Verschwörungstheorien zum 11. September 2001

Verschwörungstheorien zum 11. September 2001

Verschwörungstheorien zum 11. September 2001 (auch: 9/11-Verschwörungstheorien, englisch: 9/11 conspiracy theories) gehen meist davon aus, dass die Terroranschläge dieses Tages von Regierungs- und Geheimdienst-Vertretern der USA absichtlich zugelassen oder geplant und durchgeführt wurden. Manche vertreten zudem die These, dahinter stecke ein angebliches „Weltjudentum“, der Mossad, die Freimaurer oder andere diffuse Mächte. Das Aufdecken dieser „wahren“ Hintergründe werde von westlichen Massenmedien durch Informationskontrolle oder Selbstzensur verhindert.

Vertreter solcher Theorien bezeichnen die amtlichen Untersuchungsergebnisse, wonach die Anschläge von der Al-Qaida geplant und verübt wurden, ihrerseits als unbewiesene Verschwörungstheorie.

Demonstration von Anhängern der 9/11-Truth-Bewegung in New York

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

Vereinigte Staaten

In den USA verlangten seit 2002 mehrere Bürgerinitiativen eine unabhängige Untersuchung und Erforschung der Anschlagsursachen und -folgen. Die Gruppe 9/11 Citizens Watch[1] erreichte mit dem Family Steering Comitee der Opferangehörigen, dass der US-Kongress und der US-Senat eine Untersuchungskommission einrichteten. Deren im Juni 2004 veröffentlichten 9/11 Commission Report haben sie mit einem Omission Report („Auslassungsbericht“) kritisiert und repräsentative Umfragen in Auftrag gegeben, die hohe Zustimmungsraten für eine neue Untersuchung unter stärkerer Bürgerbeteiligung ergaben.[2]

Seitdem erhielten die Anhänger „alternativer Erklärungen“, die eine Regierungsbeteiligung an den Anschlägen nahelegen, Zulauf und vernetzten sich landesweit. Ihre Wortführer sind einige Akademiker, darunter Kevin Barrett, Michel Chossudovsky, Alexander K. Dewdney, Richard Gage, David Ray Griffin, Kyle Hence, Jim Hoffman, Steven Jones, Michael Ruppert, Webster Tarpley und andere.[3] Diese verbreiten ihre Thesen hauptsächlich über das Internet mit als investigative Dokumentationen aufgemachten Filmen – besonders erfolgreich Loose Change – und Radioshows, z. B. denen von Alex Jones. Das so entstandene 9/11 Truth Movement fordert mit regionalen und nationalen Konferenzen und Demonstrationen – die bisher größte mit etwa 1.500 Teilnehmern in New York City am fünften Jahrestag der Anschläge – eine neue Ermittlung zu den Ereignissen.[4] Es fand eine Reihe prominenter Unterstützer, darunter auch Überlebende und Angehörige von Anschlagsopfern.[5]

Die angebotenen alternativen Erklärungen sind vielfältig und widersprüchlich. So schließt die von dem Philosophen James H. Fetzer gegründete Gruppe „Scholars for 9/11-Truth“ Energiewaffenbeschuss etwa durch „Killersatelliten“ aus dem All oder Mininukes im Gebäude als Ursachen der WTC-Einstürze nicht aus.[6] Daraufhin trennte sich im Dezember 2006 eine von dem Physiker Steven Jones angeführte Gruppe von Fetzer und gründete „Scholars for 9/11-Truth and Justice“, die eine „kontrollierte Sprengung“ durch Explosivstoffe in den Gebäuden behauptet und diese anhand von Rückständen im Gebäudestaub zu beweisen versucht.[7]

Dies weisen die mit der Materie befassten Fachexperten, Ingenieure und Konstrukteure in den USA zurück. Einige haben ebenfalls eigene Webseiten gegründet, die Verschwörungsthesen mit detaillierten Artikeln und Fachaufsätzen widerlegen.[8]

Der Zustimmungsgrad zu 9/11-Verschwörungsthesen in den USA ist seit 2003 eng mit der Haltung zum Irakkrieg verbunden. Während anfangs eine Bevölkerungsmehrheit an die von der US-Regierung unter George W. Bush und Dick Cheney behauptete Zusammenarbeit zwischen Al Qaida und Saddam Hussein glaubte, ist dieser Anteil stetig gesunken. Nach einer Umfrage der New York Times glaubten im Oktober 2006 nur noch 16 % der Befragten, dass die Bush-Regierung die volle Wahrheit über ein Vorwissen zu den Terroranschlägen gesagt habe. 53 % glaubten, sie verberge dazu etwas, 28 %, sie lüge.[9] Nach einer Umfrage der Scripps Howard/Ohio University vom 2. August 2006 glaubten 36 % der 1.010 befragten US-Bürger, die US-Behörden hätten die Anschläge unterstützt oder absichtlich nichts getan, um sie aufzuhalten, um sich so einen Kriegsgrund in der Ölregion des Mittleren Ostens zu verschaffen. 16 % glaubten, dass heimlich angebrachte Sprengladungen der wahre Grund für den Einsturz der WTC-Türme gewesen seien. 12 % argwöhnten, das Pentagon sei von einem Marschflugkörper getroffen worden.

Die meisten US-Bürger glaubten 2006, der Auslandsgeheimdienst CIA habe von der Anschlagsplanung vorher gewusst. Die Zugriffe auf populäre Verschwörungsseiten verdreifachten sich 2006. Autor Marc Fenster erklärte dies 2006 so: Nachdem man im Irak keine Massenvernichtungswaffen fand und die Terroranschläge weltweit zunahmen, hätten die US-Bürger den offiziellen Begründungen der Regierung für den Irakkrieg rückblickend zunehmend misstraut.[10] Nach einer Studie des Center for Public Integrity[11] von 2007/2008 veröffentlichte die damalige US-Regierung vor dem Irakkrieg 935 bewusste Falschaussagen.[12]

Andere Staaten

In Frankreich behauptete Thierry Meyssan 2002 in seinem Fotobildband Le Pentagate, es sei kein Flugzeug in das Pentagon geflogen.[13] Bei der von Thierry Meyssans Voltaire-Netzwerk ausgerichteten Konferenz Axis for Peace am 17. und 18. November 2005 in Brüssel trafen sich etwa 150 Anhänger und Vertreter von Verschwörungsthesen aus 37 Ländern.

In Deutschland veröffentlichten Mathias Bröckers, Gerhard Wisnewski, Andreas von Bülow und andere zuerst Artikelserien, seit 2003 auch Bücher zum Thema. Mit zwei Tagungen am 30. Juni und 7. September 2003 in Berlin versuchten sie weitgehend erfolglos öffentliche Debatten über ihre Thesen zu erzeugen. Manche Autoren der deutschen Friedensbewegung griffen einige dieser Thesen auf.[14] Auch manche Rechtsextremisten vertreten Verschwörungsthesen zum 11. September.[15]

Nach einer Umfrage der Zeit im Juli 2003 hielten es 31 Prozent der unter 30-jährigen befragten Deutschen für möglich, dass die US-Regierung die Anschläge selbst in Auftrag gegeben habe.[16] Fast 90 Prozent von 1005 im Dezember 2010 befragten Deutschen glaubten, die US-Regierung verschweige die „ganze Wahrheit“ über die Anschläge.[17]

Eine Umfrage von WorldPublicOpinion.org vom 15. Juli bis 31. August 2008 unter 16.063 Personen aus 17 Staaten ergab, dass nur die Befragten aus neun Staaten mehrheitlich Al Qaida als Tätergruppe annehmen: darunter Kenia (77 %), Nigeria (71 %), Deutschland (64 %), Frankreich (63 %), Großbritannien (56 %), Italien (56 %). 23 % der befragten Deutschen, 36 % der Türken, 30 % der Mexikaner, 27 % der Palästinenser, 15 % der Italiener halten die US-Regierung für den Betreiber der Anschläge. 43 % der Ägypter, 31 % der Jordanier und 19 % der Palästinenser nehmen Israel als Betreiber an.[18]

Der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad hält die Anschläge nach iranischen Berichten für eine „große Lüge“ und „komplexe Aktion der Geheimdienste“, die den USA als Vorwand für Invasionen im Antiterrorkrieg diene.[19] Vor der UNO behauptete er am 23. September 2010, die meisten US-Bürger, viele Staaten und Politiker glaubten die Theorie, dass „einige Elemente in der US-Regierung den Angriff orchestriert haben, um die schrumpfende amerikanische Wirtschaft und ihren Griff auf den Nahen Osten ebenso zu retten wie das zionistische Regime“. Dies solle international untersucht werden. Damit sorgte er für den Auszug von 33 Staatsvertretern und scharfe Proteste.[20] Auch die Regenten Hugo Chavez,[21] Fidel Castro[22] und Mahathir Mohamad[23] haben öffentlich 9/11-Verschwörungsthesen vertreten.

Angebliches Regierungsverbrechen

Vertreter von Verschwörungsthesen zum 11. September 2001 begründen diese stets mit dem Cui-Bono-Argument: Wem die Anschläge nützten, der müsse auch hinter ihnen stecken. Sie bezeichnen die Anschläge meist als „inside job“ (von innen durchgeführte Tat) und machen damit Angehörige der damaligen US-Regierung und untergeordnete Behörden mindestens mitverantwortlich. Der Nutzen sei die folgende Zustimmung der US-Bürger für die längst geplanten Kriege im Mittleren Osten gewesen.[24]

Vorwissen als Beteiligung

Die US-Regierung war im Vorfeld öfter vor Anschlägen der Al Qaida in den USA gewarnt worden. Das FBI hatte die Einreise einiger verdächtiger Islamisten 2000 registriert und Zacarias Moussaoui am 16. August 2001 festgenommen. Vorschläge eines FBI-Beamten, arabische Flugschüler zu überwachen, wurden jedoch nicht weitergeleitet. Ausländische Geheimdienste und US-Terrorexperten warnten seit März 2001 mehrfach vor möglichen Flugzeugentführungen und Anschlägen der Al Qaida auf zentrale Regierungsgebäude:[25] darunter Richard Clarke, zuletzt in einer Aktennotiz für George W. Bush vom 6. August 2001, und der beim Einsturz des WTC-Gebäudes umgekommene FBI-Experte John P. O’Neill.[26] Sibel Edmonds, die am 20. September 2001 als Übersetzerin vom FBI angestellt, aber 2002 entlassen wurde und dagegen klagte, behauptet seit 2005: Ein anderer FBI-Übersetzer habe im April 2001 eine konkrete Warnung über in einigen Monaten bevorstehende Anschläge Bin Ladens mit Flugzeugen in mehreren US-Großstädten an den FBI-Chef weitergeleitet, die dieser missachtet habe. Ihre Aussage dazu habe die 9/11-Untersuchungskommission weggelassen.[27]

Wegen solcher unbeachteter Warnungen unterstellen Verschwörungsanhänger der US-Regierung ein absichtliches Zulassen (englisch: “Let it happen on purpose”, abgekürzt LIHOP) oder das getarnte Planen und Durchführen (“Made it happen on purpose”: MIHOP) der Anschläge. Sie halten ein solches Regierungsverbrechen am eigenen Volk für wahrscheinlicher als ein Versagen der zuständigen Sicherheitsbehörden und lehnen den Verweis auf deren mangelnde und falsche Vorbereitung auf die Anschläge als „Inkompetenz-” oder „Überraschungstheorie” ab. So fragte Mathias Bröckers am 13. September 2001:[28]

„Wie kann […] drei Monate nach der aus Ägypten kommenden Warnung vor einem Großanschlag die logistische Meisterleistung gelingen, vier Flugzeuge gleichzeitig zu entführen und unentdeckt zu den Anschlagszielen zu fliegen? Passagiere konnten aus den entführten Maschinen mit ihren Angehörigen telefonieren – aber Flugsicherung und Militär, deren weltweiten Schnüffelsystemen kein Furz eines indischen Reisbauers entgeht, haben nichts mitbekommen? Und das über ihrer eigenen Zentrale im Pentagon? – Dieser Skandal wird merkwürdigerweise mit keiner Silbe thematisiert […] Ob es tatsächlich ein Motiv für das Unvorstellbare, eine inszenierte Katastrophe wie in Pearl Harbor gibt, werden die nächsten Aktionen der Weltordnungsmacht bald zeigen.“

Diese Zentralsteuerungshypothese enthielt bereits alle Motive, die in der Folgezeit verbreitet und untermauert wurden. Ungereimtheiten, Zufälle, Pannen, Eindrücke von Augenzeugen, fehlende, mangelnde, widersprüchliche oder so empfundene Erklärungen der US-Behörden wurden als Indizien oder Beweise dafür gedeutet, dass die Regierung irgendetwas verheimliche, die Aufklärung der „wahren“ Täter verhindere, Beweise dafür vernichte oder manipuliere.

