Mitsubishi L100

Mitsubishi L100
Mitsubishi Motors Minicab
Hersteller: Mitsubishi Heavy Industries
Produktionszeitraum: 1966–heute
Klasse: Kleinstwagen
Karosserieversionen: Pritschenwagen 2 Türen
Lieferwagen / Van 4/5 Türen
Vorgängermodell: Mitsubishi 360
Nachfolgemodell: Mitsubishi Town Box
Mitsubishi Minicab (1987)
Mitsubishi L100 (1991-1999)
Mitsubishi Minicab Pritschenwagen (2000)

Der Mitsubishi Minicab oder Mitsubishi L100 ist ein Kei-Car, das als Minivan und Pritschenwagen von Mitsubishi Motors in Japan von 1966 bis heute hergestellt und vertrieben wurde. . Der Vorgänger des Minicab war der 360, eine Reihe von Kei-Cars (PKWs und Lieferwagen), die erstmals 1961 von Shin Mitsubishi Heavy Industries, einem von drei regionalen Automobilunternehmen von Mitsubishi Heavy Industries, die später zu Mitsubishi Motors zusammengefasst wurden, vorgestellt wurde. Die Wagen waren für die niedrigste Steuerklasse innerhalb der Kei-Cars gedacht und daher mit einem Motor mit nur 356 cm3 Hubraum bestückt.

Der Minicab-Lieferwagen wurde 1966 als Nachfolger des 360 herausgebracht, der als PKW nun Minica hieß. Er hatte den gleichen Motor wie dieser PKW, einen luftgekühlten Zweitaktmotor mit 359 cm3 und auf drei Seiten abklappbare Bordwände, die das Be- und Entladen erleichterten. 1971 wurde der Minicab erstmals überarbeitet: der Mitsubishi EL bot eine neue Innenausstattung und eine längere Pritsche. Die Straßenlage verbesserte sich durch die Aufhängung der Vorderräder an Querlenkern und der Hinterräder an Schraubenfedern. 1972 kam ein geschlossener Lieferwagen dazu und der Minicab W hatte auch einen neuen Motor. 1977 führte man die dritte Generation des Minicab ein. Auch er hielt die Beschränkungen der japanischen Steuergesetze ein, fiel aber als Mincab Wide 55 länger und breiter aus und besaß einen Motor mit 471 cm3 Hubraum. Er hatte auch neue Ausstattungsdetails, wie z.B. Defrosterdüsen für die Windschutzscheibe, eine Mittelkonsole und einen Zentrallüfter. 1981 ließ Mitsubishi die Bezeichnung „Wide 55“ fallen, da der Markt inzwischen den größeren Minicab akzeptiert hatte. Heckscheibenwischer und elektrisch verschließbare Hecktür wurden ebenso eingeführt wie ein Bremskraftverstärker und 1983 bekam der Flachbodenvan eine doppelte Wandkonstruktion, sodass sich ein flacher, offener Laderaum ergab.

Der Minicab wurde parallel mit dem Minica weiterentwickelt und 1984 wurde die vierte Generation eingeführt. Es gab zwar auch Verbesserungen für den Einsatz des Minicab als Lieferwagen, die meisten Veränderungen zielten aber auf einen Minicab als Freizeitfahrzeug. Rechteckige-schräge Scheinwerfer spielten im Styling eine wichtige Rolle, ebenso wie größere Fenster für bessere Rundumsicht. Mitsubishi bot fünfzehn Frontantriebs- und Allradversionen als Van / Kastenwagen und zehn verschiedene Pritschenwagen an. Die vierte Generation des Minicab enthielt viele in dieser Klasse führende Ausstattungsdetails an, wie z.B. selbstsperrende Freilaufnaben bei allen Allradantriebsmodellen oder einen Wendekreis von nur 3,7 m bei den Versionen mit Heckantrieb. Die Kombis hatten das erste Schiebedach in ihrer Klasse. Ab 1987 wurde der Minicab als erstes Kei-Car mit einem Turbomotor angeboten.

1989 und 1993 folgten weitere Überarbeitungen und 1999 wurde der Minicab-Van vom Town Box abgelöst, der auch als Nissan Clipper verkauft wurde.

Weblinks und Quellen


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