Eschweiler-Südstadt

Eschweiler-Südstadt
Kirchenvorplatz Ecke Marienstraße / Moltkestraße

Die südliche Innenstadt ist der südliche Teil der Innenstadt der Stadt Eschweiler in der Städteregion Aachen. Er ist im Norden begrenzt durch die Inde und Eschweiler Altstadt, im Osten durch dieBergrather Straße“, im Süden durch die Talbahnlinie undTalstraßesowie im Westen durch denLangwahn“. Durch ihren Ausbau wurden Eschweiler-Mitte und der Stadtteil Röthgen lückenlos miteinander verbunden. Obwohl Alt- und Südstadt aus verschiedenen Jahrhunderten stammen und klar von der AchseIndestraße (B 264)“/Inde getrennt werden, zählen beide zusammen bei der Bevölkerung als eine einzige Innenstadt.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau

Amtsgericht in der Kaiserstraße
St.-Antonius-Hospital
Neuapostolische Kirche in der Kaiserstraße

Der Straßenverlauf in dersüdlichen Innenstadtist beinah schachbrettartig mit Straßenkreuzungen im rechten Winkel. Die ost-westlich verlaufenden Straßen (zum BeispielEnglerthstraße“, „Josefstraße“, „Uferstraßeund östlicheKaiserstraße“) wurden meist parallel zum Indeverlauf angelegt, wenige im Gegensatz dazu exakt in Ost-West-Richtung (zum BeispielMarienstraßeund westlicheKaiserstraße“). Die nord-südlich verlaufenden weisen ebenfalls zwei verschiedene Ausrichtungen auf: Während die einen in strenger Nord-Süd-Richtung liegen (zum BeispielDechant-Deckers-Straße“, „Franzstraße“, „Rosenallee“, „Moltkestraße“, untereHompeschstraße“), liegen die anderen senkrecht zum Indebett (zum BeispielGrabenstraße“, „Neustraße“, obereHompeschstraße“, „Arndtstraße“), wodurch sich in dem Stadtviertel nicht nur rechte Winkel an den Kreuzungen, sondern auch 45°-Winkel ergeben.

In der südlichen Innenstadt befinden sich heute überwiegend Gebäude aus dem ausgehenden 19. und angehenden 20. Jahrhundert der Gründerzeit und teilweise des Jugendstils. Viele Gebäude wurden im Zuge der radikalen Modernisierung der 1960er Jahre abgerissen: die Schützenhalle (gebaut 1900, abgerissen 1957), die Reichsbankfiliale (gebaut 1899, abgerissen 1964), die Hauptgebäude der Eschweiler Burg (Abriss 1967), eine Volksschule (gebaut 1866, abgerissen 1974), die Bade- und Waschanstalt Kaiserstraße (gebaut 1898, abgerissen 1979) und das Verwaltungsgebäude Grabenstraße (gebaut 1878, abgerissen 1980).

Der Stadtgarten wurde immer wieder verkleinertdurch den Bau eines Parkplatzes, eines Einkaufszentrums und 2004 durch das 212-Plätze-StadtParkhaus. Der Musikpavillon dort wird am 23. Mai 1964 mit einem Platzkonzert eingeweiht, aber am 6. September 1980 wieder abgerissen.

Geschichte

Beginn der Bebauung

Die ältesten verbliebenen Bauwerke sind die drei Türme der Eschweiler Burg. Die älteste Straßenbezeichnung istLangwahnaus dem 17. Jahrhundert. Die erste Fahrbrücke aus Holz wird im Oktober 1821 an der Stelle errichtet, wo der Langwahn die Inde überquert und sich heute die moderne, vierspurige Brücke befindet, welche am 10. November 1978 dem Verkehr übergeben wurde. 1832 wird die Fußgängerbrücke an derKochsgasse“ – im VolksmundWurstbrückchen“ (Mundart: Wueschbröggelsche) – gebaut.

Der Beginn der Bebauung des neuen Eschweiler Stadtviertels südlich der Inde liegt im Jahre 1856. Es wird ein rund 60 Morgen großes Gelände erschlossen, und die ersten neuen Straßen heißenMarienstraße“, „Burgstraße“, „NeustraßeundNeugrabenstraße“. Letztere ist die geradlinige Verlängerung derGrabenstraßeder Altstadt. Maßgeblich beteiligt waren am Aufbau der neuen, südlichen Innenstadt die Brüder Franz und Joseph Rosen.

