- Carsten-Otto Nagel
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Carsten-Otto Nagel (* 23. September 1962 in Marne) ist ein deutscher Springreiter, Pferdewirtschaftsmeister und Landwirt.
Inhaltsverzeichnis
Werdegang
Carsten-Otto Nagel ritt zum ersten Mal im Alter von sechs Jahren auf dem elterlichen Hof in Friedrichskoog[1] und gewann bereits mit 12 Jahren sein erstes schweres Springen. Seit 1992 ist er im Stall Moorhof in Wedel beschäftigt. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Siege im Deutschen Spring-Derby in Hamburg 1999 und 2010, der Mannschafts-Titel bei den Europameisterschaften in Hickstead (ebenfalls 1999), die Silbermedaille bei den Europameisterschaften 2009 sowie die Mannschafts-Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften in Lexington 2010.
Zwischen beiden Ereignissen des Jahres 1999 wurde er zudem Deutscher Meister der Springreiter. Zuvor war er in Weltcup-Qualifikationen und Großen Preisen erfolgreich. Auch erzielte Nagel mit Grand Prix-Siegen, unter anderem in Neumünster und Redefin, Erfolge.
Privates
Nagel ist mit der Springreiterin Mylène Diederichsmeier liiert,[2] beide wohnen seit 2010 in Norderstedt-Garstedt.[1] Er stammt aus einer Reiterfamilie, sein Cousin ist der ehemalige Springreiter Tjark Nagel, dessen Sohn ist der für die Ukraine startende Reiter Björn Nagel.[3]
Pferde
- Cazaro (* 2000), brauner Holsteiner Wallach, Vater: Chambertin, Muttervater: Athlet Z[4]
- Corradina 2 (* 1998), Holsteiner Schimmelstute, Vater: Corrado I, Muttervater: Sandro[5]
- Lex Lugar (* 2000), brauner Oldenburger Hengst, Vater: Lordanos, Muttervater: Landadel[6]
- Calle Cool (* 1997), dunkelbrauner Holsteiner Wallach, Vater: Concerto II, Muttervater: Landgraf I, ab September 2010 von Nisse Lüneburg geritten[7][8]
- Chienos (* 1996), brauner Holsteiner Wallach; Vater: Chamonix, Muttervater: Grandioso, ab Juli 2009 von Nisse Lüneburg geritten[9][10]
Erfolge
- 1999 in Hickstead: 1. Platz in der Mannschaft, 20. Platz im Einzel
- 2009 in Windsor: mit Corradina 3. Platz in der Mannschaft, 2. Platz im Einzel
- 2011 in Madrid: mit Corradina 1. Platz in der Mannschaft, 2. Platz im Einzel
- 1999, Verden: Deutscher Meister mit L'Èperon
- 2003, Gera-Milbitz: 6. Platz mit Elwood
- 2009, Balve-Wocklum: Bronzemedaille mit Corradina
- 2011, Balve-Wocklum: 4. Platz mit Corradina
weitere Erfolge:
- 2011
- 3. Platz im Großen Preis von La Baule (CSIO 5*) mit Corradina und 2. Platz im Großen Preis von Rotterdam (CSIO 5*) mit Corradina sowie mit der deutschen Mannschaft 1. Platz im Nationenpreis von Falsterbo (CSIO 5*) mit Corradina und 1. Platz im Nationenpreis von Rotterdam (CSIO 5*) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis von Odense (CSI 3*) mit Cazaro
- 2010
- 1. Platz im Deutschen Spring-Derby mit Lex Lugar, 1. Platz im Großen Preis von St. Gallen (CSI 5*) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis von Rotterdam (CSI 5*) mit Corradina, Vize-Landesmeister Schleswig-Holstein / Hamburg mit Lex Lugar, 4. Platz im Großen Preis von Verona (CSI 5*-W) mit Corradina, 1. Platz im Großen Preis von Stuttgart (CSI 5*-W) mit Corradina
- 2009
- 3. Platz im Großen Preis von Neumünster (CSI 3*) mit Cazaro, 2. Platz im Großen Preis von Hamburg (GCT-Wertungsprüfung, CSI 5*) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis von Hachenburg (CSI 3*) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis von Stuttgart (CSI 5*-W) mit Corradina