Geostrategische Absichten

Viele Verschwörungsanhänger deuten die Anschläge nicht als – möglicherweise willkommenen – zufälligen Grund für den Antiterrorkrieg, sondern als absichtlich herbeigeführten Vorwand, mit dem die US-Regierung lange vor dem 11. September vorhandene Aufrüstungs-, Kriegs- und Eroberungspläne nach innen und außen habe rechtfertigen, durchsetzen und verwirklichen wollen. So beschuldigten die Teilnehmer der Axis-for-Peace-Konferenz 2005 die USA und ihre Verbündeten, sie würden für ihre völkerrechtswidrige „Gier nach Eroberung“ „terroristische Gruppen formen, um diese zu manipulieren, Vorwände für Militäraktionen zu schaffen, Theorien einer internationalen Verschwörung von Muslimen zu schaffen und Konflikte zwischen Zivilisationen anzuheizen.“[29]

Auch andere Kritiker der US-Politik, die nicht an Verschwörungsthesen zum 11. September glauben, hatten geostrategische Interessen der USA im Gebiet des Persischen Golfes und in Mittelasien als mögliche Hintergründe des Antiterrorkrieges genannt: Dieser sei schon seit dem Ende des Ostblocks in den 1990er Jahren geplant worden, um gemäß der Seidenstraßenstrategie[30] die zentralasiatischen und iranisch-irakischen Erdölvorkommen sowie die Zugangswege dazu unter Kontrolle zu bringen.[31] Die USA hatten afghanische Dschihadisten seit etwa 1980 erst als Gegenspieler der Sowjetunion, dann als nationalen Ordnungsfaktor und Gegengewicht gegen den Einfluss des Iran finanziell und militärisch unterstützt. Das Ende dieser Unterstützung führen Kritiker der US-Politik darauf zurück, dass die Taliban den sicheren Bau einer seit 1998 anvisierten Pipeline für kaspisches Erdöl durch Afghanistan[32] gefährdeten, immer höhere Jahresmieten dafür forderten und sich immer mehr gegen die USA stellten.[33]

Verschwörungsanhänger verknüpfen solche historischen Analysen allerdings mit Spekulationen über direkte Regierungsverbrechen. Dazu verweisen sie auf ein Strategiepapier der neokonservativen Denkfabrik PNAC. Diese hatte schon 1998 zu einem Angriff auf den Irak geraten und riet 2000 dazu, die Überlegenheit der USA nach dem Kollaps des Ostblocks für deren weltweite Hegemonie zu nutzen und etwa für neue Raketenabwehrsysteme ihr Militärbudget deutlich aufstocken. Die dazu nötige langwierige innenpolitische wie außenpolitische Umwälzung sei nur „im Fall eines katastrophalen und beschleunigenden Ereignisses – wie etwa eines neuen Pearl Harbor” – zu verkürzen.[34]

Aus dieser Randbemerkung schließen Verschwörungsanhänger, Neokonservative in der US-Regierung hätten die Anschläge gewollt, zugelassen oder geplant. Damit vertreten sie auch eine der Verschwörungstheorien zum Angriff auf Pearl Harbor von 1941, wonach die damalige US-Regierung diesen selbst eingefädelt habe, um die US-Bevölkerung für den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen.

Einzelthesen

Als „Indizien“ für angebliches Vorwissen der Regierung und Tarnungsversuche werden verschiedene Einzelthesen genannt. Mathias Bröckers deutete etwa Bushs siebenminütiges Verweilen bei einer Schülervorlesung nach der Erstnachricht von den Anschlägen als Indiz eines Komplotts:[35]

„Vielleicht, weil die ‚Schurken‘ den verabredeten Zeitpunkt eingehalten hatten: vor 9 Uhr sind im WTC keine wichtigen Banker und keine Besuchermassen, sondern nur das „Fußvolk“ anwesend.“

Bush sagte am 4. Dezember 2001 und 5. Januar 2002, er habe den Einschlag des ersten Flugzeugs in das WTC am 11. September 2001 im Fernsehen gesehen und an den Unfall eines Piloten geglaubt, bevor er kurz darauf vom zweiten Einschlag erfuhr.[36] Er kann jedoch nur das Ergebnis des ersten Einschlags, nicht diesen selbst gesehen haben, da dieser im Fernsehen nicht gezeigt wurde. Da er während des zweiten Einschlags Schulkindern vorlas, kann er diesen auch nicht mit dem ersten verwechselt haben. Das wurde als Verschwörungsindiz gedeutet: Bush habe besondere, nichtöffentliche Bildinformationen über die Anschläge erhalten, müsse also vorher davon gewusst haben.[37] Dass Bush sich nur ungenau ausgedrückt haben kann, blieb unberücksichtigt.

Als Tarnoperation für Flugzeugentführungen am 11. September 2001 wurden damals laufende oder geplante Militärmanöver gedeutet.[38] NORAD-Mitarbeiter glaubten nach der ersten Flugzeugentführung an einen versehentlichen Frühstart ihres Manövers, das die Luftabwehr eines feindlichen Luftangriffs testen sollte.[39] Ein geplantes Manöver im Pentagon zu einem simulierten Flugzeugabsturz auf das Gebäude wurde nach dem Anschlag abgesagt.[40]

Als Ablenkung von einer Regierungsbeteiligung und Drohmittel wurden etwa die Anthrax-Anschläge 2001 gedeutet: Die Bushregierung soll arabische Täter dafür zu finden verlangt, die Anthrax-Mordanschläge sollen Gegnern des Patriot Act gegolten haben.[41]

Ein geheimer Pentagonplan von 1962 sollte mit vorgetäuschten Terrorangriffen einen Vorwand zur Invasion Kubas schaffen (Codename Operation Northwoods). Die US-Regierung veröffentlichte das Dokument am 30. April 2001.[42] Der Autor James Bamford publizierte den Plan 2002, leitete daraus aber keine Verschwörungsthese zum 11. September ab.[43] Anhänger von 9/11-Verschwörungsthesen sehen den Plan dennoch als Beleg für eine Falsche-Flagge-Aktion der US-Regierung am 11. September 2001. Kritiker weisen darauf hin, dass der damalige US-Präsident John F. Kennedy den Plan ablehnte und die US-Regierung ihn vor den Anschlägen selbst veröffentlichte.[44]

Andere spekulieren, die US-Regierung habe die Anschläge vorgetäuscht, indem sie eine in den 1970er Jahren entwickelte Kontrolle des Autopiloten im Cockpit entführter Flugzeuge angewandt habe.[45]

Thesen zu den ermittelten Tätern

Noch lebende Flugzeugentführer

Am 14. September 2001 erschien die erste Täterliste des FBI mit den Namen von 19 beteiligten Flugzeugentführern aus den Passagierlisten.[46] Die BBC berichtete am 23. September 2001 irrtümlich, dass einige der vom FBI als Flugzeugentführer Genannten noch am Leben seien.[47] Viele Webseiten behaupteten daraufhin, das FBI habe die arabischen Namen erfunden, um von den wahren Tätern abzulenken.[48]

Das FBI gab am 27. September eine Liste mit Täterfotos heraus, um Verwechslungen auszuschließen. Die BBC korrigierte ihren Irrtum am 5. Oktober[49] und grenzte sich später von darauf bezogenen Verschwörungsthesen ab.[50] Die Identität von 12 der 19 Täter wurde durch DNS-Spuren von den Tatorten, ihre Zusammenarbeit mit Al-Qaida durch Kontenbewegungen und von Al-Qaida selbst veröffentlichte Videobänder mit ihren „Testamenten“ bewiesen.[51]

Fehlende Beweise für die Planer

Oft wurde behauptet, die USA hätten für Osama bin Ladens Urheberschaft keine Beweise, da das FBI die Anschläge am 11. September auf seinem Steckbrief nicht erwähnte.[52] In der Hintergrundinformation dazu wurden diese jedoch seit 2001 sehr wohl mit anderen Anschlägen aufgeführt.[53] FBI-Vertreter verwiesen dazu auf die Rechtslage: Da die USA Bin Laden als Kriegsgegner behandelten, Anklagen vor US-Gerichten erst bei vorgelegtem Beweismaterial rechtsgültig erhoben werden können und wegen des 11. September keine Anklage gegen ihn erhoben wurde, habe der für das Inland bestimmte Steckbrief als rechtlich ausreichender, vorläufiger Haftbefehl gedient. Bin Ladens Inhaftierung wären zweifellos Anklagen auch wegen der Anschläge des 11. September gefolgt.[54] Großbritanniens Regierung erklärte dazu 2003, Bin Ladens Strafverfolgung sei vorerst nicht beabsichtigt, um die geheimdienstliche Bekämpfung seiner Organisation nicht durch vorzeitiges Aufdecken von Beweismaterial zu gefährden.[55]

Im April 2002 erklärte FBI-Direktor Robert Mueller, man habe bisher weder in den USA noch in Afghanistan irgendwelche belastenden Papiere und Computeraufzeichnungen gefunden. Die Terroristen hätten alles getan, ihre Anschlagspläne zu verdecken.[56] Doch im März 2002 – ein halbes Jahr vor ihrer Festnahme – schilderten die beiden Hauptplaner Ramzi bin asch-Schaiba und Khalid Scheich Mohammed dem Londoner Redakteur des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera Yosri Fouda in Karatschi detailliert die etwa zehnjährige Vorbereitung der Anschläge.[57] Auch der als 20. Pilot angeklagte Zacarias Moussaoui gestand am 26. März 2006 in einem regulären Strafprozess überraschend die Anschlagspläne im Auftrag Bin Ladens[58], zog dieses Geständnis aber am 8. Mai 2006 wieder zurück.[59] Bin Laden selbst versuchte ihn am 23. Mai mit der öffentlichen Aussage zu entlasten, er habe die 19 Attentäter, nicht aber Moussaoui für die Anschläge ausgewählt und beauftragt.[60]

