- Bad Bramstedt
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Wappen Deutschlandkarte 53.9186111111119.88444444444459Koordinaten: 53° 55′ N, 9° 53′ OBasisdaten Bundesland: Schleswig-Holstein Kreis: Segeberg Höhe: 9 m ü. NN Fläche: 24,14 km² Einwohner: 13.852 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 574 Einwohner je km² Postleitzahl: 24576 Vorwahl: 04192 Kfz-Kennzeichen: SE Gemeindeschlüssel: 01 0 60 004 NUTS: DEF0D Adresse der
Stadtverwaltung:Bleeck 17/19
24576 Bad BramstedtWebpräsenz: Bürgermeister: Hans-Jürgen Kütbach (FDP) Lage der Stadt Bad Bramstedt im Kreis Segeberg Bad Bramstedt (plattdeutsch: Bad Braamsteed) ist eine Stadt im Kreis Segeberg. Bad Bramstedt ist als Moorheilbad staatlich anerkannt[2] und liegt in der Mitte des Holsteiner Auenlandes im südlichen Schleswig-Holstein.
Inhaltsverzeichnis
Geografie und Verkehr
Bad Bramstedt liegt 49 Kilometer südwestlich von Kiel, 54 Kilometer westlich von Lübeck und 42 Kilometer nördlich von Hamburg am historischen Ochsenweg. Durch den Ort führte die Altona-Kieler Chaussee. Diese etwa 94 Kilometer lange Landstraße wurde zwischen 1830 und 1832 erbaut. Im Ort entsteht aus dem Zusammenfluss von Osterau und Hudau die Bramau.
Politik
Aus Bad Bramstedt kommen seit der Bundestagswahl 2005 die Abgeordneten des Deutschen Bundestages Jürgen Koppelin (FDP) und Rolf Koschorrek (CDU).
Stadtverordnetenversammlung
Von den 27 Sitzen in der Stadtverordnetenversammlung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2008 elf Sitze, die SPD hat sieben Sitze, die FDP fünf und die Grünen haben vier Sitze. Bürgervorsteherin ist Annegret Mißfeldt (CDU).
Wappen
Blasonierung: „In Blau ein silberner römischer Krieger mit goldenem Helm, goldenem Panzer und goldener Fußbekleidung und einer roten Schärpe von der linken Schulter zur rechten Hüfte, in der seitlich ausgestreckten rechten Hand ein aufgerichtetes, bloßes silbernes römisches Schwert haltend, während sich die linke auf einen holsteinischen Wappenschild stützt (in Rot ein silbernes Nesselblatt).“[3]
Der Krieger stellt den Bramstedter Roland, das Wahrzeichen der Stadt, dar.
Städtepartnerschaften
Es besteht eine Städtepartnerschaft mit Drawsko Pomorskie (deutsch: Dramburg) in Westpommern/Polen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Kulturdenkmale in Bad Bramstedt stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.
Kirchen
Im Zentrum des Ortes steht die Maria-Magdalenen-Kirche der Ev.-Luth. Kirchengemeinde, eine Hallenkirche aus rotem Backstein. Das Kirchspiel wird erstmals 1316 urkundlich erwähnt anlässlich einer Landesteilung zwischen den holsteinischen Grafen. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wird die Kirche in Kreuzform errichtet. 1635/36 wird der Turm neu errichtet. 1647/48 werden Schäden durch Sturm und Blitzschlag repariert. Im 17. bis 19. Jahrhundert fanden diverse Umgestaltungen statt: Schließung der Südportale, Einbau Neugotischer Fenster, Anbau der östlichen Vorhauses. Die Kirche ist frei zu besichtigen.
Torhaus
Das Torhaus am Markt ist das letzte vorhandene Gebäude des ehemaligen Guts Bramstedt, welches gelegentlich auch als Bramstedter Schloss bezeichnet wurde. Das backsteinerne Torhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert, im inneren befinden sich ein barockes Treppenhaus sowie zahlreiche Stuckaturen. Das Gebäude dient heute öffentlichen Zwecken.
Sport
Da Bad Bramstedt von zahlreichen Auen durchzogen ist, bietet es ein interessantes Revier für Kanufahrer, für die es zahlreiche Bootsverleihe gibt. Außerdem gibt es in Bad Bramstedt zwei Golfplätze, ein Freibad, einen Tennisplatz und den Sportverein Bramstedter Turnerschaft. Im Handballsport ist Bad Bramstedt nach zwei Abstiegen in Folge in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse, der Schleswig-Holstein Liga, mit einem Herrenteam vertreten. Die Heimspiele werden in der ca. 800 Zuschauer fassenden Halle Schäferberg ausgetragen.
Bad Bramstedt besitzt ein ausgeprägtes Fahrradwandernetz mit über 69 Kilometer Streckenführung.
Wirtschaft und Infrastruktur
Es gibt in Bad Bramstedt eine Rheumaklinik und eine Psychosomatische Klinik. Die Klinikareale sind von weitläufigen und frei betretbaren Parkanlagen umgeben. Durch Bad Bramstedt verlaufen die Bundesstraßen 206 und 4. Die Stadt besitzt zwei Bahnhöfe (Bad Bramstedt „Kurhaus“, Bad Bramstedt) und ist über die Linie A1 der Eisenbahngesellschaft AKN mit den Städten Hamburg und Neumünster verbunden. Bad Bramstedt ist etwa fünf Kilometer von der nächsten Auffahrt zur Bundesautobahn 7 entfernt.
