- Finanzplatz
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Ein Finanzplatz (oder Finanzzentrum) ist ein Ort (in der Regel eine Stadt), an dem es eine hohe Konzentration von Banken und anderen Finanzinstitutionen (etwa Börsen) gibt und in dem die Existenz und Entwicklung von Finanzmärkten nicht eingeschränkt werden, sodass finanzielle Aktivitäten und Transaktionen effizienter durchgeführt werden können als an anderen Orten. Als internationaler Finanzplatz wird für gewöhnlich ein Finanzplatz bezeichnet, an dem es eine Vielzahl von führenden nationalen und ausländischen Finanzinstitutionen gibt. Als Finanzplatz wird in der Regel eine Stadt bezeichnet, der Begriff kann aber auch für Länder verwendet werden (die Schweiz wird häufig aufgrund ihres Steuerrechts als Finanzplatz bezeichnet).
Inhaltsverzeichnis
Entstehung
Der Stadtstaat Singapur ist ein Global Leader der internationalen Finanzwelt
Chicago ist nach New York das zweitgrößte US-amerikanische Finanzzentrum
Angebot und Nachfrage
Auf der Nachfrageseite stehen inländische und transnationale Finanzunternehmen, die Expansion und Diversifikation anstrebend eine andauernde Nachfrage nach städtischen Einrichtungen erzeugen. Auf der Angebotsseite können nur die Städte dieser Nachfrage gerecht werden, die intensiv in die benötigte Infrastruktur (Flughäfen, Häfen, Straßen, Eisenbahnverbindungen, Telekommunikation usw.) investiert haben und die den Finanzsektor mit einer erstklassigen Informationstechnologie versorgen können.
Auch auf einer anderen Ebene spielen Angebot und Nachfrage eine Rolle. Wirtschaftswachstum und expandierender Außenhandel führen zu einer größeren Nachfrage nach Finanzierung. Innovative Finanzinstitutionen können diese Nachfrage am besten erfüllen.
Krieg, Politik und Ideologie
Frieden und politische Stabilität sind Voraussetzungen für die Entstehung von Finanzplätzen. Die Einstellung der Regierung zum Finanzsektor muss positiv oder zumindest neutral sein. Zum Beispiel führte eine negative Einstellung und der marxistische Glaube, dass Finanzwirtschaft unproduktiv sei, nach den Kriegen von 1937 bis 1949 zum Untergang des Finanzsektors in Shanghai, das vor dem Zweiten Weltkrieg das bedeutendste Finanzzentrum im Fernen Osten war.
Weitere begünstigende Faktoren
- gut erreichbare geographische Lage
- eine moderne Infrastruktur (Kommunikation, Personenverkehr, Transport)
- Lage in einer Zeitzone, die es erlaubt, während eines Arbeitstages möglichst viel mit anderen Zentren zu kommunizieren
- etablierte kommerzielle oder industrielle Zentren
- Orte, deren Hinterland ein großes Wachstumspotential hat
- eine gastfreundliche Umgebung
- im Idealfall keine Diskriminierung ausländischer Banken
- starke inländische Wirtschaft
- Technologie: effektive und schnelle Nutzung von Fortschritten in der Telekommunikation und niedrigerere Transaktionskosten
- Steuersystem (z. B. Steueranreize)
- Rechtsstaatlichkeit: ein auf die Unabhängigkeit der Justiz gegründetes solides Rechtssystem, das international Vertrauen gewinnen kann
- gut ausgebildete Arbeitskräfte (nicht nur im Bereich der Finanzwirtschaft, sondern auch Anwälte, Unternehmensberater, Volkswirte, Wirtschaftsprüfer, Versicherungsfachmänner, Systemanalytiker, Programmierer usw.)