Bin Laden als Werkzeug der CIA

Thierry Meyssan hält Bin Laden für einen ausgebildeten und aktiven CIA-Agenten. Er beruft sich auf die Zusammenarbeit der CIA mit afghanischen Mudschahidin in den 1980er Jahren, um diese in Pakistan für den Guerillakrieg gegen die Sowjets auszubilden und zu unterstützen. Da auch saudische Islamisten damals an diesem Krieg teilnahmen, wurde oft eine frühe Beziehung der CIA zu Al-Qaida vermutet.[61] Mathias Bröckers behauptete:[62]

„6 Milliarden Dollar wurden laut CNN von den USA und den Saudis in Bin Ladens Söldnertruppe investiert […] Die Geister aber, die die USA stets riefen, wenn es „amerikanische Interessen“ zu wahren galt, haben jetzt auf grausame Art zurückgeschlagen.“

Mathias Bröckers

Der Islamexperte Peter Bergen, der Bin Laden als einziger US-Bürger 1997 besucht und interviewt hat, bestreitet dies: Die CIA habe keine Islamisten aus arabischen Ländern trainiert und finanziert, da diese eigene Geldgeber aus Saudi-Arabien und andere religiös-ideologische Ziele gehabt hätten. Bin Laden und sein Stellvertreter Aiman az-Zawahiri erklärten stets, nie Hilfe der USA erhalten noch angenommen zu haben.[63]

Dies betrachtet Michel Chossudovsky als Selbsttäuschung:

„Zitieren wir CIA-Mann Milton Beardman: „Wir trainierten keine Araber.“ Laut Abdel Monam Saidali vom Al-aram Zentrum für strategische Studien in Kairo wurden bin Laden und „seine afghanischen Araber mit Erlaubnis des CIA mit hochspezialisierten Kriegstechniken vertraut gemacht.“ Beardman betonte, dass Ussama bin Laden nicht durchschaute, welche Rolle ihm von Washington zugedacht war.“

Chossudovsky zufolge war Bin Laden auch am 11. September 2001 willfähriges Werkzeug der CIA, der ihren Interessen diente, ohne dies zu ahnen.[64]

Gefälschtes Geständnis

Am 13. Dezember 2001 zeigte die US-Regierung ein nach ihren Angaben in Dschalalabad entdecktes, offenbar mit einer Webkamera gedrehtes Video in schlechter Bild- und Tonqualität im Fernsehen. Darauf erklärt der Redner einigen Gästen mit Bezug auf das WTC, er habe wegen seiner Erfahrungen im Bauwesen fest damit gerechnet, „dass der durch das Flugbenzin ausgelöste Brand das Stahlskelett des Bauwerks zum Schmelzen und den Bereich des Einschlags mit den darüber liegenden Stockwerken zum Einsturz bringen würde. Mehr hatten wir nicht erhofft.” Er erwähnt Mohammed Atta als Anführer einer Gruppe, der während seiner Pilotenausbildung in den USA weder von anderen Gruppen noch vom Ziel seines Auftrags gewusst habe: „Wir offenbarten ihnen die Operation nicht, bis sie da waren und kurz bevor sie die Flugzeugplätze buchten.“[65]

Einige Medien zweifelten die Echtheit und Aussagekraft des Videos, die Identität der gezeigten Person mit Bin Laden und die Übersetzung an.[66] Die US-Regierung hatte die Aussagen von mehreren Übersetzern prüfen lassen und hielt Bin Ladens Urheberschaft damit für erwiesen.[67] Weitere, regierungsunabhängige Übersetzer überprüften den Wortlaut im Auftrag von US-Nachrichtensendern und fanden, dass Bin Laden neun Namen von Attentätern des 11. September nannte und seine Zuhörer an seinen Gebetsaufruf kurz vor den Anschlägen erinnerte.[68]

Am 10. September 2002 sendete Al Jazeera ein Video, das einige der beteiligten Terrorpiloten mit Landkarten der USA in afghanischen Ausbildungslagern von al-Qaida zeigte. Bin Ladens Stimme nannte sie namentlich und lobte sie als die Männer, die „die Vorhaben ausführten“ und damit „den Kurs der Geschichte änderten“.[69]

Am 31. Oktober 2004, drei Tage vor Bushs Wiederwahl zum US-Präsidenten, erklärte Bin Laden in einem weiteren Video, dass sein Entschluss für die Anschläge auf den Libanonkrieg 1982 zurückgehe:[70]

„Und als ich die zerstörten Türme im Libanon sah, kam es mir in den Sinn, dass wir den Unterdrücker genauso bestrafen sollten und Türme in Amerika zerstören sollten, um sie das schmecken zu lassen, was wir geschmeckt haben, damit sie davon abgeschreckt würden, unsere Frauen und Kinder zu töten.“

Solange Amerika seine Weltherrschaftspläne nicht aufgebe und sich aus dem Mittleren Osten zurückziehe, werde er diese Politik bis zum Bankrott der Supermacht fortsetzen.

Nach weiteren eindeutigen Aussagen Bin Ladens auf Al Jazeera zugespielten Bild- und Tonaufnahmen[71] zweifeln westliche Medien nicht mehr am „Geständnisvideo“ von 2001.

Der Islamistikprofessor Bruce Lawrence bezweifelte die Echtheit des Videos 2006 erneut und hielt Tonbänder mit Bin Ladens Stimme für ebenfalls gefälscht oder für Hinweise darauf, dass er bereits tot sei. Er bestritt aber nicht Bin Ladens Täterschaft, die er seit Oktober 2004 für erwiesen hält.[72]

Thesen zu den WTC-Gebäuden

Angebliche Sprengung von WTC 1 und 2

Die These einer „kontrollierten Sprengung“ der WTC-Gebäude wurde schon am Nachmittag des 11. September 2001 im Internet veröffentlicht[73] und gewann „herausragende Bedeutung“ für „alternative 9/11-Deutungen“,[74] da nur sie auf eine Beteiligung anderer Täter verweisen würde.

Dagegen haben unabhängige, an den offiziellen Untersuchungen unbeteiligte Fachwissenschaftler bereits 2002 und öfter errechnet: Die Einstürze waren nach den verfügbaren Gebäude- und Flugzeugdaten physikalisch zwangsläufig und erfolgten exakt zu den Zeitpunkten, mit der Dauer und dem Verlauf, die zu erwarten waren.[75]

Nach den Abschlussberichten des National Institute of Standards and Technology (NIST) wurden Stahlträger von WTC 1, 2 und 7 durch die Kombination von Einschlags- bzw. Trümmerschäden und folgenden anhaltenden Innenbränden statisch so stark geschwächt, dass ihre Einstürze unausweichlich folgten.

Verschwörungsanhänger lehnen die wissenschaftlichen Untersuchungsergebnisse als von politischen Interessen diktierte Manipulation ab. Sie behaupten Auslassungen, Verzerrungen, Widersprüche und Fehler in den offiziellen Berichten. Sie berufen sich auf subjektive Eindrücke von Augenzeugen, an Foto- und Videomaterial beobachtete Anomalien sowie ungewöhnliche Metallfunde im WTC-Schutt und ziehen weitreichende Schlüsse daraus, die für Laien ohne bautechnische, physikalische und chemische Fachkenntnisse nicht ohne weiteres überprüfbar sind. Beispiele:

  • Die Tanks der Flugzeuge seien weniger als zur Hälfte gefüllt gewesen. Der größte Teil des Kerosins sei beim Einschlag im sichtbaren Feuerball verbraucht worden, der Rest in kaum zehn Minuten verbrannt und könne die Stahlträger daher nicht geschwächt haben.
    Doch trotz ungewisser Tankfüllung – die Angaben variieren von 15.000 bis zu 40.000 Litern je Flugzeug –, hätte auch die Hälfte des beim Aufprall explodierenden und verstäubten Kerosins bei weitem ausgereicht, um sofort großflächige und bis zu 1000 Grad heiße Brände auszulösen, die sich über die zerstörten Fahrstuhlschächte schnell im ganzen Gebäude ausbreiten und stundenlang anhalten konnten, da genug brennbares Material als Nachschub vorhanden war.[76]
  • Temperatur und Dauer der Brände sei nicht so hoch gewesen, weshalb sich Personen an der Einschlagstelle des Nordturms aufhalten konnten.[77] Die maximale Brandtemperatur der verfügbaren Materialien habe im Durchschnitt keine 600 Grad Fahrenheit (rund 315 Grad Celsius) überschritten. Die sofortige und schnelle Erhitzung der Einschlagzone habe den ummantelten und hitzebeständigen Stahlträgern weiter unten genug Zeit gelassen, die Hitze zu absorbieren. Ein Großteil der von NIST untersuchten Stahlreste sei nach dem Kollaps von Hitze kaum versehrt gewesen. Keine der Proben sei bei Tests der Mikrostruktur offenbar der kritischen Grenze von 600 Grad Celsius ausgesetzt gewesen.[78] Dies erklärt der ausführliche NIST-Bericht von 2004 damit, dass keine dieser Proben aus der heißen Einschlagzone stammte und nur ein geringer Bruchteil durch Aufweichung versagender Kernsäulen in einem einzigen Stockwerk genügte, um den Kollaps in Gang zu setzen. Auch die nicht wesentlich erhitzten Stahlsäulen weiter unten mussten dann unter der plötzlich anwachsenden Last versagen. Erst 2007 möglich gewordene komplexe Computersimulationen haben diesen rekonstruierten heftigen Brand- und Kollapsverlauf bestätigt oder weisen sogar auf einen die bisherigen Annahmen noch übertreffenden Verlauf hin.[79] Kevin Ryan sieht Widersprüche zwischen dem Computermodell und den Annahmen und Ergebnissen des NIST-Berichts.[80]
  • Aus dem schwarzen Rauch sei zu schließen, dass die Brände im WTC diffus, sauerstoffarm und deshalb kaum heißer als 650 Grad Celsius gewesen seien, wegen der Windstille wahrscheinlich sogar kühler. Dies hätte theoretisch ausgereicht, um die Tragkraft des Stahls zu halbieren. Doch erkläre das noch nicht den Kollaps.[81]
  • explosionsartige Geräusche, die Ohrenzeugen im Gebäude hörten,[82] einige auch im Keller vor dem Flugzeugeinschlag
  • ein angeblich symmetrischer, implosionsartiger Einsturz im angeblichen Tempo des „freien Falls“,
  • kurz vor der Einsturzfront seitlich austretende weiße Staubwolken
  • fontänenartig horizontal weit ausschießende Partikel wie bei einer Druckwelle
  • helle Blitze im Gebäude, an Außensäulen hochschießendes Feuer mit weißem Rauch
  • etwa 1–2 Minuten vor dem Kollaps an mehreren Stellen außen herabfließendes, gelborange glühendes Metall
  • geschmolzene Metalllegierungen in den Überresten mit seltenen chemischen Elementen und Verbindungen.[83]

