Bistumsliga Berlin

Bistumsliga Berlin
Regionale Einordnung der Bistumsliga

Die Bistumsliga Berlin e.V. ist eine 1990 entstandene katholische Freizeitfußballliga, welche momentan fünf verschiedene Wettbewerbe umfasst. Am regulären Ligabetrieb, der Bistumsliga-Fußball-Meisterschaft (kurz Bistumsmeisterschaft), nehmen gegenwärtig 50 Mannschaften aus der Region des Erzbistums Berlin in sechs Spielklassen teil.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Bistumsliga Berlin in jüngerer Vergangenheit speziell aufgrund ihres integrativen Charakters. Als eines der ersten ursprünglich kirchlich organisierten Projekte wurde der Verein bereits vor einiger Zeit, unabhängig vom jeweiligen Glauben oder der Staatsbürgerschaft, allen Interessenten zugänglich gemacht. Daher nehmen heute, neben den noch immer vorhandenen christlich geprägten Mannschaften, auch viele Teams und Spieler anderer Religionen und verschiedenster Nationalitäten am Spielbetrieb teil.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Bistumsliga

Entwicklung der Bistumsmeisterschaft

Entwicklung der an der Meisterschaft teilnehmenden Teams

Im Jahr 1990 trafen sich Vertreter mehrerer bereits bestehender katholischer Fußballmannschaften aus verschiedenen Kirchengemeinden des Bistums Berlin, um über die Möglichkeit zu beraten, eine regelmäßige Fußballmeisterschaft untereinander auszutragen. Diese Meisterschaft sollte die bis dahin teilweise schon seit Jahren stattfindenden Freundschaftsspiele ersetzen. Neun Teams waren es schließlich, die im Herbst des Jahres eine Liga bildeten und den Spielbetrieb um den Titel des Bistumsmeisters aufnahmen. In der ersten Saison 1990/91 konnte sich die Mannschaft Brandenburg aus der Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit (in Brandenburg an der Havel) die Meisterschaft sichern[1].

Obwohl die neu geschaffene Liga von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt blieb, erfreute sie sich bereits nach kurzer Zeit auch in weiteren Gemeinden regen Interesses. So wuchs schon im zweiten Jahr ihres Bestehens die Anzahl der an der Bistumsmeisterschaft teilnehmenden Mannschaften auf 13. Ein weiterer Anstieg auf 15 mitspielende Teams in der darauf folgenden Saison 1992/93, ermöglichte bereits zu diesem Zeitpunkt die Erweiterung der Bistumsmeisterschaft um eine zusätzliche Liga.

Den bis heute deutlichsten Zuwachs an Mannschaften erfuhr das Turnier in der Spielzeit 1995/96. Allerdings erforderten die nun 29 teilnehmenden Teams eine Umstrukturierung und erneute Erweiterung des Ligasystems. Die 2. Liga wurde daher in die Staffeln A und B aufgeteilt und eine 3. Liga hinzugefügt. Dieser veränderte Aufbau der Meisterschaft erlaubte die Aufnahme fünf weiterer Mannschaften in der folgenden Saison.

Dennoch musste bereits in der Spielzeit 1997/98 die Bistumsmeisterschaft abermalig um eine Spielklasse, die 4. Liga, ergänzt werden, um alle 43 nun partizipierenden Mannschaften integrieren zu können. Diese Struktur wurde bis in die Saison 2001/02 beibehalten.

In jener Spielzeit entschloss sich die Ligaleitung, den Aufbau der Meisterschaft erneut zu ändern, diesmal jedoch nicht der Aufnahme neuer Teams wegen, sondern um die Ligastruktur zu vereinfachen. Die Zweiteilung der 2. Liga wurde aufgehoben und im Gegenzug eine 5. Liga gegründet. Die lineare Anordnung der Spielklassen brachte neben einer verbesserten Übersichtlichkeit auch den Vorteil mit sich, dass in Zukunft problemlos neue Ligen an das bestehende System angegliedert werden konnten, sofern das erforderlich würde.

Diese Möglichkeit wurde schließlich in der aktuellen Saison 2006/07 mit der Einführung der 6. Liga genutzt. Bereits in der vergangenen Spielzeit hatten die Organisatoren der Bistumsmeisterschaft die große Nachfrage nach einer weiteren Spielklasse erkannt und im Laufe der Saison vorerst eine inoffizielle 6. Liga, die so genannte Wartelistenliga, gegründet. Zwar haben zur aktuellen Saison fünf etablierte Teams den Spielbetrieb der Bistumsmeisterschaft verlassen, doch die 6. Liga konnte trotz des Auffüllens der frei gewordenen Plätze planmäßig eingeführt werden, obgleich die ihre Kapazität mit fünf teilnehmenden Mannschaften nicht ausgeschöpft ist[2].

Entwicklung weiterer Turniere

Als sich im Herbst 1990 die neun Gründungsmitglieder der Bistumsliga zusammenfanden und den Spielbetrieb aufnahmen, verfolgten sie vorerst ausschließlich das Ziel, eine Meisterschaft, die Bistumsmeisterschaft, auszutragen. Mit der steigenden Anzahl an gemeldeten Mannschaften wurde jedoch schnell der Ruf nach anderen Turnieren in anderen Austragungsformen laut. Daher wurde in der Saison 1992/93, nur zwei Jahre nach Gründung der Bistumsliga, der erste Pokalwettbewerb in den Spielplan aufgenommen. Der so genannte Bistumscup erfreute sich schnell großer Beliebtheit und etablierte sich daher dauerhaft im Terminplan.