- Informationsfreiheit, frei Verbreitung von Nachrichten und Informationen (Finanzwirtschaft ist im Grunde eine Informationswirtschaft)
- gute Englischkenntnisse der Bevölkerung
Typologie
Shanghai, der zweitgrößte Finanzplatz Chinas
- geographische Perspektive
- nationales Zentrum
- internationales Zentrum
- regionales Zentrum
- globales Zentrum
- teleologische Perspektive
- Buchungszentrum: hauptsächlich Aufzeichnung von Transaktionen, aber nur wenig tatsächliche finanzielle Geschäfte
Beispiele: Anguilla, Nassau (Bahamas), Bahrain, die Kaimaninseln, Jersey und die Niederländischen Antillen
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- funktionelles Zentrum: finanzielle Dienstleistungen und Transaktionen werden ausgeführt und angeboten
- integriertes Zentrum: keine Grenze zwischen Onshore- und Offshore-Märkten
- isoliertes Zentrum (Offshore Financial Centre OFC): Behörden unterscheiden deutlich zwischen Onshore- und Offshore-Märkten; ausländische Unternehmen sind auf den Offshore-Bereich beschränkt oder im Onshore-Bereich deutlich eingeschränkt
- funktionelles Zentrum: finanzielle Dienstleistungen und Transaktionen werden ausgeführt und angeboten
- historische Perspektive
- traditionelles Zentrum: internationaler Netto-Kreditgeber
Beispiele: London vor dem Zweiten Weltkrieg, New York nach dem Zweiten Weltkrieg und in zunehmendem Maße Tokio
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- vermittelndes Zentrum (financial entrepôt): versorgt sowohl Einheimische als auch Ausländer mit Leistungen seiner Finanzunternehmen, Geldmärkte und Wertpapiermärkte
Beispiele: London seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und New York seit den späten 70er Jahren, Schweiz, Luxemburg, Singapur, Hongkong, die Bahamas, die Kaimaninseln und Panama
- Offshore Banking Centre
Geschichte
Das wohl erste internationale Finanzzentrum war wohl Florenz im 13. Jahrhundert, das diese Rolle vor allem durch internationalen Handel und durch den Verleih von Geld an Herrscher erreichte. Im 14. Jahrhundert wurde die finanzielle Vormacht der Florentiner beendet als Edward III, der König von England, seine Schulden nicht anerkannte.
Im 16. Jahrhundert entstand ein neues Finanzzentrum in einem italienischen Stadtstaat, Genua, durch die Errichtung eines Kreditsystems, das sowohl auf Gold als auch Silber basierte.
Im 17. Jahrhundert wurde Amsterdam der Nachfolger Genuas. Im Gegensatz zu dem italienischen Stadtstaat konnte sich Amsterdam auf die Wirtschaft eines Flächenstaates stützen.
Innerhalb der nächsten 200 Jahren verlor Amsterdam seine Position an London. Dies folgte aus der Vormachtstellung Großbritanniens im 19. Jahrhundert in der Wirtschaft durch die industrielle Revolution, im Militär nach dem Sieg über Napoleon und der Expansion des britischen Imperiums und aus dem Vorsprung in der Entwicklung des Bankwesens und finanzieller Instrumente (zum Beispiel Schecks). Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden auch einige andere Finanzzentren, wie zum Beispiel Genf, Paris, Frankfurt am Main, Zürich und Mailand, von denen aber keines London herausfordern konnte.
Am Ende des 19. Jahrhunderts holten Deutschland und die Vereinigten Staaten in der Industrie zu Großbritannien auf. New York konnte London bis zum Ende des Ersten Weltkrieges aber nicht herausfordern und die Weltwirtschaftskrise 1929 unterbrach den Aufstieg New Yorks, obwohl auch London hart getroffen wurde. New York wurde schließlich nach dem Zweiten Weltkrieg zum dominanten Finanzstandort, da es der einzige größere internationale Finanzplatz war, der nicht direkt vom Krieg betroffen war. Diese Position konnte New York aber nicht lange halten. Schon ab 1958 kehrte London an die Spitze der Finanzwirtschaft zurück.
In den 1980er Jahren war Japan das einzige Land, das in der Lage war, Kapital in großem Maße zu exportieren. Normalerweise hätte das dazu führen müssen, dass Tokio zum vorherrschenden Finanzstandort der Welt wird. Die japanische Finanzwirtschaft ist aber weniger nach außen orientiert als die der meisten anderen internationalen Finanzzentren. Außerdem hat das Platzen der japanischen „Seifenblasenwirtschaft“ auch die Finanzwirtschaft des Landes in eine tiefe Krise gestürzt.