Nach Erscheinen der offiziellen Untersuchungsergebnisse haben führende Vertreter der Sprengungsthese Aufsätze verfasst, in denen sie behaupten, die ermittelten Einsturzursachen physikalisch widerlegen und Sprengstoffrückstände im Staub der kollabierten Gebäude beweisen zu können. Nachdem Steven Jones 2005 in Staubproben vom WTC Thermit festgestellt haben wollte und das NIST diese These als sehr unwahrscheinlich zurückgewiesen hatte, veröffentlichte der dänische Chemiker Niels Harrit mit acht weiteren Autoren des 9/11-Truth-Movements 2009 einen Aufsatz in einem umstrittenen Open Access-Journal.[84] Sie behaupten, sie hätten in vier Staubproben, die angeblich aus dem Schutt der WTC-Gebäude stammen, Substanzen gefunden, deren Zusammensetzung auf aktives, hochenergetisches und explosives Nanothermit verweise.[85] Harrit und Teile des 9/11-Truth-Movements verbreiten dies als Beweis einer kontrollierten Sprengung.[86] Der Aufsatz wird wissenschaftlich nicht rezipiert; das britische Institut für Nanotechnologie distanzierte sich von Herausgeber und Autoren.[87] Fachexperten verweisen auf schwere methodische Mängel und halten die gefundenen Substanzen für Farbpartikel, möglicherweise von Rostschutzmitteln.[88][89]

Brent Blanchard, Direktor der Firma Protec Document Services, die international Gebäudesprengungen konzipiert und die Aufräumarbeiten am Ground Zero beaufsichtigte und dokumentierte, hat die Sprengungsthese in einer unabhängigen Studie Punkt für Punkt widerlegt.[90]

No-Plane-These

Nach einer seit etwa 2006 verbreiteten Verschwörungsthese werden Flugzeugeinschläge in die WTC-Gebäude bestritten: Flugzeuge aus Aluminium hätten eine massive Stahl- und Betonkonstruktion nicht so glatt durchschlagen können; Livebilder davon enthielten optische Anomalien, die auf Manipulationen verwiesen. Diese These lehnen Vertreter anderer Verschwörungsthesen zum WTC oft ab[91]; gewöhnliche Medien beachten sie nur am Rande.[92]

WTC 7

Das 47-geschossige WTC 7 wurde am 11. September 2001 von Trümmern des etwa 100 m entfernten einstürzenden Nordturms schwer getroffen. Diese rissen an der Südwestfront auf einer Höhe von zehn Stockwerken bis zu einem Viertel der Gebäudetiefe heraus und verursachten anhaltende und ausgedehnte Innenbrände auf mindestens zehn Stockwerken. Das Haus sackte daraufhin um 17:20 Uhr in sich zusammen.

Steven Jones behauptete einen symmetrischen Einsturz von der Dachkante bis zum Boden in etwa 6,5 Sekunden, also etwa 0,5 Sekunden länger als ein freier Fall aus dieser Höhe. Ihm zufolge hätten die noch intakten unteren Stockwerke die von oben fallende Gesamtmasse stärker abbremsen müssen. Die Betontrümmer seien großenteils zu feinem Pulver zerrieben worden, statt sich übereinander zu schichten. Nur eine gleichzeitige Sprengung am Fuß tragender Stahlsäulen könne dies erklären. Jones wirft dem NIST vor, diese Hypothese nicht ebenfalls als mögliche Einsturzursache zu prüfen.[81]

Larry Silverstein, damals Eigentümer des WTC 7, berichtete 2002 von seinem Telefonat mit dem Feuerwehrchef am 11. September 2001. Dieser habe ihm mitgeteilt, man sei unsicher, ob man das Feuer eindämmen könne, worauf er geantwortet habe: We’ve had such terrible loss of life, maybe the smartest thing to do is pull it. Daraufhin habe die Feuerwehr dies entschieden und den Kollaps beobachtet. Das Wort „pull“ deuten Verschwörungsanhänger als Befehl zur Auslösung einer vorbereiteten Sprengung. Doch Silverstein meinte damit dem Kontext und seinem Sprecher zufolge den Abzug der verbliebenen Feuerwehrleute aus dem instabilen Gebäude, um ihr Leben nicht zu gefährden.[93] Der Feuerwehrchef hat seine Entscheidung zu ihrem Abzug 2007 schriftlich bezeugt und Verschwörungsthesen damit zurückgewiesen.[94]

Eine BBC-Reporterin vor Ort meldete am 11. September 2001 live um 17:00 Uhr den Kollaps des Gebäudes, bevor dieser eintrat. Für Verschwörungstheoretiker beweist dies ein Vorwissen der Behörden, das einigen Medien versehentlich verfrüht zugespielt und von diesen vertuscht worden sei. Die BBC-Nachrichtenredaktion erklärt den Irrtum mit dem seit Stunden erwarteten Einsturz und dem Durcheinander jenes Tages. Man habe die Originalbänder der Berichterstattung nicht aufbewahrt.[95]

Nach mehreren Zwischenberichten und Ankündigungen legte das NIST im August 2008 seinen Abschlussbericht zum WTC 7 vor. Danach verursachten strukturelle Trümmerschäden an der Südostseite, der Ausfall der Sprinkleranlage und die lange Dauer und Verteilung des 400 Grad Celsius heißen Feuers letztlich den Einsturz, der insgesamt 30 Sekunden dauerte: Erst hätten sich die waagrechten Stahlträger ausgedehnt, dann seien immer mehr Decken und Wände eingestürzt, sodass die senkrechte Säule 79 frei zu stehen kam. Ihr Nachgeben habe innerhalb von sechs Sekunden zum Einsturz des östlichen Penthouses auf dem Dach geführt. Innerhalb der nächsten 6,9 Sekunden sei der Einsturz der Kernsäulen von Ost nach West gefolgt. Bis dahin seien alle inneren Säulen eingeknickt. Nun hätten die äußeren Strukturen als ein Bauelement in 5,4 Sekunden vertikal zu fallen begonnen. Damit dauerte der Einsturz erwartungsgemäß 40 Prozent länger als der freie Fall.[96]

In einer Antwortseite ging das NIST 2009 zudem auf einige der häufigsten Verschwörungsthesen zum WTC 7 ein und schloss unter anderem eine Sprengung aus: Man habe diese Möglichkeit sorgfältig untersucht, aber keine Hinweise auf eine Explosion, etwa Zeugenaussagen für die zu erwartenden lauten Knallgeräusche, gefunden. Thermit könne nicht unbemerkt in den erforderlichen großen Mengen an Tragesäulen angebracht worden sein, daher sei seine Verwendung „unwahrscheinlich“.[97]

Thesen zum Pentagon

Fehlendes Flugzeug

Einschlagskrater im Pentagon

Thierry Meyssan brachte Anfang 2002 die These auf, beim Angriff auf das Pentagon habe es überhaupt kein Flugzeug gegeben. Fotos vom Tatort sollten zeigen, dass die Schäden an der Gebäudefront zu schmal für die Spannweite einer Boeing 757 seien. Flugzeugtrümmer auf dem Rasen oder im Gebäude seien nicht zu entdecken. Der Schaden könne auch von einem mit Sprengstoff beladenen Lkw, den das Pentagon angeblich anfangs selbst vermutet habe, oder einem Marschflugkörper stammen.

Zahlreiche Webseiten wie „Hunt the Boeing“ sowie die Filme „911 in Plane Site“ und „Aktenzeichen 9/11 ungelöst“ von Gerhard Wisnewski griffen diese „No-Jetliner“-These auf. Als Indizien für einen Raketeneinschlag wurden etwa heil gebliebene Fensterscheiben im Erdgeschoss und ein rundes, etwa 3,5 Meter großes Loch in der Wand genannt.

Notfallübungen im Oktober 2000 und März 2001 für einen Flugzeugabsturz im Pentagon gingen davon aus, dass sich massive Flugzeugtrümmer im Innenhof verteilen würden, da nicht mit einem Aufprall auf die massiv verstärkte Seitenfront gerechnet wurde. FBI-Beamte hatten die Trümmerteile wie bei Verbrechen üblich als Beweismaterial eingesammelt und nichtöffentlich untersucht. Die US-Verkehrsbehörde NTSB hatte den bei Abstürzen üblichen Zusammenbau der Trümmerteile unterlassen, da sie nicht für Verbrechen zuständig ist. All dies nährte Spekulationen, dass der tatsächliche Hergang unbewiesen sei und verdeckt werde.

Verschwörungstheorien, die den Einschlag eines Flugzeuges in das Pentagon bestreiten ignorieren, dass sowohl der Einschlag des Flugzeuges von einer Überwachungskamera aufgezeichnet wurden, als auch, dass das Flugzeug unmittelbar vor dem Einschlag Spuren an diversen Gegenständen wie Straßenlampen und abgestelltem Baumaterial hinterließ[98]. Die Aufnahmen der Überwachungskamera wurden erst im Mai 2006 nach dem Prozess gegen Moussaoui freigegeben. Es zeigt das Flugzeug unmittelbar vor dem Einschlag und den Gebäude weit überragenden Explosionsfeuerball mit dickem schwarzem Rauch[99], der für Kerosinbrände typisch ist.[100]

Die 9/11-Kommission stellte 2004 fest, dass die Boeing 757 beim Einschlag durch die massiven Wände und verstärkten Säulen des Gebäudes weitgehend zerfetzt wurde. Einer der Flügel riss schon vor dem Aufprall ab; die Fassade stürzte erst nach 20 Minuten ein. Die explosionssicheren Fenster waren wenige Monate zuvor extra für solche Außenangriffe eingebaut worden. Einige Tatortfotos zeigen Teile einer Boeing 757.[101] Das runde Loch stammte vom Einschlag eines Fahrgestellrades. Dieses, der Flugschreiber und weitere Flugzeugteile wurden geborgen. Hunderte Augenzeugen hatten Anflug und Aufprall, manche sogar die Markierung des Flugzeugs und Passagiere in den Fenstern gesehen.[102] Renee May und Barbara Olson hatten aus dem Flugzeug mit ihren Angehörigen telefoniert. 184 der 189 Todesopfer beim Pentagon wurden anhand von DNS-Spuren identifiziert; die fünf nicht identifizierten DNA-Reste werden den Entführern zugeordnet.[103]

Vertretern von „No-Jetliner“-Thesen wurde die selektive Auswahl und bewusste Fehldeutung von Fotos und Zeugenaussagen vielfach nachgewiesen. Den Verbleib des Flugzeugs und seiner Passagiere konnten sie nicht erklären. Daher wurde diese These auch im Lager der Verschwörungsanhänger bald als Ablenkung von den „wahren Tätern“ und als von Geheimdiensten erzeugte Desinformation abgelehnt.[104]

Zurückgehaltene Luftabwehr

Verschwörungstheoretiker schließen aus, dass der Staat mit dem weltweit größten Militärhaushalt das am besten geschützte Gebäude der USA nicht gegen einen solchen Angriff verteidigt hätte. Die Nationale Luftabwehr (NORAD) habe das dritte entführte Flugzeug spätestens seit 9:03 Uhr, als das zweite Flugzeug ins WTC gerast war, als Gefahr für die Hauptstadt erkennen und zum Landen zwingen können. Die nächste Basis für Militärjets war nur fünf Minuten entfernt. Da der Pilot von Flug 77 das Gebäude beim ersten Anflug verfehlt hatte, flog er nochmals eine 330-Grad-Kurve über Washington: Dies hätte Zeit genug gelassen, die Maschine zum Landen zu zwingen oder abzuschießen.

