Netphen

Netphen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Netphen
Netphen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Netphen hervorgehoben
50.9102777777788.1086111111111300
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Siegen-Wittgenstein
Höhe: 300 m ü. NN
Fläche: 137,39 km²
Einwohner:

24.101 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 175 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57250
Vorwahlen: 02737, 02738
Kfz-Kennzeichen: SI
Gemeindeschlüssel: 05 9 70 032
Adresse der
Stadtverwaltung:
Amtsstraße 2–6
57250 Netphen
Webpräsenz: www.netphen.de
Bürgermeister: Paul Wagener (parteilos)
Lage der Stadt Netphen im Kreis Siegen-Wittgenstein
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Über dieses Bild

Netphen [ˈnɛtfən] ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen (Deutschland) und gehört zum Kreis Siegen-Wittgenstein.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Stadt Netphen im Kreis Siegen-Wittgenstein

Netphen liegt am Südhang des Rothaargebirges im Siegerland, das an der nordöstlichen Stadtgrenze an das Wittgensteiner Land grenzt. Die Kernstadt von Netphen befindet sich etwa 6,5 km (Luftlinie) nordöstlich der Innenstadt von Siegen. Das Stadtgebiet ist geprägt durch eine Landschaft mit zahlreichen Bergrücken und Tälern, in der sich die Obernautalsperre ausbreitet. Einige Stadtteile liegen im Südteil des Naturparks Rothaargebirge.

Nordöstlich des Stadtteils Walpersdorf liegt die Quelle der Sieg, die das Stadtgebiet in Nordost-Südwest-Richtung durchfließt, unweit südlich davon befindet sich auf dem Lahnhof jene der Lahn und wenige Kilometer nordwestlich der Siegquelle entspringt die Eder. Durchflossen wird Netphen von der Netphe, die in der Stadt in die Sieg mündet. Weitere Fließgewässer im Stadtgebiet sind der Sieg-Zufluss Werthenbach und dessen Zufluss Geiersgrundbach. Höchste Berge im Stadtgebiet sind mit jeweils 675,9 m ü. NN die Oberste Henn und der Jagdberg.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden bzw. -städte Netphens sind Hilchenbach im Norden, Erndtebrück im Nordosten, Bad Laasphe im Osten, Dietzhölztal (Lahn-Dill-Kreis, Hessen) im Südosten, Haiger (Lahn-Dill-Kreis) und Wilnsdorf im Süden, Siegen im Südwesten und Westen sowie Kreuztal im Nordwesten.

Stadtgliederung

Stadtteile

Netphen besteht aus 21 Stadtteilen, die teilweise schon Teil des alten Amtes Netphen waren:

Kernort Netphen

Die Altstadt von Netphen

Die Kernstadt Netphen ist der größte Stadtteil Netphens. Der Ort liegt rund 283 m ü. NN und dehnt sich in den Gemarkungen Nieder- und Obernetphen über etwa 10,7 km² Fläche aus. Die Bevölkerung umfasst etwa 6357 Einwohner (Stand 31. Dezember 2005).

Netphen verfügt über die Grundschule Netphen mit ihren zwei Standorten Obernetphen und Niedernetphen, eine Realschule, ein Gymnasium, das Rathaus der Stadt sowie den Freizeitpark Netphen inklusive Hallen- und Freibad sowie einem Eisstadion.

Sehenswürdigkeiten sind u. a. die Martinikirche, die St. Peterskapelle und die Kreuzbergkapelle.

Klima

Aufgrund der hohen Erhebungen außerhalb des Stadtgebiets ist das Klima in Netphen sehr verschieden. Nicht selten wird im Ortskern bereits der Frühling ausgerufen, wenn in den Bergen noch Schnee liegt. Die Temperatur nimmt mit Zunahme der Höhe stark ab. Dies kann man besonders gut in den Wintermonaten beobachten. Dabei schwanken die Temperaturen zwischen Berg und Tal (Höhenunterschied etwa 400 m) teilweise um 5–6 °C. Wenn Inversionswetterlagen auftreten, werden oft Temperaturen von unter −15 °C erreicht. Die Schneehöhe variiert je nach Höhenlage zwischen 20–30 cm im Tal und bis zu 70 cm in den Bergen.