Shanghai war vor dem Zweiten Weltkrieg der führende Finanzstandort im Fernen Osten. Die dortige Finanzwirtschaft wurde aber durch den Zweiten Weltkrieg (1937 bis 1945) und den darauf folgenden Bürgerkrieg (1946 bis 1949) zerstört. Danach wurde ein erneuter Aufstieg Shanghais als internationaler Finanzplatz durch die kommunistische Regierung unmöglich gemacht, da Finanzwirtschaft nach marxistischen Vorstellungen unproduktiv ist. In der Region entstanden in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zwei neue internationale Finanzzentren: Hongkong und Singapur.
Liste der wichtigsten Finanzplätze
Der Global Financial Centres Index (Index der globalen Finanzzentren) vergleicht die Wettbewerbsfähigkeit von 75 Finanzplätzen weltweit, basierend auf 26.629 Bewertungen von internationalen Finanzakteuren. Der Index wird von der Z/Yen Group erstellt und halbjährlich von der City of London Corporation veröffentlicht. Die folgenden Daten sind dem Index von März 2011 entnommen.[1]
Die Rangliste ergibt sich aus der Gesamtsumme der fünf Kategorien Menschen (Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften, Flexibilität des Arbeitsmarkts, Qualität der Ausbildung), wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Gesetzgebung, Steuern, Korruption, Gewerbefreiheit), Marktzugang (Handel mit Wertpapieren, Angebot an unterschiedlichen Finanzdienstleistungen), Infrastruktur (Immobilienpreise, Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel) und generelle Wettbewerbsfähigkeit (Preisniveau, Lebensqualität, Wirtschaftsklima).
Der Index nimmt zunächst eine Einteilung danach vor, ob Finanzzentren weltweite Bedeutung haben (Global Centers) oder ob es sich um Finanzzentren mit nur länderübergreifender (Transnational Centers) oder lokaler Bedeutung (Local Centers) handelt. In diesen Kategorien finden weitere Abstufungen statt.
Finanzplätze mit weltweiter Bedeutung
17 Finanzplätzen wird eine weltweite Bedeutung zugeschrieben. Diese werden wiederum in vier Unterkategorien unterteilt: Global Leaders (breit aufgestellte und gefestigte Finanzzentren), Global Diversified (relativ breit aufgestellte Finanzzentren), Global Specialists (eher spezialisierte Finanzzentren) und Global Contenders (neu entstehende Finanzzentren):
Finanzplatz Land Punktzahl Kategorie London
Großbritannien775 Global Leaders New York City
Vereinigte Staaten769 Global Leaders Hongkong
China759 Global Leaders Singapur
Singapur722 Global Leaders Tokio
Japan694 Global Leaders Chicago
Vereinigte Staaten673 Global Leaders Zürich
Schweiz665 Global Leaders Toronto
Kanada658 Global Leaders Frankfurt am Main
Deutschland654 Global Leaders Paris
Frankreich637 Global Diversified Amsterdam
Niederlande593 Global Diversified Dublin
Irland592 Global Diversified Shanghai
China694 Global Specialists Genf
Schweiz659 Global Specialists Peking
China650 Global Specialists Dubai
Vereinigte Arabische Emirate605 Global Specialists Moskau
Russland506 Global Contenders Finanzplätze mit länderübergreifender Bedeutung
21 Finanzplätzen wird eine länderübergreifender Bedeutung zugeschrieben. Dabei werden Unterteilungen vorgenommen, ob es sich um breit aufgestellte und etablierte Finanzzentren (Established Transnational), relativ breit aufgestellte (Transnational Diversified), eher spezialisierte (Transnational Specialists) oder neu entstehende Finanzzentren (Transnational Contenders) handelt:
Finanzplatz Land Punktzahl Kategorie Sydney
Australien658 Established Transnational Boston
Vereinigte Staaten656 Established Transnational San Francisco
Vereinigte Staaten655 Established Transnational Seoul
Südkorea651 Established Transnational Washington, D.C.