- 2008
- Sieger Riders Tour-Gesamtwertung
- 2. Platz im Deutschen Springderby mit Calle Cool, 3. Platz im Großen Preis von Balve mit Cazaro, 2. Platz im Großen Preis von Nörten-Hardenberg (CSI 3*) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis von Aachen (CSIO 5*) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis von Münster (Riders-Tour-Wertungsprüfung, CSI 4*) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis von Paderborn (Riders-Tour-Wertungsprüfung, CSI 4*) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis von Barcelona (CSIO 5*) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis von Oldenburg (CSI 3*) mit Cazaro, 2. Platz im Großen Preis von München (Riders-Tour-Wertungsprüfung, CSI 4*) mit Corradina
- 2007:
- 1. Platz im Großen Preis CSI 3* in Pforzheim mit Corradina, 1. Platz in der 1. Qualifikation zum Deutschen Springderby in Hamburg mit Chienos, 1. Platz in der 2. Qualifikation zum Deutschen Springderby in Hamburg mit Calle Cool, 2. Platz beim German Master der Springreiter (Stuttgart German Masters, CSI 5*-W) mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis (Riders Tour-Wertungsprüfung) in München mit Corradina, 3. Platz im Großen Preis in Warstein mit Elwood, 3. Platz im Großen Preis CSI 3* in Donaueschingen mit Corradina, 5. Platz im Großen Preis in Frankfurt am Main (CSI 4*) mit Corradina
- 1999:
- Sieg im Deutschen Spring-Derby mit Wienerwirbel
(Stand: 23. Oktober 2011)
Weblinks
Commons: Carsten-Otto Nagel – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienEinzelnachweise
- ↑ a b Der Europameister von nebenan, Anne Pamperin / Hamburger Abendblatt vom 24. September 2011, abgerufen am 24. September 2011
- ↑ Vgl. Artikel im Horseweb v. 12. Mai 2010
- ↑ Das Familientreffen - Springreiten: Tjark, Björn und Carsten-Otto Nagel starten von Donnerstag an beim Hallenturnier in Neumünster, Hamburger Abendblatt, 12. Februar 2003
- ↑ Detailübersicht der FEI für Cazaro
- ↑ Detailübersicht der FEI für Corradina 2
- ↑ Detailübersicht der FEI für Lex Lugar
- ↑ Detailübersicht der FEI für Calle Cool
- ↑ Inga Czwalina und Nisse Lüneburg neue Landesmeister - Brinkop gewann bei den Junioren: Calle Cool ganz kaltblütig, Kieler Nachrichten
- ↑ Detailübersicht der FEI für Chienos
- ↑ Meldung auf www.horseweb.de - u.a. Reiterwechsel Chienos
1952–55: Hans Günter Winkler | 1959: Hans Günter Winkler | 1960: Hermann Schridde | 1961: Alwin Schockemöhle | 1962: Hermann Schridde | 1963: Alwin Schockemöhle | 1965: Peter Schmitz | 1966: Gerd Wiltfang | 1967: Alwin Schockemöhle | 1969–70: Hartwig Steenken | 1971: Gerd Wiltfang | 1973: Hartwig Steenken | 1974: Paul Schockemöhle | 1975: Alwin Schockemöhle | 1977: Hendrik Snoek | 1978: Sönke Sönksen | 1979: Gerd Wiltfang | 1980: Paul Schockemöhle | 1981: Franke Sloothaak | 1982–83: Paul Schockemöhle | 1984: Karsten Huck | 1985: Michael Rüping | 1986–87: Paul Schockemöhle | 1988: Ludger Beerbaum | 1989: Franke Sloothaak | 1990: Otto Becker | 1991: Franke Sloothaak | 1992–93: Ludger Beerbaum | 1994: Otto Becker | 1995: Lars Nieberg | 1996: Ulrich Kirchhoff | 1997–98: Ludger Beerbaum | 1999: Carsten-Otto Nagel | 2000–01: Ludger Beerbaum | 2002: Marcus Ehning | 2003: Marco Kutscher | 2004: Ludger Beerbaum | 2005–07: Rene Tebbel | 2008: Meredith Michaels-Beerbaum | 2009: Philipp Weishaupt | 2010: Meredith Michaels-Beerbaum | 2011: Ludger Beerbaum
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