Essen-Bedingrade

Essen-Bedingrade
Wappen von Bedingrade
Wappen der Stadt Essen

Bedingrade
Stadtteil von Essen

Lage von Bedingrade im Stadtbezirk IV Borbeck
Basisdaten
Fläche 2,93 km²
Einwohner 12.259 (31. März 2011)
Bevölkerungsdichte 4184 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 28′ 0″ N, 6° 55′ 34″ O51.4666666666676.926111111111192Koordinaten: 51° 28′ 0″ N, 6° 55′ 34″ O.
Höhe 92 m
Eingemeindung 1. Apr. 1915
Räumliche Zuordnung
Postleitzahlen 45357, 45359
Stadtteilnummer 17
Bezirk Stadtbezirk IV Borbeck
Bild
Lutherhaus

Lutherhaus

Quelle: Statistik der Stadt Essen

Essen-Bedingrade (auf Borbecker Platt Beddingroode genannt) ist ein Stadtteil im Westen der Stadt Essen. Der Stadtteil grenzt im Norden an den Stadtteil Frintrop, im Osten an Borbeck als nächstes Mittelzentrum, im Süden an Schönebeck, sowie im Westen an die Nachbarstädte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Stadtteilwappen von Bedingrade

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Bauernschaft Bettingrath im 11. Jahrhundert. Bekannt sind hier die alten Höfe Heuckes, Grafschschmidt, Paus, Kirchmann und Grote. Zusammen mit der Eingemeindung der Bürgermeisterei Borbeck wurde Bedingrade 1915 ein Stadtteil von Essen.

Markant ist auch das Stammhaus an der Schloßstraße 357, ein denkmalgeschütztes Fachwerkhaus, das schon 1604 urkundlich erwähnt wurde. Am Heerweg nach Wesel gelegen, diente es dem spanischen Oberst La Valotta und dem Obristen Martin Schenk von Nideggen als Herberge.[1]

Charakter

Der dörfliche Charakter hat sich mit seinen vielen Grünflächen des Stadtteils weitgehend bis in die Gegenwart erhalten. Sonst dominiert hauptsächlich Wohnbebauung, bestehend aus Ein-und Mehrfamilienhäusern, erbaut durch private und öffentliche Bauträger. Die späten 1950er und 1960er Jahre waren von verstärktem Bau von Werkswohnungen und allgemeinem sozialen Wohnungsbau geprägt.

Ein Naherholungsgebiet und zugleich eine Sehenswürdigkeit stellt ein Wäldchen zwischen Bedingrade, Schönebeck und Mülheim-Dümpten dar, welches Sippchen oder "Siepchen" genannt wird. Der eigentliche Name ist Hexbachtal,ein sogenanntes Siepental. Der Läppkes Mühlenbach fließt hier durch und bildet die natürliche Ortsgrenze zu Mülheim/Ruhr. In diesem Tal ist auch ein traditionelles Pferde- und Kutschunternehmen (Hof Lugge) ansässig.

An der Frintroper Straße 326 befindet sich der Wasserturm Bedingrade aus dem Jahre 1897. In Bedingrade befindet sich das Lutherhaus, die Heimat der Ev. Kirchengemeinde Essen-Bedingrade-Schönebeck. Die katholische Kirche St. Franziskus, bis 2008 eigene Pfarrei, seitdem eine Filialkirche der Großpfarrei St. Josef, befindet sich ebenfalls in Bedingrade. Nicht weit von der Franziskus-Kirche befindet sich das Franziskus-Haus, ein ehemaliges Krankenhaus, das heute unter anderem als Altenheim genutzt wird. Östlich davon ist ein weiteres Naherholungsgebiet zu finden, das im Volksmund "Lunapark" genannt wird, und sich bis zur Schlossstraße in Borbeck erstreckt.

Verkehr

Die Straßenbahnlinie 105, die Buslinien 143, 185 und 186 sowie die Nachtexpresse NE11 und NE12 der EVAG fahren durch Bedingrade und bieten Direktverbindungen nach Borbeck-Mitte sowie in die Innenstädte von Essen, Bottrop und Oberhausen.[2]

Die Bundesstraße 231 verläuft quer durch den Stadtteil und verbindet Oberhausen (CentrO) mit der Essener Stadtmitte. Zwei bis drei Kilometer südlich davon befindet sich die Anschlussstelle Mülheim-Winkhausen des Ruhrschnellweges A 40, sechs Kilometer nördlich die A 42 mit der Anschlussstelle Bottrop-Süd.

Bilder

Weblinks

 Commons: Essen-Bedingrade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Stammhaus in der Denkmalliste der Stadt Essen
  2. Essener Verkehrs-AG

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