Kreuzkirche (Dresden)

Kreuzkirche (Dresden)
Die Kreuzkirche vom Turm der Frauenkirche aus gesehen
Kreuzkirche, um 1680
Kreuzkirche um 1796
Kreuzkirche, heute

Die Kreuzkirche am Altmarkt in Dresden ist als evangelische Hauptkirche der Stadt neben dem Dom in Meißen gleichzeitig die Predigtkirche des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Mit mehr als 3000 Sitzplätzen ist die Kreuzkirche der größte Kirchenbau in Sachsen. Als Wirkungsstätte des Dresdner Kreuzchores und der Kreuzorganisten ist sie zugleich das kirchenmusikalische Zentrum der Stadt.

Der sächsische Hofmaler Bernardo Bellotto (genannt „Canaletto“), der in seinen Gemälden das alte Dresden festhielt, zeigt noch den gotischen Anblick der Kirche.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Spätgotik: Die Dresdner Kreuzkirche war Vorbild für die St.-Wolfgangs-Kirche in Schneeberg
Renaissance: Abendmahlsszene am für die Kreuzkirche geschaffenen Altar. Heute in der Johanniskirche in Bad Schandau.
Jugendstil: Bronzerelief von Heinrich Epler, 1900
Jugendstil
Jugendstil
Kreuzkirche, um 1955

Gründung (1168)

Bereits um 1168, vermutlich gar schon zu Beginn des zwölften Jahrhunderts, wurde an der südöstlichen Ecke des Marktes eine Kirche, in Form einer romanischen Basilika, errichtet. Sie befand sich an einer wichtigen Handelsstraße und wurde daher, als Nikolaikirche, dem Schutzpatron der Händler und Kaufleute geweiht.

1319 wurde erstmalig eine Kreuzkapelle an der Südseite der Nikolaikirche erwähnt. Der Bau der Kapelle begann nach einer Stiftung einer Kreuzesreliquie von Constantia von Babenberg im Jahre 1234.[1]

Der Name der Kreuzkapelle übertrug sich zunehmend auf die Kirche selbst, die am 10. Juni 1388 offiziell auf den Namen „Zum heiligen Kreuze“ neugeweiht wurde.

1401 wurde der Sakralbau im Stil der Gotik von Hans Kumoller und seinem Sohn Matthes umgebaut. Dabei entstand der gotische Chor und die dreischiffige Hallenkirche mit Netzgewölbe, die Vorbild für St.-Wolfgangs-Kirche in Schneeberg wurde.

Wiederaufbau (1499)

Nach dem Brand von 1491 wurde die Kirche von Matthes Kumoller umgebaut, Bauleiter war der Meißner Hans Reinhart. Ab 1499 hatte Conrad Pflüger die Bauleitung inne. Resultat war eine dreischiffige Hallenkirche mit sechs Jochen, die den neuen Typus der Predigerkirche repräsentierte.

Der mittelalterliche Unterbau des Westturms mit gotischen Fenstern erhielt im Stil der Renaissance neue Laibungen und Fensterverdachungen. Auf diesen alten Unterbau wurde eine breite, zweigeschossige Glockenstube errichtet. Darauf wurde ein schmaler und hoher, quadratischer Turm mit Drecksgiebel und Kuppel mit Laterne errichtet. Dieser Aufbau war nach Entwürfen von Hans Walther, Melchior Barthel, Martin Richter und Benedix Schmid 1579 bis 1584 erfolgt.

Das Portal aus dem Jahr 1589 stammt mit seinem üppigen Schmuck aus der Werkstatt Christoph Walter IV und Melchior Jobst.[2]

Der zweigeschossige Renaissancealtar aus Sandstein, den der Dresdner Bildhauer Hans Walther im Jahre 1579 gefertigt hatte, stand von 1760 bis 1902 in der Dresdner Annenkirche und ist heute in der St.-Johanniskirche in Bad Schandau zu besichtigen.[3]

Der Altar wird mit korinthischen und ionischen Säulen gegliedert, wobei die Reliefs des Abendmahles und des Passahmahles die Schmuckstücke des Kunstwerkes bilden. Das Obergeschoss zeigt den gekreuzigten Jesus Christus und zwei Engel mit Geißelsäule und Kreuz, über Christus breitet Gott Vater seine segnenden Arme aus. Die Römischen Zahlen I bis X erinnern an die Zehn Gebote. Die vier sitzenden Evangelisten flankieren Gott Vater. Links und rechts des Altars befinden sich Darstellungen von Johannes dem Täufer und Apostel Paulus.