Mark R. Elsis, Autor der Webseite StandDown.net, gibt an, sich detailliert mit Zeit- und Ereignisabläufen befasst zu haben. Fristen und Kenntnisse der Luftabwehr hätten es den einzigen beiden in Otis, Massachusetts aufgestiegenen Abfangjägern ermöglicht, die Hauptstadt mindestens 20 Minuten eher als Flug 77 zu erreichen. Aus verzögerten Anordnungen, viel zu langsamem Flugtempo, falschem Kurs der Abfangjäger und ausgebliebenen Maßnahmen bei der nächstgelegenen Staffel schloss er: „Es gibt nur eine Erklärung dafür: Unserer Luftwaffe wurde befohlen, am Boden zu bleiben.“[105]

Erst der Bericht der 9/11-Kommission von 2004 machte das Ausmaß der Verwirrung in den verantwortlichen Flugleitstellen deutlich. Die Handbücher waren nicht auf Luftangriffe aus dem Inland ausgerichtet; noch nie war man mit vier parallel entführten und als Waffen benutzten Flugzeugen konfrontiert. Die Befehlswege dauerten viel zu lange. Die erste Nachricht einer Flugzeugentführung erreichte die Luftabwehr um 8:37 Uhr ohne Angabe eines möglichen Ziels. Die zweite Entführung wurde um 9:03 Uhr übermittelt, in derselben Minute, als Flug 175 bereits im WTC 2 einschlug. Um 9:21 Uhr gab die New Yorker Flugaufsicht falsche Angaben an die Luftabwehr weiter mit der Folge, dass der Kurs von Flug 77 unbemerkt blieb. Dessen Radarsignal wurde acht Minuten lang nicht empfangen; in dieser Zeit änderte Flug 77 seinen Kurs und flog Richtung Washington. Erst um 9:36 Uhr, weniger als zwei Minuten vor dem Einschlag ins Pentagon, erhielt ein Pilot Befehl, dieses Flugzeug zu verfolgen.[106]

Dass die Luftabwehr die Radarsignale der entführten Maschinen mit abgeschalteten Transpondern nicht rechtzeitig orten konnte, erklärt das Magazin Popular Mechanics etwa damit, dass sie nicht auf Inlandbeobachtung eingestellt gewesen sei und die Signale unter ca. 4.500 in der Luft befindlichen Flugzeugen nicht auffinden konnte.[107] Obwohl diese Fakten überprüfbar sind, bestreiten Verschwörungstheoretiker sie.[108]

Thesen zu Shanksville

Nach den Aufzeichnungen des Voicerecorders hatten die Entführer Flug UA 93 bei einem Handgemenge mit Passagieren im Cockpit steil zu Boden gelenkt. Augenzeugen zufolge wurde das Flugzeug beim Aufprall bei Shanksville in Pennsylvania nahezu vollständig zerstört. Verschwörungsthesen dagegen behaupten entweder die bloße Simulation eines Absturzes oder einen Abschuss der Maschine.

Fehlendes Flugzeug

Vertreter dieser These zeigen Fotos vom Einschlagskrater, die keine Flugzeugteile erkennen lassen. Gerhard Wisnewski versuchte sie mit einzelnen Zeugenaussagen zu erhärten. So habe Ernie Stull, der Bürgermeister von Shanksville, beim Anblick der Absturzstelle gesagt: Man sieht ein großes Loch, sonst nichts.[109]

Auf Nachfrage anderer Journalisten erklärte Stull jedoch, er habe damit nur sein Erstaunen über das Zerplatzen der Maschine ausgedrückt, aber natürlich deren Trümmerteile selbst gesehen. Auch andere Zeugenaussagen riss Wisnewski aus ihrem Kontext: Der Chefredakteur einer Pittsburgher Zeitung, Dennis Roddy, habe keine Flugzeugtrümmer erkennen können. Doch Roddy war gar nicht vor Ort, sondern hatte ein Journalistenteam zur Absturzstelle gesandt. Dessen Bericht zitierte zahlreiche Augenzeugen, die das rotierend abstürzende Flugzeug sahen und die Aufschlagsexplosion hörten.[110] Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel wies Wisnewski die Fehldeutung der Zitate nach.[111] Die Überreste der 44 Leichen wurden soweit wie möglich geborgen, identifiziert und den Opferfamilien übergeben.[112]

Flugzeugabschuss

Im Widerspruch zu der These vom fehlenden Flugzeug behaupten manche, es sei abgeschossen worden. Augenzeugen hätten einen Militärjet in der Gegend beobachtet. Der pensionierte Armeeoberst Donn de Grand-Pre behauptete im Februar 2004 in einer Radiosendung, er kenne die Einheit und deren Piloten, der den Abschussbefehl erhalten und mit zwei Bordraketen ausgeführt habe. Er habe seinem General seine Besorgnis mitgeteilt, dieser habe seinen Bericht im Militär verbreitet.[113]

Tatsächlich war der benannte Pilot 1.100 Meilen weiter nördlich stationiert und startete um 10:45 Uhr unbewaffnet für einen Transportflug von North Dakota nach Montana. Der zitierte General bestritt, den Oberst und seinen angeblichen Bericht zu kennen. NORAD gab den Abschussbefehl für Flug 93 erst nach dessen Absturz an Piloten weiter, die auch bei frühzeitigem Empfang zu weit entfernt gewesen wären.

Eine Variante der Abschussthese führt ein kleines weißes Zivilflugzeug an, das kurz nach dem Absturz über die Stelle geflogen war.[114] Dieser Businessjet war im Landeanflug auf den nächstgelegenen Flughafen von Johnstown, 20 Meilen nördlich von Shanksville, von dessen Flugaufsicht zu einem Erkundungsflug gebeten worden, da man den Absturz bereits bemerkt hatte. Der Pilot flog zweimal direkt über den Krater, um dessen genaue Position zu registrieren und weitergeben zu können.[115]

Andere übertreiben die Streuung der Flugzeugtrümmer, um so eine Explosion in der Luft vor dem Absturz glaubhaft zu machen. Man habe Leichenteile, Kleider, Bücher und Schrott sechs Meilen nördlich vom Krater in einem See gefunden. Diese könnten unmöglich dorthin geweht worden sein, da der Wind in die entgegengesetzte Richtung geblasen habe.[116]

Tatsächlich wurden ein Triebwerksteil etwa 250 m in Luftlinie, Papier und Stofffetzen in etwa anderthalb Meilen Entfernung in Windrichtung südlich – nicht nördlich und ohne Schrott- und Leichenteile – vom Krater entfernt gefunden. Dies führen Fachleute auf den steilen, aber nicht senkrechten Winkel und das Tempo des Einschlags zurück, bei dem schwere Teile – wie Landerad und Flugschreiber bei Flug 77 – abreißen und herausgeschleudert, leichte Teile aufgewirbelt und verweht werden konnten.[117]

Vielfach wird behauptet, Handytelefonate aus einem Flugzeug über 8.000 Fuß Flughöhe seien damals technisch unmöglich, darunter sehr unwahrscheinlich gewesen. Deshalb seien die Anrufe, deren Inhalte der Kommissionsbericht 2004 abdruckte, erfunden oder von Agenten fingiert worden.[118] Tatsächlich waren Handyanrufe damals schon bis zu 35.000 Fuß Flughöhe sehr wohl möglich, wenn auch unsicher wegen der Fluggeschwindigkeit. Doch Flug 93 flog relativ niedrig und in einer ausreichend mit Empfangsstationen ausgerüsteten Gegend. Die meisten Anrufer benutzten jedoch keine Handys, sondern die in ihre Sitze eingebauten Bordtelefone. Viele Anrufe dauerten weniger als eine Minute und wurden oft unterbrochen. Da von vier Entführern nur einer die im hinteren Bereich zusammengedrängten Passagiere bewachte, wie einige Anrufer berichteten, kamen relativ viele Anrufe unbehelligt durch.[119]

Abschussbefehl

Als Beweis für den Abschuss für Flug 93 zitierte Michel Chossudovsky Aussagen von Regierungsmitgliedern aus einem Interview am 11. September 2002. Bush hatte Vizepräsident Dick Cheney am 11. September 2001 telefonisch die Erlaubnis zu einem Abschussbefehl für weitere entführte Flugzeuge im Anflug auf Washington gegeben und sagte nun dazu:[120]

„Ich zögerte nicht […] Ich wusste, was getan werden musste.“

Condoleezza Rice bestätigte diesen Befehl und ergänzte:

„Es gab diese schreckliche Phase, als wir uns fragten, ob Flug 93 wirklich von einem amerikanischen Piloten abgeschossen wurde.“

Der Untersuchungsbericht vom Juni 2004 deckte minutiös auf, dass Flug 93 schon um 10:02 Uhr abgestürzt war, Cheneys Abschussbefehl frühestens um 10:10 Uhr erteilt und der Flugaufsichtzentrale erst um 10:31 Uhr weitergegeben wurde. Der Befehl erreichte die Piloten nicht: Diesen hatten die zuständigen Offiziere befohlen, Passagiermaschinen auf keinen Fall abzuschießen. Cheney erfuhr lange nicht, ob sein Befehl ausgeführt worden war oder nicht. Nur die Passagiere selbst hätten die Hauptstadt vor einem weiteren verheerenden Angriff bewahrt.[121][122]

Chossudovsky missdeutete den Abschussbefehl trotz dieser nachgewiesenen Abläufe als Beweis für einen Abschussplan. Auch einen Redeausschnitt Donald Rumsfelds deutete er als „freudschen Versprecher“, der Rumsfelds Kenntnis vom tatsächlichen Abschuss offenbart habe[123]; Rumsfeld hatte am 24. Dezember 2004 vor Iraksoldaten in Bagdad gesagt:

„Ich denke, wir alle können uns vorstellen, welche Welt auf uns zukäme, wenn die Leute, die [...] die USA in New York angegriffen, ein Flugzeug über Pennsylvania abgeschossen und das Pentagon angegriffen haben, siegen würden.“

Einem Pentagonsprecher zufolge handelte es sich um einen bloßen Versprecher. Rumsfeld halte nach wie vor einen Kampf zwischen Passagieren und Piloten für die Absturzursache.[124]

Angebliche Auftraggeber

Neben den Verschwörungsthesen über fehlende Flugzeugentführer und fehlende oder ferngelenkte Flugzeuge, Raketenangriffe und nur mit Sprengstoff ermöglichte Einstürze stehen Thesen, die auf bestimmte Auftraggeber hindeuten und diese als die „wahren“ Täter präsentieren. Dabei werden in der Regel zwei Gruppen angeboten: die Neokonservativen und die Juden bzw. (jüdische) Israelis oder „Zionisten“. Ihnen wird ein Hegemoniestreben sowie ökonomische und mediale Übermacht und Kontrolle der Geheimdienste und Militärs in den USA unterstellt. Oft werden diese Gruppen als eng miteinander verwoben charakterisiert.

Auf die Neokonservativen bezogene Thesen sind außerhalb der USA oft mit Antiamerikanismus verbunden, auf Israelis und Juden hindeutende Thesen mit Antisemitismus.