Die stetige Zunahme an Mannschaften im Spielbetrieb der Bistumsliga riss jedoch auch in den Folgejahren nicht ab, und so entschlossen sich die Organisatoren in der Spielzeit 1994/95 ein zweites Pokalturnier zu lancieren. Mit der ersten Austragung des ersten Ligapokals schuf man den bis heute einzigen vollständig im K.-o.-System ausgetragenen Wettbewerb der Bistumsliga. Auch die Einführung des Ligapokals war nachhaltig erfolgreich.

Trotz dieses Erfolgs wurde bis in die Saison 1997/98 vorerst kein weiteres Turnier in den Spielplan der Bistumsliga aufgenommen. Aufgrund der wachsenden Popularität des Hallenfußballs und der damit einhergehenden Möglichkeit, die Winterpause des Ligabetriebs zu überbrücken, wurde dann jedoch das Hallen-Masters eingeführt. Die erste Austragung dieses Wettbewerbs fand am 24. und 31. Januar 1998 in den Hallen der Alten Försterei statt[3]. Das Hallen-Masters vervollständigte den Turnierplan der Bistumsliga in Berlin und ist daher das jüngste regionale Turnier.

Die insgesamt kürzeste Vergangenheit als Wettbewerb hat jedoch der Interbistumscup. Dieses Turnier bietet den Mannschaften der Bistumsliga Berlin seit der Saison 2000/01 die Möglichkeit, sich mit über die Bistumsgrenzen hinaus mit Teams aus dem Großraum Cottbus zu messen. Obwohl er gemessen an der Anzahl der teilnehmenden Teams den kleinsten Wettkampf darstellt, konnte sich auch der Interbistumscup schnell im Turnierplan der Bistumsliga etablieren.

Dauerhaft nicht durchsetzen konnte sich hingegen das ISC, eine Partie einer Bistumsligaauswahl gegen die Frauenfußballmannschaft von Tennis Borussia Berlin. Im Jahr 2001 wurde dieses Spiel von der Auswahl der Bistumsliga mit 4:1 gewonnen[4], 2002 siegte dann die Frauenmannschaft von Tennis Borussia Berlin mit 2:1[5]. Das engste Resultat des ISC gab es 2003, als es bei einem Spielstand von 4:4 nach Ablauf der regulären Spielzeit sogar zum Elfmeterschießen kam. Dieses konnte die Bistumsligaauswahl letztlich mit 9:8 für sich entscheiden[6]. Seither hat jedoch kein weiterer Vergleich stattgefunden.

Entwicklung der Bistumsliga Berlin auf einen Blick

Die sportliche Entwicklung der Bistumsliga Berlin auf einen Blick

Entwicklung der Organisation

In den Anfangsjahren der Bistumsliga war der organisatorische Aufwand für die Planung des Ligabetriebs relativ gering, weswegen ein Verwaltungsapparat zur Leitung der Liga noch nicht benötigt wurde. Auch der Informationsfluss, beispielsweise der Austausch von Spielergebnissen, Torschützen, etc. konnte zu dieser Zeit noch formlos telefonisch aufrechterhalten werden. Wichtige Mitteilungen zu den Regeln, Ansetzungen und Tabellen wurden zwar bereits als Kopien an die Mannschaften weitergeleitet, allerdings gab es dafür bis in das Jahr 1995 hinein faktisch keine durchgehende Systematik.

Der Zuwachs an Mannschaften in der Saison 1995/96 sowie der komplexere Aufbau der stetig wachsenden Bistumsmeisterschaft machten nun aber der Ligaleitung die Unumgänglichkeit eines solchen Systems deutlich. Daher erschien im Juli 1995 erstmals der Bistumsliga Informationsdienst (BL-ID) mit einer „Null-Nummer“[7], welcher Spielregeln und Ansetzungen der kommenden Saison beinhaltete. Der BL-ID mit der laufenden Nummer 1 wurde schließlich am 2. September 1995 veröffentlicht[8]. Schnell etablierte sich dieses daraufhin ungefähr monatlich herausgegebene Heft als kaum mehr entbehrliches Kommunikationsmedium und hat diese Stellung bis heute nicht verloren.

Doch auch die Organisatoren selbst gerieten mit der steigenden Anzahl an Teams und Ligen zunehmend an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Als die Bistumsliga in die Saison 1997/98 startete, wurde klar, dass der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung der Spiele ohne eine feste Organisationsstruktur nicht mehr abgedeckt werden konnte. Aufgrund dessen wurde im Herbst 1997 von der Ligaleitung der Verein Bistumsliga Berlin e.V. gegründet.

Der Verein Bistumsliga Berlin e.V.

Allgemein

Der Verein Bistumsliga Berlin ist am 22. September 1997 mit dem Beschluss der Satzung in der Mitgliederversammlung gegründet und am 19. August 1998 ins Vereinsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer 18476 Nz eingetragen worden[9]. Aufgrund des Eintrags ins Vereinsregister wird seither der Zusatz „e.V.“ im Namen geführt. Für die Verwendung des Wortes „Bistum“ in der Vereinsbezeichnung wurde im Zuge dessen auch die Erlaubnis des Erzbischöflichen Ordinariats eingeholt[10]. Die Bistumsliga Berlin e.V. hat ihren Sitz in Berlin und nutzt als Geschäftsjahr das Kalenderjahr.

Vereinszweck und Grundsätze

Die Bistumsliga Berlin e.V. verfolgt gemäß § 2 Abs. 1 der Satzung[11] „...ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke [...] und zwar durch die Förderung der Allgemeinheit auf dem Gebiet des Sports.“. Dieser Zweck wird insbesondere „...verwirklicht durch die Durchführung der Bistumsliga-Fußball-Meisterschaft.“. Neben dem Vereinszweck führt § 2 der Satzung folgende Grundsätze der Tätigkeit auf:

Vereinsstruktur

Der Verein Bistumsliga Berlin e.V. besteht aus folgenden Organen[11]:

Es können im Bedarfsfall weitere selbstständige Abteilungen für jede, im Verein betriebene, Sportart gegründet werden. Für solche Abteilungen gelten die Bestimmungen der Satzung der Bistumsliga Berlin e.V. dann entsprechend.

