Schwepnitz

Schwepnitz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwepnitz
Schwepnitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwepnitz hervorgehoben
51.32972222222213.960277777778147
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Bautzen
Höhe: 147 m ü. NN
Fläche: 55,5 km²
Einwohner:

2.614 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km²
Postleitzahl: 01936
Vorwahl: 035797
Kfz-Kennzeichen: BZ
Gemeindeschlüssel: 14 6 25 550
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dresdner Str. 4
01936 Schwepnitz
Webpräsenz: www.schwepnitz.de
Bürgermeister: Elke Röthig (parteilos)
Lage der Gemeinde Schwepnitz im Landkreis Bautzen
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Über dieses Bild

Schwepnitz (sorb. Sepicy) ist eine Gemeinde in der Westlausitz im Norden von Sachsen, ca. 12 Kilometer nordwestlich von der Stadt Kamenz und ca. 35 Kilometer nordöstlich von Dresden entfernt. Sie liegt zwischen Königsbrück und Bernsdorf. Westlich von Schwepnitz befindet sich die Königsbrücker Heide mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz Königsbrück.

Inhaltsverzeichnis

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Schwepnitz besteht aus folgenden Ortsteilen:

  • Bulleritz (Bólericy), 311 Einwohner
  • Cosel (Kózły), 168 Einwohner
  • Grüngräbchen (Zelena Hrabowka), 398 Einwohner
  • Schwepnitz (Sepicy), 1628 Einwohner
  • Zeisholz (Ćisow), 135 Einwohner[2]

Geschichte

Schon um 100 v. Chr. lässt sich eine germanische Besiedlung des Gebietes um Schwepnitz nachweisen. Der Ortsname leitet sich vom altsorbischen Svepeťnica (von altsorbisch: svepet, „Bienenstock“) für einen Bach, der durch einen Wald mit Bienenstöcken fließt[3] ab und stammt vermutlich aus der zweiten Besiedlungsperiode durch die Slawen. Der erste schriftliche Nachweis stammt jedoch erst von 1343.

Das abgeschiedene Heidedorf, das zunächst zur Herrschaft Kamenz und seit der Mitte des 16. Jahrhundert zur Standesherrschaft Königsbrück gehörte, entwickelte sich seit der Gründung einer Glashütte durch die Bernsdorfer Glasmacherfamilie Klahn im Jahre 1865 zu einer Industriegemeinde. Mit der Klosterhütte entstand 1932 eine zweite Glasfabrik. Im Zweiten Weltkrieg erlitt Schwepnitz starke Zerstörungen. Die Glasfabriken wurden in der DDR enteignet und 1972 im VEB Glaswerk Schwepnitz zusammengeführt. Die Tradition der Glasherstellung wird in Schwepnitz heute von der Firma Walther-Glas weitergeführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche
  • Im Ortsteil Grüngräbchen, gibt es eine öffentlich zugängliche mehrere Hektar große Rhododendron-Gärtnerei. Zur Blütezeit ist sie wegen ihrer Größe (mehrere tausend Rhododendronsträucher verschiedensten Alters) und Vielfalt der Blütenfarben ein Besuchermagnet.
  • Schwepnitz hält den für die Region nordöstlich von Dresden bedeutendsten Weihnachtsmarkt ab.

Bildung

Die Gemeinde Schwepnitz verfügt über eine Grundschule. Außerdem ist eine Freie Mittelschule im Ort ansässig.

Städtepartnerschaften

Flonheim, Deutschland

Wirtschaft und Infrastruktur

Im westlichen Bereich der Gemeinde ist ein Industriegebiet mit einer Fläche von 35 ha ausgewiesen in denen zahlreiche Firmen Ihren Sitz haben.

Verkehr

Schwepnitz befindet sich direkt an der Bundesstraße 97 und ca. 20 km von den Autobahnanschlussstellen der A13 (Ruhland, Thiendorf) und der A4 (Ottendorf-Okrilla) entfernt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln sind Dresden, Hoyerswerda und Kamenz gut und schnell erreichbar.

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
  2. Stand: 31. Dezember 2008; Angaben des Einwohnermeldeamtes Königsbrück
  3. Ernst Eichler (Hrsg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen. Band II: M–Z. Akademie-Verlag, Berlin 2001, S. 396

Weblinks

 Commons: Schwepnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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