Ironman Hawaii

Ironman Hawaii

Der Ironman Hawaii ist der älteste und auch gleichzeitig der bekannteste und spektakulärste Ironman (['aɪɘrnˌmæn], britisches englisch: ['aɪɘnˌmæn]) und wird seit 1978 jährlich auf der Inselgruppe Hawaii im Pazifischen Ozean ausgetragen (seit 1981 auf Big Island, davor auf Oahu). Er ist das höchste Ziel der meisten Triathleten. Für diesen Wettkampf muss man sich seit 1988 bei einem der weltweit stattfindenden und als Ironman lizenzierten Wettbewerbe durch eine schnelle Gesamtzeit in seiner Altersklasse qualifizieren.

Der Triathlon Ironman Hawaii findet jedes Jahr im Oktober statt und gilt als einer der schwierigsten Ausdauerwettkämpfe der Welt. Neben der extremen Länge der Wettkampfstrecke kommen auf Hawaii die erschwerenden Wettkampfbedingungen, denen die Athleten während des Rennens ausgesetzt sind, hinzu. Neben der Hitze von zum Teil über 40 Grad Celsius können die aufkommenden Mumuku-Winde vor allem auf der 180,2 km (112 Meilen) langen Radstrecke das Rennen stark beeinflussen, zumal dort – wie bei allen Ironman-Rennen – das Windschattenfahren strikt untersagt ist.

Inhaltsverzeichnis

Ablauf des Wettkampfes

Der Wettkampf startet morgens gegen sieben Uhr in Kailua-Kona mit der 3,86 km (2,4 Meilen) langen Schwimmstrecke aufs offene Meer und zurück. Darauf folgt die Radstrecke durch die Lavafelder Richtung Norden auf dem Queen K Highway mit dem Wendepunkt in Hawi. Nach 180,2 km (112 Meilen) wird das Rad wieder in Kailua Kona gegen die Laufschuhe getauscht. Der Marathon führt bis zum Natural Energy Lab, einer Forschungsstation zur Nutzung von Meeresenergie, und endet mit dem Zieleinlauf auf dem Alii Drive in Kona.

Qualifikation

Jedes Jahr finden weltweit Ironman-Wettkämpfe statt, bei denen man sich zum Ironman Hawaii qualifizieren kann. Im Jahr 2010 fanden 24 Wettkämpfe statt. Einige davon führen nur über die halbe Distanz (Ironman 70.3). Die Anzahl der Qualifikationsplätze für Hawaii hängt von der Altersklasse und dem jeweiligen Ironman-Wettbewerb ab. Zudem qualifizieren sich die Top 10 des letzten Ironman Hawaii automatisch wieder für die Austragung im folgenden Jahr.

Die offizielle Qualifikation für den Ironman Hawaii ist über die Ironman-Triathlon-Weltserie möglich:

Streckenverlauf

Schwimmen

Das Schwimmen über 3,86 Kilometer (oder 2,4 Meilen) im Pazifik führt vom Kailua Pier in der Bucht von Kailua-Kona in südlicher Richtung bis zu einem Wendepunkt bei der Hälfte der Strecke und dann wieder zurück zum Startbereich.[1] Neoprenanzüge sind auf Hawaii nicht erlaubt, da das Wasser in der Kailua Bay deutlich über dem Limit von 24 °C liegt.
Die Schwimmstrecke in Hawaii wird 2:20 Stunden nach dem Rennstart der Altersklassen-Athleten geschlossen. [2]