Aktuell

Aktuell (Stand März 2007) besteht die Bistumsliga Berlin e.V. nur aus der Abteilung für die Sportart Fußball. Zu Beginn der Saison 2006/07 haben sich 51 Mannschaften für den Spielbetrieb der Bistumsmeisterschaft angemeldet, wovon 50 Teams mit derzeit 1134 gemeldeten Spielern[12] integriert werden konnten. Die verbleibende Mannschaft steht derzeit, gemeinsam mit zehn später gemeldeten Teams, auf der Warteliste.

Da eine Mitgliedschaft der Spieler für die Teilnahme am Spielbetrieb nicht notwendig ist, hat der Verein aktuell 92 Vereinsmitglieder. Der Vorstand wird momentan gebildet durch:

  • Geschäftsführender Vorstand:
    • Andreas Zdrenka (Vorsitzender)
    • Dennis Sonnenberg (stellvertretender Vorsitzender)
    • Dirk Strenger (Kassenwart)
  • Erweiterter Vorstand:
    • Sebastian Kejl
    • Gregor Maasberg
    • Harald Rasch
    • Stefan Stechow

Wettbewerbe

Derzeit werden in der Bistumsliga Berlin e.V. fünf Wettbewerbe ausgetragen, wovon einer, der Interbistumscup, gemeinsam mit der Bistumsliga Görlitz organisiert wird. Vier dieser Turniere nutzen während des Verlaufs ein Tabellensystem, um die Platzierungen der Teams zu ermitteln. In diesem Falle kommt die auch in der FIFA gebräuchliche Drei-Punkte-Regel zum Einsatz, welche einer Mannschaft für einen Sieg drei, für ein Unentschieden einen und für eine Niederlage keinen Punkt zuspricht. Die Position in der mit diesen Informationen erstellten Tabelle wird folgendermaßen festgestellt:

  1. Sortierung der Mannschaften nach Punktzahl in absteigender Reihenfolge. Bei Punktgleichheit mehrerer Teams kommt es zum
  2. Heranziehen des direkten Vergleichs der Mannschaften, also die Auswertung der gegeneinander ausgetragenen Spiele. Sollte dadurch keine Entscheidung möglich sein entscheidet der
  3. Vergleich der Tordifferenzen jener Teams. Gibt es auch in diesem Punkt keinen Unterschied so bestimmt die
  4. Anzahl erzielter Tore in absteigender Reihenfolge die Platzierung.

Sind zwei oder mehr Teams durch keines der Kriterien 1. bis 4. zu unterscheiden, wird die endgültige Reihenfolge in der Tabelle ja nach Wettbewerb mittels Losentscheid, oder durch ein entscheidendes Strafstoßschießen ermittelt.

Saison Bistumsmeister
1990/91 Brandenburg
1991/92 Corpus Christi
1992/93 Friedrichshagen
1993/94 Köpenick II
1994/95 Maria Frieden I
1995/96 Mauritius I
1996/97 Karlshorst I
1997/98 Karlshorst I
1998/99 Mauritius I
1999/00 Marzahn I
2000/01 Heilig Kreuz
2001/02 Pankow Blues
2002/03 Karlshorst I
2003/04 Marzahn I
2004/05 Marzahn I
2005/06 Marzahn I
2006/07 Köpenick I

Bistumsmeisterschaft

Die Bistumsmeisterschaft, deren Austragung die Gründung der Bistumsliga erst veranlasste, ist bis heute der prestigeträchtigste, von der Bistumsliga Berlin e.V. organisierte Wettbewerb. In einem Ligasystem, welches derzeit sechs Spielklassen umfasst, wird dabei seit 1990 jährlich um den Titel des Bistumsmeisters (1. Liga) bzw. um den Aufstieg in eine höhere Liga (2. bis 6. Liga) gespielt. Die momentan nach errungenen Titeln erfolgreichste Mannschaft der Bistumsmeisterschaft ist das Team Marzahn I mit vier gewonnen Meisterschaften.

Wettbewerbsmodus

Die Mannschaften in einer Spielklasse spielen in jeder Saison zweimal gegen jede andere Mannschaft derselben Liga. Eine Saison erstreckt sich meist von Anfang September bis Mai oder Juni und wird im Winter durch eine Spielpause (auch Winterpause) unterbrochen. An einem Spieltag der Bistumsmeisterschaft trägt jedes Team im Regelfall zwei direkt aufeinander folgende Partien aus, es sei denn, es hat in einem der Spiele spielfrei. Ausgetragen werden die Partien dabei je nach Ligazugehörigkeit auf unterschiedlichen Plätzen.

Am Ende der Spielzeit wird nach den üblichen Kriterien eine Abschlusstabelle aufgestellt, wobei es in der Bistumsmeisterschaft bei völliger Gleichheit mehrerer Teams zum Losentscheid kommt. Die in der Saisonabschlusstabelle erstplatzierte Mannschaft der 1. Liga erhält den Titel Bistumsmeister und die beiden ersten Mannschaften der 2. bis 6. Liga steigen am Saisonende eine Spielklasse auf. Im Gegenzug steigen die beiden letztplatzierten Teams der 1. bis 5. Liga am Saisonende eine Spielklasse ab. Absteiger aus der 6. Liga gibt es nach dem derzeitig gültigen Regelwerk nicht[13].