Des Weiteren hat die Meteomedia AG eine vollautomatische Wetterstation in Netphen stationiert. In klaren, windstillen Nächten kann es auch im Sommer empfindlich kalt werden. Aufgrund des Talkessels, wo sich die Kaltluft zu Boden setzt, können dann Temperaturen nahe der 0 °C-Marke erreicht werden.[2] Daher befindet sich Netphen auch häufig in der von Meteomedia ausgestellten „Hitliste“ der kältesten Orte mit morgendlichen Minimumtemperaturen. Die Temperatur erwärmt sich im Laufe des Tages jedoch normal, sodass durchaus 25 °C erreicht werden können. Im Höhepunkt des Sommers werden dann meist Temperaturen von bzw. über 30 °C gemessen. Mit rund 900–1000 mm Niederschlag pro Jahr wird die Landwirtschaft erheblich erschwert.[3]

Geschichte

Siedlungsreste deuten auf die Zeit um 500 v. Chr. hin, wo aus der La-Tène-Zeit archäologische Funde vorliegen. In der Neuzeit gehen erste Erwähnungen dieser Netpher Region auf das 11. Jahrhundert zurück. Hier wird, wie in den meisten Teilen des alten Kreises Siegen, das Fürstenhaus Nassau als Landesherren genannt. 1215 werden die Herren von Hain auf Burg Hainchen aufgeführt.

1239 übertrug Graf Heinrich II. der Reiche von Nassau auf Bitten seines Lehnsmannes Friedrich vom Hain dem Prämonstratenserinnen-Kloster Stift Keppel die Einkünfte des Netphener Kirchspiels. Dieses ist zugleich die erste urkundliche Erwähnung von Netphen. Der Ortsteil Niedernetphen wurde im Jahr 1439 erstmals urkundlich erwähnt.[4]

Am 28. Juli 1590 zerstörte ein Blitzschlag den Turm der Netphener Kirche.[5]

Namensgebend für den Nordost-Teil des Siegerlandes – das Netpherland – insbesondere der Gegend um Irmgarteichen, war Johann VII. Graf von Nassau-Siegen, durch dessen Testament aus dem Jahr 1621 die Region an seinen ältesten Sohn Johann VIII. (1583–1638) fiel. In den Jahren von 1635 bis 1637 wütete die Pest. Für den 3. Mai 1643 wird von einem Überfall räuberischer Truppen auf Netphen berichtet, bei dem die Siedlung geplündert und weitgehend zerstört wurde.[6] Im Jahre 1742 gelangte Netphen – wie alle anderen Gebiete nördlich der Lahn – an den Prinzen Wilhelm Karl Friso von Oranien, Fürst von Diez und Erbe der Vereinigten Niederlande. Somit war das Fürstentum Nassau-Siegen Teil der Niederlande.

Napoleon schlug das Siegerland im Zuge seiner Neuordnung Deutschlands dem Großherzogtum Berg zu. Diese Veränderung wurde allerdings 1813 rückgängig gemacht und Netphen wurde wieder Eigentum der Oranier. 1815 verzichteten diese auf alle deutschen Landesteile und Netphen kam 1816 an Preußen.

Am 1. Januar 1969 entstand im Zuge der kommunalen Neuordnung die Großgemeinde Netphen.[7] Diese erlangte am 30. Juni 1997 mit der Überschreitung der 25.000-Einwohnermarke Stadtstatus. Kurz vor Beginn des neuen Jahrtausends am 1. Januar 2000 wurde Netphen offiziell zur Stadt erklärt[8] und hat den Status einer mittleren kreisangehörigen Stadt.

Telefonvorwahlen

Kurios ist bis heute, dass es in Netphen mehr als zwei Telefonvorwahlen gibt. Während dem Hauptort die Vorwahl 02738 zugewiesen wurde, sind das Amt Netphen-Deuz und die östlicheren Ortschaften über die Vorwahl 02737 zu erreichen. In einigen Orten werden jedoch Vorwahlen angrenzender Städte verwendet, so sind Dreis-Tiefenbach über 0271 (Siegen), Unglinghausen über 02732 (Kreuztal) und Herzhausen über 02733 (Hilchenbach) zu erreichen. Diese Zuordnung wurde seinerzeit von der Post vorgenommen und hat sich bis heute im Telefonnetz erhalten.