Radfahren

Die Strecke über 180 Kilometer Radfahren verläuft zunächst in südlicher Richtung zum ersten Wendepunkt, dann zurück durch Kona und weiter in nördlicher Richtung entlang der Kona- und Kohala-Küste bis zum zweiten Wendepunkt in dem kleinen Ort Hawi und dieselbe Strecke zurück nach Kona. Es müssen etwa 1.500 Höhenmeter bewältigt werden. Der höchste Punkt der Strecke liegt etwa 200 Meter über dem Meer. Windschattenfahren ist beim Ironman generell verboten und die Athleten müssen mindestens zehn Meter Abstand zum Vordermann halten, sonst drohen Zeitstrafen, die von den Race-Marshals verhängt und dann sofort in einer von vier Penalty-Boxen abgesessen werden müssen.
Die Radstrecke wird 10:30 Stunden nach dem Rennstart geschlossen.[3]

Laufen

Die 42,195 Kilometer lange Laufstrecke (entspricht genau der Marathonlauf-Distanz) verläuft zunächst Richtung Süden nach Keauhou zu einem ersten Wendepunkt, dann wieder zurück durch Kona Richtung Norden auf den Queen Ka'ahumanu Highway (auf dem auch die Radstrecke verläuft) zum zweiten Wendepunkt, dem sogenannten Energy Lab und dann wieder zurück Richtung Süden. Das Ziel befindet sich auf dem Alii Drive in Kona.[4]
Alle Athleten müssen bis spätestens Mitternacht den Marathon beendet haben und somit bleiben insgesamt 17 Stunden, um die Ziellinie zu überqueren.[5]

Geschichte

Mitte der 1970er Jahre in Kalifornien (USA) wird der Ausdauerdreikampf erneut „erfunden“, nachdem der Triathlon in Frankreich ein Schattendasein führte.

1974

Im September 1974 organisierten zwei Amerikaner aus San Diego, Kalifornien den ersten Triathlon-Wettkampf, der auch so bezeichnet wurde. Der Wegbereiter war eine allgemeine Jogging-Welle Anfang der 70er Jahre, die auch den ehemaligen Leistungsschwimmer Jack Johnstone (35) mitriss. Aufgrund der Lage der Stadt San Diego an der Mission Bay – einer großen Ozeanlagune mit einigen kleineren Inseln – bot sich die Kombination Schwimmen und Laufen am Strand als ideale Ausdauerkombination an. Man gab dieser den Namen Biathlon, nicht wissend oder ignorierend, dass es sich hierbei um eine längst bestehende Olympische Wintersportart handelte. Der Dave Pain Birthday Biathlon war ein solcher kleiner Amateur-Wettkampf, an dessen zweiter Auflage Ende Juli 1973 auch Johnstone teilnahm. Die Disziplinen waren damals 4,5 Meilen Laufen und eine Viertelmeile Schwimmen. Nach einer weiteren Teilnahme im Jahr darauf kam er so auf den Geschmack, dass er baldmöglichst selbst einen Biathlon ausrichten wollte. Er schrieb diesen Wettkampf für den 25. September des gleichen Jahres aus und bekam vom offiziellen Sponsor, dem San Diego Track Club noch den Tipp, sich von einem gewissen Don Shanahan helfen zu lassen, der ähnliche Gedanken hege. Dieser schlug Johnstone die Integration eines Radrennens vor. Wie die meisten Amerikaner hatte Johnstone gar kein Fahrrad und war sehr skeptisch. Dennoch ging er auf den Vorschlag ein und benannte den Wettkampf nomenklaturgemäß in Mission Bay Triathlon um. Der Begriff „Triathlon“ war damals in keinem Wörterbuch zu finden, so dass der Schildermacher, der die Siegerpokale anfertigte, Johnstone nach der korrekten Schreibweise fragen musste.

Am 25. September 1974 um ca. 17:45 Uhr (US PST) gingen insgesamt 46 Teilnehmer an den Start. Die Strecken waren damals in dieser Reihenfolge: 6 Meilen Laufen, 5 Meilen Radfahren und 500 Yards Schwimmen. Aufgrund der heraufziehenden Dämmerung standen einige Pkw mit eingeschalteten Scheinwerfern am Strand, die die letzten Meter der Schwimmstrecke kurz vor dem Ziel beleuchteten. Als Sieger des ersten auch so genannten Triathlon lief Bill Phillips nach 55:44 Minuten ein. Johnstone selbst wurde Sechster, Shanahan nahm aufgrund einer Verletzung nicht teil und übernahm die Rennleitung. Als 35. von 46 „Finishern“ kam John Collins ins Ziel, der vier Jahre später den Grundstein für den Ironman Hawaii legte.

