- Kanadische Rugby-Union-Nationalmannschaft
-
Kanada Spitzname(n) 'Canucks, Maple Leafs' Verband Rugby Canada Trainer Kieran Crowley Kapitän Pat Riordan Meiste Länderspiele
Al Charron (76)Meiste erzielte Punkte
Gareth Rees (487)Meiste erzielte Versuche
Winston Stanley (23)Erstes Länderspiel
Japan 9:8 Kanada
(31. Januar 1932)Höchster Sieg
Barbados 3:71 Kanada
(24. Juni 2006)Höchste Niederlage
England 70:0 Kanada
(13. November 2004)Weltmeisterschaft
Teilnahmen: 6
Bestes Ergebnis: Viertelfinale 1991IRB-Kürzel : CAN IRB-Rang : 13. (72.92 Punkte) (Stand: 24. Oktober 2011)[1] Die Kanadische Rugby-Union-Nationalmannschaft vertritt Kanada auf internationaler Ebene in der Sportart Rugby Union. Sie wird vom Weltverband International Rugby Board (IRB) in die zweite Stärkeklasse (second tier) eingeteilt. Das erste Länderspiel wurde 1932 gegen Japan ausgetragen. Die Mannschaft konnte sich bisher stets für die Weltmeisterschaft qualifizieren und erreichte 1991 mit dem Einzug ins Viertelfinale ihr bestes Ergebnis. Sie nimmt seit 2003 am jährlich stattfindenden Churchill Cup teil. Der zuständige Verband heißt Rugby Canada.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
1874 fand in Cambridge (Massachusetts) zwischen den Universitäten McGill und Harvard das erste internationale Rugbyspiel Nordamerikas statt. Noch heute treten beide Universitäten jeden November aufeinander und spielen nach den ursprünglichen Rugby-Regeln um den Covo Cup. Als ältester nichtuniversitärer Verein des Landes gilt der 1876 gegründete Westmount Rugby Football Club aus Montreal.
1884 erfolgte die Gründung des Verbandes Canadian Rugby Football Union. 1909 stiftete der Vierte Earl Grey den Grey Cup für die beste Rugbymannschaft Kanadas. Während dieser Zeit begann sich kanadisches Rugby jedoch deutlich vom traditionellen britischen Rugby zu unterscheiden und entwickelte sich nach verschiedenen Regeländerungen allmählich zu Canadian Football. Heute ist der Grey Cup die Meistertrophäe der Canadian Football League.
Während des ersten und zweiten Weltkriegs war der Rugby-Spielbetrieb eingestellt, doch in der Zwischenkriegszeit erlebte dieser Sport eine Art Renaissance. 1919 spielte eine Auswahl der kanadischen Armee um den King’s Cup gegen Auswahlen der verschiedenen britischen Teilstreitkräfte, sowie der Expenditionskorps der Dominons Neuseeland, Südafrikanische Union und Australien. 1929 wurde der Verband unter der Bezeichnung Rugby Union of Canada neu gegründet und 1932 fand das erste Länderspiel statt, bei dem die Kanadier auswärts knapp gegen Japan verloren.
Kanada war eines der 16 Länder, die 1987 vom IRB zur ersten Rugby-Union-Weltmeisterschaft eingeladen wurden. In ihrem allerersten WM-Spiel schlugen die Kanadier Tonga mit 37:4, verloren aber die weiteren Gruppenspiele gegen Irland und Wales. Bei der WM 1991 erreichten sie mit Siegen gegen Fidschi und Rumänien sowie einer Niederlage gegen Frankreich das Viertelfinale. Dort wurden sie allerdings von den Neuseeländern geschlagen.
Im November 1993 siegten die Kanadier sensationell gegen Wales und im Juni 1994 gegen Frankreich. Bei der WM 1995 konnte allerdings nur Rumänien bezwungen werden, vier Jahre später Namibia. Auch bei der WM 2003 konnten sie nur einmal gewinnen, gegen Tonga. Bei der WM 2007 reichte es nur zu einem Unentschieden gegen Japan.
Kanada war die erste Nationalmannschaft, die sich neben den vorqualifizierten Teams für die Weltmeisterschaft 2011 qualifizieren konnte. Dies gelang durch einen Sieg über die Vereinigten Staaten bereits zwei Jahre vor dem Beginn des Turniers. Bei der Weltmeisterschaft in Neuseeland konnte trotz eines 25:20 Sieges gegen Tonga und eines Unentschieden gegen Japan nur der vierte Platz in der Gruppe A erreicht werden. Somit muss sich Kanada für die Weltmeisterschaft 2015 erneut qualifizieren.
Stadien
Die Nationalmannschaft verfügt zurzeit über kein permanentes Heimstadion und trägt ihre Spiele deshalb an verschiedenen Orten aus, die über das ganze Land verteilt sind. Das BMO Field in Toronto ist als Nationalstadion vorgeschlagen worden. Es besteht jedoch die Absicht, zukünftig das noch in der Planungsphase befindliche Whitecaps Waterfront Stadium in Vancouver zu nutzen. Somit hätte die Nationalmannschaft ihre Basis in der Rugby-Hochburg British Columbia.