Finanztransaktionen

Im Vorfeld der Anschläge sollen ungewöhnlich große Verkäufe von Aktien bestimmter Unternehmen und Aufkäufe von Schatzbriefen erfolgt sein. Diese wurden auch von der US-Börsenaufsicht untersucht. Obwohl dies zu keinen eindeutigen Ergebnissen führte, zogen einige Beobachter aus der bloßen Auflistung von im WTC ansässigen Firmen, Versicherungs- und Fluggesellschaften bereits den Schluss, hier sei ein konkretes Vorauswissen gezielt ausgenutzt worden.[125]

Juden

Die syrische Staatszeitung Al Thawra behauptete am 15. September 2001, 4.000 Juden seien am 11. September nicht zur Arbeit im WTC erschienen. Damit war das hartnäckige Gerücht geboren, Juden hätten vorher von den Anschlägen gewusst, seien also darin irgendwie verwickelt. Die Zahl stammte aus einem Artikel der Jerusalem Post vom 12. September mit dem Titel: Hunderte Israelis bei den Anschlägen vermisst. Im Text war von 4.000 Israelis die Rede, die das israelische Außenministerium als um das WTC und Pentagon herum lebende Personen nannte, mit deren Verlust Angehörige in Israel rechnen mussten.[126]

Eine andere These spricht von „fünf tanzenden Israelis“, die aus Freude über die angeblich von ihnen erwarteten Anschläge öffentlich getanzt hätten und später als Spione enttarnt worden seien. Nach Medienberichten waren sie wegen verdächtigen Verhaltens festgenommen und vom FBI verhört, aber keines Verbrechens angeklagt, sondern nach 71 Tagen ergebnislos entlassen worden.[127]

Einer anderen These zufolge riet Israels Inlandsgeheimdienst Schin Bet dem damaligen Ministerpräsidenten Ariel Sharon, einen angeblich für den 11. September 2001 geplanten Flug nach New York Stunden vor den Anschlägen abzusagen.[128] Tatsächlich war Sharons New-York-Besuch erst für den 23. September 2001 geplant und wurde wegen der Anschläge abgesagt.

Auch Andreas von Bülow verdächtigt neben der CIA Israels Regierung, von den Anschlagsplänen gewusst und nur ihre Bürger gewarnt zu haben. Denn die israelische Schifffahrtslinie „Zim“ habe einige Wochen zuvor und Monate vor dem Auslaufen ihres Mietvertrages ihre Büros im WTC geräumt. Daher sei nach anfangs überhöhten Angaben nur ein Israeli unter den Opfern der Anschläge gewesen. Er zitierte zudem eine Meldung der Washington Post vom 27. September 2001, wonach die israelische Firma Odigo angeblich zwei Stunden vor den Anschlägen ihre Mitarbeiter zum Verlassen ihrer nahe dem WTC gelegenen Arbeitsstelle aufgefordert habe.[129] Die National-Zeitung griff diese Thesen auf.[130]

Im Originalbericht bestätigte ein Firmensprecher, dass zwei Mitarbeiter einer israelischen Zweigstelle eine warnende Nachricht von einem Unbekannten erhalten haben. Man habe aber das FBI informiert, das dem Fall nachgehe.[131]

Nach gültigen Opferlisten von 2002 wurden bis zu 400 Juden (etwa 15 Prozent aller Opfer) bei den Anschlägen getötet, darunter ein Israeli. Die Religionszugehörigkeit konnte bei vielen Opfern nicht ermittelt werden.[132] Unabhängige Recherchen widerlegen das behauptete jüdische Vorwissen.[133]

In den USA verbinden vor allem Eric Hufschmid, Christopher Bollyn und die von dem Holocaustleugner Willis Carto gegründete Webseite American Free Press die gängigen Verschwörungsthesen mit Hinweisen auf Israelis, Juden und nichtjüdische „Zionisten“ als angebliche Nutznießer und heimliche Auftraggeber der Anschläge.

Hufschmid entwarf auf einer Verschwörungskonferenz 2006 in Italien ein gegen jede Widerlegung immunisiertes Szenario: Da der israelische Geheimdienst Mossad die USA Monate vorher vor den Anschlägen gewarnt habe, müsse Israel davon gewusst haben. Es sei nicht plausibel, dass die US-Regierung ein so riesiges Verbrechen am eigenen Volk zugelassen und Amerikaner gewonnen hätte, es auszuführen. Daher müsse jemand mit handfesten Eigeninteressen dahinter stecken. Dafür komme Larry Silverstein in Frage, der das WTC im Juni 2001 erworben habe, um die Versicherungssumme von 3,2 Milliarden Dollar für seine Zerstörung zu kassieren. Sein Freund Benjamin Netanjahu könne ihn über die bevorstehenden Anschläge informiert haben, die er zu seinem Vorteil genutzt habe. Silverstein habe die Israelis mit der Sprengung beauftragt. Darauf ließen Presseberichte schließen, wonach über 200 Israelis ohne gültige Visa nach dem 11. September ausgewiesen worden seien. Dass niemand ihn zur Rechenschaft ziehe, liege an seinen Beziehungen zu Presse- und Bankmagnaten wie Rupert Murdoch, den Rothschilds u. a., die jede Aufklärung durch Desinformation verhinderten. Sie kontrollierten auch die 9/11-Wahrheitsbewegung und führten die meisten ihrer Anhänger mit falschen Spuren in die Irre, um von den wahren Tätern abzulenken. Um all dies zu durchschauen, müsse man seine, Hufschmids, Internetseiten lesen. Die Evidenz für einen Sprengungsauftrag Silversteins und eine Beteiligung zionistischer Weltorganisationen, die ein Interesse an Kriegen gegen Araber und Muslime hätten, sei „überwältigend“.[134]

Auch für Christopher Bollyn ist der Antiterrorkrieg eine Erfindung des Mossad zur Beherrschung der USA und der Welt.[135] Dieser Rechtsextremist fügt wie Hufschmid offene Lücken in den angebotenen Verschwörungstheorien zum 11. September zu scheinplausiblen „Lösungen“ zusammen, die der antisemitischen These von der „zionistisch beherrschten Regierung“ folgen. Bollyn fragt zum Beispiel: Wie kam israelische Software auf die kritischen Computer der Flugaufsicht? Er unterstellt damit eine jüdische Schuld an den Angriffen.[136] Den Aufsatz der Popular Mechanics mit physikalischen Fakten zu den wichtigsten Verschwörungsthesen vom März 2005 denunzierte Bollyn als Gefälligkeitsarbeit für die Regierung, indem er auf die Verwandtschaft eines beteiligten Autoren (Benjamin Chertoff) mit dem Minister für Innere Sicherheit (Michael Chertoff) hinwies und jede inhaltliche Auseinandersetzung vermied.[137]

Dass amerikanische Neokonservative sich positiv auf den jüdischstämmigen Philosophen Leo Strauss beziehen und einige Juden wie Paul Wolfowitz und Richard Perle zu ihnen gehören, sehen antisemitische Verschwörungstheoretiker als Indiz für israelische Interessen oder ein „Weltjudentum“, das hinter den Anschlägen ebenso wie hinter anderen kriegsauslösenden Ereignissen stecke.[138]

Auch Mathias Bröckers legt eine Beteiligung von führenden Vertretern Israels nahe. Er verglich Ariel Sharon mit Adolf Hitler und griff ein von einem Sender der Hamas erfundenes Zitat auf, wonach Sharon gesagt habe: „Wir, die jüdischen Leute, kontrollieren die USA“.[139] Dies brachte er in Zusammenhang mit Festnahmen einiger Israelis in den USA, die als Angestellte einer Telefongesellschaft für den Mossad spioniert haben sollen. Israelische Besitzer dieser Gesellschaft ließen ihn spekulieren, Israel habe sämtliche Gespräche in den USA, auch im Weißen Haus, abhören können. Dass Behörden keine Information darüber herausgeben, nannte er eine Vertuschung, die den Verdacht einer „Kosher Conspiracy“ nähre.[140]

Dagegen wies Ayman al-Zawahiri 2008 in einem der regelmäßig veröffentlichten Al-Qaida-Tonbänder die Theorie als „Lüge“ zurück, Israel habe die Anschläge in Auftrag gegeben. Er bestand darauf, Al-Qaida habe diese selbst ausgeführt, und beschuldigte die vom Iran gedeckte Hisbollah, die Israeltheorie erfunden zu haben, um Bin Ladens Gruppe und die Heldentat der Sunniten zu diskreditieren, Amerika wie nie zuvor verletzt zu haben.[141]

Kritik

Kritik an 9/11-Verschwörungstheorien erfolgte parallel zu ihrer Verbreitung auf mehreren Ebenen:

  • durch Prüfen und Widerlegen der darin enthaltenen Tatsachenbehauptungen (sogenanntes Debunking),
  • durch eine Analyse der Methoden und Ziele ihrer Vertreter,
  • durch eine historische, soziale und gesamtpolitische Einordnung.[142]

Deutsche Medien wie die taz,[143] der Spiegel[144] und die ARD-Sendung Panorama[145] setzten sich 2003 erstmals mit Verschwörungsthesen besonders deutscher Autoren auseinander und stellten deren Haltlosigkeit heraus. Die taz kritisierte zudem die Teilnahme Horst Mahlers an einer der von Mathias Bröckers einberufenen Konferenzen als Schulterschluss von Verschwörungsanhängern mit Rechtsextremisten, die auf ganz andere Absichten als Aufklärung schließen lasse.[146] Sandra Maischberger griff Andreas von Bülow am 9. September 2003 dafür scharf an, dass er seine These von noch lebenden Attentätern ungeprüft aus dem Internet übernommen hatte.

2006 gab der Spiegel ein ganzes Heft zum 11. September 2001 heraus, das die Verschwörungsthesen im Detail mit Fakten konfrontierte.[147] Henryk M. Broder beschrieb Bülows neues Buch 2006 als unglaubwürdigen „Versuch, Bin Laden freizusprechen“, während Millionen arabisch-islamischer Jugendlicher dessen Tat bewunderten und nachahmen wollten.[148] Für die Zeit bedienten die Thesen von Bröckers, Bülow und Wisnewski 2006 eine damalige antiamerikanische Grundstimmung der meisten Deutschen.[149] Der Historiker Wolfgang Wippermann und der Kommunikationswissenschaftler Tobias Jaecker stellten in heutigen Verschwörungsthesen antisemitische Stereotypen fest, die den Protokollen der Weisen von Zion auffällig ähnelten:[150]

„Der israelische Geheimdienst Mossad übernimmt dabei die Rolle der in den ‚Protokollen‘ fantasievoll beschriebenen jüdischen Geheimorganisation, Israel selbst verkörpert das ‚internationale Judentum‘, und der Eigner des World Trade Center Larry Silverstein gilt als Repräsentant der ‚jüdischen Wucherer‘.“

Literatur

Verschwörungstheorien

  • Nafeez Mossadeq Ahmed: Geheimsache 09/11. Hintergründe über den 11. September und die Logik amerikanischer Machtpolitik, Goldmann, München 2004, ISBN 3-442-15288-7
  • Mathias Bröckers: Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11. September, Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-86150-456-1
  • Mathias Bröckers, Andreas Hauß: Fakten, Fälschungen und die unterdrückten Beweise des 11. September, Verlag Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-86150-604-1
  • Andreas von Bülow: Die CIA und der 11. September, 4. Aufl. Piper, München 2004, ISBN 3-492-24242-1
  • James H. Fetzer (Hrsg.): The 9/11 Conspiracy. The Scamming of America. Transition Vendor, 2007, ISBN 978-0-8126-9612-7
  • Eric Hufschmid: Painful Questions: An Analysis Of The Sept. 11th Attack. Ink & Scribe, 2002, ISBN 1-931947-05-8
  • Eric Laurent: 9/11/01. Die Wahrheit, Piper, München 2005, ISBN 3-492-04788-2
  • Thierry Meyssan: Pentagate – Angriff auf das Pentagon, editio de facto, Kassel 2003, ISBN 3-9808561-1-9
  • Gerhard Wisnewski: Mythos 9/11. Der Wahrheit auf der Spur, Knaur, München 2004, ISBN 3-426-77783-5
  • Marcus B. Klöckner: 9/11 – Der Kampf um die Wahrheit (TELEPOLIS), Heise, 2011, ISBN 978-3-936931-71-6.