Meister Hans fertigte für die Kreuzkirche 1520 verschiedene Gemälde, mit den 10 Geboten, die heute im Stadtmuseum zu Dresden zu bewundern sind.[3]

Im Laufe der Geschichte brannte die Kirche fünfmal ab. Erstmals am 15. Juni 1491 infolge eines Stadtbrandes, im Jahre 1669 aus ungeklärter Ursache.

Neubau (1764–1800)

Im Verlauf des Siebenjährigen Krieges, vom 13. bis 30. Juli 1760 wurde Dresden von preußischen Truppen belagert und beschossen. Auch die Kreuzkirche erhielt schwere Treffer: Dabei wurden das Langhaus und der Chor der gotischen Kirche zerstört. Die Westturmfront blieb jedoch erhalten. Schmidt erstellte gleich die Wiederaufbaupläne, und der Dresdner Rat gab sie 1763 der Bauaufsicht zur Begutachtung. In der Bauaufsicht herrschte jedoch eine anti-barocke und pro-klassizistische Haltung der Longuelune-Schüler. Krubsacius, der gegen den barocken Entwurf Schmidts war, erstellte eine ablehnende Begutachtung.[4] Trotzdem wurde 1764 der Kirchenbau unter der Leitung Schmidts begonnen, wobei der Kuradministrator Prinz Xaver selbst die Grundsteinlegung vornahm. Die alte, erhalten gebliebene Turmfront sollte in den Neubau einbezogen werden. Nachdem jedoch die Turmfront 1765 einbrach, verlor der Dresdner Rat das Vertrauen in seinen Baumeister, und die Stellung Schmidts wurde zunehmend geschwächt. So ersuchte der Rat um weitere amtliche Baugutachten, z. B. vom Akzisebaudirektor Samuel Locke. Prinz Xaver ersuchte die eben gegründete Dresdner Kunstakademie um Hilfe und machte den Klassizisten und Leiter der Architekturklasse Krubsacius zum Ratgeber des Ratsbaumeisters Schmidts.

Einen im Jahre 1766 ausgeschriebenen Wettbewerb um den Neubau des Turmes zwischen Krubsacius, Exner und Schmidt gewann Exner. Er baute 1769 die Kirche zunächst weiter, gab aber die Bauleitung anschließend wieder an Schmidt ab. Christian Heinrich Eigenwillig übernahm nach dem Tod Schmidts die Bauleitung der Kreuzkirche, wobei er das Innere nach Schmidts und das äußere Erscheinungsbild nach Exners Plänen fertigstellen sollte. 1778 wurde der Außenbau vollendet, 1788 der Kirchturm nach den Entwürfen des Krubsacius-Schülers Hölzer fertiggestellt. 1792 erfolgte die Weihe, und 1800 war der Sakralbau endgültig vollendet.

Umbau (1900)

Im Jahre 1897 brannte die Kirche erneut aus. In dreijähriger Bauzeit wurde das Innere von Schilling & Graebner neugestaltet. Dabei wurde die Säulenstellung verändert, indem Emporen einbezogen wurden. Die innere Ausstattung erfolgte jetzt im Jugendstil. Heinrich Epler, Paul Dietrich in Leipzig, Friedrich Offermann, Richard König, Ernst Paul und Arnold Kramer haben den Altar im Jugendstil geschaffen. Prof. Karl Groß (1869–1934) und Bildhauer Ernst Hottenroth schufen die Jugendstil-Kanzel. Peter Pöppelmann und Hans Hartmann-MacLean gestalteten die Orgelempore mit Jugendstil-Bildhauerarbeiten. Die Orgel selbst fertigten die Gebrüder Jehmlich. Die Bildhauer Heinrich Wedemayer und Ernst Hottenroth von der Firma Karl Hauer schufen die Stuckarbeiten an Decke, Wänden und Pfeilern. Künstlerischer Mitarbeiter war der Architekt Lischke.[5] Bei diesem Wiederaufbau wurde ein für die damalige Zeit sehr moderner Dachstuhl aus Stahl aufgesetzt.

Wiederaufbau (1950–1955)

Die Kreuzkirche von Innen

Beim Luftangriff am 13. Februar 1945 brannte die Kreuzkirche völlig aus. Die Orgel verbrannte hierbei vollständig, das Altarbild wurde zwar rußgeschwärzt, verbrannte jedoch nicht.

Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1950 bis 1955 durch Fritz Steudtner, wobei Rauhputz die dekorative Jugendstilausstattung ersetzte. Von 2000 bis 2004 wurde der Innenraum restauriert, wobei die Farbgebung aufgehellt wurde. Peter Albert entwarf neue Gitter zu den Nebenräumen.[1] Die neuen Kirchenbänke wurden bei der Tischlerei der Evangelischen Brüder-Unität in Herrnhut in der sächsischen Oberlausitz hergestellt.

Gegenwart

Heute ist die Kreuzkirche das Zentrum ihrer Gemeinde und steht als Stadtkirche den Einwohnern Dresdens und den zahlreichen Touristen offen. Über 200.000 Menschen besuchen im Laufe eines Jahres die Gottesdienste, Vespern und Konzerte, weitere 300.000 Besucher kommen zur offenen Kirche. Die Kreuzkirchgemeinde zählt ca. 1600 Mitglieder.

Sonn- und feiertags werden um 9:30 Uhr Gottesdienste gefeiert. Diese wie auch die Vespern am Sonnabend (18:00 Uhr, vom 1. Advent bis Palmsonntag um 17:00 Uhr) werden vom Dresdner Kreuzchor oder anderen Ensembles musikalisch gestaltet. Die Kirche bewahrt seit 1986 ein Nagelkreuz von Coventry. Daher findet freitags um 12 Uhr ein Gebet für Frieden und Versöhnung nach der Litanei von Coventry statt. Es verbindet die Kirche u. a. mit der Laurenskerk in Rotterdam, mit deren Gemeinde eine Partnerschaft besteht. In der Ausstellungskapelle finden Wechselausstellungen statt.

Die Kreuzkirche ist täglich von 10 bis 18 Uhr zu Besichtigung und Andacht geöffnet.

Beschreibung

Gemälde Kreuzigung Christi von Anton Dietrich, 1900

Äußeres

Die Kirche ist ein zweigeschossiger Bau mit Pilastern in Kolossalordnung. Mittelrisalite befinden sich an den Längsseiten mit Portalen. Die Portale bestehen aus Dreiviertelssäulen mit Kompositkapitellen. Diese Säulen stützen einen Dreiecksgiebel.[6] Der Turm der Kreuzkirche ist 94 Meter hoch und wurde nach dem Vorbild des Turms der Hofkirche erbaut. Dabei wurde die barocke Form des Hofkirchturms in klassisch-einfache Formen für den Kreuzkirchturm übertragen. Bei der Besteigung müssen 256 Stufen bis zum Erreichen der Aussichtsplattform in 54 Meter Höhe bewältigt werden. Vor dem Austritt auf die Plattform durchschreitet man die Türmerstube, in der früher der Türmer wohnte. Die neue Turmuhr mit einem Zifferblattdurchmesser von drei Metern wurde 1930 gebaut. Die Schlagglocken (Seigerschellen) stammen aus dem Jahre 1787 und hängen in der Turmspitze.

Inneres

Grundriss

Der Innenraum ist ein barocker Zentralraum auf quadratischem Grundriss und anschließendem halbkreisförmigen Chor. Jeweils drei Pfeiler an der linken und rechten Längsseite und zwei an der Schmalseite schaffen innerhalb der quadratischen Außenmauern eine ovale, innere Zentrallage und unterteilen den Kirchenraum in ein ovales Hauptschiff und zwei Seitenschiffe. An den Seitenschiffen befinden sich zweigeschossige Emporen. Im Hauptschiff befinden sich Orgel und Altar, die einander gegenüber angebracht worden sind. Der Grundriss, entworfen von Schmidt, ähnelt dem der Dresdner Annenkirche.

Altar

Von der Ausstattung der Vorkriegszeit hat sich das Altarbild mit Brandspuren von 1945 erhalten. Dieses stellt die Kreuzigung Christi dar und wurde im Jahre 1900 von Anton Dietrich geschaffen. Das Relief in Bronze über dem Altartisch wurde von Heinrich Epler ebenfalls im Jahre 1900 gestaltet. Auf dem Relief ist der erste lutherische Dresdner Gottesdienst in der Kreuzkirche von 1539 dargestellt. In der Heinrich-Schütz-Kapelle befindet sich ein Bronzekruzifix vom Epitaph der Herzogin Sophie Hedwig (1652), das aus der Sophienkirche stammt. Dieses wurde von Wolf Ernst Brohn geschaffen. Weiterhin ein Alabasterrelief vom Epitaph des Marcus Gerstenberger, das die Grablegung Christi darstellt, das von Christoph Walter IV (1613) geschaffen wurde.