Das Gewerbegebiet im Norden der Stadt umfasst mehrere große und kleine Betriebe. Neben dem Gewerbegebiet sind dazu viele Einzelhändler, Handwerksunternehmen und Finanzdienstleister in der Stadt vertreten. Die Stadt ist Unternehmenssitz von Bauxpert.
Das Stadtbild wird durch Hotels und Restaurants geprägt. Zurückzuführen ist dies auf den Schwerpunkt der Tourismusbranche.
Bildung
In Bad Bramstedt sind drei Grundschulen, ein Gymnasium (die Jürgen-Fuhlendorf-Schule), eine Gemeinschaftsschule (die Gemeinschaftsschule Auenland), eine Förderschule (die Bramauschule) und ein Heilpädagogisches Kinderheim mit integrierter Förderschule, angesiedelt. Hinzu kommt eine Stadtbücherei und die Volkshochschule.
Persönlichkeiten
In Bad Bramstedt geboren
- Fabian Boll (* 1979), deutscher Fußballspieler und Kriminaloberkommissar
- Arved Fuchs (* 1953), Abenteurer und Buchautor
- Rolf Koschorrek (* 1956), deutscher Politiker (CDU)
- Hans-Jürgen Kütbach (* 1959), deutscher Politiker (FDP)
- Siegfried Liebschner (1935–2006), baptistischer Theologe
- Charles I.D. Looff (1852–1918), „Vater“ der Vergnügungsparks in Amerika, Erbauer vieler Karussells und des Piers von Santa Monica
- Johanna Mestorf, (1828–1909), erste Frau mit Professorentitel im Königreich Preußen und erste Museumsdirektorin in Deutschland
- Michael Radtke (* 1946), Journalist, Schriftsteller und Drehbuchautor
- Heinrich Christian Schumacher (1780–1850), Astronom, Begründer der Sternwarte in Altona
- Augusta Louise zu Stolberg-Stolberg (1753–1835), bekannt als „Gustchen“ durch ihren Briefwechsel mit Goethe
- Friedrich Leopold zu Stolberg-Stolberg (1750–1819), Bruder von „Gustchen“, Dichter, Jurist und Freund Goethes
- Günter Struve (* 1940), ARD-Programmdirektor
- Kurt Gustav Wilckens, (1886–1923), Anarchist und argentinischer Volksheld
- Winfried Zylka (* 1946), deutscher Politiker (CDU)
Mit Bad Bramstedt verbunden
- Joachim Behm (* 1941), deutscher Politiker (FDP); langjähriger Stadtverordneter
- Wilhelm Krane (1902–1979), Generalarzt der Bundeswehr; verstorben in Bad Bramstedt
- Karl Lagerfeld (* 1933), ging in Bad Bramstedt lange zur Schule
- Friedrich Ludwig Wilhelm Meyer (1759–1840), Jurist, Schriftsteller, Bibliothekar, Freimaurer, Biograf Friedrich Ludwig Schröders; verstorben in Bramstedt
Sonstiges
In Bad Bramstedt ist der Sitz einer regionalen Bundespolizeidirektion, zuständig für die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Ferner ist „Bad Bramstedt“ auch der Name des Schiffes der Bundespolizei mit der Rumpfnummer BP 24. Das Schiff ist in Cuxhaven stationiert und fährt Seestreife in der Nordsee. Das Schiff und die Stadt sind durch eine Patenschaft verbunden.
Literatur
- 300 Jahre Bad Bramstedter Heilquellen 1681-1981. 50 Jahre Rheumaklinik Bad Bramstedt 1931-1981, Wäser Verlag Bad Segeberg, 1981
- Harbeck, Hans Hinrich: Chronik von Bramstedt, Hamburg, 1958
- Kühl, August: Bad Bramstedt. Das Bad vor den Toren Hamburgs, der Stadt der Wiesen und Auen, 1937
- Leupelt, Hans-Jochen: Die Verfassung und Verwaltung des Amtes Segeberg und des Fleckens Bramstedt, Hamburg, 1975 (Diss.)
- Platte, Wolfgang: Bad Bramstedt im 20. Jahrhundert. 75 Jahre Stadtgeschichte im Spiegel der Akten des Bad Bramstedter Stadtarchivs und Berichten der Lokalpresse. Bad Bramstedt, 1985
- Platte, Wolfgang: Geschichte Bramstedts. Vom Kirchdorf zum modernen Kurbad. Bad Bramstedt, 1988
- Röstermund, Max: Bad Bramstedt - Der Roland und seine Welt, Wachholtz Verlag Neumünster, 1952
- Schadendorf, Jan-Uwe: Alt-Bramstedt im Bild, Bad Bramstedt, 1978
- Schadendorf, Jan-Uwe: Bad Bramstedt in alten Ansichten, Zaltbommel/NL, 1986
- Riediger, Hans: Bauernhöfe und Geschlechter im altholsatischen Siedlungsgebiet des Kirchspiels Bramstedt, Band I, Bad Bramstedt, Roland Verlag, 1988, ISBN 3-9800669-8-3
- Riediger, Hans: Bauernhöfe und Geschlechter im altholsatischen Siedlungsgebiet des Kirchspiels Bramstedt, Band II, Bad Bramstedt, Roland Verlag, 1994, ISBN 3-9803218-1-9
Einzelnachweise
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Bäderkalender online
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
Weblinks
- Website der Stadt Bad Bramstedt
- Geschichtsseite zu Bad Bramstedt
- über Oskar Alexander, Holocaust-Opfer
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