- Sankt Margrethen
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St. Margrethen Basisdaten Kanton: St. Gallen Wahlkreis: Rheintal BFS-Nr.: 3236 PLZ: 9430 UN/LOCODE: CH STM Koordinaten: (765500 / 257782)47.4499979.633332402Koordinaten: 47° 27′ 0″ N, 9° 38′ 0″ O; CH1903: (765500 / 257782) Höhe: 402 m ü. M. Fläche: 6.85 km² Einwohner: 5395
(31. Dezember 2007)[1]Website: www.stmargrethen.ch Karte St. Margrethen ist eine politische Gemeinde im Kanton St. Gallen in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
St. Margrethen liegt am Ende des Rheintals, am Ufer des Alten Rhein. Die Gemeinde befindet sich zwischen St. Gallen und Bregenz direkt an der schweizerisch-österreichischen Grenze im Dreiländereck D-A-CH. Der Alte Rhein bildet die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz.
Nachbargemeinden sind Au SG und Rheineck im Kanton St. Gallen, Walzenhausen im Kanton Appenzell Ausserrhoden sowie Höchst und Lustenau in Vorarlberg.
St. Margrethen wird auch als das östliche Tor zur Schweiz bezeichnet.
Geschichte
St. Margrethen war schon zu Zeiten der Römer ein wichtiger Verkehrsknoten zu den historisch bedeutsamen Alpenpässen Splügen, Julier, Septimer und San Bernhardino. Die römische Ansiedlung trug den Namen Ad Rhenum und stand unter der Oberverwaltung von Brigantium.
Der Splügenpass war bis zur Eröffnung des Gotthard-Eisenbahntunnels 1881 die bedeutendste Nord-Süd-Verbindung. Ein von der Ostschweiz gewünschter Splügen-Eisenbahntunnel wurde trotz entsprechender Zusagen aus der Hauptstadt Bern nie in Angriff genommen. Im Jahre 1858 wurde die Eisenbahnstrecke nach Chur eröffnet, und durch den Bahnanschluss um 1872 an Bregenz erlangte St.Margrethen auch internationalen Anschluss. Der Orientexpress verkehrte ab 1924 auf der Arlberg-Route auch über den Grenzbahnhof St. Margrethen.
Mit der Eröffnung des Strassentunnels am San-Bernardino-Pass im Jahre 1967 bis zur Eröffnung des Gotthard-Strassentunnel im Jahre 1980 wurde das Rheintal wieder wichtige Nord-Süd-Transversale und St. Margrethen wichtige Grenzstelle für den Verkehr. Der Zoll St. Margrethen ist verkehrsgeplagt, da von dort bis nach Bregenz (Österreich) eine Lücke im Autobahnnetz auf der Strecke Zürich–München bzw. München–Mailand besteht und es deshalb vor dem Zoll häufig zu Staus kommt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Markant ist die auf einem nach drei Seiten steil abfallenden Felssporn befindliche Burgruine Grimmenstein aus dem Mittelalter. Darüber hinaus existiert die Festungsanlage Heldsberg, ein Artillerie-Fort (gebaut 1938–1940) aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg neben weiteren gut erhaltenen Schlössern, Edelsitzen und Gutshöfen aus der Zeit, als St. Margrethen noch mit dem Kloster St. Gallen verbunden war.
Etwas oberhalb von St. Margrethen befindet sich das Kloster Grimmenstein.
Das bekannte Mineralheilbad beruht auf einer 300-jährigen Tradition und bietet einen modernen Wellness-Bereich.
Nicht zuletzt zieht auch das bekannte Einkaufszentrum Rheinpark Touristen und Passanten an.
Wirtschaft
Durch die Lage von St. Margrethen am nördlichen Ende des Rheintales mit seinen wichtigen Alpenpässen und an der Mündung des Rheines in den Bodensee war St. Margrethen stets wichtiger Standort für Transport und Logistikunternehmen. Zur Zeit haben 24 Transportunternehmen ihren Standort in St. Margrethen.
Die Grenzlage erklärt auch das Vorhandensein der wichtigsten schweizerischen Banken wie UBS, Credit Suisse, Raiffeisen Bank, St. Galler Kantonalbank sowie regionaler Finanzinstitute wie Alpha RHEINTAL Bank, "Rowena Bank" und Volksbank Bodensee AG.
Es gibt eine Regionalzug-, Interregio-Express- und Eurocity-Anbindung durch die Schweizerische Bundesbahnen, Österreichische Bundesbahnen und Deutsche Bahn.
Der Flughafen Altenrhein ist nur 10 km entfernt und bietet täglich mehrere Linienflüge nach Wien an. Der Flughafen Zürich ist 100 km und München 200 km entfernt.
Siehe auch
Einzelnachweise
Weblinks
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