Weiterhin gibt es in der Kirche mehrere Grabsteine; der Grabstein von Elisabeth von Haugwitz (gest. 1631) wurde von Sebastian Walther gefertigt. Seit 1998 befindet sich im Mittelschiff neben der Heinrich-Schütz-Kapelle der Ecce homo vom Grabmal von Giovanni Maria Nosseni aus dem Jahr 1616. Mehrere Bronze-Grabplatten aus dem 17. Jahrhundert stammen ebenfalls aus der Sophienkirche und befinden sich in den Treppenhäusern zu den Emporen.

Orgel

Orgel

In der Kirche wurde 1963 eine Orgel des Dresdner Orgelbaubetriebes Jehmlich installiert, die das 1945 zerstörte Instrument von 1900 ersetzte. Es ist die größte Kirchenorgel Dresdens. Das Instrument hat Schleifladen, eine mechanische Spieltraktur, elektrische Registertrakturen und elektrische Koppeln.

Der Organist der Kreuzkirche ist der Kreuzorganist, dem neben der Begleitung des Kreuzchores und der Vespern und Gottesdienste eigene Konzerte obliegen. Berühmte Kreuzorganisten waren Herbert Collum und Michael-Christfried Winkler. Nach Martin Schmeding obliegt seit November 2004 Holger Gehring das Amt des Kreuzorganisten.

I Hauptwerk C–a3
Prinzipal 16′
Oktave 8′
Rohrflöte 8′
Gemshorn 8′
Oktave 4′
Spitzflöte 4′
Quinte 22/3
Oktave 2′
Flachflöte 2′
Großmixtur V-VI
Kleinmixtur VI-VII
Fagott 16′
Spanische Trompete 8′
II Kronenwerk C–a3
Quintatön 16′
Prinzipal 8′
Zinngedackt 8′
Spitzgambe 8′
Oktave 4′
Blockflöte 4′
Nasat 22/3
Oktave 2′
Terz 13/5
Septime 11/7
Schwiegel 1′
Scharf V-VI
Quintzimbel III
Rankett 16′
Krummhorn 8′
Rohrschalmei 4′
Tremulant
III Schwellwerk C–a3
Spitzgedackt 16′
Kupferprästant 8′
Traversflöte 8′
Koppelflöte 8′
Weidenpfeife 8′
Schwebung 8′
Engprinzipal 8′
Prinzipalflöte 4′
Spitzgambe 4′
Oktave 2′
Singend Nachthorn 2′
Mixtur VI-VII
Hornwerk II-III
Sesquialtera II
Tonus fabri II
Bombarde 16′
Trompete 8′
Oboe 8′
Clarine 4′
Tremulant
IV Brustwerk C–a3
(schwellbar)
Holzgedackt 8′
Quintatön 8′
Engprinzipal 4′
Rohrflöte 4′
Spitzoktave 2′
Querflöte 2′
Rohrgemsquinte 11/3
Oktavzimbel II
Carillon III
Rohrkrummhorn 16′
Bärpfeife 8′
Trichterregal 4′
Tremulant
Pedal C–g1
Untersatz 32′
Prinzipalbass 16′
Subbass 16′
Zartpommer 16′
Oktavbass 8′
Holzflöte 8′
Oktave 4′
Rohrpfeife 4′
Überblasend Dolkan 2′
Jauchzend Pfeife 1′
Basszink IV
Rauschwerk V
Choralmixtur IV
Bombarde 32′
Posaune 16′
Dulzian 16′
Trompete 8′
Feldtrompete 4′
Singend Cornett 2′
Tremulant
  • Koppeln:
    • Normalkoppeln: II/I, III/I, IV/I, III/II, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P
    • Superoktavkoppeln: III/I, III/II, III/III, III/P
    • Suboktavkoppeln: II/I, III/I, II/II, III/II, III/III
  • Spielhilfen:
    • 4000fache Setzeranlage,
    • Registerschweller mit 4 Kombinationsmöglichkeiten,
    • Absteller (Zungeneinzelabsteller, Handregister), Regler für Tremulanten,
  • Nebenregister: Drei Zimbelsterne