1858 erhält Eschweiler die preußischen Stadtrechte und zieht das Hospital in die Eschweiler Burg ein. Als erstes öffentliches, repräsentatives Gebäude in der neuen Südstadt wird am 1. Juli 1873 der Talbahnhof an der Talbahnlinie eingeweiht. 1876 wird in der südlichenNeustraße“ (heute:Moltkestraße“) das evangelische Pfarrhaus gebaut, 1877 das Postamt in dieNeugrabenstraßeverlegt, Oktober 1878 das Gymnasium in der Grabenstraße eingeweiht, 1881 EckeRosenallee“/„Marienstraßeein neues Amtsgerichtsgebäude errichtet, 1891 die Synagoge in der südlichenNeustraße“ (heute:Moltkestraße“) bezogen, 1892 hundert Meter entfernt die evangelische Kirche eingeweiht, 1895 zwischen den beiden Gotteshäusern die Landwirtschaftliche Winterschule für die Landkreise Aachen und Jülich eröffnet, 1898 als erste Waschanstalt des Aachener Reviers die Bade- und Waschanstalt errichtet und 1899 die Reichsbanknebenstelle eröffnet.

Zweite Bauphase

Denkmal für Ludwig Carbyn

1899 beginnt in einer zweiten Bauphase der endgültige Ausbau des südlichen und östlichen Teils dieses Stadtviertels und wird das Gebiet umVerbindungsstraße“ (heute:Bismarckstraße“) undKaiserallee“ (heute:Kaiserstraße“) bebaut. Gleichzeitig wird im Bereich der Altstadt mit der Bebauung nördlich derDürener Straßebegonnen:Peter-Paul-Straße“, „Parkstraße“, „GartenstraßeundKolpingstraße“. 1902, als Eschweiler rund 22.000 Einwohner zählt, wird Ludwig Carbyn Bürgermeister. In seiner bis Oktober 1910 dauernden Amtszeit fällt eine weitere Welle öffentlicher und repräsentativer Gebäudeauch in der südlichen Innenstadt: Ostern 1905 findet die erste Abiturprüfung der Stadt Eschweiler und des Kreises Aachen in derGrabenstraßestatt. Am 10. Januar 1907 wird der Neubau des Amtsgerichts Eschweiler in derKaiserstraßeeröffnet. 1909 werden das Reichsbankgebäude und die Städtische Volksbücherei eröffnet. Am 4. Oktober 1910 wird das Kriegerdenkmal in derMoltkestraßeunter Teilnahme von 70 Vereinen eingeweiht. Es muss am 20. November 1964 im Zuge der Straßenneugestaltung einem kleinen Parkplatz weichen.

1916 wird das Post- und Telegrafenamt EckeRosenallee“/„Kaiserstraßebezogen, nachdem es 1833 EckeHehlrather Straße“/„Poststraße“ (seit 1933:Jülicher Straße“) und 1877 an der BrückeGrabenstraße“ (später KinoPrimus-Palast an der Inde“, heute Kaufhaus) war. Ebenfalls zieht das Gymnasium um. In sein Gebäude in derGrabenstraßeziehen 1916 und 1920 Dienststellen der Stadtverwaltung. Im Laufe der Jahre wird das Gebäude so baufällig, dass es 1980 abgerissen wird. Zum ersten Mal kommt es in Eschweiler zu einer größeren Bürgerinitiative gegen den Abriss eines historischen Bauwerks, zum Teil unterstützt durch den just gegründeten Stadtverband der Grünen, jedoch erfolglos. Das neue Gebäude aus rotem Ziegel und Beton mit Wohnungen, Arztpraxen und Geschäften wird Dezember 1984 bezogen und erhält den NamenRathausresidenz“, und der ehemalige Schulhof mit seiner Baumreihe wird als kleiner Platz erhalten, wo im selben Jahr derEschweiler Narrenbrunnen“ (oderKarnevalsbrunnen“) errichtet und am 10. November 1985 eingeweiht wird.