1978

Die Idee des Ironman wurde 1978 während der Preisverleihung des Oahu Perimeter Relay (Laufwettbewerb für Teams aus fünf Athleten) in Hawaii geboren. Unter den Teilnehmern waren verschiedene Vertreter der Mid-Pacific Road Runners und des Waikiki Swim Club, die schon lange diskutierten, wer denn die fitteren Athleten wären: Schwimmer oder Läufer? Bei dieser Gelegenheit bemerkte U.S. Navy Commander John Collins, dass beim großartigen Fahrradfahrer Eddy Merckx die größte je bei einem Athleten festgestellte Sauerstoffaufnahmefähigkeit gemessen wurde. Commander Collins und seine Frau Judy hatten 1974 und 1975 schon an Triathlons teilgenommen und daher schlug Cdr. Collins vor, drei existierende Rennen auf der Insel zu kombinieren: Den Waikiki Roughwater Swim (2,4 Meilen/3,86 km), das Around-Oahu Bike Race "Ride around the Island" (115 Meilen, ursprünglich ein zweitägiges Rennen) und den Honolulu-Marathon (26,2 Meilen/42,195 km). Es sei angemerkt, dass keiner der Anwesenden an dem Fahrradrennen je teilgenommen hatte; Cdr. Collins bemerkte, dass es durch Kürzen um 3 Meilen möglich war, das Radrennen beim Schwimmziel zu starten und beim Aloha Tower, dem traditionellen Marathonstart, enden zu lassen. Mit einem Nicken zu einem hiesigen Läufer, berüchtigt für sein anspruchsvolles Training, sagte Collins „Whoever finishes first, we'll call him the Iron Man“.

Also machten sich 15 Starter 1978 auf, um einen König der Ausdauer in einem Nonstop-Wettbewerb aller drei Distanzen zu bestimmen. Von den 15 Teilnehmern, die am frühen Morgen des 18. Februar 1978 starteten, erreichten 12 das Ziel. Der erste „Iron Man“ war der Taxifahrer Gordon Haller in 11 Stunden, 46 Minuten und 58 Sekunden.

1979

Mundpropaganda reichte aus, um im Jahr darauf bereits 50 Athleten an den Start zu bringen. Wegen schlechten Wetters musste die Veranstaltung aber um einen Tag verschoben werden – nur 15 Teilnehmer starteten an einem Sonntagmorgen. Der 35-jährige Tom Warren aus San Diego gewann in 11:15:56 Stunden. Lyn Lemaire, eine Meisterschaftsradfahrerin aus Boston, wurde insgesamt Sechste und erste „Ironwoman“. Collins plante, das Rennen in einen Staffelbewerb zu ändern, doch der Journalist Barry McDermot der Zeitschrift Sports Illustrated, wegen eines Golfturniers in der Gegend, entdeckte das Rennen und schrieb einen zehnseitigen Artikel.

1980

Im folgenden Jahr kontaktierten hunderte interessierter Teilnehmer Commander Collins. Die amerikanische Fernsehgesellschaft ABC übertrug das Spektakel und trug so zur weltweiten Beachtung und zum Mythos Ironman Hawaii bei. Von 108 gestarteten erreichten 95 Athleten das Ziel. Dave Scott gewann das Rennen in 9:24:33 Stunden.

1981

Der Ironman wird mit einem Bericht der ZDF-Sportreportage nun auch in Deutschland einem breiten Fernsehpublikum bekannt gemacht. Bereits im Jahr darauf werden die ersten Triathlon-Veranstaltungen u. a. in Essen, Kehl und Immenstadt organisiert.