Glocken

Glocke 2 – g0

Der Aufstieg zur Plattform führt im Turm unmittelbar am dreistöckigen Glockenstuhl vorbei. Die fünf Glocken können alle durch großflächige Schutzgitter besichtigt werden. Zentral im obersten Stockwerk des Glockenstuhls hängt die große Glocke, deren Rippe mit der der berühmten Gloriosa im Erfurter Dom vergleichbar ist.[7] Sie trägt folgende Inschrift:

„O Land, Land, Land, höre des Herren Wort! Mich und meine 4 Schwestern hat christliche Liebe gestiftet, nach dem Brande der Kreuzkirche am 16. Februar 1897.“

In den beiden Stockwerken darunter befinden sich jeweils zwei Glocken. Die mittlere Glocke fiel einen Halbton zu hoch aus (ais0; geplant war ein a0). Dennoch zählt dieses Geläut zu den bedeutendsten Werken der Apoldaer Glockengießerfamilie und ist das viertgrößte Geläut Deutschlands (nach dem Kölner Dom, dem Konstanzer Münster und der Stiftskirche zu Neustadt a. d. Weinstraße). Es stellt den Ersatz für die beim Brand 1897 zerstörten Glocken dar und überstand die beiden Weltkriege. Durch ihren Jugendstildekor (entworfen von den Bauräten Schilling und Graebner, Dresden) besitzen die Glocken einen hohen Kulturwert.[8][9][10]

Die Seigerglocke für den Viertelstundenschlag hängt im oberen Turmbereich und wurde 1787 gegossen.

Die Glocken konnten von März 2009 bis Juni 2011 wegen der dringenden Sanierung des Glockenstuhls nicht geläutet werden.[11] Nach dem Abschluss der Sanierung erklang das Geläut wieder zum 33. Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden[12].

Nr.[13]
 
Name
 
Gussjahr
 
Gießer, Gussort
 
Durchmesser
(mm)
Masse
(kg)
Schlagton
(HT-1/16)
1 Kreuzglocke 1899 Franz Schilling, Apolda 2589 11511 e0 +6
2 1899 Franz Schilling, Apolda 2155 6825 g0 +12
3 1899 Franz Schilling, Apolda 1910 4929 ais0 +3
4 Betglocke 1899 Franz Schilling, Apolda 1690 3251 h0 +6
5 Taufglocke 1899 Franz Schilling, Apolda 1412 1947 d1 +5

Siehe auch

Literatur

  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Band: Barbara Bechter: Dresden. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03110-3.
  • Volker Helas, Gudrun Peltz: Jugendstilarchitektur in Dresden. KNOP Verlag für Architektur – Fotografie – Kunst, Dresden 1999, ISBN 3-934363-00-8.
  • Jürgen Helfricht: Dresden und seine Kirchen. Evangelische Verlags-Anstalt, Leipzig 2005, ISBN 3-374-02261-8.
  • Fritz Löffler: Das alte Dresden. Geschichte seiner Bauten. 6. neubearbeitete und erweiterte Auflage. E.A.Seemann, Leipzig 1981, ISBN 3-363-00007-3.

Einzelnachweise

  1. a b Dehio, S. 27–28.
  2. Löffler, S. 22–23, S. 29 Bildnr. 30 (Der Gewölbegrundriss der Kreuzkirche III) und S. 31 (Der Westturm der zweiten Kreuzkirche mit der Kreuzgasse).
  3. a b Dehio, S. 29.
  4. Löffler, S. 136, S. 201–202.
  5. Dehio, S. 27 und Helas/Peltz, S. 191 (Kreuzkirche), Artikel in der Deutsche Bauzeitung Nr. 5 vom 17. Januar 1903, S. 29–30.
  6. Löffler, S. 234.
  7. Große Glocke Kreuzkirche Dresden e° (8:32 min)
  8. Kreuzkirche Dresden – E-Moll – e°–g°–h°
  9. Vier der fünf Glocken e°–g°–h°–d'(Reformationgeläut)
  10. Vollgeläut zum Ostersonntag
  11. Die Glocken der Kreuzkirche müssen schweigen – Bericht 2009 DresdenFernsehen
  12. Die Glocken der Kreuzkirche läuten wieder
  13. Dr. Thümmel, Glockensachverständiger, Gutachten vom Juli 2009.

Weblinks

 Commons: Kreuzkirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
51.04877777777813.739361111111

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