Religionen

In Netphen gesamt gibt es annähernd gleich viel römisch-katholische wie evangelische (reformierte + lutherische) Christen, wobei es zwischen den einzelnen Orten durchaus Unterschiede gibt.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)[9]

Jahr 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Einwohner 21.642 22.453 22.575 23.293 24.897 25.034 25.038 25.078 25.117 24.855 24.679 24.568 24.500

Politik

Stadtrat

Sitzverteilung Netphens

Die 42 Sitze des Stadtrates verteilen sich wie folgt:

CDU SPD UWG GRÜNE FDP Die Linke Gesamt
2009 18 10 6 4 3 1 42

(Stand: Kommunalwahl am 30. August 2009)

Hinzu kommt die Stimme des Bürgermeisters Paul Wagener (parteilos).

Seit der Kommunalwahl 2009 kooperiert eine Jamaika-Koalition aus CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, die zusammen über 25 von 43 Sitzen verfügt, miteinander.

Bürgermeister

  • 1989–?: Helmut Buttler (SPD)[10]
  • 1994–20. Oktober 2009: Rüdiger Bartsch[11]
  • seit 21. Oktober 2009: Paul Wagener (parteilos)[12]

Wappen

Blasonierung: Erhöht geteilt von Blau und Gold; oben ein von sieben goldenen Schindeln begleiteter, wachsender, rot bewehrter goldener Löwe, unten ein springender, rot gezungter, schwarzer Keiler.

Es handelt sich oben um den nassauischen Löwen. Der springende Eber ist eine Nachbildung des ältesten erhaltenen Siegerländer Gerichtssiegels aus dem Jahr 1467. Es gehörte den „Schöffen tzo Netfe ind Irmgarteichen“. Das Sinnbild des Netpher hat seinen Ursprung im heidnischen Julfest, wo der Eber den Göttern geopfert wurde. Das Recht, das Wappen zu führen, wurde der Stadt Netphen mit Urkunde vom 17. August 1937 vom Oberpräsidenten der Provinz Westfalen verliehen.

Städtepartnerschaften

  • Sagan (Polen), seit 1995
  • Quievy (Frankreich)
  • Vrchlaby (Tschechien)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

Heimatmuseum

Seit 1996 existiert hier ein großer Ausstellungsraum mit Zeugnissen der Vor- und Frühgeschichte. Schwerpunkt ist die traditionelle Wirtschaft des Netpherlandes mit Gerberei, Köhlerei sowie Haubergswirtschaft, Hude und Imkerei. Im selben Gebäude befindet sich auch das Kultur- und Touristikbüro.

Martinikirche

Die evangelische Martinikirche ist eine Hallenkirche aus dem 13. Jahrhundert. Bei einbrechender Dunkelheit und in der Nacht wird der romanische Turm der Kirche beleuchtet. Nach dem durch den am 11. Dezember 1651 in Siegen abgeschlossenen Religionsvergleich wurde die Nutzung der Netphener Martini-Kirche durch die katholische und die evangelische Kirchengemeinde geregelt. Beide Gemeinden erhielten feste Gottesdienstzeiten im Wege des sog. Simultaneum, welches am 11. November 1895 durch Weihe der katholischen Kirche St. Martin zu Ende ging [13]. Die katholische St. Martin-Kirche ist im neogotischen Stil aus unverputztem Feldstein errichtet.

Obernautalsperre

Die Obernautalsperre ist mit 15 Mio. m³ die größte Trinkwassertalsperre des Siegerlands. Ein rund 9,6 km langer Wirtschaftsweg, der komplett um die Talsperre herumführt, lädt zu Wanderungen ein. Sie wird überragt von der Alten Burg (632,9 m ü. NN), einer Fliehburg und Kultstätte aus der La-Tène-Zeit um 500 v. Chr. Jedes Jahr wird am 31. Dezember dort ein Volkslauf ausgetragen.

Wasserburg Hainchen

Im Stadtteil Hainchen befindet sich die wiederaufgebaute Wasserburg Hainchen.

Wassermühle Nenkersdorf
Mühle in Nenkersdorf

Die Geschichte der Mühle geht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Sie gehörte bis in das 14. Jahrhundert den Schlossherren von Hainchen. Der damalige Schlossherr schenkte sie dann seinem Pächter. Sie ist seitdem über fünf Generationen im Besitz der Familie Weber. Die im Kreis einzigartige Mühle besitzt ein oberschlächtiges Wasserrad mit drei Mahlwerken, je zwei Walzenstühlen und einem Schrotgang. Alle Mahlwerke und der Aufzug für die Getreidesäcke können über Wasserkraft angetrieben werden.