Seit 1982 findet er auf der Hawaii-Insel Big Island statt (vorher auf Oʻahu). Zudem wurde der „Race day“ vom Frühjahr auf den Oktober gelegt, womit es in jenem Jahr zwei Auflagen gab. Grund war die steigende Popularität u. a. bei den Europäern, für die sich der Winter nicht gerade als Trainingszeit eignet.

Sieger (Auswahl)

1978

Der amerikanische Soldat John Dunbar lag beim Laufen in Führung vor Gordon Haller. Doch während der letzten Disziplin ging der Versorgungscrew von Dunbar das Wasser aus und sie reichten ihrem Athleten Bier zum trinken. Mit mehr und mehr Alkohol im Blut wurde Dunbar langsamer und Haller konnte Dunbar überholen. Haller beendete den ersten Ironman als Erster, Dunbar wurde mit einem Rückstand von etwa 35 Minuten zweiter. Dritter wurde Dave Orlowski.

1982

Die in Führung liegende Julie Moss kollabierte wegen Dehydratisierung (Flüssigkeitsmangel) kurz vor der Ziellinie. Die an zweiter Stelle liegende Kathleen McCartney konnte sie überholen und wurde Erste. Moss raffte sich auf und bewegte sich auf allen Vieren in Richtung Ziel. Am Ende wurde sie noch Zweite vor Lyn Brooks, die mit derselben Zeit finishte wie Sally Edwards. Diesen Zieleinlauf sah damals Mark Allen live und beschloss ebenfalls am Hawaii-Ironman teilzunehmen. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt wissen, dass er in den 90ern diesen Wettkampf sechs Jahre lang dominieren würde und dass Julie Moss seine Frau werden sollte. Durch die Verlegung des Rennens von der Insel Oahu nach Big Island fanden 1982 zwei Wettkämpfe statt. Im Oktober 1982 nahmen erstmals deutsche Triathleten teil, nämlich Detlef Kühnel aus Roth und Manuel Debus aus Nürnberg.

1989: The IRONWAR

Die beiden Triathlon-Legenden Dave Scott und Mark Allen (die einzigen, die 6-mal die Ziellinie beim IRONMAN Hawaii als Erste durchliefen) lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen während des gesamten Wettkampfes. Am Ende konnte sich The Grip (so der Spitzname von Mark Allen) an einem leichten Anstieg von The Man (Dave Scotts Spitzname) absetzen und das Duell für sich entscheiden. Wolfgang Dittrich führt als Neuling das gesamte Rennen bis zum Anfang des Marathons alleine an.

1993: Erster deutscher Podiumsplatz

Wolfgang Dittrich aus Neuss belegt in 8:20:13 h den dritten Platz hinter Mark Allen, der seinen fünften Titel in Serie gewinnt, und dem Finnen Pauli Kiuru. Jürgen Zäck stellt in 4:27:42 h einen neuen Rekord auf der Radstrecke auf und wird Fünfter.

1995: Platz zwei und drei für deutsche Rookies

Hinter Mark Allen, der seinen sechsten und letzten Titel feiert, belegen Thomas Hellriegel und Rainer Müller-Hörner bei ihren ersten Starts auf Hawaii die Plätze zwei und drei.

1997: Erster deutscher Hawaiisieg

Thomas Hellriegel holt sich nach zwei zweiten Plätzen (1995 und 1996) an einem „deutschen Tag“ vor den Landsleuten Jürgen Zäck und Lothar Leder als erster Deutscher den Sieg in Kona.

Es ist zudem das erste und bislang einzige Mal überhaupt, dass drei nicht-US-amerikanische Athleten ein und desselben Landes die vorderen drei Plätze belegen.