Vereinigte Staaten650 Established Transnational Vancouver
Kanada626 Established Transnational Melbourne
Australien621 Established Transnational Edinburgh
Großbritannien600 Established Transnational Kuala Lumpur
Malaysia573 Established Transnational Madrid
Spanien588 Transnational Diversified Kopenhagen
Dänemark571 Transnational Diversified Shenzhen
China653 Transnational Specialists Luxemburg
Luxemburg630 Transnational Specialists Jersey
Jersey624 Transnational Specialists Guernsey
Guernsey607 Transnational Specialists Isle of Man
Isle of Man590 Transnational Specialists Kaimaninseln
Kaimaninseln587 Transnational Specialists Britische Jungferninseln
Britische Jungferninseln584 Transnational Specialists Gibraltar
Gibraltar546 Transnational Specialists Mumbai
Indien541 Transnational Contenders Bangkok
Thailand536 Transnational Contenders Finanzplätze mit lokaler Bedeutung
36 Finanzplätze weisen eine lokale Bedeutung für den jeweiligen Staat aus, in dem sie liegen. Diese werden ebenfalls in breit aufgestellte und etablierte Finanzzentren (Established Players), relativ breit aufgestellte (Local Diversified), eher spezialisierte (Local Specialists) oder neu entstehende Finanzzentren (Evolving Centers) unterteilt:
Finanzplatz Land Punktzahl Kategorie São Paulo
Brasilien574 Established Players Mexiko-Stadt
Mexiko561 Established Players Johannesburg
Südafrika561 Established Players München
Deutschland617 Local Diversified Montreal
Kanada615 Local Diversified Ōsaka
Japan594 Local Diversified Stockholm
Schweden592 Local Diversified Brüssel
Belgien581 Local Diversified Mailand
Italien581 Local Diversified Wien
Österreich576 Local Diversified Glasgow
Großbritannien571 Local Diversified Oslo
Norwegen560 Local Diversified Prag
Tschechien547 Local Diversified Helsinki
Finnland546 Local Diversified Warschau
Polen538 Local Diversified Lissabon
Portugal525 Local Diversified Istanbul
Türkei494 Local Diversified Taipeh
Taiwan639 Local Specialists Katar
Katar597 Local Specialists Hamilton
Großbritannien589 Local Specialists Wellington
Neuseeland587 Local Specialists Rom
Italien568 Local Specialists Rio de Janeiro
Brasilien563 Local Specialists Monaco
Monaco562 Local Specialists Malta
Malta538 Local Specialists Mauritius
Mauritius533 Local Specialists Buenos Aires
Argentinien525 Local Specialists Manila
Philippinen519 Local Specialists Bahamas
Bahamas517 Local Specialists Jakarta
Indonesien532 Evolving Centers Sankt Petersburg
Russland504 Evolving Centers Riad
Saudi-Arabien500 Evolving Centers Budapest
Ungarn468 Evolving Centers Athen
Griechenland457 Evolving Centers Tallinn
Estland456 Evolving Centers Reykjavík
Island436 Evolving Centers Weitere Ranglisten
Ausgeführt sind alle Städte, die in mindestens zwei der vier Ranglisten aufgeführt sind, und die ferner in mindestens zwei der vier Ranglisten auf einem Platz innerhalb der Top 30 gelistet sind. London und New York City genießen eine herausragende Stellung, sie sind immer unter den drei höchstplatzierten Finanzplätzen zu finden. Ebenfalls in die Top 10 schaffen es regelmäßig die asiatischen Finanzzentren Tokio, Hongkong, Singapur, Shanghai und Seoul. In Europa zählen Paris, Frankfurt am Main, Amsterdam und Zürich zu den führenden Finanzplätzen. In Nordamerika folgen regelmäßig Chicago und Toronto auf New York. Sydney ist der wichtigste Finanzplatz in Australien.
