- Kospoda
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Wappen Deutschlandkarte 50.71833333333311.738611111111340Koordinaten: 50° 43′ N, 11° 44′ OBasisdaten Bundesland: Thüringen Landkreis: Saale-Orla-Kreis Höhe: 340 m ü. NN Fläche: 6,14 km² Einwohner: 418 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km² Postleitzahl: 07806 Vorwahl: 036481 Kfz-Kennzeichen: SOK Gemeindeschlüssel: 16 0 75 051 Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 1 in 07806
Neustadt an der OrlaWebpräsenz: Bürgermeister: Thomas Jung Lage der Gemeinde Kospoda im Saale-Orla-Kreis Kospoda ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis. Sie besteht aus den Ortsteilen Burgwitz (80 Einwohner, Stand 7. März 2006), Meilitz (68 Einwohner) und Kospoda. Erfüllende Gemeinde für Kospoda ist die Stadt Neustadt an der Orla.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Kospoda ist sorbischen Ursprungs. Die Ortsgeschichte lässt sich bis 1120 zurückverfolgen. In diesem Jahr verschenkt Graf Wichmann zur Errichtung des Klosters Kaltenborn bei Sangerhausen verschiedene Güter im Orlagau. Darunter befindet sich das Dorf Kospoda. Die Einkünfte dieser und anderer Güter werden zur Errichtung und Erhaltung des Klosters Kaltenborn verwendet. Ein kleiner mittelalterlicher Herrensitz war Vorgängerbau des späteren Herrenhauses. Als früheste Besitzer des Gutes Kospoda sind die Herren von Kospoth anzusehen, die den Ort zum Stammsitz erwählten und deren Geschlecht später über Schleiz bis ins vogtländische Plauen und Cospeda bei Jena zu finden ist. Seit dem 13. Jahrhundert wurden die Herren von Kospoda in Urkunden der Vögte von Weida erwähnt.[2] Zum Stammsitz gehörten die Dorfschaften Kospoda und Meilitz. Die Besitzer wechselten in der Folge mehrmals. Im Jahr 1417 erhielt Heinrich von Hain ein Gut in Meilitz aus dem Besitz der Herren von Kospoda. Der Name Kospoda lässt mehrere Deutungen zu; die überzeugendste ist die Ableitung von hospodar = Herr. Meilitz könnte von Mil, einem Eigennamen stammen.
Die Orte der Gemeinde wurden wie folgt erstmals urkundlich erwähnt:[3]
- Kospoda: 16. April 1120
- Burgwitz: 1. Mai 1294
- Meilitz: 22.Februar 1320
Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (Stand jeweils 31. Dezember):
- 1994: 477
- 1995: 476
- 1996: 478
- 1997: 475
- 1998: 480
- 1999: 470
- 2000: 470
- 2001: 474
- 2002: 462
- 2003: 456
- 2004: 451
- 2005: 451
- 2006: 407
- 2007: 405
- 2008: 401
- 2009: 406
- Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Wappen
Das Wappen wurde am 15. Juli 1994 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt.
Blasonierung: „Im Deichselschnitt geteilt; oben in Blau ein silberner Hirschkopf, unten vorn in Grün ein silbernes Hufeisen, unten hinten in Silber ein grünes Lindenblatt.“ Der Hirsch steht für den Ortsteil Kospoda. Auf ausdrücklichen Wunsch der Einwohner der Gemeinde Kospoda wurde nicht das Symbol der namengebenden Familie von Kospoth verwendet, sondern der Familie Hirsch, die 1894 das Rittergut übernahm, gedacht. Diese Familie hat sich durch die Finanzierung etlicher, den Ort prägender Bauvorhaben, aber auch des Drucks der Gemeindechronik verdient gemacht. Im Ortsteil Meilitz wurden mehrere prähistorische Hufeisen gefunden; deshalb wurde ein Hufeisen zum Wappensymbol für Meilitz gewählt. Die Linde ist das natürliche Wahrzeichen des Ortsteiles Burgwitz. Ein Lindenblatt kennzeichnet die Linde und diesen Ortsteil. [4]
Das Wappen wurde von dem Goßwitzer Manfred Fischer gestaltet.
Einzelnachweise
- ↑ Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
- ↑ Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 162/163.
- ↑ Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Städte und Dörfer. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 151, 46, 178.
- ↑ Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 37; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X
Weblinks
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