Weimarer Republik und Zweiter Weltkrieg

Ehemaliges Kaufhaus Breuer

Am 16. Oktober 1923 wird auf dem GebäudeNeustraße 43die grün-weiß-rote Fahne der Rheinischen Republik durch Separatisten gehisst und im Gebäude ein Werbebüro eröffnet. Eine Woche später wird die Republik in Aachen ausgerufen und in Eschweiler geputscht. Wiederum eine Woche später weist die belgische Besatzungsmacht die Separatisten aus.

An der EckeEnglerth-/Grabenstraßesteht ein viergeschossiges Gebäude im Bauhaus-Stil aus den 1930er Jahren, ursprünglich das KaufhausBreuer“. 2006 wurde es restauriert und beherbergt seitdem ein Seniorheim und zwei Geschäfte. 1934 wird in derRosenalleegegenüber der Hauptpost das Feuerwehrdepot eingeweiht.

Im Zweiten Weltkrieg wird auch die südliche Innenstadt schwer getroffen. Am 16. September 1944 werden alle Brückenbis auf die FußgängerbrückenKochsgasse“ (Wurstbrückchen) undSchlachthof/Patternhof“ – gesprengt. Am 27. Oktober brennt die evangelische Kirche an derMoltkestraßeaus, ebenso die Ostseite derGrabenstraßeund derRosenallee“, das StadtsparkassengebäudeGrabenstraßeund das KinoPrimus-Palast“. Am 5. Dezember 1944 wird die Innenstadt auf Befehl der US-Amerikaner von der Zivilbevölkerung geräumt und das St.-Antonius-Hospital beschlagnahmt. Die Zivilisten werden im Stadtteil Röthgen untergebracht und die Talbahnlinie als Grenze festgelegt. Es kommt zu unzähligen Plünderungen in der Innenstadt. Erst Mai 1945 beginnen die ersten Aufräumarbeiten durch Dienstverpflichtete, und am Langwahn wird eine von drei Behelfsbrücken gebaut. Als erste der zerstörten Brücken wird am 11. Dezember 1948 die IndebrückeGrabenstraßedem Verkehr übergeben.

Abriss und Modernisierung

Nordostturm der ehemaligen Burg (links) und die 2005 abgerissene Isolierstation des Krankenhauses

Januar 1956 fällt mit dem Abriss der Thyssenschen Drahtfabrik an derMühlenstraße“ (heute: westlicheIndestraße“) der Startschuss zu einer beispiellosen Abriss- und Modernisierungswelle in der Eschweiler Innenstadt. Auf der Südseite derMarienstraßewerden ab März 1957 die Schützenhalle (heute: Sparkasse, Einweihung am 18. April 1959) und die Wohnhäuser bis auf die Faensen-Villa (Haus Nr. 7, erst Stadtbücherei, dann Kunstsammlung, heute Städtisches Seniorenheim) abgerissen, am 20. November 1964 auch das dortige Kriegerdenkmal. Der erste Spatenstich für die Inderegulierung ist am 24. April 1961, für die Arbeiten der Stadtsanierung und des vierspurigen Ausbaus derIndestraßeim März 1966. Der Abriss mehrerer Straßenzüge dauert von September 1970 bis November 1973, und während im April 1974 Braunkohlebagger die Kirche von Fronhoven abreißen, sind andere Bagger in der Altstadt undAn der Glocketätig. Auch die Eschweiler Burg wird bis auf drei Türme und die Isolierstation aus dem Jahre 1937 abgerissen; ihr Wahrzeichen, dieKaffemöll“, fällt am 2. März 1968. Im Mai 1968 ersetzen Parkplätze zwei historische Gebäude: die Landeszentralbankfiliale in derEnglerthstraßeund die Schützenhalle in derMarienstraße“. Abschluss der Inderegulierung nach 18 Jahren mit rund 9 Mio. D-Mark Kosten ist am 5. Dezember 1979.

Fußgängerzonen und Kulturzentrum

Kulturzentrum Talbahnhof am Raiffeisenplatz
Fußgängerzone Grabenstraße mit Blick in nördlicher Richtung auf den älteren und höher gelegenen Teil der Grabenstraße

Am 16. November 1974 wird die untereGrabenstraßeund östlicheEnglerthstraßeals erste Fußgängerzone des Kreises Aachen eröffnet, am 24. September 1979 auch dieNeustraße“. 2006 wird die gesamte Fußgängerzone völlig neu gestaltet.