Finanzplatz Land International Financial Centers Development Index (2011)[2] World's most economically powerful cities (2008)[3] Worldwide Centres of Commerce Index (2008)[4] Global Financial Centres Index (2011)[5] Amsterdam
Niederlande10. - 10. 35. Boston
Vereinigte Staaten20. - 21. 12. Brüssel
Belgien25. - 30. 44. Chicago
Vereinigte Staaten11. 05. 05. 07. Frankfurt am Main
Deutschland08. - 08. 16. Genf
Schweiz15. - 40. 13. Hongkong
China04. 02. 06. 03. Kopenhagen
Dänemark22. - 14. 34. London
Vereinigtes Königreich02. 01. 01. 01. Los Angeles
Vereinigte Staaten- 08. 17. - Luxemburg
Luxemburg29. - - 29. München
Deutschland19. - 27. 22. New York City
Vereinigte Staaten01. 03. 02. 02. Osaka
Japan38. - 19. 26. Paris
Frankreich07. 07. 07. 24. Peking
China14. - 57. 19. San Francisco
Vereinigte Staaten17. - 28. 09. Seoul
Südkorea24. 06. 09. 11. Shanghai
China06. 09. 24. 05. Shenzen
China21. - 60. 25. Singapur
Singapur05. - 04. 04. Stockholm
Schweden23. - 16. 28. Sydney
Australien09. - 12. 15. Taipeh
Taiwan40. - 22. 23. Tokio
Japan03. 04. 03. 06. Toronto
Kanada18. 10. 13. 10. Vancouver
Kanada27. - 37. 17. Washington, D.C.
Vereinigte Staaten13. - 36. 14. Wien
Österreich28. - 26. 42. Zürich
Schweiz12. - 15. 08. Finanzplätze in Deutschland
München, Deutschlands zweitgrößter Finanzplatz
Der Finanzplatz Frankfurt am Main hat eine herausragende Stellung in Deutschland und zählt zu den wichtigsten Finanzplätzen weltweit. Die führende Stellung von Frankfurt ist durch die hohe Konzentration von Unternehmen der Finanzbranche geprägt: Neben der größten deutschen Börse (Frankfurter Wertpapierbörse) haben sich hier die wichtigsten deutschen Großbanken (Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank, Kfw Bankengruppe, DekaBank), Fondsgesellschaften (DWS Investments, Union Investment) und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (PricewaterhouseCoopers, KPMG) angesiedelt, dazu zahlreiche Niederlassungen von Auslandsbanken und weiteren internationalen Finanzdienstleistern. Frankfurt ist zudem Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Europäischen Versicherungsaufsicht (EIOPA).
Der Finanzplatz München gilt als einer der weltweit führenden Versicherungsstandorte, da hier die Branchen-Schwergewichte Allianz und Munich Re ihren Sitz haben. München ist weniger durch Finanzinstitute als vielmehr durch große Industrieunternehmen wie BMW, Siemens, MAN oder die Linde AG geprägt, dennoch sind auch einige gewichtige deutsche Banken (HypoVereinsbank, BayernLB) hier ansässig.
Der Finanzplatz Stuttgart weist einen Schwerpunkt in den Bereichen Mittelstandsfinanzierung, Altersvorsorge und private Kapitalanlage auf. Neben der größten deutschen Landesbank (LBBW) befinden sich in Stuttgart die größte Börse für verbriefte Derivate in Europa (Börse Stuttgart) und die L-Bank, eine der größten europäischen Förderbanken.
Siehe auch
Literatur
- Merki, Christoph Maria (Hg.): Europas Finanzzentren. Geschichte und Bedeutung im 20. Jahrhundert. Frankfurt a.M./New York 2005, ISBN 3-593-37743-8
Quellen
- ↑ The Global Financial Centers Index 9
- ↑ Xinhua-Dow Jones International Financial Centers Development Index 2011
- ↑ Forbes World's most economically powerful cities 2008
- ↑ Mastercard Worldwide Centres of Commerce Index 2008
- ↑ Qatar Financial Centre Authority Global Financial Centres Index 10
Weblinks
Wikimedia Foundation.














