11]

Einzelnachweise

  1. http://hooters.know-where.com/hooters/cgi/index?mapid=intl&design=default&lang=en
  2. a b Hooters.com
  3. http://hooters.com/_images/menu/Menus/Hooters_Menu.pdf
  4. [1] (Link nicht mehr abrufbar)
  5. Aus für die Busen-Burger : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv
  6. Hooters-Restaurants müssen Insolvenz anmelden
  7. SOL | Glück gehabt: Neunkircher Hooters doch nicht insolvent
  8. Karlsruher Busen-Burger insolvenzgefährdet
  9. Hooters - About Hooters_Fast Forward
  10. Unbenanntes Dokument
  11. swisshooters.com

Weblinks

 Commons: Hooters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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