Der Wettbewerbsmodus im Überblick

1. Liga
Platzierung Titel / Bezeichnung
1. Platz Bistumsmeister
2. Platz Vizemeister
3. - 7. Platz Keine
8. Platz 2. Absteiger
9. Platz 1. Absteiger
2. - 5. Liga
Platzierung Titel / Bezeichnung
1. Platz 1. Aufsteiger
2. Platz 2. Aufsteiger
3. - 7. Platz Keine
8. Platz 2. Absteiger
9. Platz 1. Absteiger
6. Liga
Platzierung Titel / Bezeichnung
1. Platz 1. Aufsteiger
2. Platz 2. Aufsteiger
3. - 5. Platz Keine
Saison Bistumscupsieger
1992/93 Köpenick I
1993/94 Köpenick I
1994/95 Brandenburg
1995/96 Karlshorst I
1996/97 Köpenick I
1997/98 Karlshorst I
1998/99 Pankow Blues I
1999/00 Marzahn I
2000/01 Köpenick I
2001/02 Maria Frieden I
2002/03 Köpenick I
2003/04 SG Motor Berlin
2004/05 Kaulsdorf I
2005/06 Marzahn I

Bistumscup

Der Bistumscup ist der erste in die Bistumsliga aufgenommene Pokalwettbewerb und der zweitälteste Wettbewerb nach der Bistumsmeisterschaft. Erstmalig ausgetragen wurde der Bistumscup in der Saison 1992/93 und ist seither fester Bestandteil des jährlichen Terminplans. Dieser Pokalwettbewerb ist ein offenes Turnier, das bedeutet es können sich grundsätzlich alle Mannschaften, und nicht nur die in der Bistumsliga organisierten, anmelden. Die momentan nach errungenen Titeln erfolgreichste Mannschaft ist das Team Köpenick I mit fünf gewonnenen Pokalen.

Wettbewerbsmodus

Ausgespielt wird der Bistumscup derzeit nach dem Ende der Bistumsmeisterschaft zumeist an einem Samstag im Juni in der Wuhlheide. Die 32 Startplätze werden von der Ligaleitung nach dem Windhundprinzip an diejenigen Mannschaften vergeben, die zuerst für das Turnier melden. Die teilnehmenden Teams spielen zunächst in acht ausgelosten Vorrundengruppen zu jeweils vier Mannschaften, wobei jedes Team einmal gegen jede Mannschaft derselben Vorrundengruppe antritt. Aus jeder Vorrundengruppe erreichen nach Beendigung aller Spiele die ersten beiden Teams der Abschlusstabelle die nächste Gruppenphase und alle übrigen Mannschaften scheiden aus. Sollten zwei Teams in der Abschlusstabelle durch kein Kriterium zu unterscheiden sein, so kommt es zwischen diesen Mannschaften zu einem 9-Meter-Schießen, um die Reihenfolge und damit die Rolle im weiteren Turnierverlauf zu ermitteln.

Die nun verbleibenden 16 Teams werden in vier neue Endrundengruppen gelost. Der Spielmodus in dieser Gruppenphase ist derselbe wie in den Vorrundengruppen und auch die Erstellung der Abschlusstabellen erfolgt auf die gleiche Weise. Die beiden bestplatzierten Teams jeder Endrundengruppe, insgesamt also acht Mannschaften, erreichen die nun folgende K.-o.-Phase. Das Viertelfinale wird erneut ausgelost, legt aber bereits die möglichen Halbfinalpartien fest. Am Ende des Turniers erhält der Sieger des Finales den Titel Bistumscupsieger und das im Finale unterlegene Team wird Zweiter. Der dritte Platz wird zwischen den Verlierern der Halbfinals in einem 9-Meter-Schießen ermittelt, weitere Platzierungsspiele finden jedoch nicht statt.

Der Wettbewerbsmodus im Überblick

Vorrundengruppen 1 - 8
Platzierung Weiterer Turnierverlauf
1. Platz Endrundengruppenphase
2. Platz Endrundengruppenphase
3. Platz Ausscheiden
4. Platz Ausscheiden
Endrundengruppen 1 - 4
Platzierung Weiterer Turnierverlauf
1. Platz K.-o.-Phase
2. Platz K.-o.-Phase
3. Platz Ausscheiden
4. Platz Ausscheiden
K.-o.-Phase

Pokalmodus des Bistumscups

Saison Ligapokalsieger
1994/95 Mauritius I
1995/96 Biesdorf
1996/97 Maria Frieden I
1997/98 Maria Frieden I
1998/99 Maria Frieden I
1999/00 Biesdorf / Köpenick III
2000/01 Marzahn I
2001/02 Maria Frieden I
2002/03 Heilig Kreuz
2003/04 Marzahn I
2004/05 Marzahn I
2005/06 KFC Polonia I
2006/07 Die Füsse Gottes II
2007/08 Köpenick I
2008/09 Rapid Rolandseck 95
2009/10 Kaulsdorf I
2010/11 Maria Magdalena I

Ligapokal

Der zweite in die Bistumsliga eingeführte Pokalwettbewerb ist der Ligapokal. Seit der Saison 1994/95 wird er jährlich ausgetragen. Die nach Titeln erfolgreichste Mannschaft dieses Wettbewerbs ist das Team Maria Frieden I mit derzeit vier gewonnenen Pokalen.

Wettbewerbsmodus

Der Pokalmodus des Ligapokals ist dem des DFB-Pokals sehr ähnlich. Ausgetragen wird der Wettbewerb während der laufenden Saison an verschiedenen Terminen in der Wuhlheide, wobei durchaus zwei Runden an einem Tag gespielt werden können. Die Startplatzvergabe erfolgt im Gegensatz zum DFB-Pokal jedoch nicht nach Ligazugehörigkeit oder sportlicher Leistung, sondern im Windhundverfahren. Das heißt, dass die Mannschaften, die zuerst für den Ligapokal melden, auch zuerst berücksichtigt werden.