Physikalische Fakten

  • U. Starossek: Progressiver Kollaps von Tragwerken. WKP Ingenieurforum, WKP König und Partner, Hamburg, 4. Dezember 2001

Kritik

  • Tobias Jaecker: Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September. Neue Varianten eines alten Deutungsmusters, LIT Verlag, Münster 2004, ISBN 3-8258-7917-8
  • Dominik Cziesche, Jürgen Dahlkamp, Ulrich Fichtner, Ulrich Jaeger, Gunther Latsch, Gisela Leske, Max F. Ruppert: Panoptikum des Absurden. In: Der Spiegel. Nr. 37, 2003, S. 58-76 (online).
  • Albrecht Kolthoff: Masse statt Qualität – Drei deutsche Verschwörungsphantasten bezweifeln die Bin-Ladin-Täterschaft beim Angriff auf das World Trade Center. Ihre Bücher erfüllen die journalistischen Standards nicht in Klartext, 5/2003
  • David Dunbar, Brad Reagan (Hrsg. von „Popular Mechanics“): Debunking 9/11 Myths: Why Conspiracy Theories Can't Stand Up to the Facts. Hearst Books, 2006, ISBN 1-58816-635-X
  • Sandra Poppe, Thorsten Schüller, Sascha Seiler (Hrsg.): 9/11 als kulturelle Zäsur: Repräsentationen des 11. September 2001 in kulturellen Diskursen, Literatur und visuellen Medien. transcript-Verlag, Bielefeld 2009, ISBN 978-3-8376-1016-1
  • Jeremy Stahl: The Rise and Fall of the 9/11 Conspiracy Theory In: Slate, September 2011.