2003: Ehepaar gewinnt bei Männern und Frauen

Peter Reid feierte mit seiner Frau Lori Bowden als erstes Ehepaar einen Doppelsieg beim berühmtesten Triathlon der Welt.[6]

Normann Stadler, 2004

2004: Zweiter deutscher Sieg

In diesem Jahr holt sich Normann Stadler mit einer grandiosen Flucht nach vorn auf dem Radkurs (er geht mit 20 Minuten Vorsprung in den Marathon und kann locker ins Ziel einlaufen) als zweiter Deutscher den Sieg bei der Ironman-Weltmeisterschaft.

2005

Am 15. Oktober 2005 gewann der aus Bayern stammende Faris Al-Sultan mit deutlichem Vorsprung den Triathlon. Der 27-Jährige absolvierte den Wettbewerb in 8:14:17 h. Beim Zieleinlauf wurde er traditionell von Fackelträgern auf den letzten Metern begleitet. Er ließ sich eine bayerische Fahne reichen und streckte sie beim Überqueren der Ziellinie triumphal in den Himmel.

Natascha Badmann aus Oftringen AG in der Schweiz siegt 2005 zum sechsten Mal mit einer Zeit von 9:09:30 h.

2006

Was ihm bereits 2004 gelang, wiederholte Normann Stadler am 21. Oktober 2006 und siegte mit der Zeit von 8:11:56 h zum zweiten Mal bei dem Wettbewerb, der wegen Erdbeben einige Tage zuvor beinahe abgesagt worden wäre. Titelverteidiger Faris Al-Sultan wurde hinter Chris McCormack Dritter.

Edith Niederfriniger auf der Radetappe (2007)

2007

Am 13. Oktober gewann Chris McCormack aus Australien mit der Zeit von 8:15:34 zum ersten Mal bei dem Wettbewerb auf Hawaii. Titelverteidiger Normann Stadler schied während des Radfahrens wegen gesundheitlicher Probleme aus. Bei den Frauen gewann die Britin Chrissie Wellington mit einer Zeit von 9:08:45 Stunden.

2008

Am 11. Oktober gewann Craig Alexander aus Australien mit einer Zeit von 8:17:45 Stunden. Der Vorjahressieger, Chris McCormack, fiel wegen eines technischen Defekts an seinem Fahrrad aus. Chrissie Wellington aus Großbritannien gewann trotz einer Radpanne in 9:06:23 Stunden zum zweiten Mal in Folge die Wertung der Frauen. Beste Deutsche war Sandra Wallenhorst auf dem dritten Platz.

2009

Chrissie Wellington und Craig Alexander konnten beide Ihre Weltmeister-Titel erfolgreich verteidigen und 2009 erneut den Ironman am 10. Oktober gewinnen.

Wellington beendete das Rennen in 8:54:02 Stunden (00:54:31, 04:52:06, 03:03:05) und konnte damit den seit 1982 bestehenden Streckenrekord von Paula Newby-Fraser um 86 Sekunden unterbieten. Nur 22 Männer waren schneller als Wellington. Alexander benötigte 8:20:21 Stunden (00:50:57, 04:37:33, 02:48:05).

Bester Deutscher war Andreas Raelert, der bei seinem Hawaii-Debüt mit einer Zeit von 8:24:32 Stunden (00:51:00, 04:38:00, 02:51:04) den dritten Platz belegte.

2011

Am 8. Oktober 2011 erreichte der Australier Craig Alexander mit 38 Jahren seinen dritten Sieg beim Ironman Hawaii. Damit ist er nach Dave Scott, Mark Allen und Peter Reid der vierte Athlet, der hier mehr als zwei mal den Sieg erreichen konnte. Bei den Frauen holte sich die Britin Chrissie Wellington nach 2007, 2008 und 2009 den vierten Weltmeistertitel auf der Langdistanz.

Das nächste Rennen findet hier am 13. Oktober 2012 statt.

