Veurne

Veurne
Veurne
Wapen veurne.jpg Flag of Furnes, Belgium.svg
Veurne (Belgien)
Veurne
Veurne
Staat Belgien
Region Flandern
Provinz Westflandern
Bezirk Veurne
Koordinaten 51° 4′ N, 2° 40′ O51.0727777777782.6625Koordinaten: 51° 4′ N, 2° 40′ O
Fläche 96,34 km²
Einwohner (Stand) 11.666 Einw. (1. Jan. 2010)
Bevölkerungsdichte 121 Einw./km²
Postleitzahl 8630
Vorwahl 058
Bürgermeister Jan Verfaillie (CD&V)
Adresse der
Stadtverwaltung
Stadsbestuur Veurne
Sint-Denisplaats 16
8630 Veurne
Webseite www.veurne.be

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Veurne (französisch Furnes) ist die Hauptstadt eines gleichnamigen Arrondissements in der belgischen Provinz Westflandern.

Inhaltsverzeichnis

Stadtgliederung und Lage

Die Gemeinde Veurne besteht aus den Stadtteilen und Teilorten:

  • Avekapelle
  • Booitshoeke
  • Bulskamp
  • De Moeren
  • Eggewaartskapelle
  • Houtem
  • Steenkerke
  • Veurne
  • Vinkem
  • Wulveringem
  • Zoutenaaie

Veurne liegt an der Bahn LichterveldeDünkirchen und ist durch Kanäle mit Nieuwpoort, Dünkirchen, Bergues und Ypern verbunden.

Geschichte

Am 13. August 1297 siegten die Franzosen unter Graf Robert II. von Artois über die Deutschen und Flandrer unter dem Grafen Wilhelm von Jülich. Veurne war früher befestigt und wurde 1583 von Alexander Farnese für Spanien erobert.

Städtepartnerschaften

Veurne unterhält seit 1974 eine Städtepartnerschaft mit Rösrath in Nordrhein-Westfalen.

Sehenswürdigkeiten

Der Marktplatz in Veurne (von links: Rathaus, Belfried und Walburga-Kirche)
Das Rathaus in Veurne
  • Der Marktplatz
Der große rechteckige Marktplatz wird von einem reizvollen Ensemble historischer Gebäude eingefasst. Darunter das Rathaus, der ehemalige Gerichtshof mit Turm und die alte Fleischhalle, alle aus dem frühen 17. Jahrhundert. Ebenfalls vom Markt aus zu bewundern sind die beiden Kirchen St. Walburga und St. Nicolas.
  • St.-Nicolas-Kirche
Die St.-Nicolas-Kirche stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert und wurde zwischen 1494 und 1497 wieder aufgebaut. Sie besitzt ein dreiteiliges Altarbild aus dem 16. Jahrhundert von Jan van Amstel.
Im Turm der Kirche befindet sich ein kleines Glockenspiel-Museum.
  • Spanischer Pavillon
Der Spanische Pavillon wurde zwischen 1448 and 1530 erbaut und bis 1586 als Rathaus genutzt.
  • St.-Walburga-Kirche
Der Vorgängerbau wurde bereits im 9. Jahrhundert erbaut. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde mit dem Bau einer größeren St.-Walburga-Kirche im gotischen Stil begonnen. Realisiert wurden nur der Chor, zwei Joche des Langhauses und die Basis des Turmes. Das tiefe Fundament des Turmes wurde in der Folge als Wasserspeicher (Citerne) für Brauch- und Löschwasser genutzt. Erst 1907 wurde das neugotisches Querhaus fertiggestellt.


Sonstige Bauwerke

  • NAVO-Toren  ist ein 243 Meter hoher Richtfunkmast in der Nähe der zu Veurne gehörenden Gemeinde Houtem.

Bußprozession

Bußprozession
St. Walburga

Alljährlich am letzten Sonntag im Juli findet in Veurne eine Bußprozession statt, bei der die Büßer, in das Gesicht verdeckende Gewänder gehüllt, schwere Kreuze und große Figuren schleppen. Diese Tradition entstand im 17. Jahrhundert, als Veurne von den Spaniern besetzt wurde.

Wenn „t' Bomtje“, die Glocke der St.-Nikolaus-Kirche Punkt 15:30 Uhr zur Bußprozession schlägt, dann werden die Läden der Kirmes auf dem Grote Markt geschlossen. Fanfaren erklingen. Vor jeder Gruppe kündet ein Schild von den biblischen Szenen, die in zeitgenössischen Kostümen nachgestellt werden. Ein Engel zitiert jeweils die entsprechenden Bibelstellen, wie z. B. Sündenfall, Stall von Bethlehem oder Pilatus. An die 200 vermummte, teils barfüßige Büßer schleppen bis zu 25 Kilo schwere Kreuze. Rainer Maria Rilke schrieb 1906: „Erst meint man freilich, gerade diesen Büßern fehle es an Ernst und Haltung. Aber je öfter man sie wiedersieht, desto aufrichtiger und unüberlegter wird ihr Tragen, desto mehr kommt unter der vollen Sonne das Kreuz über sie, mit seinem ganzen Sichschwermachen.“

Persönlichkeiten

Weblinks

 Commons: Veurne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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