Am 22. Mai 1983 wird der Personenbetrieb auf der Talbahnstrecke eingestellt und verliert der Talbahnhof seine Funktion. Vor ihm befand sich ein Springbrunnen mit Kreisverkehr, an der Ecke stand die Feuerwehrwache, schräg gegenüber ein kleiner Bushof. Seit 19. November 1994 wird der Bahnhof als Bistro und Kleinkunstbühne mit über 100 Veranstaltungen im Jahr von derKleinkunst-Initiative Euregiogenutzt. Seit 2004 halten hier auch wieder Züge der Euregiobahn, und 2006 wurde der kleine Bushof wiedererrichtet.

Am 9. November 1988 wird vor der evangelischen Kirche in derMoltkestraßeder Gedenkstein an die 1938 zerstörte Synagoge eingeweiht. Am 26. August 1989 muss das dortige Schulgebäude derWinterschule des Kreises Aachenaus dem Jahre 1895 einem modernen Wohngebäude weichen.

Am 2. März 1995 eröffnet das neue Einkaufszentrum mit Modehaus an der Stelle des ParkplatzesMarienstraße“, und 2005 wird der verbliebene Restparkplatz durch dasStadtParkhausersetzt. Die restaurierte evangelische Dreieinigkeitskirche wird am 9. Juli 1995 eingeweiht und ihr neu gestalteter und verkehrsberuhigter Vorplatz 2011 fertig gestellt. 1996 zieht die Volkshochschule Eschweiler in den Neubau neben dem Amtsgericht an derAnna-Klöcker-Anlage“.

Denkmäler

Einhard-Denkmal im Stadtgarten

Die südliche Innenstadt ist das Stadtviertel mit den meisten Denkmälern: das Einhard-Denkmal (übergeben am 31. Oktober 1990) und das Denkmal mit der InschriftDie Toten mahnenhaltet Friedenim Stadtgarten, bis 2008 der Karnevalsbrunnen vor der Rathausresidenz, das Carbyn-Denkmal im Park am Talbahnhof (errichtet am 22. November 1950), die Denkmäler am StadtParkhaus Kaiserstraße, das Stuchlik-Denkmal Uferstraße und an der Brücke Neustraße sowie zwei Denkmäler im Eingangsbereich des St.-Antonius-Hospitals.

Kinos

Das erste Eschweiler Kino wird Herbst 1907 in der GaststätteZur PetschEckeMarienstraße“/„Neustraßevon Bernhard Fischer eröffnet; hieraus entsteht später dasApollo-Theater“, welches November 1945 wiedereröffnet, September 1955 mit 586 Plätzen umgebaut wird und Mitte der 1990er schließt; im Kinosaal ist heute ein Buchhandel, im Eingangsbereich ein Restaurant (Kulturcafe). Weitere Kinos werden 1919 und 1949 in der Altstadt eröffnet. Am 4. September 1928 eröffnet derPrimus-Palastin derEnglerthstraßeund am 7. März 1957 dasCapitol-Theatermit 682 Sitzplätzen in derMarienstraße“. Nachdem der 1928 eröffnetePrimus-Palast1944 ausbrennt und im Juni 1947 in der Schützenhalle notdürftig alsPrimus in der Schützenhallewieder hergerichtet wird, eröffnet er am 5. März 1953 mit 777 Plätzen alsPrimus-Palast an der Indein derGrabenstraße“. Am 12. Oktober 1963 schließt er, und in dem Gebäude wird ein Supermarkt untergebracht. Später übernimmt derPrimus-Palastdas Gebäude desCapitol-Theaters“, wo er bis heute als letztes Kino Eschweilers besteht.

