- Katharinenkirche und Mausoleum (Graz)
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Die Grazer Katharinenkirche (geweiht der Heiligen Katharina von Alexandrien) und das Mausoleum Kaiser Ferdinands II. bilden gemeinsam ein Bauwerk, das umgangssprachlich nur als Mausoleum bezeichnet wird.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte und Gestaltung
Dieser Komplex zweier miteinander verbundener, in Grundriss und Raumkonzept verschiedener sakraler Gebäude zählt zu den bedeutendsten manieristischen Bauwerken Österreichs der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Das Mausoleum wurde an Stelle einer der heiligen Katharina geweihten, schon 1265 bestehenden romanischen Friedhofskapelle errichtet[1] und ist der größte Mausoleumsbau der Habsburger. Gemeinsam mit dem Grazer Dom prägt das Gebäude mit den weithin sichtbaren Kuppeln die Silhouette des Stadtbildes und wird als Grazer Stadtkrone bezeichnet.
Das Gebäude wurde im Jahr 1614 von Ferdinand beauftragt. Planer und Bauleiter war Giovanni Pietro de Pomis, der Hofmaler und Hofarchitekt war. Man merkt starke italienische Einflüsse am Gebäude, so ist die ovale Kuppel über der Grabkapelle[2] die erste ihrer Art außerhalb Italiens. 1633 übernahm Pietro Valnegro die Bauleitung. 1636 wurde (unter Mitarbeit von Antonio Pozzo) der Turm vollendet, 1637 das Dach.[1]
Fertiggestellt wurde das Gebäude erst nach dem Tod Ferdinands († 1637), da nach dessen Wahl zum Kaiser und der damit verbundenen Übersiedlung nach Wien die Bauarbeiten ins Stocken geraten waren. 1686 wurde die Fertigstellung des Baus gefordert; Ferdinands Enkel, Kaiser Leopold I., beauftragte 1687 den damals noch jungen Grazer Johann Bernhard Fischer (ab 1696: von Erlach) mit der Stuckierung des Mausoleums. 1714 wurden die Kirche und sechs Altäre geweiht.[3]
Literatur
- Alois Kölbl und Wiltraud Resch: Wege zu Gott. Die Kirchen und die Synagoge von Graz. 2., erweiterte und ergänzte Auflage. Styria Verlag, Graz-Wien 2004, ISBN 3-222-13105-8, S. 87-92.
- Horst Schweigert (Bearb.): Graz (zum 850jährigen Stadtjubiläum). Dehio-Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Topographisches Denkmälerinventar. Schroll, Wien 1979, ISBN 3-7031-0475-9.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Schweigert: Graz, S. 24
- ↑ 1960 ausgebaut zu einer Grabstätte der Bischöfe von Graz-Seckau. – Schweigert: Graz, S. 28
- ↑ Schweigert: Graz, S. 25
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