- Oriol Servià
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Oriol Servià i Imbers (* 13. Juli 1974 in Pals, Katalonien, Spanien) ist ein spanischer Automobilrennfahrer. 1999 wurde er Meister der Indy Lights. Er fuhr von 2000 bis 2007 in der Champ-Car-Serie. 2006 wurde er Vizemeister in dieser Meisterschaft. Zwischen 2008 und 2011 startete er in der IndyCar Series. 2011 trat er für Newman/Haas Racing an.
Inhaltsverzeichnis
Karriere
Anfänge im Motorsport
Servià begann seine Motorsportkarriere 1988 im Kartsport, in dem er bis 1991 aktiv war. 1993 wechselte er in den Formelsport und wurde Vizemeister der französischen Formel Renault Campus. 1995 startete er in der französischen Formel Renault und schloss die Saison auf dem sechsten Rang ab. Außerdem trat er in der Eurocup Formel Renault und im französischen Porsche Carrera Cup an. 1996 wechselte Servià in die französische Formel-3-Meisterschaft. Für Winfield startend beendete er die Saison auf dem fünften Gesamtrang und setzte sich teamintern gegen Stéphane Sarrazin durch. 1997 bestritt Servià für La Filière seine zweite Saison in der französischen Formel-3-Meisterschaft. Zwar gewann er ein Rennen, in der Gesamtwertung fiel er allerdings auf den achten Platz zurück und unterlag damit seinem Teamkollegen Franck Montagny. Außerdem startete er bei einem Rennen der britischen Formel 3 und wurde Sechster beim Macau Grand Prix.
1998 wechselte Servià in die nordamerikanische Indy Lights zu Dorricott Racing. Mit zwei Podest-Platzierungen schloss er die Saison auf dem siebten Platz in der Meisterschaft ab. 1999 bestritt Servià seine zweite Indy-Lights-Saison für Dorricott Racing. Er stand fünf mal auf dem Podium und entschied die Meisterschaft vor seinem Teamkollegen Casey Mears mit 130 zu 116 Punkten für sich. Beide Piloten blieben in der Saison jedoch ohne Sieg.
Champ Car
2000 wechselte Servià in die CART zu PPI Motorsports und wurde Teamkollege von Cristiano da Matta. Mit einem dritten Platz als bestes Resultat beendete er die Saison auf dem 15. Platz in der Gesamtwertung. Teamintern unterlag er da Matta mit 60 zu 112 Punkten. 2001 bestritt Servià seine zweite CART-Saison für Sigma Autosport, die nur mit einem Fahrzeug antraten. Seine besten Ergebnisse waren zwei fünfte Plätze und er schloss die Saison auf dem 19. Platz in der Meisterschaft ab. 2002 begann Servià die Saison bei PWR Championship Racing. Nach den ersten drei Rennen verließ er das Team und wechselte kurzzeitig in die Indy Racing League zu Walker Racing. Er versuchte sich fürs Indianapolis 500 zu qualifizieren, scheiterte aber. Anschließend kehrte er in die CART zurück und ersetzte Townsend Bell bei Patrick Racing. Am Saisonende belegte er mit einem vierten Platz als bestes Ergebnis den 16. Platz in der Fahrerwertung.
2003 blieb Servià bei Patrick Racing. Mit zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz erreichte er drei Podest-Platzierungen. Am Saisonende wurde er Siebter in der Meisterschaft. Nachdem sich die Meisterschaft 2004 in Champ Car umbenannt hatte, wechselte Servià zu Dale Coyne Racing, wo er wechselnde Teamkollegen hatte. Er entschied die teaminternen Duelle gegen alle Teamkollegen für sich und schloss die Saison mit einem dritten Platz auf dem zehnten Gesamtrang ab. 2005 begann er die Saison bei Dale Coyne Racing. Zum dritten Rennen wechselte Servià zu Newman/Haas Racing, um den verletzten Bruno Junqueira, der die restliche Saison ausfiel, zu ersetzen. Er gewann das Rennen auf dem Circuit Gilles Villeneuve und beendete sechs weitere Rennen auf dem Podium. Am Saisonende musste er sich nur seinem Teamkollegen Sébastien Bourdais geschlagen geben und wurde Vizemeister.
Nach Junqueiras Rückkehr wechselte Servià 2006 innerhalb der Champ Car zu PKV Racing. Mit einem dritten Platz beendete er ein Rennen auf dem Podium und belegte den elften Platz in der Meisterschaft. Seine Teamkollegin Katherine Legge, die 16. wurde, ließ er hinter sich. 2007 war Servià zunächst ohne Cockpit. Nachdem sich Paul Tracy im ersten Rennen verletzt hatte, ersetzte er diesen für die beiden folgenden Rennen für Forsythe Racing. Er beendete die Rennen auf den Plätzen zwei und vier. Nachdem Tracy wieder fit war, erhielt Servià das andere Forsysthe-Cockpit, in dem er Mario Domínguez ablöste. Er beendete ein weiteres Rennen als Dritter auf dem Podest, wurde aber für die letzten beiden Rennen der Saison durch David Martínez ersetzt. Servià wechselte daraufhin zurück zu PKV Racing, wo Tristan Gommendy die Sponsorgelder ausgegangen waren. Im Saisonfinale wurde er erneut Dritter. Am Saisonende belegte er den sechsten Platz in der Meisterschaft.