Straßennamen

Alte Straßenschilder Ecke Uferstraße / Neustraße

Fast alle Straßen der südlichen Innenstadt trugen seit ihrer Erschließung mehr als einen Namen. DieMarienstraßeerhielt ihren Namen nach der Schutz gebenden Gottesmutter Maria im Jahre 1861, ebenso dieNeustraße“, welche zuerstGesundheitsstraßehieß; ihre südliche Hälfte wurde erst 1910 inMoltkestraßeumbenannt. DieBurgstraßewurde 1897 inEnglerthstraßeumbenannt, dieNeugrabenstraße1883 inGrabenstraßeanalog zum nördlichen Straßenverlauf. Von 1883 stammt auch der Stadtratsbeschluss zur Benennung derRosenallee“; nur während der NS-Zeit hieß sieAdolf-Hitler-Straße“. 1883 wurde auch der NameVerbindungsstraßebeschlossen, 1933 diese jedoch inBismarckstraßeumbenannt. Ebenfalls 1883 wurde das SträßchenAn der Glockenach der dortigen Brauerei Brück benannt, weil die Glocke dort geläutet wurde, wenn frisches Bier gebraut war. Und wurde seit 1883 die Grenzstraße zwischen der südlichen Innenstadt und Röthgen entlang der TalbahnlinieBahnstraßegenannt, 1898 jedoch inTalstraßeumbenannt. Ebenfalls stand dort von 1866 bis zum 22. Juli 1974 eine Volksschule. Bis 1905 hieß dieJosefstraße“ „Violengasseund dieKaiserstraße“ „Kaiserallee“, und 1905 erhielt auch dieFranzstraßeihren Namen. DieUferstraßehieß von 1861 bis Anfang der 1880erAm Ufer“, vorherBalaklavastraße“. 1898 erhielt dieHompeschstraßeihren Namen, hieß jedoch von 1941 bis zum KriegsendeRudolf-Neubrand-Straßein Erinnerung an den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Eschweiler Ritterkreuzträger Rudolf Brand. Die heutigeMartin-Luther-Straßehieß von 1925 bis 1966Demmerstraßenach dem ersten evangelischen Pfarrer in Eschweiler-Mitte.

Kuriositäten

Jugendstilhaus von 1908 mit dem übrig gelassenen Sockel der ehemaligen Reichsbankfiliale
Südwestlicher Teil derRennbahn

Obwohl der nördliche Teil derGrabenstraßeder deutlich ältere Teil ist und der südliche Abschnittheute Fußgängerzoneerst Mitte des 19. Jahrhunderts erschlossen wurde, heißt bei den Eschweilern der nördliche Teilverlängerte Grabenstraße“.

Das Denkmal mit der InschriftDie Toten mahnenhaltet Friedenim Stadtgarten ist der verbliebene Sockel des 1964 abgerissenen Kriegerdenkmals von 1910.

Von der 1964 abgerissenen Reichsbankfiliale in derEnglerthstraßewurde ein 1 Meter hohes Mauerstück zur Erinnerung stehen gelassen.

Das RechteckNeu-/Marien-/Graben-/Englerthstraßeheißt im VolksmundRennbahn“, weil hier bis in die 1960er Jahre Mädchen in die eine und Jungen in die andere Richtung um den Block herum auf Brautschau gingen, zum Teil motorisiert. Treffpunkt war häufig das KinoApollo-Theater“.

Das am 10. Juni 1980 abgerissene Verwaltungsgebäude in derGrabenstraßewar so baufällig, dass jedes Jahr an Weiberfastnacht nur einmal genau zwei Personen gestattet war, auf dem Balkon zu stehen: dem Bürgermeister und dem Karnevalsprinzen bei der Rathausübergabe.

Zwei steinerne Straßenschilder erinnern daran, dass dieNeustraßeursprünglichGesundheitstraßeund dieUferstraßeerstBalaklavastraßehießen. Bei der heute ukrainischen Stadt Balaklawa fand 1854 im Krimkrieg die für das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland siegreiche Schlacht von Balaklawa gegen Russland statt. Und in derGesundheitstraßestellte eine KaffeeröstereiGesundheitskaffeeher. 2004 wurde an dieser Ecke eine Indeterrasse gebaut; bis 1973 standen dort Häuser.

Verkehr

Durch die beiden AchsenFranzstraßeDechant-Deckers-StraßeundMarienstraßeMartin-Luther-Straßefahren zahlreiche Buslinien, welche auch den Euregiobahn-HaltEschweiler Talbahnhof/Raiffeisenstraßebedienen. 10 bis 15 Fußminuten von der südlichen Innenstadt entfernt liegt der Eschweiler Hauptbahnhof sowie an deren Nordwestspitze der Bushof.

Siehe auch

Übersichtsbild

Blick auf die südliche Innenstadt mit Dreieinigkeitskirche, Sparkassengebäude und St. Antonius-Hospital gen Südwesten sowie im Vordergrund Inde und B 264

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