Kohlenmeiler Walpersdorf

Die Köhlerei zur Herstellung von Holzkohle hat im Siegerland aufgrund der Eisenverhüttung eine lange Tradition. In Walpersdorf befinden sich die einzigen noch betriebenen Kohlenmeiler im Siegerland. Verkohlt wird Holz von Eichen, Birken und Buchen. Aus vier Tonnen Holz wird etwa eine Tonne Holzkohle hergestellt.

Sendeturm Ederkopf

Auch der 161 Meter hohe Betonturm des Sender Ederkopf befindet sich auf dem Stadtgebiet von Netphen.

Kriegerehrenmal

Ferner existiert in Netphen ein am 20. Januar 1935 durch den Kaisersohn Prinz August Wilhelm eingeweihtes Kriegerehrenmal.[14]

Sport

SV Netphen

Der Fußballverein SV Netphen kann auf die längste Tradition im Ort sowie auf sportliche Erfolge im Senioren- und Juniorenfußball zurückblicken.

TVE Netphen

Der örtliche Turnverein TVE Netphen ist einer der ältesten und mit über 1600[15] Mitgliedern auch einer der größten Vereine in Netphen.

EHC Netphen ’08

Der EHC Netphen ’08 wurde 2008 als Nachfolger des EC Siegerland und des früheren EHC Netphen gegründet. Die Herren-Mannschaft spielt in der Saison 2011/12 in der dritthöchsten Spielklasse, der Eishockey-Oberliga. Das 1b-Team nimmt am Spielbetrieb der Bezirksliga NRW teil. Heimstätte des Vereins ist der Sportpark Siegerland in Netphen.

Eisflitzer Netphen e. V.

Der einzige Frauen-Eishockey-Verein im Siegerland. Zwischen 1984 und 2008 wurde in Netphen im Fraueneishockey am Ligenspielbetrieb teilgenommen. Die Frauen begannen in der Eishockeyabteilung der TEG Netphen und machten sich 1986 als eigener Verein unter dem Namen Eisflitzer Netphen e. V. selbstständig.

Freizeitpark

Der Freizeitpark mit Tennishalle, Eisstadion und Hallenbad. Die Tennishalle und das Eisstadion wurden im Oktober 1976 fertiggestellt und im 14. Mai 1977 zusammen mit dem Hallenbad eröffnet. Das Freibad folgte kurze Zeit später.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Firmen

Fa. Walzen Irle GmbH

Die Walzen Irle GmbH ist ein Walzenhersteller. Das Traditionsunternehmen kann auf eine über 180-jährige Firmengeschichte zurückblicken und war das erste Unternehmen in Deutschland, das Hartgußwalzen herstellte. Heute gehört Walzen Irle zur Irle-Gruppe und ist eine hundertprozentige Tochter der Irle-Deuz GmbH.

Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom eröffnete 1997 im Netpher Stadtteil Dreis-Tiefenbach eine Niederlassung. In dem Gebäude waren in den ersten Jahren u. a. die Technikniederlassung Siegen, Teile der Kundenniederlassung Wuppertal/Hagen sowie ein Call-Center von T-Online untergebracht. Teile des Gebäudes sind an andere Firmen vermietet. Das Gebäude wird derzeit von der STRABAG verwaltet.

Flender-Flux

Flender-Flux ist ein im Stadtteil Deuz ansässiges Traditionsunternehmen mit einer 240-jährigen Firmengeschichte, dessen Hauptgeschäft die Herstellung von Metall-Dachsystemen ist.

Gerberei Jüngst

Gerberei Jüngst ist ein Familienbetrieb seit 1897.

Produkte und Leistungen der Gerberei: Gerbung von Fellen, Bälgen und Schwarten; Vorarbeiten für Tierpräparationen; Autofelle, Lammfelle und Fellprodukte.

Deuzer Maschinenfabrik Heitze GmbH & Co.

Die Firma begann am 1. Mai 1939 als Kommanditgesellschaft zum Zwecke der Herstellung von Maschinen und Apparaten sowie zum Handel mit denselben unter dem Namen Maschinenfabrik M Heitze, Kommanditgesellschaft unter dem persönlich haftenden Gesellschafter Montagemeister Martin Heitze, dem Ingenieur Edmund Dietrich und dem Geschäftsführer Ernst Zimmermann.