Rekordhalter

Männer

Die erfolgreichsten Triathleten auf Hawaii sind mit je sechs Siegen die beiden US-Amerikaner Dave Scott und Mark Allen. Der Kanadier Peter Reid und der Australier Craig Alexander konnten das Rennen dreimal siegreich beenden. Es folgen Scott Tinley, Tim DeBoom (beide USA), Normann Stadler (Deutschland), der Belgier Luc van Lierde und der Australier Chris McCormack mit je zwei Siegen.

Als erster Deutscher erklomm Wolfgang Dittrich aus Neuss 1993 als Dritter in 8:20:13 h das Podest und löste damit Hannes Blaschke als zuvor bestplazierten Deutschen ab, der 1985 Vierter wurde. Thomas Hellriegel konnte nach zwei zweiten Plätzen 1995 hinter Mark Allen und 1996 hinter Luc van Lierde dann schließlich 1997 den ersten deutschen Hawaii-Sieg in 8:33:01 h erzielen. Er siegte dabei vor Jürgen Zäck und Lothar Leder. 2004 siegte Normann Stadler als zweiter Deutscher mit 8:33:29 h. Diesen Erfolg sollte er 2006 wiederholen können (8:11:56 h). Faris Al-Sultan gewinnt im Jahr 2005 als dritter Deutscher mit 8:14:17 h die Ironman World Championships.

2011 stellte Craig Alexander mit seiner Siegerzeit von 8:03:56 Stunden einen neuen Rekord auf Hawaii auf. Er übertraf den bisherigen Streckenrekord, den der Belgier Luc Van Lierde 1996 aufgestellt hatte, um 12 Sekunden.[7]

Die schnellste Schwimmzeit erzielte 1998 Lars Jorgensen (USA) in 46:41 Minuten. Schnellster deutscher Schwimmer war Jan Sibbersen 2003 in 46:50 Minuten.

Die 180 km-Radstrecke auf Hawaii absolvierte Norman Stadler 2006 mit 4:18:23 h (41,8 km/h) am schnellsten. Damit verbesserte er den Rekord von Thomas Hellriegel aus dem Jahr 1996 (4:24:50 h).

Der schnellste Marathonlauf wurde 1989 von Mark Allen in 2:40:04 h – allerdings auf dem alten Kurs – gelaufen. Rekordhalter auf dem aktuellen Kurs ist mit 2:41:48 h Luc Van Lierde aus dem Jahr 1996. Schnellster Deutscher auf der Marathonstrecke war 2010 Andreas Raelert in 2:44:25 h.

Frauen

Bei den Frauen siegte Paula Newby-Fraser (Simbabwe) achtmal. Sie hielt den Streckenrekord seit 1992 mit 8:55:28 Stunden und erst 2009 konnte Chrissie Wellington mit ihrer Siegerzeit von 8:54:02 Stunden diesen Streckenrekord um 86 Sekunden unterbieten. Nur 22 Männer waren schneller als Wellington.
Auf (derzeit) sechs Siege kommt die Schweizerin Natascha Badmann.

