- Hausen (bei Forchheim)
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Wappen Deutschlandkarte 49.68333333333311.033333333333271Koordinaten: 49° 41′ N, 11° 2′ OBasisdaten Bundesland: Bayern Regierungsbezirk: Oberfranken Landkreis: Forchheim Höhe: 271 m ü. NN Fläche: 13,52 km² Einwohner: 3.664 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 271 Einwohner je km² Postleitzahl: 91353 Vorwahlen: 09191 (teilw. 09190) Kfz-Kennzeichen: FO Gemeindeschlüssel: 09 4 74 134 Gemeindegliederung: 2 Ortsteile Adresse der
Gemeindeverwaltung:Heroldsbacher Str. 51
91353 HausenWebpräsenz: Erster Bürgermeister: Franz Renker (UWG) Lage der Gemeinde Hausen im Landkreis Forchheim Hausen ist eine Gemeinde im Landkreis Forchheim (Regierungsbezirk Oberfranken). Im Jahre 2007 wurde das Jubiläum 1000 Jahre Hausen gefeiert.
Inhaltsverzeichnis
Geografie
Geografische Lage
Die Gemeinde liegt zwischen Erlangen und Bamberg unweit der Stadt Forchheim.
Nachbargemeinden
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn):
Forchheim, Baiersdorf, Heroldsbach, Hallerndorf
Gemeindegliederung
Die politische Gemeinde Hausen hat 2 amtlich benannte Ortsteile[2]:
- Hausen
- Wimmelbach
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort Hausen am 1. November 1007 in der Gründungsurkunde des Bistums Bamberg durch Heinrich II. Neben dem Fürstbistum Bamberg hatten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts vor allem die Reichsstadt Nürnberg und das Fürstentum Bayreuth die gemeinsame Herrschaft über das kleine Dörfchen. Die Regeln für dieses so genannte Kondominat wurden im Forchheimer Rezess von 1538 festgelegt. In der napoleonischen Zeit wurde der Ort gemeinsam mit dem Fürstentum Bayreuth von 1806–1810 für knapp vier Jahre französisch, bevor er 1810 zum Königreich Bayern kam. Teil des Landkreises (damals: Landgericht) Forchheim wurde Hausen erst im Jahre 1857, da es aufgrund seiner engen Beziehungen zur Freien Reichsstadt Nürnberg bis dahin immer eher nach Mittelfranken orientiert war und zum damaligen Landgericht Herzogenaurach gehörte.
In ganz Deutschland bekannt wurde Hausen durch seine Pilatussage, in der behauptet wird, Pontius Pilatus sei in Hausen geboren, wobei mit den alten Hausnummern 48 und 73 sogar ganz konkret zwei Geburtshäuser genannt werden.
Eingemeindungen
Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wimmelbach eingegliedert.[3]
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat von Hausen hat einschließlich des Bürgermeisters 17 Mitglieder.
CSU SPD Bürgerforum Wimmelbach UWG JUB Gesamt 2008 4 4 2 6 1 17 Sitze 2002 8 4 3 2 17 Sitze Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt und unten gespalten; oben in Gold ein oberhalbes schwarzes Schöpfrad; unten vorne durch einen schrägen, gestürzten silbernen Sparren geteilt von Schwarz und Rot, hinten in Silber ein schräglinker roter Palmzweig.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bis ins 20. Jahrhundert hinein war der Ort ein reines Bauerndorf. Heute wohnen hier im Wesentlichen Pendler in die benachbarten Zentren Erlangen und Nürnberg. Als bedeutende Industrieansiedlung ist das Dachziegelwerk der Firma Lafarge/Braas zu nennen (2009 wurde der Betrieb eingestellt und das Gelände verkauft). Seit den 70er-Jahren führt der Main-Donau-Kanal an Hausen vorbei, ebenso wie die Autobahn A 73 (Frankenschnellweg). Die seit dem Jahre 1892 existierende Bahnlinie nach Höchstadt an der Aisch mit einer Haltestelle in Hausen ist inzwischen eingestellt und auf dem Gemeindegebiet abgebaut. Weiterhin ist die Gemeinde Hausen für ihren erfolgreichen Frauenfußball bekannt.
Sehenswürdigkeiten
Im Mittelpunkt des Ortes steht die im Jahre 1468 von der Nürnberger Patrizierfamilie Haller von Hallerstein erbaute Kirche, die später im Barockstil umgebaut wurde. Anziehungspunkt für Touristen ist vor allem auch eines der historischen Wasserschöpfräder in der Regnitz, mit denen die Bauern ihre Äcker bewässerten und von denen es früher in der Hausener Flur rund dreißig gab. Sehenswert ist auch das kleine Dorfmuseum im Greifenhaus, das einen guten Überblick zum Ort und zu seiner Geschichte gibt.
Literatur
- Konrad Kupfer: Geschichte des Dorfes Hausen/Ofr. Nachdruck des 1956 erstmals veröffentlichten Buches, Verlag Gürtler, Forchheim 1985
- Engelbert Wagner: Hausen (bei Forchheim). Aus der Geschichte eines fränkischen Dorfes. Verlag Fränkischer Tag, Bamberg 1997. ISBN 3-928648-26-8
- Gerhard Batz: Das Pilatus-Puzzle. Bestandsaufnahme und Hintergründe einer europäischen Sage in Franken. Palm & Enke, Erlangen 2003. ISBN 3-7896-0675-8 Leseprobe
- Gerhard Batz: Die Jahrtausendchronik. Die Geschichte des Dorfes Hausen und seiner Landesherren aus Bamberg, Nürnberg und Bayreuth. Hausen 2007
Einzelnachweise
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/183142&attr=OBJ&val=1200
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 462
Weblinks
- Hausen (bei Forchheim): Wappengeschichte vom HdBG
- Hausen (bei Forchheim): Amtliche Statistik des LStDV
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