Erfolge
Länderspiele
Stand: 22. November 2008
Land Spiele Gewonnen Verloren Unentschieden Argentinien 8 2 6 0 Australien 6 0 6 0 Barbados 1 1 0 0 Barbarians 2 0 1 1 Chile 2 2 0 0 England 6 0 6 0 Fidschi 8 2 6 0 Frankreich 7 1 6 0 Hongkong 6 5 1 0 Irland 4 0 3 1 Italien 6 2 4 0 Japan 18 8 9 1 British and Irish Lions 1 0 1 0 Namibia 1 1 0 0 Neuseeland 4 0 4 0 New Zealand Māori 3 0 3 0 Portugal 1 1 0 0 Rumänien 3 2 1 0 Samoa 2 0 2 0 Schottland 4 1 3 0 Südafrika 2 0 2 0 Tonga 5 3 2 0 Vereinigte Staaten 43 31 11 1 Uruguay 7 6 1 0 Wales 11 1 10 0 Total 161 69 88 4 Ergebnisse bei Weltmeisterschaften
- Weltmeisterschaft 1987: Vorrunde (1 Sieg)
- Weltmeisterschaft 1991: Viertelfinalist (2 Vorrundensiege)
- Weltmeisterschaft 1995: Vorrunde (1 Sieg)
- Weltmeisterschaft 1999: Vorrunde (1 Sieg)
- Weltmeisterschaft 2003: Vorrunde (1 Sieg)
- Weltmeisterschaft 2007: Vorrunde (1 Unentschieden)
- Weltmeisterschaft 2011: Vorrunde (1 Sieg, 1 Unentschieden)
Bekannte Spieler
- Dan Baugh
- Mark Cardinal
- Al Charron
- Glen Ennis
- Mike James
- Dave Lougheed
- Gordon MacKinnon
- Gareth Rees
- Rod Snow
- Winston Stanley
- John Tait
- Colin Yukes
- Morgan Williams
- Nikyta Witkowski
Einzelnachweise
- ↑ IRB World Rankings - 17 January 2011. In: IRB.com, 24. Oktober 2011. Abgerufen am 31. Oktober 2011.
Weblinks
Rugby-Union-NationalmannschaftenErste Stärkeklasse (First tier)
Argentinien | Australien | England | Frankreich | Irland | Italien | Neuseeland | Schottland | Südafrika | WalesZweite Stärkeklasse (Second tier)
Fidschi | Japan | Kanada | Rumänien | Samoa | Tonga | Vereinigte StaatenDritte Stärkeklasse (Third tier) mit WM-Teilnahme
Elfenbeinküste | Georgien | Namibia | Portugal | Russland | Spanien | Simbabwe | UruguayDritte Stärkeklasse (Third tier) ohne WM-Teilnahme
Ägypten | Algerien | Amerikanisch-Samoa | Andorra | Armenien | Aserbaidschan | Bahamas | Barbados | Belgien | Benin | Bermuda | Bosnien und Herzegowina | Botsuana | Brasilien | Britische Jungferninseln | Brunei | Bulgarien | Burkina Faso | Burundi | Chile | China | Cookinseln | Costa Rica | Dänemark | Deutschland | Dominikanische Republik | El Salvador | Estland | Finnland | Ghana | Griechenland | Guam | Guatemala | Guyana | Hongkong | Indien | Indonesien | Iran | Israel | Jamaika | Jordanien | Kaimaninseln | Kambodscha | Kamerun | Kasachstan | Kenia | Kirgisistan | Kolumbien | Rep. Kongo | Kroatien | Laos | Lettland | Libanon | Libyen | Litauen | Luxemburg | Macao | Madagaskar | Malaysia | Mali | Malta | Marokko | Martinique | Mauretanien | Mauritius | Mayotte | Mexiko | Moldawien | Monaco | Mongolei | Neukaledonien | Niederlande | Niger | Nigeria | Niue | Norwegen | Österreich | Pakistan | Panama | Papua-Neuguinea | Paraguay | Peru | Philippinen | Polen | Réunion | Ruanda | Salomonen | Sambia | Schweden | Schweiz | Senegal | Serbien | Singapur | Slowakei | Slowenien | Sri Lanka | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Südkorea | Swasiland | Tahiti | Taiwan | Tansania | Thailand | Togo | Trinidad und Tobago | Tschechien | Tunesien | Türkei | Turkmenistan | Uganda | Ukraine | Ungarn | Usbekistan | Vanuatu | Venezuela Zypern |Aufgelöste Mannschaften
Arabien | DDR | Jugoslawien | Sowjetunion | Ostafrika | TschechoslowakeiInoffizielle Mannschaften
Australia A | British and Irish Lions | Junior All Blacks | New Zealand Māori | Pacific Islanders
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