Filme

Verschwörungsvideos

Weblinks

Verlauf

Wissenschaftliche Studien zu den WTC-Einstürzen

Verschwörungsthesen

Zurückweisungen

Einzelnachweise

  1. About 9/11 CitizensWatch
  2. Zogby: Half of New Yorkers Believe US Leaders Had Foreknowledge of Impending 9-11 Attacks … (30. August 2004)
  3. Florian Rötzer: Die Diskussion über die Verschwörungstheorien zum 11.9. erreicht die akademische Welt, Telepolis, 10. September 2006
  4. 9/11 Truth Org.: 911 Truth Statement Demanding Deeper Investigation into the Events of 9/11 (26. Oktober 2004)
  5. Jarrett Murphy: The Seekers. The birth and life of the '9-11 Truth movement' (The Village Voice, 21. Februar 2006)
  6. James H. Fetzer: An Open Letter about Steven Jones (19. November 2006)
  7. Scholars for 9/11 Truth & Justice
  8. Popular Mechanics: Debunking the 9/11 Myths: Special Report; Debunk 9/11 myths; Debunking 9/11 conspiracy theories; Mark Roberts: Links for 9/11 Research
  9. Angus Reid Global Monitor: Polls & Research. Americans Question Bush on 9/11 Intelligence
  10. Scripps Howard News Service, 2. August 2006: Anti-government anger spurs 9/11 conspiracy belief
  11. http://www.iwatchnews.org/
  12. Charles Lewis and Mark Reading-Smith (Center for Public Integrity, 23. Januar 2008): False Pretenses
  13. Thierry Meyssans Bildkommentare auf deutsch übersetzt
  14. Ernst Woit: Terror und Krieg nach dem 11. September; Cornelia Beyer: 911 truth movement – eine Bewegung um eine Verschwörungstheorie; Karl-Heinz Peil: Der 11. September und die Friedensbewegung. Über Kriegslügen, Verschwörungstheorien und historische Parallelen
  15. Beispiele: David Duke: How Israeli Terrorism and American Treason Caused the September 11 Attacks; Mark Anderson (American Free Press): Experts further debunk 9-11 fairy tale; Horst Mahler (Deutsches Kolleg, 18. Mai 2002: Sie haben es gewußt!
  16. Jochen Bitter: Blackbox Weißes Haus. In: Die Zeit vom 23. Juli 2003
  17. ddp/Welt der Wunder, 23. Dezember 2010: Medien: Exklusiv-Umfrage des Wissensmagazins Welt der Wunder: Wem glauben die Deutschen noch?
  18. Reuters North American News Service (Washington DC, 10. September 2008): No consensus on who was behind Sept 11 – global poll
  19. Ahmadinedschad hält 9/11 für „große Lüge“. In: Die Welt, 6. März 2010
  20. New York Times, 23. September 2010: U.S. Walks Out as Iran Leader Speaks; Verschwörungstheorien zu 9/11: Ahmadinedschad sorgt im Uno-Plenum für Eklat. In: Der Spiegel, 24. September 2010
  21. Chavez says U.S. may have orchestrated 9/11. AP, 12. September 2006
  22. Fidel Castro's 9/11 conspiracy theory. In: AFP/Daily Telegraph, 12. September 2007
  23. Ex-Malaysian premier still says 9/11 inside job. In: Press TV, 23. Januar 2010
  24. Wolfgang Wippermann: Agenten des Bösen. Verschwörungstheorien von Luther bis heute, be.bra. Verlag berlin 2007, S. 136f
  25. Details: The 9/11 Commission Report, 8.2: The Summer of Threat (pdf, S. 254-265)
  26. ZDF/Arte, 2. Mai 2011: Amerikas Alptraum
  27. Sibel Edmonds (justacitizen.com, 20. Juni 2005): FBI & 9/11
  28. Mathias Bröckers: Verschwörungstheoretische Anmerkungen zu einem Terroranschlag (Heise.de, 13. September 2001)
  29. Axis for peace, 18. November 2005: Final declaration
  30. Bulent Aras und Michael P. Croissont: Oil and Geopolitics in the Caspian Sea Region, Greenwood Press, 2000, Englisch, ISBN 0-275-96395-0, S. 11–16
  31. Nafeez Mossadeq Ahmed: Geheimsache 09/11. Hintergründe über den 11. September und die Logik amerikanischer Machtpolitik, Goldmann, München 2004, ISBN 3-442-15288-7, S. 69 ff
  32. George Monbiot (The Guardian, 15. Februar 2001): A Discreet Deal in the Pipeline: Nato Mocked Those Who Claimed There was a Plan for Caspian Oil
  33. Hans von Sponeck, Andreas Zumach: Irak – Chronik eines gewollten Krieges. Wie die Weltöffentlichkeit manipuliert und das Völkerrecht gebrochen wird. Kiepenheuer & Witsch, 2003, ISBN 3-462-03255-0, S. 19f
  34. Project for the New American Century: Rebuilding America’s Defenses (September 2000)
  35. Mathias Bröckers (Heise, 18. Februar 2002): Propagandamythen aus dem Führerbunker
  36. CNN Live Event/Special (4. Dezember 2001): President Bush Holds Town Hall Meeting (Transkript)
  37. Russ Kick: Abuse your illusions: the disinformation guide to media mirages and establishment lies. The Disinformation Company, 2003, ISBN 0-9713942-4-5, S. 205f.
  38. Beispiel: World Trade News: NORAD conducting Vigilant Guardian participants thought terrorist hijackings were part of exercise
  39. James Bamford (New York Times, 25. Juli 2004): A Pretext for War
  40. John J. Lumpkin (AP, 11. September 2002): Agency planned exercise on Sept. 11 built around a plane crashing into a building
  41. Mathias Bröckers, Christian C. Walther (Heise, 24. Juli 2011): Das Anthrax kam vom Militär
  42. National Archives, 30. April 2001: Pentagon proposed Pretexts for Cuba Invasion in 1962
  43. James Bamford: Body of Secrets: anatomy of the ultra-secret National Security Agency. Anchor Books, 2002, ISBN 0-385-49908-6, S. 85ff.; Textauszug online
  44. Kathryn Olmsted: Real Enemies: Conspiracy Theories and American Democracy, World War I to 9/11. Oxford University Press, 2009, S. 227; [http://www.welt.de/print-welt/article256676/Was_ist_Wahrheit.html Rudolf Stöber (Die Welt, 1. September 2003): Was ist Wahrheit?
  45. M. P. Lelong: 9/11 Deceptions. Xlibris Corporation, 2011, S. 59ff.; Stephan Lebert, Norbert Thomma: Interview des TAGESSPIEGEL vom 13. Januar 2002 mit Andreas von Bülow
  46. FBI Press Response September 14, 2001
  47. BBC-News (23. September 2001): Hijack 'suspects' alive and well
  48. Tracking the 19 Hijackers. What are they up to now? At least 9 of them survived 9/11
  49. BBC-News (5. Oktober 2001): The investigation and the evidence
  50. Steve Herrmann, BBC-Redakteur (27. Oktober 2006): 9/11 conspiracy theory
  51. Arab News, 10. September 2002: Bin Laden finally claims 9/11 attacks: Al-Jazeera; Yosri Fouda (The Sunday Times, 1. Oktober 2006): The laughing 9/11 bombers. Exclusive film of suicide pilots at Bin Laden's HQ
  52. FBI: Steckbrief zu Usama Bin Laden
  53. Langversion des bis zum 2. Mai 2011 veröffentlichten FBI-Steckbriefs
  54. Dan Eggen (Washington Post, 28. August 2006): Bin Laden, Most Wanted For Embassy Bombings?
  55. Downing Street 10: Responsibility for the terrorist atrocities in the United States, 11 September 2001 – an updated account
  56. Eric Lichtblau, Josh Meyer (Los Angeles Times, 22. April 2002 – Nachdruck in Detroit News Online): FBI fails to uncover key clues into 9-11
  57. Nick Fielding, Yosri Fouda: Masterminds of Terror. Die Drahtzieher des 11. September berichten. 3. Auflage, Hamburg 2003, ISBN 3-203-77200-0
  58. Spiegel (27. März 2006): Terrorprozess: Qaida-Mann wollte Jet ins Weiße Haus steuern
  59. Süddeutsche Zeitung vom 9. Mai 2006: Moussaoui zieht Geständnis zurück
  60. ABC-News, 23. Mai 2006: Transcript of the Alleged Bin Laden Tape
  61. Al Vetner: America’s Nemesis. Usama bin Laden, in: Jane’s Intelligence Review vom 1. Oktober 1998; Richard Labévière, Dollars for Terror: The United States and Islam, Algora Publishing 2000; Michel Chossudovsky, America’s war on terrorism 2. erweiterte Auflage 2005; Steve Coll Ghost Wars. The Secret History of the CIA, Afghanistan, and Bin Laden, from the Soviet Invasion to September 10, 2001, Penguin, London 2004
  62. Mathias Bröckers: Die netten Hurensöhne der USA: Hitler – Saddam – Bin Laden, Telepolis, 17. September 2001
  63. Peter Bergen: Holy War, The Free Press, New York 2001, S. 64ff
  64. Wer ist Ussama bin Laden?; englischer Originalartikel
  65. Offizielle Übersetzung des Osama-Bin-Laden-Videobands vom 13. Dezember 2001
  66. The Guardian: US urged to detail origin of tape, 15. Dezember 2001; Georg Restle, Ekkehard Sieker (Monitor Nr. 485, 20. Dezember 2001): Bin-Laden-Video: Falschübersetzung als Beweismittel?
  67. Defense.gov, 13. Dezember 2011: Transcript of Usama bin Laden Video Tape; Bin-Laden-Video: Die Verhöhnung der Opfer. In: Der Spiegel, 13. Dezember 2001
  68. Netzeitung.de, 21. Dezember 2001: Neue Zitate aus Bin-Laden-Video entschlüsselt
  69. Bin Laden finally claims 9/11 attacks. In: Arab News vom 10. September 2002
  70. Offizielle Transkription des Bin-Laden Videos (englisch). Washington Post, 1. November 2004
  71. 9/11-Jahrestag: Bin-Laden-Video mit Täter-Testament. In: taz, 11. September 2007; Yassin Musharbash (Spiegel, 29. November 2007): Neue Audiobotschaft: Bin Laden wäscht die Taliban rein
  72. Duke Professor Skeptical of bin Laden Tape. In: Amber Rupinta (ABClocal, 19. Januar 2006); 911myths.com: Confession video.
  73. Message Concerning Collapse of the World Trade Center Towers. David Rostcheck, 11. September 2001, 15:12 Ortszeit
  74. René König: Eine Bewegung für die Wahrheit? Gesellschaftliche Wirklichkeitskonstruktion in Wikipedia am Beispiel alternativer Deutungen des 11. September 2001. Bielefeld 2009, S. 53 (online) (abgerufen am 11. März 2011)
  75. Zdenˇek P. Baˇzant, Jia-Liang Le, Frank R. Greening, David B. Benson: What Did and Did not Cause Collapse of WTC Twin Towers in New York (März 2008)
  76. Reinhart Brüning: Warum stürzten die Türme des WTC ein?
  77. Fotografie einer Person im Einschlagsbereich von WTC I
  78. Jim Hoffmann: Rezension zu Kevin Ryan
  79. Purdue University, 12. Juni 2007: Purdue creates scientifically based animation of 9/11 attack; A. Irfanoglu, C. M. Hoffmann: An Engineering Perspective of the Collapse of WTC-1. In: Journal of Performance of Constructed Facilities 22, 1 (2008), S. 62–67. Siehe auch Purdue University: WTC I Engineering Perspective (pdf).
  80. Brief von Kevin Ryan an France Córdova, Präsident der Purdue University
  81. a b Steven E. Jones: Why Indeed Did the WTC Buildings Completely Collapse? (August 2006, pdf)
  82. debunking911.com: Abhandlungen zur Explosionstheorie (englisch); Aussagen von Feuerwehrleuten zu Explosionsgeräuschen vor dem Einschlag (englisch)
  83. debunking911.com Abhandlungen zu Thermit (englisch)
  84. Bentham Open Journals veröffentlichen Artikel für eine Autorengebühr ohne strengen Peer Review: The Charleston Advisor (15. Juli 2009): Advisor reviews – Standard review – Bentham Open, S. 30: Critical Evaluation; Marie-Paule Pileni, Expertin für Nanomaterial und Chefredakteurin des Bentham Chemistry Physical Journal, kündigte wegen des ohne ihr Wissen veröffentlichten Aufsatzes: Thomas Hoffmann (Videnskab.dk, 28. April 2009): Chefredaktør skrider efter kontroversiel artikel om 9/11
  85. Niels H Harrit: Active Thermitic Material Discovered in Dust from the 9/11 World Trade Center Catastrophe. Abgerufen am 11. Oktober 2010.
  86. David Ray Griffin: The Mysterious Collapse of World Trade Center 7: Why the Official Final Report about 9/11 Is Unscientific and False. Interlink Publication Group Incorporated, ISBN 1-56656-786-6, S. 62-66; Interviewbeispiel: Vimeo TV, 2. März 2011: Face to Face with Dr. Niels Harrit
  87. The Institute of Nanotechnology, 15. Juni 2009: Benthem Open.org: News Item Removed: Why?
  88. Denis G. Rancourt:Peer review of Harrit et al. on 911 – Can't see any nanothermite? Climate Guy, 9. November 2010
  89. Gunnar Ries: Befand sich Nanothermit zwischen den Trümmern des World Trade Centers? www.wissenslogs.de, 29. Januar 2010
  90. Brent Blanchard: A Critical Analysis of the Collapse of WTC Towers 1, 2 and 7 from an Explosives and Conventional Demolition Industry viewpoint (8. August 2006)
  91. Mathias Bröckers (Heise, 11. September 2011): Zehn Jahre WTC-Conspiracy
  92. Tagesspiegel, 4. September 2011: Verschwörungstheorien 9/11 - Alles Lüge?
  93. Debunking 9/11 Conspiracy Theories: WTC 7 (mit Vollzitaten und Quellenangaben)
  94. 9/11 guide: Chief of Department FDNY (ret.) Daniel Nigro Addresses Conspiracy Theories (23. September 2007)
  95. BBC:The Editors. Part of the conspiracy?, 27. Februar 2007
  96. NIST: Structural Fire Response and Probable Collapse Sequence of World Trade Center Building 7 (2008, pdf)
  97. NIST Factsheet, 21. April 2009 (updated 17.September 2010): Questions and Answers about the NIST WTC 7 Investigation
  98. Integrated Consultants, Inc.: 911 Case Study: Pentagon Flight 77 (Video)
  99. Judicial Watch: September 11 video 2 of 2; Der Spiegel, 9. September 2006: Was ist auf den Pentagon-Videos zu sehen?
  100. Beispiel
  101. Foto von Mark Faram, 11. September 2001, ca. 9:50 Uhr; abgedruckt auch in Popular Mechanics: Debunking 9/11 Myths, New York 2006, Abbildung 22
  102. Beispiel: Terry Morin: Eyewitness Account of Pentagon Attack
  103. Popular Mechanics: Debunking 9/11 Myths, New York 2006, S. 63ff
  104. Disclaimer: 9-11 Research Does Not Endorse No-Jetliner Theories; Oil Empire: A short history of „No Planes“ hoaxes
  105. Mark Elsis: 911 Timeline; referiert bei Popular Mechanics: Debunking 9/11 Myths, New York 2006, S. 14
  106. 9/11 Commission Report, Kapitel We have some planes …, S. 17ff
  107. Popular mechanics: No stand-down order
  108. Jim Hoffman: Popular Mechanics' Assault on 9/11 Truth (15. Juni 2005)
  109. Sendemanuskript Aktenzeichen 9.11. ungelöst – Lügen und Wahrheiten zum 11. September 2001 von Willy Brunner und Gerhard Wisnewski
  110. Post-Gazette (12. September 2001): Day of Terror: Outside tiny Shanksville, a fourth deadly stroke
  111. Dominik Cziesche, Jürgen Dahlkamp, Ulrich Fichtner, Ulrich Jaeger, Gunther Latsch, Gisela Leske, Max F. Ruppert: Panoptikum des Absurden. In: Der Spiegel. Nr. 37, 2003, S. 58-76 (online).
  112. CBS News (20. Mai 2002): Flight 93: The Final Search
  113. Infowars.com: Flight 93: Shootdown Pilot Identified
  114. James Sanders (Worldnet Daily, 26. April 2004): The downing of United Airlines Flight 93
  115. Debunking 9/11, S. 78ff
  116. Think and ask: Columbia Debris Overshadows Secrets of United Airlines Flight 93
  117. Debunking 9/11 myths, 2006, S. 88ff
  118. A.K. Dewdney: The Cellphone and Airfone Calls from Flight UA93
  119. Debunking 9/11 Myths, a.a.O. S. 86
  120. Scott Pelley, CBS: The president’s story; behind the scenes with President Bush and his staff on 9/11. (11. September 2002, 8:00 pm)
  121. 9/11 Commission Report, S. 35–45
  122. Spiegel online (17. Juni 2004): 9/11-KOMMISSIONSBERICHT: Luftabwehr verpasste Chance zum Abschuss eines Terrorjets
  123. Michel Chossudovsky: Slip of the tongue? Rumsfeld admits that „Flight 93“ was shot down. (12. Mai 2007). Die von Chossudovsky transkribierten Äußerungen Rumsfelds fehlen auf der offiziellen DoD Website (via Internet Archive)
  124. CNN (27. Dezember 2004): Pentagon: Rumsfeld misspoke on Flight 93 crash
  125. Barry Grey (World Socialist, 5. Oktober 2001): Verdächtiger Handel weist auf Vorauskenntnis großer Investoren über Terrorangriffe vom 11. September hin
  126. Jerusalem Post, 15. September 2001
  127. ABC News: "Were Israelis Detained on Sept. 11 Spies?"
  128. ZeitenSchrift Nr. 33/2001: Wer alles davon profitiert!
  129. Andreas von Bülow, Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste, München 2003, S. 216ff; zitiert nach Steinberg-Recherche
  130. Nationalzeitung (12. September 2003): 11. September: Alles erlogen?
  131. Washington Post (28. September 2001): Instant messages to Israel warned of WTC attack
  132. US-State Government, Identifying misinformation: The 4,000 Jews Rumor
  133. Snopes.com (Urban legends): Absent without leave
  134. Transcript of Hufschmid’s speech in Italy (17. September 2006)
  135. Christopher Bollyn (10. April 2007): The „War of Terror“ – a Zionist deception to control America
  136. Christopher Bollyn: How did Israeli Spy Software Get Onto Critical FAA Computers?
  137. Christopher Bollyn: 9/11 and Chertoff: Cousin wrote propaganda for PM
  138. Anonymus: Stranger than Fiction
  139. Camera (June 20, 2002): False Zionist quote: Sharon quote is fabricated
  140. Mathias Bröckers: Die Kosher Conspiracy (2. März 2002)
  141. BBC, 22. April 2008: Al-Qaeda accuses Iran of 9/11 lie
  142. Beispiel:Alexander Cockburn (Le monde diplomatique, 15. Dezember 2006): Hinter wem sie wirklich her sind. Verschwörungstheorien und der Zustand der Linken in den USA
  143. Stefan Schaaf: Der große Mumpitz (taz, 11. September 2003)
  144. Dominik Cziesche, Jürgen Dahlkamp, Ulrich Fichtner, Ulrich Jaeger, Gunther Latsch, Gisela Leske, Max F. Ruppert (Der Spiegel vom 8. September 2003): Panoptikum des Absurden
  145. Panorama, 21. August 2003: Juden, BKA und CIA – Absurde Verschwörungstheorien zum 11. September
  146. Bernd Pickert (taz vom 2. Juli 2003): Verschwörungsprofis unter sich
  147. Spiegel-Dossier (7. September 2006): Fakten zum 11. September
  148. Henryk M. Broder (7. Juni 2006): Ein deutscher Versuch, Bin Laden freizusprechen!
  149. Adrian Pohr: USA: Unbeliebtes Amerika (18. September 2006)
  150. Wolfgang Wippermann: Agenten des Bösen. Verschwörungstheorien von Luther bis heute, bebra Verlag, Berlin 2007, S. 139; Tobias Jaecker: Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September. Neue Varianten eines alten Deutungsmusters, LIT-Verlag, Münster 2004, S. 155ff u.ö.

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