Siegerliste

Männer Frauen
Datum/Jahr Weltmeister Zweiter Platz Dritter Platz
2011-10-08 AustralienAustralien Craig Alexander AustralienAustralien Pete Jacobs DeutschlandDeutschland Andreas Raelert
2010-10-09 AustralienAustralien Chris McCormack DeutschlandDeutschland Andreas Raelert BelgienBelgien Marino Vanhoenacker
2009-10-10 AustralienAustralien Craig Alexander Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Lieto DeutschlandDeutschland Andreas Raelert
2008-10-11 AustralienAustralien Craig Alexander SpanienSpanien Eneko Llanos BelgienBelgien Rutger Beke
2007-10-13 AustralienAustralien Chris McCormack AustralienAustralien Craig Alexander DanemarkDänemark Torbjørn Sindballe
2006-10-21 DeutschlandDeutschland Normann Stadler AustralienAustralien Chris McCormack DeutschlandDeutschland Faris Al-Sultan
2005-10-15 DeutschlandDeutschland Faris Al-Sultan NeuseelandNeuseeland Cameron Brown KanadaKanada Peter Reid
2004-10-16 DeutschlandDeutschland Normann Stadler KanadaKanada Peter Reid DeutschlandDeutschland Faris Al-Sultan
2003-10-18 KanadaKanada Peter Reid BelgienBelgien Rutger Beke NeuseelandNeuseeland Cameron Brown
2002-10-19 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim DeBoom KanadaKanada Peter Reid NeuseelandNeuseeland Cameron Brown
2001-10-06 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim DeBoom NeuseelandNeuseeland Cameron Brown DeutschlandDeutschland Thomas Hellriegel
2000-10-14 KanadaKanada Peter Reid Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim DeBoom DeutschlandDeutschland Normann Stadler
1999-10-23 BelgienBelgien Luc van Lierde KanadaKanada Peter Reid Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim DeBoom
1998-10-01 KanadaKanada Peter Reid BelgienBelgien Luc van Lierde DeutschlandDeutschland Lothar Leder
1997-10-18 DeutschlandDeutschland Thomas Hellriegel DeutschlandDeutschland Jürgen Zäck DeutschlandDeutschland Lothar Leder
1996-10-26 BelgienBelgien Luc van Lierde DeutschlandDeutschland Thomas Hellriegel AustralienAustralien Greg Welch
1995-10-07 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen DeutschlandDeutschland Thomas Hellriegel DeutschlandDeutschland Rainer Müller-Hörner
1994-10-01 AustralienAustralien Greg Welch Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Devlin
1993-10-30 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen FinnlandFinnland Pauli Kiuru DeutschlandDeutschland Wolfgang Dittrich
1992 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen ChileChile Cristián Bustos Mancilla FinnlandFinnland Pauli Kiuru
1991-10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen AustralienAustralien Greg Welch Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Devlin
1990-10-04 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley FinnlandFinnland Pauli Kiuru
1989-10-14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott AustralienAustralien Greg Welch
1988-10-22 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Molina Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Pigg Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ken Glah
1987-10-10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen AustralienAustralien Greg Stewart
1986-1004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley
1985-10-26 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christopher Hinshaw SchweizSchweiz Carl Kupferschmid
1984-10-06 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Grant Boswell
1983-10-10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mark Allen
1982-10-09 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Tinley
1982-02-06 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeff Tinley
1981-02-14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Howard Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Warren Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Tinley
1980-01-12 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Scott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chuck Neumann Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Howard
1979-01-14 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tom Warren Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Dunbar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ian Emberson
1978-02-18 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Gordon Haller Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Dunbar Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Orlowski
Jahr Weltmeisterin Zweiter Platz Dritter Platz
2011 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington AustralienAustralien Mirinda Carfrae Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Leanda Cave
2010 AustralienAustralien Mirinda Carfrae SchweizSchweiz Caroline Steffen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Dibens
2009 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington AustralienAustralien Mirinda Carfrae SpanienSpanien Virginia Berasategui
2008 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington NiederlandeNiederlande Yvonne van Vlerken DeutschlandDeutschland Sandra Wallenhorst
2007 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Chrissie Wellington KanadaKanada Samantha McGlone AustralienAustralien Kate Major
2006 AustralienAustralien Michellie Jones Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Desiree Ficker KanadaKanada Lisa Bentley
2005 SchweizSchweiz Natascha Badmann AustralienAustralien Michellie Jones AustralienAustralien Kate Major
2004 SchweizSchweiz Natascha Badmann KanadaKanada Heather Fuhr AustralienAustralien Kate Major
2003 KanadaKanada Lori Bowden SchweizSchweiz Natascha Badmann DeutschlandDeutschland Nina Kraft
2002 SchweizSchweiz Natascha Badmann DeutschlandDeutschland Nina Kraft KanadaKanada Lori Bowden
2001 SchweizSchweiz Natascha Badmann KanadaKanada Lori Bowden DeutschlandDeutschland Nina Kraft
2000 SchweizSchweiz Natascha Badmann KanadaKanada Lori Bowden BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1999 KanadaKanada Lori Bowden Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Karen Smyers BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1998 SchweizSchweiz Natascha Badmann KanadaKanada Lori Bowden BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1997 KanadaKanada Heather Fuhr KanadaKanada Lori Bowden BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1996 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser SchweizSchweiz Natascha Badmann Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Karen Smyers
1995 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Karen Smyers FrankreichFrankreich Isabelle Mouthon BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1994 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Karen Smyers BrasilienBrasilien Fernanda Keller
1993 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser NeuseelandNeuseeland Erin Baker Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sue Latshaw
1992 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julieanne White NiederlandeNiederlande Thea Sybesma
1991 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser NeuseelandNeuseeland Erin Baker Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Coope
1990 NeuseelandNeuseeland Erin Baker SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Terry Schneider-Egger
1989 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser KanadaKanada Syviane Puntous Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kirsten Hanssen
1988 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser NeuseelandNeuseeland Erin Baker Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kirsten Hanssen
1987 NeuseelandNeuseeland Erin Baker KanadaKanada Syvianne Puntous SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser
1986 SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser KanadaKanada Sylvianne Puntous Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joanne Ernst
1985 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joanne Ernst Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Elizabeth Bulman SimbabweSimbabwe Paula Newby-Fraser
1984 KanadaKanada Sylvianne Puntous KanadaKanada Patricia Puntous Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Olson
1983 KanadaKanada Sylvianne Puntous KanadaKanada Patricia Puntous Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eva Ueltzen
1982(Okt) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Leach Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joann Dahlkoetter Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sally Edwards
1982(Feb) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kathleen McCartney Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Julie Moss Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lyn Brooks
1981 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Linda Sweeney Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sally Edwards Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lyn Brooks
1980 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robin Beck Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eve Anderson -
1979 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lyn Lemaire - -
1978 keine Teilnehmerinnen