Bis Ende 1939 wurde die erste Werkshalle in einer Größe von 600 m² erstellt und mit drei kleinen Drehmaschinen, einer Bohrmaschine, einer Handschweißanlage und fünf Montagearbeitsplätzen ausgerüstet. Zu einer Maschinenproduktion kam es vor Kriegsbeginn 1939 nicht.

1939 betrug die Belegschaft sechs Personen, sie stieg bis Ende 1945 auf acht an. Es wurden zunächst Holzbearbeitungsmaschinen wie Brennholzschneidemaschinen, Tischlerkreissägen, Holzbohrmaschinen und Blockbandsägen gebaut. Diese Fertigung wurde 1945, nachdem über 200 Maschinen fertiggestellt waren, eingestellt.

Auf Grund der Verbindung von Herrn Honig, der nach dem Zweiten Weltkrieg als Konstrukteur und später als Teilhaber in die Firma eintrat, mit seinem früheren Arbeitgeber Fa. Waldrich in Siegen wurde Ende 1945 in Zusammenarbeit mit der Firma Eugen Waldrich, Bad Godesberg, mit der Herstellung von Flachglasbearbeitungsmaschinen begonnen.

Das Programm wurde festgelegt auf Gelenkarmpoliermaschinen, kombinierte Schleif- und Poliermaschinen, Horizontalschleifmaschinen, Glasbohrmaschinen und Rillenschleifmaschinen. Die Fertigung ist etwa 1965 nach der Erfüllung des Nachholbedarfs der Glasindustrie langsam eingestellt worden.

Bombardier Transportation

In Dreis-Tiefenbach liegt ein Werk von Bombardier Transportation, in dem Drehgestelle gefertigt werden. Es handelt sich dabei um die ehemalige SEAG Waggonbau, später Waggon Union.

Eisen- und Blechwarenwerke Siegerland

In Netphen liegt das Werk, das Behälter und Apparate herstellt.

Verkehr

Der erste Benzin-Omnibus Landauer

Das Stadtgebiet ist hauptsächlich über die B 62, die das Stadtgebiet von Südwesten nach Nordosten durchschneidet, zu erreichen. Ab dem Stadtteil Dreis-Tiefenbach besteht ein Anschluss an die Stadtautobahn Siegen.

Für den Güterverkehr existierte noch eine Eisenbahnstrecke, die in früheren Jahren von Irmgarteichen nach Siegen-Weidenau verlief. Die Eisenbahnstrecke wurde 2004 stillgelegt. Es besteht nur noch ein Werksverkehr zwischen den Werken von Walzen Irle. Ansonsten wird der Öffentliche Personennahverkehr durch Linienbusse der VGWS abgewickelt. Über das Stadtgebiet verläuft im Nordosten ein kurzes Stück der Rothaarbahn, allerdings ohne einen Haltepunkt.

Nach Netphen führte die von der Netphener Omnibusgesellschaft am 18. März 1895 eröffnete erste Omnibuslinie der Welt mit einem benzinbetriebenen Omnibus. An den internationalen Luftverkehr ist der Ort über den Siegerlandflughafen in der Gemeinde Burbach südwestlich von Netphen angeschlossen.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. Täglich aktualisierte Hitliste der kältesten Orte Deutschlands
  3. http://www.dreis-tiefenbach-wetter.de/html/daten_archiv.html
  4. Karte Fürstentum Nassau-Siegen: Urkundliche Zeugnisse der Besiedlung bis 1500
  5. Zurückgeblättert ..., Siegener Zeitung vom 30. Juli 2011, S. 43
  6. Adolf Müller: Meilensteine aus der Siegerländer Vergangenheit. In: Siegerländer Heimatkalender 1966, S. 98
  7. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
  8. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2000
  9. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen
  10. Siegerländer Chronik vom 1. September 1989 bis 31. August 1990. In: Siegerländer Heimatkalender 1991, S. 173, 174, 66. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., Verlag für Heimatliteratur
  11. Rüdiger Bartsch auf der Zielgeraden, www.derwesten.de vom 16. April 2008, abgerufen am 15. Juli 2011
  12. Lebenslauf Bürgermeister Wagener auf der Internetpräsenz der Stadt Nethpen
  13. Heinz Stötzel: Der Siegener Religionsvergleich
  14. Zurückgeblättert..., Siegener Zeitung vom 29. Januar 2011
  15. Wir über uns des TVE Netphen mit Angabe der Mitgliederzahl

Weblinks

 Commons: Netphen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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