Die 32 teilnehmenden Teams spielen von Anfang an in einem K.-o.-System gegeneinander. Im Falle eines Unentschiedens wird die Entscheidung durch ein sofortiges 9-Meter-Schießen herbeigeführt. Der Sieger des Finals erhält am Ende den Titel Ligapokalsieger, der Verlierer der Finalpartie wird Zweiter des Turniers. Weitere Platzierungen werden in diesem Wettbewerb nicht ausgespielt.

Der Wettbewerbsmodus im Überblick

Pokalmodus des Ligapokals

Saison Hallen-Masters-Sieger
1997/98 Heilig Kreuz
1998/99 Marzahn I
1999/00 Marzahn I
2000/01 Marzahn I
2001/02 Köpenick III
2002/03 Pankow Blues
2003/04 SG Motor Berlin
2004/05 Fusion Berlin
2005/06 Marzahn I
2006/07 Marzahn I

Hallen-Masters

Das Hallen-Masters ist das einzige Hallenturnier, welches durch die Bistumsliga Berlin e.V. organisiert wird. Es wird seit der Saison 1997/98 ausgetragen. Bisheriger Rekordtitelträger ist das Team Marzahn I mit fünf gewonnenen Pokalen. Erwähnenswert ist, dass die bisher einzige Disqualifikation eines Titelgewinners in den verschiedenen Wettbewerben der Bistumsliga die der Mannschaft Pankow Blues beim Hallen-Masters der Saison 2000/01 war. Grund hierfür war der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers, kurioserweise des späteren Torschützenkönigs. Nachträglich wurde daher dem Team Marzahn I der Titel zugesprochen.

Wettbewerbsmodus

Das Hallen-Masters wird traditionell in der Winterpause der Bistumsmeisterschaft, meist an zwei Wochenenden im Januar oder Februar, ausgetragen. Die Vorrunde wird hierbei am Samstag des ersten Wochenendes gespielt, die Endrunde am Samstag des zweiten Wochenendes.

Der Wettbewerbsmodus an sich ist jedoch derselbe wie der des Bistumscups. Lediglich Strafstöße bzw. Strafstoßschießen werden in der Halle aus einer Distanz von 7 Metern durchgeführt und nicht aus 9 Metern, wie es im Freien bei Spielen der Bistumsliga Berlin e.V. üblich ist. Der Sieger der Finalpartie erhält den Titel Hallen-Masters-Sieger, der Unterlegene des Finals wird Zweiter. Auch der Drittplatzierte wird bei diesem Wettbewerb in einem 7-Meter-Schießen zwischen den Verlierern der Halbfinalpartien ermittelt.

Der Wettbewerbsmodus im Überblick

Vorrundengruppen 1 - 8
Platzierung Weiterer Turnierverlauf
1. Platz Endrundengruppenphase
2. Platz Endrundengruppenphase
3. Platz Ausscheiden
4. Platz Ausscheiden
Endrundengruppen 1 - 4
Platzierung Weiterer Turnierverlauf
1. Platz K.-o.-Phase
2. Platz K.-o.-Phase
3. Platz Ausscheiden
4. Platz Ausscheiden
K.-o.-Phase

Pokalmodus des Hallen-Masters

Saison Interbistumscupsieger
2000/01 Köpenick III
2001/02 Köpenick I
2002/03 Marzahn I
2003/04 Marzahn I
2004/05 SG Motor Berlin
2005/06 Marzahn I
2006/07 Marzahn I

Interbistumscup

Der Interbistumscup (kurz IBC) ist das erste und bisher einzige überregionale Turnier, welches von der Bistumsliga Berlin e.V. (mit-) organisiert wird. Seit der Saison 2000/01 messen sich in diesem Pokalwettbewerb vier Teams der Bistumsliga Görlitz mit vier Mannschaften der Bistumsliga Berlin. In der Regel werden für die Bistumsliga Berlin e.V. der aktuelle Bistumsmeister, der aktuelle Ligapokalsieger, der aktuelle Bistumscupsieger sowie der Titelverteidiger, sofern dieser in der Berliner Bistumsliga spielt, nominiert. Sollte eine Mannschaft mehrere Titel errungen haben oder der Vorjahressieger aus der Bistumsliga Görlitz stammen, kann die Ligaleitung diese Plätze mit weiteren Teams füllen. In der Vergangenheit wurden freie Plätze durch ein Losverfahren an teilnahmeinteressierte Mannschaften vergeben. Rekordsieger dieses Wettbewerbs mit aktuell vier gewonnenen Titeln ist das Team Marzahn I.

Übrigens konnten bislang ausschließlich Mannschaften der Bistumsliga Berlin e.V. den Interbistumscup gewinnen. Das beste Ergebnis eines Teams der Bistumsliga Görlitz war der dritte Platz der Mannschaft DJK Finsterwalde I bei der ersten Auflage des Turniers in der Spielzeit 2000/01.

Wettbewerbsmodus

Der Interbistumscup wird üblicherweise an einem Samstag im April oder Mai ausgetragen. Der Austragungsort wechselt dabei regelmäßig zwischen den Bistümern Berlin und Görlitz, so dass auf lange Sicht keine der beiden Ligen einen Vorteil erhält.

Zuerst werden zwei Gruppen ausgelost, wobei in jeder Gruppe zwei Mannschaften der verschiedenen Bistumsligen spielen. Jedes Teams trifft nun auf jede andere Mannschaft in der eigenen Gruppe. Die beiden in der Abschlusstabelle bestplatzierten Teams der zwei Gruppen erreichen daraufhin das Halbfinale, wobei jeweils der Erste einer Gruppe auf den Zweiten der anderen Gruppe trifft. Ein entscheidendes 9-Meter-Schießen legt die Reihenfolge in der Abschlusstabelle fest, falls sich zwei Mannschaften nach Anwendung der üblichen Kriterien noch nicht unterscheiden lassen. Halbfinale und Finale werden daraufhin im K.-o.-System gespielt, wobei ein Unentschieden ebenfalls zu einem sofortigen 9-Meter-Schießen führt. Der Gewinner des Finals erhält den Titel Interbistumscupsieger, das unterlegene Team wird Zweiter.