IndyCar Series
Nachdem die Champ Car 2008 mit der IndyCar Series fusionierte, wechselte Servià mit seinem Team, das ab dieser Saison KV Racing Technology hieß, in die IndyCar Series. Er erzielte fünf Platzierungen unter den ersten fünf Piloten und er wurde Neunter in der Meisterschaft. Obwohl er im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Will Power kein Rennen gewann, setzte er sich teamintern gegen ihn durch. 2009 erhielt Servià kein Cockpit für eine komplette Saison. Beim Indianapolis 500 trat er für Rahal Letterman Racing an. Für vier der letzten fünf Saisonrennen kehrte zu Newman/Haas/Lanigan Racing zurück und löste Robert Doornbos ab. Mit einem vierten Platz als bestes Resultat beendete er die Saison auf dem 21. Gesamtrang.
Nachdem Servià 2010 ohne Cockpit war, kehrte er 2011 in die IndyCar Series zurück und trat erneut für Newman/Haas Racing an.[1] In den ersten fünf Rennen kam er jeweils unter den ersten zehn Piloten ins Ziel. Beim siebten Rennwochenende in West Allis erzielte er als Dritter schließlich seine erste Podiumsplatzierung in der IndyCar Series. Es gelang ihm, dieses Ergebnis in Loudon und Baltimore mit Position zwei zu übertreffen. Mit insgesamt drei Podest-Platzierungen beendete er die Saison auf dem vierten Platz der Fahrerwertung.
Statistik
Karrierestationen
- 1988–1991: Kartsport
- 1993: Französische Formel Renault Campus (Platz 2)
- 1995: Französische Formel Renault (Platz 6)
- 1995: Eurocup Formel Renault
- 1995: Französischer Porsche Carrera Cup
- 1996: Französische Formel 3 (Platz 5)
- 1997: Französische Formel 3 (Platz 8)
- 1997: Britische Formel 3 (Platz 19)
- 1998: Indy Lights (Platz 7)
- 1999: Indy Lights (Meister)
- 2000: CART (Platz 15)
- 2001: CART (Platz 19)
- 2002: CART (Platz 16)
- 2003: CART (Platz 7)
Einzelergebnisse in der IndyCar Series
Saison Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Punkte Rang 2002 Walker Racing HMS
PHX
FON
NZR
INDY
DNQTXS
PPI
RIR
KAN
NSH
MIS
KTY
STL
CHI
TX2
– — 2008 KV Racing Technology HMS
12STP
7MOT1
LBH1
5KAN
11INDY
11MIL
6TXS
26IOW
16RIR
5WGL
23NSH
16MDO
5EDM
5KTY
12SNM
15DET
4CHI
17SRF2
5358 9. 2009 Rahal Letterman Racing STP
LBH
KAN
INDY
26MIL
TXS
IOW
RIR
WGL
TOR
EDM
KTY
HMS
115 21. Newman/Haas Racing MDO
11SNM
6CHI
7MOT
42011 Newman/Haas Racing STP
9ALA
5LBH
6SAO
5INDY
5TXS1
21TXS2
15MIL
3IOW
14TOR
12EDM
22MDO
8NHA
2SNM
11BAL
2MOT
5KTY
6LSV
C425 4. (Legende)
- 1 Die Rennen fanden am selben Tag statt.
- 2 Es wurden keine Punkte vergeben.
Einzelnachweise
- ↑ „Newman/Haas: Wann kommt das zweite Auto?“ (Motorsport-Total.com am 24. März 2011)
Weblinks
- Offizielle Website von Oriol Servià (englisch)
- Karrierestatistik von Oriol Servià (englisch)
Chip Ganassi Penske Andretti Panther Dreyer & Reinbold A. J. Foyt Dragon KV Lotus 9 Dixon
10 Franchitti
38 Rahal
83 Kimball3 Castroneves
6 Briscoe
12 Power
7 Patrick
26 M. Andretti
27 Conway
28 Hunter-Reay4 Hildebrand
44 Rice11 Hamilton
22 Bell
24 Beatriz14 Meira 8 Tracy 5 Satō
59 Viso
82 KanaanDale Coyne Newman/Haas HVM Conquest Sarah Fisher RLLR Sam Schmidt Bryan Herta 18 Jakes
19 Lloyd2 Servià
06 Hinchcliffe78 de Silvestro 34 Saavedra 57 Scheckter
67 Carpenter15 Howard
30 Mann17 Cunningham
77 Wheldon98 Tagliani ehemalige Piloten J. Andretti (Richard Petty, #43), Baguette (RLLR, #30), Battistini (Conquest, #34), Bourdais (Dale Coyne, #19), Carpentier (Dragon, #20), Junqueira (A. J. Foyt, #41), Matos (AFS, #17), Mutoh (Sam Schmidt, #17), de Oliveira (Conquest, #34), Pagenaud (HVM, #78), Pantano (Dreyer & Reinbold, #22), Plowman (Sam Schmidt, #17), Speed (Dragon, #20), Tung (Dragon, #88), Wilson (Dreyer & Reinbold, #22)
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