Neschwitz

Neschwitz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neschwitz
Neschwitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neschwitz hervorgehoben
51.27083333333314.329166666667149
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Bautzen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Neschwitz
Höhe: 149 m ü. NN
Fläche: 46 km²
Einwohner:

2.485 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 02699
Vorwahlen: 035933, 035937
Kfz-Kennzeichen: BZ
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 360
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 1
02699 Neschwitz
Webpräsenz: www.neschwitz.de
Bürgermeister: Gerd Schuster (CDU)
Lage der Gemeinde Neschwitz im Landkreis Bautzen
Polen Tschechien Brandenburg Dresden Landkreis Görlitz Landkreis Meißen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Arnsdorf Bautzen Bernsdorf (Oberlausitz) Bischofswerda Bretnig-Hauswalde Burkau Crostwitz Cunewalde Demitz-Thumitz Doberschau-Gaußig Elsterheide Elstra Frankenthal (Sachsen) Göda Großdubrau Großharthau Großnaundorf Großpostwitz/Oberlausitz Großröhrsdorf Guttau Haselbachtal Hochkirch Hoyerswerda Kamenz Königsbrück Königswartha Kubschütz Laußnitz Lauta Lichtenberg (Lausitz) Lohsa Malschwitz Nebelschütz Neschwitz Neukirch (bei Königsbrück) Neukirch/Lausitz Obergurig Ohorn Oßling Ottendorf-Okrilla Panschwitz-Kuckau Pulsnitz Puschwitz Radeberg Radibor Räckelwitz Ralbitz-Rosenthal Rammenau Schirgiswalde-Kirschau Schmölln-Putzkau Schönteichen Schwepnitz Sohland an der Spree Spreetal Steina (Sachsen) Steinigtwolmsdorf Wachau (Sachsen) Weißenberg Wiednitz Wilthen WittichenauKarte
Über dieses Bild

Neschwitz, obersorbisch Njeswačidło, ist ein Ort und die zugehörige Gemeinde ca. 14 km nordwestlich von Bautzen in der sächsischen Oberlausitz. Neschwitz ist im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft gelegen. Es ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Neschwitz.

Inhaltsverzeichnis

Ortsgliederung

Ortsteile der Gemeinde:

  • Neschwitz (Njeswačidło), 839 Einwohner
  • Caßlau (Koslow), 94 Ew.
  • Doberschütz (Dobrošicy), 109 Ew.
  • Holscha (Holešow), 52 Ew.
  • Holschdubrau (Holešowska Dubrawka), 90 Ew.
  • Kleinholscha (Holška), 12 Ew.
  • Krinitz (Króńca), 33 Ew.
  • Lissahora (Liša Hora), 7 Ew.
  • Loga (Łahow), 128 Ew.

Geschichte

Die älteste bekannte Erwähnung der Siedlung als Nyzwas stammt von 1268. Schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts wird hier ein Rittersitz erwähnt.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 531 Einwohnern; davon waren 441 Sorben (83 %) und 90 Deutsche[3]. Seitdem ist der Gebrauch des Sorbischen in Neschwitz selbst zurückgegangen. Die Ortsteile Lomske, Doberschütz und Caßlau im Westen der Gemeinde sind jedoch bis heute überwiegend von Sorben bewohnt.

Im Jahre 1936 wurde die Gemeinde durch die Nachbarorte Holscha, Neudorf und Lomske erweitert. Weitere Gebietsreformen gliederten 1974 Doberschütz, 1978 Zescha, 1993 Saritsch und 1994 Luga ein.

Politik

Der Gemeinderat von Neschwitz besteht momentan aus 14 Mitgliedern, darunter zwei Frauen. Die Kommunalwahl 2009 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung:

Kommunalwahl 2009
 %
50
40
30
20
10
0
46,6%
18,9%
16,2%
10,2%
8,1%
keine
HuG Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
GdV Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
KHN Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Sonst.
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
 %p
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+15,9%
-6,6%
+0,5%
-3,2%
+1,4%
-7,9%
HuG Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
GdV Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
KHN Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Sonst.
Parteien und Wählergemeinschaften 2009 2004
 % Sitze  % Sitze
Handwerk und Gewerbe (HuG) 46,6 7 30,7 4
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 18,9 3 25,5 4
Gemeinschaft der Vereine (GdV) 16,2 2 15,7 2
Kultur- und Heimatfreunde Neschwitz e.V. (KHN) 10,2 1 13,4 2
Die Linke (2004: PDS) 8,1 1 6,7 1
Freie Wählervereinigung FORUM - 0 7,9 1
gesamt 100,0 14 100,0 14
Wahlbeteiligung 55,4 % 53,0 %

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Neschwitzer Kirche mit 2009 erneuerter Turmhaube

Bauwerke

Blick auf das Schloss von Südosten
Gräfliches Erbbegräbnis auf dem Friedhof
  • Barockschloss Neschwitz und der dazugehörige Park
  • Neschwitzer Kirche und alter Pfarrhof
  • Neschwitzer Friedhof mit gräflichem Erbbegräbnis
  • Alter Tiergarten mit Jagdpavillon auf dem Gelände der Jugendherberge Neschwitz
  • Herrenhaus Weidlitz
  • Bockwindmühle Luga
  • Herrenhaus Voss in Doberschütz

Museum

  • Heimatmuseum Neschwitz

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Fasching
  • Hexenbrennen
  • Neschwitzer Schlagernacht
  • Schlosskonzerte
  • Galerien im Schloss
  • Museumstag und Kirchturmfest
  • Lichterfest
  • Windmühlenfest

Bildung

Die Gemeinde Neschwitz verfügt über eine Grundschule. Die Mittelschule des Ortes wurde 2005 geschlossen. Die nächstgelegene Mittelschule befindet sich jetzt in Königswartha.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Quellen und Literatur

  • Gemeindeverwaltung Neschwitz (Hrsg.): Neschwitz und seine Dörfer. Illustrierte Chronik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Lusatia-Verlag, Bautzen 2000, ISBN 3-929091-73-9
  • Ernst Panse: Diamant der Gartenkunst. Schloßpark Neschwitz; in: Ders. (Hrsg.): Parkführer durch die Oberlausitz; Lusatia Verlag: Bautzen 1999; S. 100-104; ISBN 3-929091-56-9.
  • Arnold Freiherr von Vietinghoff-Riesch: Letzter Herr auf Neschwitz. Ein Junker ohne Reue. (Aus der Reihe Aus dem Deutschen Adelsarchiv, Band 3.) Starke, Limburg 2002, ISBN 3-7980-0603-2
  • Neschwitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  • Neschwitz. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 6. Band, Zwickau 1819, S. 817 f.
  • Kultur- und Heimatfreunde Neschwitz e.V. (Hrsg.)" Gemeindechronik Neschwitz ". Lausitzer Druck- und Verlagshaus GmBH Bautzen, 2009, ISBN 3-930625-50-4.

Weblinks

 Commons: Neschwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. Angaben der Gemeindeverwaltung; Stand: 31. Dezember 2010
  3. Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 56.

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