Aufgrund der geringen Anzahl an teilnehmenden Mannschaften ist der Interbistumscup der einzige Pokalwettbewerb der Bistumsliga, bei dem alle Platzierungen ausgespielt werden. Die in der Abschlusstabelle viert- bzw. drittbesten Teams tragen daher noch Spiele um den 7. bzw. 5. Platz aus und die Verlierer der Halbfinalbegegnungen spielen um den dritten Platz.

Der Wettbewerbsmodus im Überblick

Gruppen 1 und 2
Platzierung Weiterer Turnierverlauf
1. Platz Halbfinalteilnahme
2. Platz Halbfinalteilnahme
3. Platz Spiel um Platz 5
4. Platz Spiel um Platz 7
K.-o.-Phase

Pokalmodus des Interbistumscups

Die Titelträger im Überblick

Seit bestehen der Bistumsliga haben sich in den bisherigen 17 Saisons, die aktuelle Spielzeit 2006/07 eingeschlossen, 18 verschiedene Mannschaften Titel sichern können. Die folgenden Übersichten stellen die Meister und Pokalsieger im Überblick dar.

Die nach Titeln erfolgreichsten Mannschaften auf einen Blick
Mannschaft Meisterschaft Bistumscup Ligapokal Hallen-Masters IBC Gesamt
Marzahn I 4 2 3 5 4 18
Köpenick I 1 5 0 0 1 7
Maria Frieden I 1 1 4 0 0 6
Karlshorst I 3 2 0 0 0 5
Heilig Kreuz 1 0 1 1 0 3
Mauritius I 2 0 1 0 0 3
Pankow Blues I 1 1 0 1 0 3
SG Motor Berlin 0 1 0 1 1 3
Die Verteilung aller bisherigen Titel
Die Verteilung aller bisherigen Titel

Regeln

Dieser Abschnitt erläutert die wesentlichen Unterschiede des Regelwerks der Bistumsliga Berlin e.V.[13] zu dem der FIFA bzw. des DFB und setzt daher die Kenntnis der von der FIFA festgelegten Fußballregeln voraus. Es handelt sich außerdem nicht um die kompletten Regeln der Bistumsliga Berlin e.V. sondern um Auszüge, welche die Abweichungen deutlich machen sollen. Sofern keine Ausnahmen angegeben sind, gelten die dargelegten Regelungen für alle gegenwärtig durch die Bistumsliga Berlin e.V. organisierten und im Freien stattfindenden Partien einschließlich der Spiele des Interbistumscups.

Spielfeld

Die Partien der Bistumsliga Berlin e.V. werden auf Kleinfeldern, also der Hälfte eines normalen Fußballfeldes (auch Großfeld), ausgetragen. Dementsprechend werden statt der gewöhnlichen Fußballtore Kleinfeld- bzw. Hallenfußballtore, die etwa fünf Meter lang und zwei Meter hoch sind, verwendet. Auch der Strafraum ist infolgedessen kleiner. Wo dieser jedoch beginnt bzw. endet liegt aufgrund fehlender Markierungen meist im Ermessen des Schiedsrichters.

Spielstätten

Die Spiele der Bistumsliga Berlin werden im Gegensatz zu den Partien im Profifußball nicht auf mannschaftseigenen Fußballplätzen in Form von Heim- bzw. Auswärtsspielen ausgetragen, sondern finden auf neutralem Grund statt. Als Ausrichter der Spiele tritt der Verein Bistumsliga Berlin e.V. selbst auf und trägt somit auch die Kosten für die Anmietung der Spielstätten. Derzeit werden in der Bistumsmeisterschaft und für die Pokalwettbewerbe drei verschiedene Sportanlagen genutzt.

Friedrichshagen

Die reguläre Spielstätte für die Partien der 1. Liga in der Bistumsmeisterschaft befinden sich momentan am Fürstenwalder Damm 570 in 12587 Berlin-Friedrichshagen. Bei den Sportanlagen handelt es sich um zwei Kunstrasenplätze, was die gleichzeitige Durchführung von vier Partien ermöglicht.

Alte Försterei

Auf dem Vereinsgelände des 1. FC Union Berlin, der Alten Försterei in der Hämmerlingstraße 80-85 in 12555 Berlin-Köpenick, finden momentan die Spiele der 2. und 3. Liga in der Bistumsmeisterschaft statt. Auch hier stehen für den Spielbetrieb zwei Kunstrasenplätze für vier zeitgleich laufende Partien zur Verfügung. Zudem wurde der Hallenkomplex der Sportanlage An der Alten Försterei bis in die vergangene Saison 2005/06 für die Austragung des Hallen-Masters genutzt. In dieser Spielzeit wurde für das Hallen-Masters jedoch auf eine Halle in der Glienicker Straße 36 in 12557 Berlin-Adlershof zurückgegriffen.

Wuhlheide

Die meisten von der Bistumsliga Berlin e.V. organisierten Partien werden im Volkspark Wuhlheide in 12555 Berlin-Köpenick ausgetragen. Neben den Spielen der 4., 5. und 6. Liga finden im Saisonverlauf hier auch die Spiele des Ligapokals sowie am Saisonende der Bistumscup statt. Es handelt sich bei den beiden Feldern jedoch im Unterschied zu den anderen regulären Spielstätten nicht um Kunstrasen- sondern Schotterplätze.