Podiumsplatzierungen

Abgeschlagen an der Spitze liegen die amerikanischen Erfolge – wobei sich hier im Zuge der weiteren Verbreitung des Triathlon-Sports außerhalb der Vereinigten Staaten eine Veränderung abzeichnet: Mehr und mehr können andere Nationen zu den Erfolgen der amerikanischen „Pioniere“ aufschließen.

Platz Land Erster Zweiter Dritter Gesamt
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 27 26 27 80
2 KanadaKanada Kanada 8 14 3 25
4 AustralienAustralien Australien 8 7 6 21
3 SimbabweSimbabwe Simbabwe 8 1 2 11
5 SchweizSchweiz Schweiz 6 3 1 10
6 DeutschlandDeutschland Deutschland 4 5 12 21
7 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich 4 0 1 5
8 NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2 5 2 9
9 BelgienBelgien Belgien 2 2 2 6
10 FinnlandFinnland Finnland 0 1 2 3
11 SpanienSpanien Spanien 0 1 1 2
12 FrankreichFrankreich Frankreich 0 1 0 1
- ChileChile Chile 0 1 0 1
13 BrasilienBrasilien Brasilien 0 0 6 6
14 DanemarkDänemark Dänemark 0 0 1 1
- NiederlandeNiederlande Niederlande 0 0 1 1

Quellen

  1. http://mythos-ironman-hawaii.com/race_route.php
  2. Hintergründe zur Schwimmstrecke Hawaii
  3. Beschreibung Radstrecke Hawaii
  4. Laufbericht Ironman Hawaii
  5. IRONMAN Hawaii: Die wichtigsten Informationen
  6. Peter Reid und Lori Bowden gewinnen Ironman auf Hawaii
  7. tri2b.com: Ironman Hawaii: Craig Alexander siegt zum dritten Mal, 9. Oktober 2011.

Weblinks

 Commons: Ironman World Championships – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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