Spieler und die Spielfähigkeit einer Mannschaft

Jede der beiden antretenden Mannschaften darf höchstens sieben spielberechtigte Spieler einsetzen, wovon einer der Torwart ist. Um spielberechtigt zu sein, muss der Spieler für das eigene Team bei der Ligaleitung angemeldet sein. Eine Ausnahme bildet der als offenes Turnier ausgetragene Bistumscup, bei dem alle Mannschaften und deren Spieler teilnahmeberechtigt sind, sofern das Team sich angemeldet und die Startgebühr bezahlt hat. Eine Mannschaft gilt für eine Partie als spielfähig, wenn sie fünf einsetzbare Spieler (inklusive Torwart) zur Verfügung hat.

Schiedsrichter

Im Spielbetrieb der Bistumsmeisterschaft wird grundsätzlich eine Mannschaft benannt, die Schiedsrichter für die Spiele zu stellen hat. Da aufgrund der ungeraden Anzahl an Teams in den Ligen immer eine Mannschaft spielfrei hat, wird im Regelfall diese verpflichtet die Schiedsrichter zu stellen. In den Pokalwettbewerben sind Schiedsrichter hingegen nicht zwangsläufig vorgesehen. Es kann sein, dass die Ligaleitung auch hier Mannschaften benennt, die Schiedsrichter stellen müssen, oder aber selbst Schiedsrichter stellt, sie muss dies jedoch nicht tun. Es gibt jedoch die Möglichkeit für die Teams, ausdrücklich einen Schiedsrichter für Pokalspiele bei der Ligaleitung zu erfragen.

Dauer eines Spiels

Die Spiele der Bistumsmeisterschaft und des Ligapokals bestehen aus zwei Spielhälften von je 25 Minuten. Die Pause zwischen beiden Spielhälften sollte dabei 10 Minuten nicht überschreiten. Beim Interbistumscup und beim Bistumscup wird die Dauer der Partien der jeweiligen Situation angepasst. Hierbei werden insbesondere Faktoren wie die Anzahl der teilnehmenden Mannschaften, die Spielbelastung der Teams und ein eventueller Terminverzug berücksichtigt. In den vergangenen Jahren betrug die Dauer einer Spielhälfte in diesen Wettbewerben meist zwischen 10 und 15 Minuten.

Während des Spiels

Aufgehobene Regelungen

Die Abseitsregel wird bei den Spielen der Bistumsliga Berlin e.V. nicht angewendet. Außerdem ist die Anzahl der möglichen Wechsel während der Partie in keiner Weise begrenzt. Auch die Rückpassregel fand bis vor kurzem keine Anwendung, wurde jedoch nach einem erfolgreichen Test im vergangenen Bistumscup mit dem Beginn der Saison 2006/07 neu eingeführt.

Geänderte Regelungen

Alle Freistöße, ausgenommen Strafstöße, müssen indirekt ausgeführt werden. Ein direkt zum Torerfolg führender Freistoß wird dementsprechend nicht gewertet. Die so genannte Mauer muss bei Freistößen mindestens 7 Meter vom Ball entfernt sein. Die Strafstöße werden aufgrund der Größe von Spielfeld und Toren nicht aus einer Entfernung von 11 Metern sondern aus 9 Metern ausgeführt. Auch die Bestrafung von Vergehen während des Spiels wurde angepasst. Gelbe, gelb-rote und rote Karten kommen nicht zum Einsatz. Stattdessen kann der Schiedsrichter neben den üblichen Ermahnungen Zeitstrafen zwischen 2 und 10 Minuten gegen einen Spieler verhängen. Für diesen Zeitraum wird die Mannschaft des betreffenden Spielers dezimiert und der Spieler darf nicht eingesetzt (eingewechselt) werden. Nach Ablauf der Zeitstrafe werden diese Einschränkungen wieder aufgehoben. Im Gegensatz zum Eishockey endet die Zeitstrafe allerdings nicht vorzeitig, wenn das gegnerische Team unterdessen ein Tor erzielt. Zur Ahndung besonders schwerer Regelverstöße hat der Schiedsrichter auch die Möglichkeit, einen Spieler vom weiteren Spielverlauf auszuschließen und ihn somit des Feldes zu verweisen.

Bestrafungen außerhalb des Spielgeschehens

Zusätzlich zu den Möglichkeiten, die der Schiedsrichter während des Spiels hat, um Regelverstöße zu ahnden, kann die Ligaleitung bestimmte Vergehen auch nach den Partien bestrafen. Dies bezieht sich insbesondere auf Regelverstöße von besonderer Schwere (z.B. grobe Unsportlichkeit) und solche, die erst im Nachhinein festgestellt werden können (z.B. Einsatz eines nicht gemeldeten Spielers).

Vergehen Bestrafungen
Arger Regelverstoß, z.B. grobe Unsportlichkeit Generell: Möglichkeit von Spielsperren gegen den entsprechenden Spieler
Meisterschaft: Möglichkeit des Punktabzugs je nach Ermessen der Ligaleitung bis hin zum Ausschluss des Teams aus dem Spielbetrieb
Andere Wettbewerbe: Möglichkeit von Turniersperren
Nichtantritt bzw. Spielunfähigkeit eines Teams Generell: Wertung des Spiels mit 0 Punkten und 6:0 Toren für den Gegner
Meisterschaft: Zwangsabstieg nach 4 Wertungen (technischer Abstieg)
Andere Wettbewerbe: Sperre für mindestens das nächste stattfindende Turnier sowie eine symbolische Wertung für Teams, die an der Bistumsmeisterschaft teilnehmen (kann zu technischem Abstieg führen)
Einsatz eines nicht gemeldeten Spielers Meisterschaft: Punktabzug dessen Höhe im Ermessen der Ligaleitung liegt
Andere Wettbewerbe: Disqualifikation
Schiedsrichter nicht gestellt Meisterschaft: Punktabzug von einem Punkt pro nicht geleitetem Spiel
Andere Wettbewerbe: Möglichkeit des Punktabzugs bis hin zur Disqualifikation

Öffentlichkeitsarbeit

Medienpräsenz

In den ersten sieben Jahren des Bestehens der Bistumsliga Berlin nahmen die Massenmedien diese, noch in den Kinderschuhen steckende, Freizeitliga praktisch nicht wahr. Einzig ein Artikel in der Tageszeitung „junge Welt“ bildete durch die Erwähnung der Existenz der Liga eine Ausnahme. Dennoch zeigten viele Mannschaften Interesse an dem neuen Projekt und die Zahl der am Ligageschehen teilnehmenden Teams wuchs ständig. Entsprechend nahm auch der Aufwand für die Organisation des Spielbetriebs kontinuierlich zu, bis es im Sommer 1997 schließlich die fehlende Rechtsform war, die erhebliche Schwierigkeiten bei der Platzanmietung verursachte.

Diese Probleme führten im August des Jahres zu zwei Presseberichten, wobei speziell ein Artikel der Berliner Morgenpost[14] eine breite Öffentlichkeit erreichte. Mit Formulierungen wie „Das Sportförderungsgesetz zwingt deshalb nun die Gläubigen in die Knie.“[14] wurde darin insbesondere die Gesetzgebung kritisiert, welche Vereine bei der Platzvergabe vorrangig behandelte, auch wenn sie aus anderen Stadtbezirken stammten. Die Gründung des Vereins Bistumsliga Berlin e.V. sollte in der Folgezeit die erwähnten organisatorischen Hürden beseitigen.

Gleichwohl erschienen, durch diese Artikel etwas mehr ins Blickfeld der Allgemeinheit gerückt, zukünftig häufiger Beiträge zur Bistumsliga Berlin in den Printmedien. So titelte beispielsweise die BZ in ihrer Ausgabe vom 3. Mai 1998 „Die Jesus-Kicker von Berlin“[15] und bezog sich dabei, wie auch einige andere Artikel[16], auf die Besonderheit, dass in dieser Freizeitfußballliga zu jener Zeit hauptsächlich Christen mitspielten.

In den Folgejahren wurde speziell der Wandel der Bistumsliga hin zu einem Projekt, an dem auch viele nicht christliche Mannschaften und Spieler teilnehmen, des Öfteren von diversen Zeitungen thematisiert. Durch Artikel wie zum Beispiel „In der Berliner Bistumsliga führen Ungläubige die Tabelle an“[17] wurde diese Eigenheit der Bistumsliga Berlin ausführlich dargelegt.

Aktuell erscheinen neben regelmäßigen Berichten in der Katholischen SonntagsZeitung auch weiterhin gelegentlich Artikel in anderen Zeitungen bzw. auf entsprechenden Internetpräsenzen. Zudem hat die regionale Rundfunkanstalt SFB bzw. RBB in der jüngeren Vergangenheit bereits Fernseh- und Radioreportagen über die Bistumsliga Berlin ausgestrahlt.

Kontakte und Partnerschaften

Neben dem engen Kontakt der Bistumsliga Berlin e.V. zur „Schwesterliga“ des Bistums Görlitz, hat der Verein ein wachsendes Netzwerk an Verbindungen zu anderen Organisationen aufgebaut. Dabei stehen aufgrund der Entwicklungsgeschichte der Bistumsliga aus einem religiösem Umfeld heraus Kontakte zu christlichen Institutionen im Vordergrund. Bekannte Partner der Bistumsliga sind unter anderem:

Des Weiteren zählen diverse kleinere Vereine zu dem Kontaktnetzwerk der Bistumsliga Berlin e.V..

Anmerkungen

  1. Alle Abschlusstabellen der 1. Liga
  2. BL-ID Nr. 108 vom 26. August 2006 (pdf-Dokument – siehe Seite 3 „Abschied & Begrüßung“)
  3. BL-ID Nr. 23 vom 21. Februar 1998 (doc-Dokument in einer zip-Datei – Seite 22 ff.)
  4. Die Internetseite zum ISC 2001
  5. Die Internetseite zum ISC 2002
  6. Die Internetseite zum ISC 2003
  7. Informationen zur Bistumsliga Berlin e.V.
  8. BL-ID Nr. 1 vom 2. September 1995 (doc-Dokument in einer zip-Datei)
  9. BL-ID Nr. 29 vom 23. September 1998 (doc-Dokument in einer zip-Datei - Siehe Seite 3 „Bistumsliga Berlin e.V.“)
  10. BL-ID Nr. 23 vom 21. Februar 1998 (doc-Dokument in einer zip-Datei - Siehe Seite 3 „Neues in Sachen Bistumsliga Berlin e.V.“)
  11. a b Satzung und Beitragsordnung der Bistumsliga Berlin e.V. (pdf-Dokument)
  12. BL-ID Nr. 115 vom 2. Juli 2007 (Der aktuelle BL-ID als pdf-Dokument - Siehe Seite 6 unten)
  13. a b BL-ID Nr. 107 vom 30. Juli 2006 (Regelwerk der Saison 2006/07 als pdf-Dokument)
  14. a b Berliner Morgenpost vom 31. August 1997, Artikel: „Aus für die kickende Fußball-Bistumsliga“
  15. BZ vom 3. Mai 1998, Rubrik: Berlin / Brandenburg, Artikel: „Bei jedem Tor ein Halleluja“
  16. u.a. Berliner Zeitung vom 20. Juni 2000, Artikel „Beim Fußball glaubt der Pfarrer noch an Wunder“
  17. Berliner Morgenpost vom 22. Dezember 2000, Rubrik: Regionale Informationen
  18. Partner des BDKJ
  19. Partner des DJK-Sportverbandes Berlin
  20. Links des Erzbistums Berlin (siehe Absatz „Kinder und Jugend“)

Weblinks


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